Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon mweisEl » Do 1. Mär 2018, 21:33

Volker.Berlin hat geschrieben:
Es war von vornherein absehbar, dass die Nutzer ihr Auto über Nacht oder während der Arbeitszeit aufladen wollen, also eben durchschnittlich 7 Stunden lang an einem Ort stehen. Dass der Senat vor dieser Wahrheit beide Augen fest verschlossen hat, ist eine Sache. Nun aber hat er es in seinen eigenen Zahlen schwarz auf weiß. Anstatt die "Fehlnutzung" zu bekämpfen, sollte er lieber das Konzept so modifizieren

Nürnberg stellt Modellprojekt Ladeverbund Franken+ in Berlin vor

"Der Ladeverbund Franken+ hat im Herbst einen kombinierten Verbrauchs- und Zeittarif eingeführt. Parkt ein E-Auto fünf Stunden über den eigentlichen Ladevorgang hinaus, kommen zum Tarif für den Stromverbrauch noch sechs Euro für die zusätzliche Belegung der Stromzapfsäule hinzu "
- Leuchtende Vorbilder machen ihre Aufwartung.
Smart ED3 seit '13, 3 Fahrräder, zuvor CityEL (1.8 kWh-Akku) und seit 1991 an keiner Sprit-Zapfsäule mehr.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon fpk » Di 6. Mär 2018, 01:18

Was man bei der Diskussion noch beachten sollte ist das jeweilige Umfeld des Ladepunkts.
Bei einem Ladepunkt in einer Gegend mit Parkraumbewirtschaftung - sagen wir in Mitte - ist aus meiner Sicht durchaus eine Zeitkomponente im Tarif fair.
Steht die Säule jedoch irgendwo in einem Wohngebiet ohne Parkraumbewirtschaftung, so wird dem Fahrer des EV im Vergleich zu den Verbrennern ein erhebliche Unbequemlichkeit aufgebürted, nämlich dass er seinen PKW nach Ladeende umparken muss, weil ihm sonst erhebliche Kosten drohen. Mit diesem Denken wird man niemanden überzeugen, sich trotz fehlender eigener Lademöglichkeit ein EV anzuschaffen. Wie hier schon oft geschrieben, denkt der Senat an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbei... vielleicht weil man dort nur die Säulen am Gendarmenmarkt vor Augen hat?
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon gthoele » Fr 9. Mär 2018, 13:49

Mir wurde zugetragen, dass Dank verschiedener Interventionen auf Senats- und Stadtratsebene das "Es passiert monatelang einfach gar nichts"-Problem in Reinickendorf gelöst wurde und nun auch in diesem Bezirk wieder Ladepunkte aus dem Berliner Modell nicht nur beantragt werden können sondern tatsächlich auch genehmigt und gebaut werden.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Fridgeir » Fr 9. Mär 2018, 15:12

gthoele hat geschrieben:
Mir wurde zugetragen, dass Dank verschiedener Interventionen auf Senats- und Stadtratsebene das "Es passiert monatelang einfach gar nichts"-Problem in Reinickendorf gelöst wurde und nun auch in diesem Bezirk wieder Ladepunkte aus dem Berliner Modell nicht nur beantragt werden können sondern tatsächlich auch genehmigt und gebaut werden.


Das freut mich zu hören; ich hatte dieses Thema bei der Fachveranstaltung im Gespräch mit Herrn Schulte von Allego angesprochen, worauf auch Herr Blümel aufmerksam wurde.

Wichtig ist, dass überhaupt etwas passiert!
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) - I001-18-03-530 - max.SoC 19,4kWh (Erläuterungen zum kWh-Update siehe hier)

FAQ-Thread für den BMW i3
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon André » Fr 9. Mär 2018, 20:06

... der Einäugige ist König unter den Blinden. :lol:
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https://3.tesla.com/model3/design?redirekt=no#battery
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Mr Power » Di 17. Apr 2018, 05:39

Ich habe dem Senat vor einiger Zeit zur Ladesäulenproblemtik in Berlin eine Nachricht geschrieben und gestern endlich eine Antwort erhalten. Inhalt: es wird weiter ausgebaut (das war ja klar), gegen Ladesäulenblockierer kann man zumindest in mittlerer Zukunft nicht mehr machen als bisher, und: Es ist angestrebt in Q4 2018 wieder auf einen Zeittarif umzustellen.

Das finde ich zumindest interessant, auch wenn mir keine Details zum Zeittarif mitgeteilt wurden. Ich werde aber noch einmal nachfragen.
Zuletzt geändert von Mr Power am Mi 18. Apr 2018, 10:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon eDEVIL » Mi 18. Apr 2018, 08:26

reiner Zeittarif ist ja ähnlicher Schwachsinn wie die aktuelle Pauschale. :roll:
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon Mr Power » Mi 18. Apr 2018, 10:36

eDEVIL hat geschrieben:
reiner Zeittarif ist ja ähnlicher Schwachsinn wie die aktuelle Pauschale. :roll:


Die Antwort darauf ist, dass ihnen bewusst ist, dass dies zu Ungleichbehandlungen führen. Diese ließen sich aber nicht vermeiden, da nicht allein die Ladeleistung entscheidet, sondern es immer um Parkraum geht.

Ich habe noch einmal zurückgeschrieben und ergänzt, dass im Falle des Ladens an der heimischen öffentlichen Ladesäule die Gebühren für den Parkraum ja bereits über die Parkraumbewirtschaftung für Anwohner entrichtet werden. Das Argument "Parkraum" ist an der Stelle also hinfällig.

Zudem wurde als Argument eingeführt, dass die durchschnittliche Standdauer von eMobilen an den öffentlichen Ladesäulen 1,5 bis 5 mal länger als nötig sein. Ich vermute aber, dass bspw. PHEVs gar nicht erfasst wurden, da es für diese derzeit komplett unwirtschaftlich ist, die öffentlichen Ladesäulen zu nutzen.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon eDEVIL » Mi 18. Apr 2018, 11:07

Das mag ja noch irgendwie sinnvoll sein, wenn an diesem Ort die daneben liegenden Parkplätze gebührenpflichtig sind.

In 5min Fussweg entfernugn ist bei mir so ein grauer kasten. Alle anderen Parkplätze kosten Null Komma NIX. Warum wird man also als umweltfreundlicher Nutzer derart benachteiligt?
Im prinzip müsste man die umlegenden Stinker-Parplätze zur finaizierung vom kostenlosen Strom nutzen.
Wer entschädigt mich für den erbärmlichen Gestank eines frisch gestarteten Verbrenner, der die ganze Nacht herum stand und sich erstmal warm laufen muss?
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

Beitragvon ATh » Sa 21. Apr 2018, 07:47

Bin selbst Berliner und PHEV-Fahrer. Da ich viel in der Stadt unterwegs bin kenne ich die Ladesäulenproblematik sehr gut.
Es gibt eigentlich nur eine gerechte Lösung.:

- Während des Ladens verbrauchsabhängiger Tarif; so wird keiner benachteilig.
- Nach dem Laden Umschalten auf Zeittarif; der sollte mindestens 50% über den benachbarten Parkgebühren liegen (bzw. wo
es keine Parkgebühren im Umfeld gibt bei um die 2.-EUR/Stunde liegen) sodass jeder ein Interesse hat, den Ladeplatz
freizumachen.
- Keine Sondertarife für Car-Sharing damit auch die umgesetzt werden.
- Parkverbot für alle nicht ladenden Fahrzeuge.
- Parkplätze entsprechend der Beschilderung und auf dem Boden gekennzeichnet.

Eigentlich ganz einfach und laut Aussage von 2 Ladesäulenherstellern technisch gar kein Problem. Nur will man das in Berlin
nicht da einem der Individualverkehr soundso ein Dorn im Auge ist (abgesehen von Fahrrädern) und man zusätzlich auf Zeit spielt bis es genug Angebote der deutschen Hersteller gibt (kann ja nicht sein dass das Regierungsviertel mit Mitsubishi oder Leaf oder Zoe zugeparkt ist und kein Platz für die Mercedes S-Klasse oder den 7'er mehr ist).

ATh.
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