Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon mweisEl » Mi 28. Feb 2018, 11:23

Fridgeir hat geschrieben:
Nach Aussage von Allego kostet ein 3,7kW Ladepunkt in Berlin fast genauso viel wie ein 11kW Ladepunkt.

Abgesehen von der überzogenen Preisgestaltung der derzeit am Markt angebotenen Ladesäulen-Einzelstücke sämtlicher Nennleistung stimmt das offensichtlich nicht. Für 11 kW bracht man

a) einen FI Typ B
b) einen Netzanschluss mit der dreifachen Leistung

gegenüber 3,7 kW. Das kostet offensichtlich viel mehr Geld. Es fehlt aber noch ein echter Ladeinfrastruktur-Markt sowie die reale Einpreisung dieses billigen Stück Spritzgusses, aka Typ 2-Dose im Centbereich.
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Beitragvon Volker.Berlin » Mi 28. Feb 2018, 11:27

Fridgeir hat geschrieben:
Wichtig und richtig ist, das Konzept des Senats wird nicht konsequent zu Ende gedacht, leider.

Ja. Ich habe das hier noch etwas weiter ausgeführt:
:arrow: oeffentliche-ladeinfrastruktur/themensammlung-verbraucherschutz-t30342.html#p700878
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Fridgeir » Mi 28. Feb 2018, 12:13

mweisEl hat geschrieben:
Fridgeir hat geschrieben:
Nach Aussage von Allego kostet ein 3,7kW Ladepunkt in Berlin fast genauso viel wie ein 11kW Ladepunkt.

Abgesehen von der überzogenen Preisgestaltung der derzeit am Markt angebotenen Ladesäulen-Einzelstücke sämtlicher Nennleistung stimmt das offensichtlich nicht. Für 11 kW bracht man

a) einen FI Typ B
b) einen Netzanschluss mit der dreifachen Leistung

gegenüber 3,7 kW. Das kostet offensichtlich viel mehr Geld. Es fehlt aber noch ein echter Ladeinfrastruktur-Markt sowie die reale Einpreisung dieses billigen Stück Spritzgusses, aka Typ 2-Dose im Centbereich.


Wir reden von öffentlich nutzbarer LIS; Allego verwendet dazu in Berlin den Laternlader von ebee wenn es um die 3,7kW Ladepunkte geht. Ich habe die Aussage des GF von Allego nun nicht verifiziert, dazu kommt wie gesagt das Laternenproblem zum Teil mit alter Verkabelung und wohl nur 2ph in der Laterne, weshalb die Laterne einen neuen Stromanschluss bekommen muss, weil der Stromnetzbetreiber die 2ph für sich behalten will (1ph für Beleuchtung und eine zur Absicherung [ich bin E-laie und kann manches vielleicht nicht richtig widergeben])
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volt » Mi 28. Feb 2018, 14:26

ich habe da folgende gedanken:
wer braucht die AC-säulen eigentlich?

ja, die carsharer, ein tarif entscheidet ob es in zukunft
mehr oder weniger e-carsharingfahrzeuge gibt.
allerdings müßte die standzeit für die carsharer eher unbegrenzt sein.
Wer von den carsharern erwartet die fahrzeuge umzuparken
ist von der realität weit entfernt.
ein umparken durch den anbieter ist schlicht weg zu teuer.
allerdings könnte ein vollgeladenes auto preiswerter angeboten werden.
wobei das auch nicht viel bringt, weil.....

und die privatleute?
egal ob alter tarif, aktueller tarif oder zukünftiger tarif,
tagsüber mit der zeitbeschränkung ist es nur sinnig wenn sonst
parkgebühren bezahlt werden müssten und man wirklich nach
4 Stunden sicher wieder weg ist.
damit entfällt das laden während der arbeitszeit, messebesuch, langen meetings, etc.
die meisten können doch eh zu hause laden und diese kategorie
benötigt innerhalb berlins eigentlich gar keine ladesäulen.
also bleiben besucher von außerhalb.
fahrzeuge mit DC lademöglichkeit brauchen auch keine AC ladesäule in der stadt.
bei den privaten nutzern entscheidet der tarif komplett über die nutzung.
ist es billig wird diese genutzt, ist es teurer als zu hause oder am schnelllader
so wird nicht geladen. ausnahmen bestätigen die regel.
es fliesst natürlich bei der betrachtung der nutzung der freie parkplatz und
die befreiung von den parkgebühren mit ein.
das ein laden über nacht für autos mit großen akkus so preiswert ist, preiswert war
und wahrscheinlich auch preiswert sein wird ist eigentlich eine frechheit.

Fazit:
a) lieber ein paar dc-ladesäulen zentral gelegen und die Ac-ladesäulen den carsharern lassen.
b) parkgebühren kassieren an den stellen wo parkraumbewirtschaftung ist.
c) die ladesäulen werden nie rentabel sein, es bleibt immer ein zuschussgeschäft.
d) unter "diskriminierungsfreien Zugang" lt. berlin.de verstehe ich gleiche preise egal welches auto geladen wird.
und damit meine ich die strompreise, nicht die preise für die Standzeit.
e) diese ladesäulen sind für interessenten am e-auto ohne eigene lademöglichkeit nicht erklärbar.
damit meine ich den alten tarif, den aktuellen tarif und wahrscheinlich auch den zuküftigen tarif.

Stefan

PS:
trotzdem ich meinen antrag für eine ladesäule bei mir in der wohngegend zurückgenommen habe
wird diese ja nun gebaut. dürfte demnächst fertig sein. irre aufwendig. diese ist am strommast aber
nicht am strommast angeschlossen sondern separat. dafür wurde der ganze gehweg aufgebuddelt
um die eigene stromleitung anzuschliessen. ich finde das unbezahlbar, das hatte ich nie gewollt.
zumal das teil so gut wie nie benutzt werden wird. tagsüber kann sich eigentlich keiner anschliessen
wegen der 4 stunden begrenzung, ist halt ein klassischer pendlerparkplatz und ich kann das bei dem alten,
aktuellem und wahrscheinlich auch neuen tarif nicht wirklich sinnig nutzen. schade um das geld.
Zum berechnen der Ladekosten an öffentlichen Ladesäulen ist eine Excel Tabelle sinnig.
Flatrates können keine Lösung sein, sind für viele aber Interessant.
Anstelle zu Hause zu laden werden dann die Ladesäulen verwendet,
das erscheint mir falsch.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volker.Berlin » Mi 28. Feb 2018, 14:30

Bei entsprechenden Stückzahlen kostet ein Ladepunkt von Ebee gerade mal 1000 Euro. Der Unterschied zwischen 3.7 kW und 22 kW ist bei der Ladestation tatsächlich nicht sehr groß. Deswegen versteht ja auch niemand, warum der berliner Senat auf 11 kW setzt... :roll: Abschlussseitig macht es hingegen schon einen Unterschied, ob ich mit drei Phasen 2 Ladepunkte betreiben kann (wie zurzeit) oder 6. Weiteres Einsparpotenzial ergibt sich daraus, dass z.b. nur eine von sechs Ladestationen online sein muss und nicht alle 6 in eigene Datenverbindung haben müssen. Entsprechend brauche ich z.b. auch nur eine Garnitur Straßenschilder, wenn ich 6 Ladestationen in einem Cluster aufstelle. Man muss eben auch bereit sein, die Einsparpotenziale zu sehen, die es gibt.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon fpk » Mi 28. Feb 2018, 23:53

Fridgeir hat geschrieben:
Und ja, es besteht Handlungsbedarf, weil die Stationen einfach zu lange belegt werden (kein Wunder bei einer Session Fee).


Danke für Deine Umfangreiche Rückmeldung, ich schätze das wirklich sehr. Über den Senat kann ich mich aber nur aufregen:
Wofür in erster Linie Handlungsbedarf besteht ist das Angebot attraktiver zu machen, sodass es auch genutzt wird. Die schwache Nutzung liegt bei der übwältigenden Mehrheit der Säulen nicht daran, dass dort EVs zu lange angesteckt sind.
Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung berichten, aber ich sehe die Säulen öfter von Verbrennern zugeparkt als von angesteckten EVs blockiert. Erst sollte man sich um die Nachfrage lümmem
Wie Volker.Berlin geschrieben hat: das Angebot muss sich an den Kundenbedürfnissen orientieren.

Und was die Hambuger bzw Vattemfall Säulen betrifft: Menekes behauptet, dass Ihre Säulen eichrechtkonform sind...
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon eDEVIL » Do 1. Mär 2018, 19:11

Bei einer Session-Fee wundert man sich über lange Anschlusszeiten... Die haben echt Humor. :roll: :twisted:

Was kann der Nutzer dafür, dass das illegale Hardware verwendet wurde.

Mein Vorschlag: Session-Fee so kalkulieren, dass ein Twizy Fahrer auf max 35ct/kwh kommt.
Also irgendwas in Richtung 2-3 EUR.

Wenn man kurzer Belegungszeiten möchte, muss man Ladeleistung und tarife so wählen, dass bei gängigen Zeiten von 1-3h sich der Akku entsprechend soweit füllen kann, dass kein extremer Preis pro kwh (rechnerisch) heraus kommt.

Für eine Übernachtladung würden mir auch 3,7 kW genügen, aber beim Model S mit großem Akku ist das evtl. etwas wenig.
3,7 KW machen aber nur sinn, wenn man 6-12 Typ2 Anchlüsse an einem Ort bündeln kann.
Wenn das entsprechend Standard wird, würde ich mir dafür auch ein langes (10m) Typ2 einphasiges Kabel zulegen.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon gthoele » Do 1. Mär 2018, 20:17

Ich hatte im August 2017 einen Ladepunkt in Wilmersdorf beantragt. Mecklenburger Straße.
Er wird tatsächlich momentan gebaut. Säule hängt schon, aber der Strom ist noch nicht an.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volker.Berlin » Do 1. Mär 2018, 20:50

Hängt? Wird das ein Ebee-Ladepunkt?
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon gthoele » Do 1. Mär 2018, 22:24

Ja, ist ein Ebee-Laternenlader. An der Kreuzung mit der Rudolf-Mosse-Straße.
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