Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Großstadtfahrer » Di 30. Jan 2018, 18:43

Da ja heute eine Tarifanpassung von TNM gekommen ist (exklusive be emobil) , bin ich mal wieder auf das Thema gekommen und hab mich mal eine halbe Stunde hingesetzt und eine Tabelle verfasst.

https://www.dropbox.com/s/yshtlo2qz4zwq ... gleich.ods

Wir haben ja momentan das Dilemma, dass das Laden von Twiyzs und Hybride (die von der deutschen Automobilindustrie bevorzugte Fahrzeugklasse!!!) bei den alten Zeittarifen und den "neuen" Pauschalen eigentlich gar nicht erst versucht werden sollte.

Im Gegenzug ist es für Zoe (40kw) und Tesla (80kW) unschlagbar günstig , besonders wenn man den Parkplatz mit einberechnet.


Fair ist anders und unsere Regierung (Bundesweit und Land ;-) ) hat sich das sicher auch anders vorgestellt ;-)
Amerikaner und Franzosen fördern und die deutschen Fahrzeuge im Regen stehen lassen? ;-)

Es soll ja aufgrund der Eichamtproblematik an einer kWh/Zeitbasierten Lösung gearbeitet werden.
Wahrscheinlich wird es auf den damaligen Allego Tarif hinauslaufen (35cent/kWh + 0.02€ Minute)

Das damit im Gegensatz zum alten be emobil Zeitarif keinem geholfen ist, war sicher schon bekannt.

Aber das Ganze sieht schon anders aus , wenn man die erste Stunde nur die 35cent/kWh berechnet und ab der zweiten Stunde dann zusätzlich den Zeittarif.

Hier mal eine Übersicht.

Bildschirmfoto 2018-01-30 um 21.27.14.png


Und das Ganze nochmal mit "illegalen" 8 Stunden Laden


Bildschirmfoto 2018-01-30 um 21.26.58.png


Aufgeführt ist immer der durchschnittliche kWh Preis für den gesamten Ladevorgang (steigt natürlich stärk an wenn der Akku voll ist)

Wie man sehen kann, beeinflusst die erste freie Stunde den kWh Preis der Schnelllader (11kW) fast gar nicht.
Am Ende der 4 Stunden sind es gerade mal 5 cent Unterschied.

Mittelschnelle Lader mit großem Akku (Golf/4kW) liegen auch etwa im gleichen Bereich.

Wichtig auch zu sehen , das der kWh-Preis während Ladens unter den 70Cent bleibt, welche viele als äusserste Schmerzgrenze empfinden. (Da Dieselpreisäquivalent)


Besonders macht es sich im Hybrid und Twizy Bereich bemerkbar.

Hier liegt der Preis plötzlich in wirtschaftlichen Gefilden und steigt erst dann stark an wenn der Akku voll ist.
(So wie es eigentlich gewollt ist!!!)

Über weite Bereiche bleibt er auch in der Nähe der 50cent eines Teslas/Zoe (Twizy mal ausgenommen, aber damit kann man sich abfinden)

Ab dem Zeitpunkt eines vollen Akkus kann man sich dann entscheiden, ob man den Mehrpreis als Parkgebühr zahlen will , oder doch die Säule frei macht.

Besonders attraktiv ist der Tarif aber für das kurze Zwischenladen!!! Und das für alle Fahrzeuge.
Somit wäre eine Auslastung am Tag, durch viele Fahrer die sonst die hohen Preise scheuen, gegeben.

Dauerparkende Hybride mit vollem Akku, wie oben schon geschrieben, werden durch den später einsetzende Zeittarif aber trotzdem abgeschreckt.

Ein Punkt für den Anbieter ist natürlich, das ihm der kWh-Durchschnittspreis eigentlich egal sein kann.
Für ihn sind 4-8 Stunden ladene Teslas optimal.

Stellt sich nur die Frage ob ein paar Hybride/Mittelschnelle Lader über den kompletten Nutzungszeitraum am Tag die durchschnittlichen Einnahmen nicht doch noch erhöhen lassen.

Dann ware es Fair und wirtschaftlicher für beide Seiten.
Zuletzt geändert von Großstadtfahrer am Mi 31. Jan 2018, 10:58, insgesamt 4-mal geändert.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon ATh » Di 30. Jan 2018, 21:22

Danke für die Fleißarbeit. Ich werde aber trotzdem da nicht laden.

ATh.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon André » Di 30. Jan 2018, 22:14

Dafür das dies nur eine "zwangsherbeigeführte" Abrechnungsvariante ist und diese nur temporär gilt, ist selbst die halbe Stunde die Du dafür aufgewendet hast zuviel. Trotzdem danke!
Wer ein bisschen Lese - Spaß haben will, nimmt sich die erste Seite von diesem Tröt vor. Selten so gelacht! ...
" ...Verkehrsinformationszentrale Berlin bündelt, ...Echtzeitinformationen, ...diskriminierungsfreier Zugang und eine(r( einheitliche(n) Abrechnungssystematik, ...Berliner Standart ohne das gefährliche Laden an Schukosteckdosen, ..." usw. usf.
Platz 1 der spätrömischen Dekadenz belegt hingegen das folgende Zitat:
"Der Schwerpunkt beim Ausbau dieser Ladepunkte liegt auf 22 kW."
Wie lange geht dieses ergebnisarme und erbärmliche Gedöhns jetzt schon? ... ??
Nein ich bleibe ein 100 Prozent Nichtlader an diesen mausgrauen Affenschaukeln.
Sollte Berlin doch einmal zu der fortschrittlichen Größe einer Stadt wie Kopenhagen aufschließen wollen, ist die Belegschaft von be emobil ohne Sozialplan für die Leitung zu entlassen. Von den Gehältern kann der Autostrom in der Hauptstadt des Leidmarktes gratis abgegeben werden.
P.s.: :lol: Und sollte noch vor der Einführung des kontrovers diskutierten bedingungslosen Grundeinkommens die Nutzung des
Berliner ÖVPN gratis werden, ist der fortschrittliche Rückgang aller(!) KFZ - Neuzulassungen ein großer Jubel im Land.
Und bitte fragt nicht, wie diese reiche Republik sich das leisten könnte. Es geht.
www.ews-schoenau.de
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Fridgeir » Di 30. Jan 2018, 22:22

Es wird im Februar die nächste Fachveranstaltung zum Thema Ladeinfrastruktur in Berlin geben. Ich hoffe, mir die Zeit nehmen zu können.
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) - I001-17-07-500 - max. SoC 19,4kWh nach 17,8kWh (Erläuterungen zum kWh-Update siehe hier)

Mach' mit und sei ein Teil des BMW i-Team zur eRuda 2018 ; wir freuen uns auf jeden i3-Driver
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volker.Berlin » Di 6. Feb 2018, 10:40

Hat jemand Erfahrung mit zeitgesteuertem Laden an den Allego-Ladestationen? Ich meine, wir hatten das Thema schon mal, aber ohne schlüssiges Ergebnis. Gestern habe ich meinen Tesla um 19 Uhr an einer Ladestation von be emobil angeschlossen und (aus Gründen, die hier nicht zur Diskussion stehen) den Ladetimer auf 1 Uhr nachts gestellt. Er hat aber nicht begonnen, zu laden, und es war mir auch nicht möglich, heute morgen den Ladevorgang manuell zu starten. Nach einer kurzen, langsamen Fahrt -- mehr ein Rollen lassen -- von wenigen hundert Metern startete der Ladevorgang an einer anderen Ladestation dann sofort und problemlos.

Ich sehe im Wesentlichen drei mögliche Gründe für dieses Verhalten:
  1. Die Ladestationen von Allego in Berlin haben einen Time-out. Wenn das Laden nicht innerhalb einer bestimmten Zeit nach Freischaltung begonnen wird, schalten sie in einen "ich habe fertig"-Modus, egal ob das Kabel noch steckt und verriegelt ist, oder nicht. Für diese These suche ich weitere Evidenz oder vielleicht sogar eine bestätigende Aussage von Allego.
  2. Möglicherweise hat das Auto das Laden verweigert, weil es in der Nacht zu kalt war (-6 °C) und der Akku in den 5 Stunden vor Ladebeginn gut durchgekühlt ist. Das habe ich bei meinem Tesla allerdings nur ein einziges Mal im November 2013 erlebt, und seit einem darauf folgenden Software Update nicht mehr.
  3. Möglicherweise hat jemand am Stecker geruckelt. Mit einem meiner Ladekabel (und nur mit diesem einen) habe ich seit einiger Zeit das Problem, dass das Laden abbricht, wenn man am Stecker ruckelt, obwohl der Stecker verriegelt ist. Allerdings habe ich heute morgen den Stecker extra nochmal "nachgedrückt" und konnte den Ladevorgang trotzdem nicht starten.

Fazit: Wer drauf angewiesen ist, tut gut daran, an den Allego-Ladestationen den Ladevorgang sofort zu starten. Wer Lust hat, zu experimentieren, kann ja mal versuchen, den Ladevorgang erst nach einer Stunde oder mehr zu starten und dann hier berichten.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon gthoele » Fr 9. Feb 2018, 20:31

Sind hier Reinickendorfer, die bei Be-Emobil einen Standort beantragt haben?
Funktioniert das bei euch? Nicht? Ich möchte gern mit euch zum Straßenverkehrsamt gehen.

Hintergrund:
Nächste Woche ist es ein Jahr her, das ich einen Ladestandort in Reinickendorf beantragt habe (Februar 17). Im Juli 17 gabs dann nach Prüfung durch die Senatsverwaltung den positiven Bescheid von Allego. Und für 4,50 pro (Nacht)-Ladung bin ich auch bereit da zu laden, ist zwar immer noch kein gutes Preismodell, aber zumindest irgendwie OK. Soweit Alles Gut, bis dahin war ich mit dem Verlauf völlig einverstanden und zufrieden.
Seit Juli legt die Straßenverkehrsbehörde Reinickendorf anscheinend keine straßenrechtliche Anordnung für Schilder und Bodenmarkierung vor. Ablehnen tun sie die Anordnung aber auch nicht. Allego scheint auf Nachfrage keine Antworten zu bekommen. Es geht also nichts voran.

Daher würde ich gern "insistieren" - sprich, mal zum Straßenverkehrsamt Reinickendorf hingehen und in Person nachfragen, was denn los ist. Vielleicht gibt es ja sogar einen verständlichen Grund für die Verzögerung. Und bekanntlich - zum Amt geht man möglichst nicht alleine.
Noch jemand hier?
Oder fahrt ihr inzwischen alle wieder Diesel?

Nebenbei: In Pankow dauert die Bearbeitung eines Ladestandorts im Bezirksamt drei Tage. Geht doch...
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Volt » Fr 9. Feb 2018, 23:02

Lies mal hier :
http://www.goingelectric.de/forum/oeffe ... 19474.html
Also ich warte schon über 2 Jahre.
Habs auch nicht mehr eilig.
Stefan
Zum berechnen der Ladekosten an öffentlichen Ladesäulen ist eine Excel Tabelle sinnig.
Flatrates können keine Lösung sein, sind für viele aber Interessant.
Anstelle zu Hause zu laden werden dann die Ladesäulen verwendet,
das erscheint mir falsch.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon E-lmo » Mo 12. Feb 2018, 15:39

Ich habe heute das erste mal an einer Be-emobil Säule geladen. Lade-und Parkplatz direkt am Zielort. :P
Das auch noch kostenlos mit meiner neuen LadeNetz-karte der Stadtwerke Waldkirch.
Übrigens ist die Säule nicht auf der ladenetz-map verzeichnet.

Sollten die Be-emobil-Säulen nicht auch mit jeder anderen Ladenetz-Karte funktionieren?
Die Stadtwerke Waldkirch liefern aktuell nicht mehr außerhalb Ba-Wü.
Z.B. mit der von den Stadtwerken Forst?
https://www.stadtwerke-forst.de/unser-a ... mobil.aspx

Ich habe hier allerdings nichts zu den Kosten lesen können.
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