EDEKA Ladesäulen

Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon Nasenmann » Mo 10. Jul 2017, 21:11

Also bei unserem Edeka, hat die Säule nur 7,4 kW und man muss auch erst zur Info gehen, betteln, dass Sie die Säule anschalten, dann wieder zurück zum Auto und dann kann man erst das Kabel anstecken.

In der Zeit bin ich ja mit nem halben Einkauf fertig :lol:
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon Ruhr_Atoll » Mo 10. Jul 2017, 21:19

Würde mich mal interessieren, wie häufig die Station so genutzt wird.
Zumindest in der Plugsurfing-App sieht man ja Nutzungszahlen (über Plugsurfing)... von kostenplfichtigen Stationen, die wochenlang nicht genutzt werden, und kostenpflichtigen, die mehrmals täglich genutzt werden, war alles dabei. Gefühlt toppen die kostenlosen Stationen die top kostenpflichtigen ja nochmal...

allerdings... wenn ich zu hause laden kann, fahre ich nicht 20 Minuten zum nächsten Supermarkt oder Einkaufscenter mit Ladestation, wenn ich an 20 anderen auf dem Weg dahin vorbeikäme. (wenn im Radius von 5 Minuten, wo ich glaube ich eine Filiale jeder großen Kette erreiche, eine Filiale eine Ladesäule hätte, wäre ich da Stammkunde)
Wenn mein Weg allerdings in der Nähe entlang führt, nutze ich die Möglichkeit gerne zum Einkaufen.

Von daher interessan mal die Nutzungszahlen zu sehen. Vielleicht sind diese Ladesäulen ja die meistgenutzen Säulen der Umgebung, deren Nutzungszahlen werden aber trotzdem gering angesehen.... ist die Nutzung gering? Wurde das Einzugsgebiet oder die Anzahl an E-Autors überschätzt?
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon TimoS. » Mo 10. Jul 2017, 22:24

Auch wenn das die ZOE-Gemeinnde nicht gerne hört, ein Ladestation ohne CCS bringt während eines Supermarktbesuchs für viele gerade mal 1kWh. Da lohnt sich das Anstecken kaum. Aber langsam können VW und BMW auch mehr als 3,7kW...
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon Karlsson » Mo 10. Jul 2017, 23:34

TimoS. hat geschrieben:
Auch wenn das die ZOE-Gemeinnde nicht gerne hört, ein Ladestation ohne CCS bringt während eines Supermarktbesuchs für viele gerade mal 1kWh. Da lohnt sich das Anstecken kaum.

Zwingt Dich doch keiner, so ein Auto zu kaufen :lol:

Der Edeka in Hannover Südstadt wird durchaus gut genutzt, da hatte ich schon öfter fliegenden Wechsel und es ist nicht ungewöhnlich, dass da gleich 2 E-Autos stehen.

Perdix hat geschrieben:
Wer zzt. ein E fährt, hat aufgrund fehlender Säulen und meist niedriger Reichweite eher die Möglichkeiten zu hause und/oder auf Arbeit zu laden. Dann sind die Einkaufsladungen eher die Ausnahme.

Das ist doch ein reiner Mitnahmeeffekt. Wenn der Strom da Geld kosten würde, würde es kaum einer nutzen und sie würden alle zuhause laden. Sieht man doch auch in Hannover bei den Enercity Säulen,
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon mlie » Di 11. Jul 2017, 00:12

Und da sind wir wieder bei der Situation, die ich vor 2 Jahren schon prophezeit habe - an Einkaufläden wird kaum ein Betreiber freiwillig vollkommen unnötig Geld für DC-Ladung ausgeben, da kommen normale 22kW Säulen hin. Damit kann man sich seinen kastrierten 7kW Lader nur noch schönreden, wenn man zu Hause über Nacht laden kann oder drauf steht, an Autobahnen zu laden.
Bei 3,7kW lohnt sich ja das Ladekabelauspacken kaum bis gar nicht, wenn man nur 20 Minuten einkauft, sagenhafte 2kWh kommen in den Akku, also 15-25km, das reicht dann immerhin grob bis nach Hause.

Damit gehört ins Auto - abgesehen von wenigen Spezialfällen - zum sinnvollen Fernreise-CCS eben auch (zusätzlich!) der 22kW Lader ins Auto, um eben während des Einkaufens nutzbare Reichweite zu gewinnen - gerade und vor allem für die Leute, die eben zu Hause nicht laden können. Die können zusammen mit praxistauglichen Akkugrößen von 60-90kWh während des Wocheneinkaufs dann vollkommen problemlos ihren Wochenbedarf an Ladung reinholen.
So wäre also der optimale Dreiklang wieder gegeben:
- Alltagsladung über Nacht mit 4-6kW oder
- beim einkaufen mit 22kW
- Fernreiseladung mit 200kW über CCS

Und das wäre auch etwas, was die unnormalen Autofahrer (mit den Lungenkrebsmaschinen) verstehen und auch akzeptieren würden - wenn man eben über das Laden gar nicht groß nachdenken muss, sondern immer genug Ladung reinbekommt. Eben auch für die Leute ohne Steckdosen zu Hause.

Obwohl ja rein theoretisch ein Trippellader am Edeka sinnvoll wäre, ich meine, wer kauft denn bei Edeka länger als 40 Minuten ein? Bis dahin hätte man schon gut Ladung gewonnen. Einfach und billiger ist es aber, wenn das Fahrzeug normale 22kW laden kann und man das nicht extern machen muss. Es ist ja nicht Aufgabe von Edeka, die miserable AC-Ladung von den meisten Autos zu kompensieren.
Und wenn irgendwann die CCS-Ladesäule nur noch 1000€ kostet - dann wird das nackte Ladegerät fürs Auto noch viel billiger sein und kann also gleich da hin wo es bis 40kW hingehört - ins Auto. ;-)
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon kub0815 » Di 11. Jul 2017, 00:59

Ich halte das Schnelladern am Edeka für Leute die keine Lademöglichkeit Zuhause haben und auch keine AC Lader in laufreichweite haben für ein model das sich tragen kann. Am Edeka macht halt eine 22kw AC Box nur für einen Bruchteil der Autos Sinn. Allerdings wird das nicht mit kWh preisen jenseits von gut und böse nix....
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon PowerTower » Mi 12. Jul 2017, 12:50

mlie hat geschrieben:
an Einkaufläden wird kaum ein Betreiber freiwillig vollkommen unnötig Geld für DC-Ladung ausgeben

Aldi, Kaufland und Lidl machen aber genau das. Und die Betreiber wissen, dass es gute Werbung ist. Das funktioniert aber nur mit entsprechender Attraktivitat des Ladepunktes, denn sie wollen ja gern zusätzliche Kunden angeln.

Ich habe bisher einmal versucht bei EDEKA in Halle zu laden. Dort gibt es Typ2 mit 11 kW. Bin also rein, musste warten bis eine Kassiererin Zeit hat, diese hat dann zunächst telefonieren müssen wo der Schlüssel ist. Es war mir schon ein bisschen peinlich, die gute Frau so lange von ihrer Arbeit abzuhalten. Nach 10 Minuten habe ich endlich den Schlüssel, versuche die Ladung zu starten und - nichts. Unabhängig vom Misserfolg wäre das aber eine einmalige Sache gewesen. Denn ein Ladepunkt,
1) für dessen Freischaltung ich mehrere Minuten einplanen muss und
2) dessen Ladeleistung unpassend für den kurzen Einkauf ist,
der bringt mir einfach nichts. Insbesondere sehe ich Mieter als Zielgruppe, die während des Einkaufs ihr Auto sinnvoll laden können. Das muss auch nicht kostenlos sein, dafür aber einfach, zuverlässig und schnell.

Wir haben im Ort ein Mini-Einkaufszentrum mit vier Geschäften, darunter ein REWE. Die Centerverwaltung hatte den Komplex im Jahr 2014 für mehrere Millionen Euro komplett modernisiert. Für mich war das jetzt Grund genug, da einfach mal einen Vorschlag für eine praxistaugliche 24/7 Ladelösung zu unterbreiten, die man mit Hilfe der Stadtwerke umsetzen kann. Und bei Bedarf kann der Strom auch abgerechnet werden (Verbund: Stromnetz Hamburg). Als Minimum sehe ich dabei zwei 20 kW Triple Lader an. Mehr darf gern sein, aber nicht weniger, denn sonst ist es einfach unattraktiv.

Das was auf dem Bild zu sehen ist, ist ein Vorschlag von einem langjährigen E-Mobilisten, der gern auch Mieter vom elektrischen Antrieb überzeugen möchte. Jetzt hoffe ich auf Rückmeldung von der Verwaltung. Das was EDEKA an manchen Orten installiert hat ist zwar nett, aber in irgendwelchen Meetingräumen beschlossen wurden von Leuten, die Elektroautos nur vom Hörensagen kennen. Von daher wundert mich die geringe Auslastung und der daraus resultierende mangelnde Elan für weitere Investitionen überhaupt nicht.

Nicht falsch verstehen: ich freue mich über jeden Ladepunkt. Aber wenn sie für die jeweilige Situation am Bedarf vorbei errichtet werden und dann keine Ladevorgange zustande kommen, ist das eben sehr bedauerlich, aber vermeidbar gewesen.
Dateianhänge
19956252_1578956838843910_5482183188105665739_o.jpg
Bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur für ein kleines Einkaufszentrum mit 200 PKW Stellplätzen.
Dies ist die Minimalausstattung, weniger ist zu unattraktiv.
Zuletzt geändert von PowerTower am Mi 12. Jul 2017, 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon Tho » Mi 12. Jul 2017, 12:54

PowerTower hat geschrieben:
Aldi, Kaufland und Lidl machen aber genau das. Und die Betreiber wissen, dass es gute Werbung ist. Das funktioniert aber nur mit entsprechender Attraktivitat des Ladepunktes, denn sie wollen ja gern zusätzliche Kunden angeln.

Das sind große Ketten, die machen das aus dem Marketingetat.
Bei EDEKA sind das aber alles selbständige Märkte, die gehen bei einer 20.000EUR Investition auf dem Zahnfleisch. :?
(Mal von ein paar EDEKA Unternehmern mit größerer Filialanzahl abgesehen.)
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon mweisEl » Mi 12. Jul 2017, 13:42

Dass kleinere Märkte - vor allem die mit wenigen Parkplätzen - nicht viel ausgeben können und wollen, ist ja klar. Am kostengünstigsten wären einfach mal 3 AP-Schukos an der Hauswand - auch wenn die nach 3 Jahren hinüber sind - die morgens bei Geschäftsbeginn per Sicherung eingeschaltet werden. Falls sich die Elektromobilität in ein paar Jahren weiter entwickelt (auf ca. 2% des Fahrzeugbestandes), kann pro 20 Stellplätzen ja auch ein "richtig" elektrifizierter hinzukommen.

Aber die Elektriker müssen an den heute unverhältnismäßig teuren AC-Ladesäulen ja auch kräftig mitverdienen, und den potentiellen Betreibern die "Vorzüge" dieser unverhältnismäßig teuren AC-Ladesäulen darlegen (die dann bestimmt 4 Jahre lang durchhalten) - daher stockt das Ganze.
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Re: EDEKA Ladesäulen

Beitragvon kub0815 » Mi 12. Jul 2017, 16:51

Das sie den Strom verschenken ist auch der falsche Ansatz und skaliert bestimmt nicht wenn wir mal wirklich Viele eAutos haben. Besser wäre es auch um die übelsten schnorrer fern zu halten den Strom zu etwa haushaltsüblichen Tariefen zu bekommen.
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