Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Betrieb

Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon PowerTower » Mi 18. Okt 2017, 22:27

Das erklärt auch die große Gefahr des Zuparkens. In Hamburg sind in den letzten Monaten sehr viele konventionelle Parkplätze zu Ladeplätzen umfunktioniert wurden. Den Verbrennern geht überproportional schnell der Parkraum aus. Das ist ein echtes Problem und schürt dann auch noch Hass in der Gesellschaft. Das Ergebnis ist nicht selten Vandalismus. Wird sich zeigen, ob die Hamburger Ladeinfrastruktur davon verschont bleibt.

Die Formulierung im Artikel ist etwas unglücklich. Laut https://emobility.stromnetz-hamburg.de/ sind es nur 300 Ladesäulen, also 600 Ladepunkte. 600 Ladesäulen würden 1.200 Ladepunkte bedeuten.

Die 2 Stunden Regel finde ich auch etwas knapp. Wenn ich an ein vorzeitiges Umparken denken muss, dann ist die E-Mobilität nicht massentauglich. Das Laden muss sich dem Alltag des Autofahrers unterordnen, nicht anders herum. Dass man nachts unbegrenzt stehen darf, nützt dem Schichtarbeiter eher weniger. Darum soll es hier aber nicht weiter gehen.
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Beitragvon eDEVIL » Mi 18. Okt 2017, 22:40

Wäre es denn erlaubt mittels langem Kabel von einem Bezahlparplatz für verbrenenr aus die ALdesäule länger als 2h zu nutzen?
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon mweisEl » Mi 18. Okt 2017, 22:40

PowerTower hat geschrieben:
Den Verbrennern geht überproportional schnell der Parkraum aus.


Nein, wirklich spüren kann man das nicht. Denn es gibt 771.000 PKWs in Hamburg selber, dann gibt es bestimmt 50% mehr Parkplätze insgesamt (Einpendler und unterschiedliche Parkplatznutzung tagsüber/nachts), das wären ca. 1,15 Mio Autoparkplätze. 600 (tatsächlich nur scheinbar, weil es stehen ja PKWs drauf) weggefallene Parkplätze, das macht gerade mal 0,05% der Parkplätze aus. Es ist nicht zu spüren wenn einer von 2.000 Parkplätzen da ist oder nicht!

Da wirken sich die überdimensionierten SUVs, wo in einem Bereich mit früher 5 Parkplätzen jetzt nur noch 4 hinpassen schon mehrere hundert Mal stärker aus.

Aber eine gute Schlagzeile fürs Abendblatt hast Du schon geliefert!
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon PowerTower » Mi 18. Okt 2017, 22:45

Wenn das so traumhaft ist mit den >1 Million Stellplätzen und jeder immer und überall genug Parkraum vorfindet, dann stellt sich mir die Frage, warum die Ladesäulen so oft Opfer von Falschparkern sind. Wenn die Autofahrer einen alternativen Stellplatz in unmittelbarer Nähe zur Ladesäule vorfinden, würden sie den ja sicher bevorzugt nutzen. Oder nicht?

Die Steilvorlage für die BILD war keine Absicht. :D
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon SaschaG » Do 19. Okt 2017, 08:16

Die Ladeparkplätze werden genauso oft zugeparkt, wie die Behindertenparkplätze. Die Lage ist bei beiden oft sehr gut. Siehe Alsterdorfer Straße (genau vor der Haspa) oder Grasweg (am Stadtpark). Die Ausreden der Falschparker sind in beiden Fällen die gleichen. Die blau markierten Parkplätze werden viel besser frei gehalten. Es ist also oft auch ein Problem, den Ladeparkplatz als solchen zu erkennen.

Die Parkzeit ist im übrigen in Hamburg gerade in der Innenstadt immer begrenzt. Es ist also keine Besonderheit der Ladeparkplätze.

Ich verstehe immer noch nicht, wo das Problem ist. Ich komme mit den zwei Stunden Ladezeit sehr gut zurecht. Da ist der Akku in jedem Fall wieder ausreichend voll, um über den Tag zu kommen. Vor allem, da Hamburg in letzter Zeit verstärkt Schnellladesäulen aufstellt. Wer braucht da bitte länger als zwei Stunden, um voll zu laden? Ich benutze die Dinger mehr wie eine Tankstelle und nicht wie einen Parkplatz. Ich glaube, wir müssen aufpassen, dass wir nicht so langsam als die Nörgler der Nation durchgehen. Erst sind es zu wenig Ladesäulen, dann ist die Lage schlecht, dann die Parkzeit zu kurz, dann muss man den Strom auch noch bezahlen...
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon eDEVIL » Do 19. Okt 2017, 09:07

War neulich in Wandsbek shopen. Ein Platz an der Ladesäule Karstadt Wandsbek war immer von Verbrennern zugeparkt. Habe insgesammt 3 VErbrenenr dort gesehen, da ich mehrmals am Auto war. Einen Abschlepper habe ich nie gesehen.
Die angegeben Hotline war nicht direkt erreichbar, aber hat dann später zurück gerufen.

Echte Schnellader für ZOE sind in HH selten. Da werden ja Schnellader mit 11kW AC aufgestellt. Da sind die normalen 22kW ja deutlich schneller. :roll:
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon SaschaG » Do 19. Okt 2017, 10:53

1kw AC??? Hast du dafür ein Beispiel?
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon eDEVIL » Do 19. Okt 2017, 11:10

Tippfehler. 11kw waren natürlich gemeint
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon Vanellus » Do 19. Okt 2017, 11:44

Die DC-Schnelllader in HH haben tatsächlich nur 11 kW AC, weil der Anschluss nicht mehr hergibt.
Dafür gibt es aber über 200 Mennekes-Säulen mit 2 x 22 kW AC. Ich finde das beachtlich und erfreulich.

Zum Problem der umgewidmeten Parkplätzen zu Ladeplätzen: Da ist natürlich was dran. Andererseits: als ich im September in Eppendorf herum lief, fielen mir die vielen Autos auf, die ganz offenbar seit vielen Monaten nicht mehr bewegt wurden und knappen Parkraum am Straßenrand blockierten.
Woran ich gesehen habe, dass die seit Monaten dort stehen? Sie waren schwarz zugeschissen von Blattläusen einschließlich Windschutzscheibe, dazu massenhaft Blütenreste und Blätter vor der Windschutzscheibe. An den Reifen und Felgen der von vielen Regenschauern hochgespritzte Sand.
Geschätzt traf das auf ein viertel aller parkenden Autos zu. Die belegen auch Parkraum und ich hatte den Eindruck, manche für immer.

Und jetzt die provokante Abteilung: Dass die 22 kW-Säule für DC-Schnelllader mit 4,6 kW-AC-Lademöglichkeit nicht viel bringen, zumal mit Zeitbegrenzung auf 2 Stunden, ist nun mal so. Ich lese von z.B. Ioniq-Fahrern immer, dass diese zuhause über Nacht mit 4,6 kW laden und unterwegs nur an echten Schnellladern an der Autobahn. Und voll zufrieden sind dabei. Welches Problem verursachen also die innerstädtischen 22 kW-Säulen? Doch gar keines, oder?
Zoes fahren weniger auf der Autobahn und laden anders. Immer dann, wenn das Auto irgendwo steht. Zuhause Laden kann dabei überflüssig werden. Dafür sind die vielen 22 kW-Säulen ideal. Und sie stören doch die DC-Lader nicht.
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Re: Hamburg: Oberbürgermeister nimmt 600. Ladestation in Bet

Beitragvon PowerTower » Do 19. Okt 2017, 14:41

Hat eben jeder eine andere Meinung dazu. Als Tourist, der sich die Stadt anschauen möchte, wäre mir die 2-Stunden Regel ebenso zu wenig, wie wenn ich Laternenparker bin und das Auto gern tagsüber laden möchte, während ich schlafe. Und das ist doch völlig unabhängig von der Ladeleistung. Wenn es weder Touristen noch Schichtarbeiter noch Laternenparker in Hamburg gibt, ziehe ich meine Kritik zurück. :D Dass der Laternenparker (Otto Normal) täglich 15 Minuten am Schnelllader verbringen will, halte ich für genauso unwahrscheinlich wie den Umstand, dass Stromnetz Hamburg die 200 AC Ladesäulen nur für 2-3 Fahrzeugmodelle auslegen wollte.

Wir wollen nächstes Jahr mal nach Hamburg. Im Zweifelsfall wird dann halt an einer NewMotion Box beim Mitsubishi Händler geladen. 8-) Oder gibt es zeitlich unbegrenzte Ladestationen an Park&Ride Parkplätzen?

Wenn alle Parkplatze im Stadtgebiet auf 2 Stunden beschränkt sind, dann ist das hingegen auch bei den Ladeplätzen in Ordnung. Egal, das ist ein anderes Thema. Es wäre nur schön, wenn man nicht immer schwarz und weiß denkt. Dafur gibt es viel zu viele Graustufen. Die E-Mobilität hat nunmal besondere Anforderungen, die berücksichtigt werden müssen. Sonst bleibt sie eine Nische.
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