Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon Rudi L. » Mi 30. Apr 2014, 14:20

Teekay, wieso Absage beim Einstand?

Da ging es um ignorante Händler, samt dumme Verkäufer! Diese Erfahrung habe nicht nur ich alleine gemacht. Immerhin haben die es einem so schwer gemacht, bis man überhaupt einen kompententen Händler findet, der noch dazu ein gescheites Verkaufsangebot macht.

Zur akuten Situation,
in der Tat habe ich nicht die Zeit und schon gar keine Lust dazu mich über defekte Ladesäulen zu ärgern. Ist eine Tanksäule bei Aral oder Shell defekt fahre ich zur nächsten, ganz einfach. Bei Strom bißchen schwierig, Ok ist ja neu diese Technik.

Es ist ja aber wohl das mindeste, daß ich mittags einen Techniker erreiche wenn eine Ladesäule, die dazu noch die einzige in der Umgebung ist, nicht funktioniert. Ganz egal ob morgen Feiertag ist oder nicht. Zumal die froh sind, daß sie überhaupt einer nutzt außer sie selber für ihre Poolfahrzeuge.

Ansonsten hast Du Recht, dann ist das tatsächlich noch nichts für den Alltag und sondern eine Spielerei und ich stelle das Ding neben die anderen Spielzeuge (Motorräder).

Für ernsthafte Transport- und Fahraufgaben nimmt man dann einen bewährten Wagen mit Verbrennungsmotor.
Ist auch eine Lösung, aber kann es eigentlich nicht sein.
Zuletzt geändert von Rudi L. am Mi 30. Apr 2014, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
Rudi L.
 

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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Apr 2014, 14:29

Ja, so ist die Elektromobilität derzeit eben. Es gibt viele engagierte Mitstreiter, die sich aber leider oft ziemlich tollpatschig anstellen. Es wird in der Regel nicht aus der Nutzerperspektive gedacht, sondern aus der Ingenieurs-Perspektive.

Ich bin grad dabei, meine Fahrt an die Ostsee für Freitag zu organisieren.
1. Lademöglichkeit: Seit 2 Wochen keine Antwort auf Mails, telefonisch nicht zu erreichen. Offensichtlich reichte es bei der Leiterin für Tourismus und Wirtschaftsförderung nur bis zum Pressefoto.
2. Lademöglichkeit: "Ob ich Sie bis Freitag registriert bekomme, bezweifle ich. Aber ich schicke Ihre Daten sofort nach Süddeutschland". Die Ladesäule steht in Norddeutschland und wird per Handy aktiviert. Wozu das nötig ist, wenn der Strom ohnehin kostenlos ist? Keine Ahnung.
3. Lademöglichkeit: Keine Antwort auf Mails, aber am Telefon sehr freundlich. Ladekarte gibts nur während der Öffnungszeiten, kann aber behalten werden.
4. Lademöglichkeit: Schnelle und freundliche Antwort. Ladekarte gibts nur während der Öffnungszeiten, kann aber behalten werden.

Alle vier Ladesäulen sind kostenlos, aber nur mit RFID oder Handy freischaltbar. Weshalb die diesen komplizierten Weg wählen, weiß der Geier. Und das alles für eine Fahrt von 220km Länge.

Aber das wusste ich alles vorher und stelle mein Elektroauto nicht zur Disposition, weils mal nicht so klappt wie gewünscht.
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon Rudi L. » Mi 30. Apr 2014, 14:37

Teekay, warum Du das so machst? Weil es eine gewisse Leidenschaft ist? Kann ich nachvollziehen,würde ich aber nicht so machen. Ich würde mit dem 550i an die Ostsee fahren ;)

Unsere Zoe ist für den reinen Kurzstreckenbetrieb gedacht, daß funktioniert auch von ihrem Konzept her ohne Probleme, theoretisch sogar im Winter mit reduzierter Reichweite. Und das Auto macht Spaß. Meine Begeisterung geht jedoch nicht so weit, daß ich derlei Unzulänglichkeiten bei einem Kraftfahrzeug gleich welcher Art toleriere. Ob es nun das Fahrzeug selber betrifft oder die Infrastruktur, da mache ich keinen Unterschied. Meine Meinung, das hat zu funktionieren Punkt! Wenn nicht, dann schaue ich nach Alternativen.
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Apr 2014, 14:40

Tja - Abenteuergeist. Verbrennerfahren kann jeder - Elektroautofahren erfordert Mut. :)

Mit dem 550i ists aber auch spannend. Bei meiner ersten Fahrt dorthin fuhr ich mit 75% vollem Tank los und auf der A20 nach weniger als 200km ging dann die Tankwarnung an. Bei 250km/h verfeuert der Motor offensichtlich ziemlich viel Treibstoff. :o
Und dort oben ist die Tankstellendichte ähnlich hoch wie die Ladesäulendichte. Mit 6% Restreichweite und stark gedrosseltem Tempo erreichte ich die nächste Tankstelle.
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon Mike » Mi 30. Apr 2014, 14:44

Rudi L. hat geschrieben:
Es ist ja aber wohl das mindeste, daß ich mittags einen Techniker erreiche wenn eine Ladesäule, die dazu noch die einzige in der Umgebung ist, nicht funktioniert. Ganz egal ob morgen Feiertag ist oder nicht.

Ich möchte Dich nicht komplett entmutigen. Aber in meiner Nähe stehen zwei EON Ladesäulen, die seit September 2013 nicht funktionieren. Ach mehrmaliges Vorsprechen und Telefonieren mit den Verantwortlichen hat daran nichts geändert. Angeblich war ein Techniker, hat durchgemessen und alles ist funktionsfähig. Aber vielleicht ist mein Leaf oder ich einfach zu doof für die Säule. :x

Deswegen würde ich aber NIE das EV-Fahren aufgeben! Im Gegenteil, jetzt erst recht! ;)
Elektromobilität in Deutschland ist noch ganz am Anfang, im Gegensatz zu einigen Nachbarländern.
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon Rudi L. » Mi 30. Apr 2014, 14:50

@ Teekay,

Stimmt :D Aber die Chance, daß Du auf eine Tankstelle triffst dürfte ungleich höher sein als eine Ladesäule zu finden.

@Mike,

zur E-Mobilität selber, stimmt das steht noch am Anfang. Aber muß ich deswegen mich ärgern? Ich meine nein, kommt die Wallbox rechtzeitig lade ich überwiegend zu Hause. Da wir die Zoe eh nur in Kirchturmsichtweite bewegen muß ich mich hoffentlich nie wieder über kaputte Säulen, dumme Leute am Telefon und ignorante Techniker ärgern. Nun hoffe ich, daß die Wallbox zum vereinbarten LT montiert wird, ansonsten ....

Grüße
Rudi
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Apr 2014, 14:55

Dann storniere zur Sicherheit lieber die Bestellung und kauf diese Wallbox, dann ist deine elektromobile Zukunft nicht vom Lieferversprechen eines etwas langsamen Versandanbieters abhängig:
marktplatz/wallbox-rwe-ebox-3-7-11-kw-t4790.html
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon Rudi L. » Mi 30. Apr 2014, 15:18

@ Teekay, danke für den Tip. Max. 11kw ist bißchen wenig, findest Du nicht auch? Zumindest optional sollten mind. 22 KW möglich sein.
Rudi L.
 

Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Apr 2014, 15:34

Wenn du eh nur um den Kirchturm fährst, sollten 11kW ausreichend sein. Das sind 75km Reichweite pro Stunde.
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Re: Eigenes Elektroauto ohne eigene/private Lademöglichkeit?

Beitragvon mlie » Mi 30. Apr 2014, 15:40

Ansonsten gibt es bei Conrad die Keba wallbox mit 22kW - für den doppelten Preis. aber immerhin ist die dann Freitag/Samstag da.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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