E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppchen

Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon stromer » Di 10. Dez 2013, 15:27

Ich weiß nicht wo das Problem mit Chademo liegt. Die Holländer machen es genau richtig mit Ihren Combo-Schnellladesäulen. Sind ja nur 3 verschiedene Stecker. An Tankstellen hast du 5 Schläuche hängen. Und glaubt nicht, daß eine normale Tanksäule mit allem notwendigen was so dazugehört, Tanks, Ölabscheider usw., billiger ist, als einen Combo-Ladesäule.
Zuletzt geändert von stromer am Di 10. Dez 2013, 17:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon Spüli » Di 10. Dez 2013, 15:34

stromer hat geschrieben:
Aber du hast recht, 22 kW-Ladesäulen an Autobahnen braucht kein Mensch..... 43 kW sollten es schon sein.

Wird zur Zeit aber nur den paar Zoe-Leuten nützen...aber wenn es die Infrastruktur her gibt, her damit. Wer Gleichstrom anbieten will, muß eh in die Tasche greifen für die E-Infrastruktur. Daher dann bitte möglichst offen für alle und keine Sonderlösungen wie die Supercharger. Die Triplex-Ladestionen in den Niederlanden sind in meinen Augen eine gute Lösung für alle.

stromer hat geschrieben:
Nehmen wir mal als Beispiel eine Fahrt von Offenburg nach Frankfurt.... Da aber an der Autobahn keine Schnellladesäule steht, muß ich einen Umweg in die Innenstadt von Heidelberg in Kauf nehmen...

Wie die meißten fahre ich solche Strecken privat nur <10x im Jahr. Dafür habe ich zudem genügend Alternativen (Bus/Bahn/Verbrenner). Die Masse der Kilometer werden aber nun mal nicht auf der Autobahn zurück gelegt. Daher macht es keinen Sinn den Aufbau dort zu beginnen. Die Stationen müssen auch ohne lange Umwege und Einschränkungen erreichbar sein. Und das sind nun mal die Rasthöfe in Autobahnnähe. In vielen Gegenden ist das ja auch mit Möbelhäusern/Baumärkten/Schnellimbissen kombiniert. Da gehören die Säulen hin. Du kannst die Wartezeit gut verbringen und verlierst kaum Zeit wenn Du auf der Durchreise bist. Zudem spielen die Parkflächen dort kaum eine Rolle.
Das wir über diese Rathaus-Säulen hinweg sind sollte inzwischen klar geworden sein.
Gruß Ingo
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon EVplus » Di 10. Dez 2013, 15:53

Spüli hat geschrieben:
. Die Masse der Kilometer werden aber nun mal nicht auf der Autobahn zurück gelegt. Daher macht es keinen Sinn den Aufbau dort zu beginnen. Die Stationen müssen auch ohne lange Umwege und Einschränkungen erreichbar sein. Und das sind nun mal die Rasthöfe in Autobahnnähe. In vielen Gegenden ist das ja auch mit Möbelhäusern/Baumärkten/Schnellimbissen kombiniert. Da gehören die Säulen hin. Du kannst die Wartezeit gut verbringen und verlierst kaum Zeit wenn Du auf der Durchreise bist. Zudem spielen die Parkflächen dort kaum eine Rolle.
.


Eine solche wie von Dir "geforderte" Ladesäule steht z.B. am Shell Autohof in Kappel Grafenhausen. Going electric Nr. 592.

Ich bin dort vielleicht schon ca. 10 mal vorbeigekommen. 1 - 2 mal davon war eine Aufladung möglich. Die anderen Male musste ich weiterfahren. Entweder war der Platz zugeparkt oder der Smart ed vom Autohof war "dauereingesteckt". Dann dauert die Nachladung 2-3 Stunden, da die Ladesäule die Leistungsabgabe von 22kW auf 11kW reduziert !

Die Ladesäulen sollten auch nicht direkt vor den Eingängen in bester Lage zum Restaurant / WC stehen, da sich sonst alle Verbrennerfahrer dazu aufgefordert fühlen dort " nur kurz " zu parken. Bildmaterial falls gewünscht kann ich liefern!

Am zuverlässigsten sind bisher die Ladesäulen an mõglichst unattraktiven Orten / Plätzen.

Grüsse EVplus
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon lingley » Di 10. Dez 2013, 16:32

Spüli hat geschrieben:
Wie die meißten fahre ich solche Strecken privat nur <10x im Jahr.Dafür habe ich zudem genügend Alternativen (Bus/Bahn/Verbrenner)...

Passt bei mir eben nicht !
Die Masse der Kilometer werden aber nun mal nicht auf der Autobahn zurück gelegt. Daher macht es keinen Sinn den Aufbau dort zu beginnen...

... genauso gedacht wird das E-Auto immer ein Zweitauto bleiben, aber wie "die meisten" habe auch ich kein Zweitauto !
Das E-Auto muss Erstwagen tauglich werden und das geht bei der momentan beschränkten Reichweite nur mit Schnellladesäulen.
Das wir über diese Rathaus-Säulen hinweg sind sollte inzwischen klar geworden sein.

Wie meist Du das ?
Das Problem existiert doch !
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon stromer » Di 10. Dez 2013, 16:45

Die weitere Stecken fahre ich in der Regel an den Wochenenden und dann wird es an den Baumärkten auch schwierig. Auf einer Tour, die mich über Waldkirch im Schwarzwald geführt hat, wollte ich einem von 4 Ladepunkten am Obi-Baumarkt nachladen. Am Wochenende ist das Gelände aber mittels Schranke verschlossen. Auch die unmittelbarer Nähe auf dem Zollgelände befindliche Ladesäule kann am Wochenende nicht angefahren werden. Die 2 Parkplätze in der Innenstadt waren mit Verbrenner belegt und im Parkhaus Lohgerbe war eine Ladebox defekt, die andere lieferte nur 11 kW. Ob du es glaubst oder nicht, so richtig Spaß hatte ich als Durchreisender an dem Tag nicht....
Ich wohne unmittelbar an der französischen Grenze. In Frankreich stehen die meisten Schnellladesäulen an Supermärkten wie z.B. Cora. Wenn ich am Wochenende einen Ausflug ins Elsass unternehmen will und dort laden möchte stehe ich an einer stromlosen Ladesäule. Wären die Ladesäule an einer ganz normalen Tankstelle und als Ladestelle gut augewiesen, gäbe es diese ganze Problematik nicht. Keine zugeparkten Parkplätze, Personal vor Ort, die Möglichkeit sich die Zeit bei einem Kaffee zu vertreiben, keine Sucherei nach einer in der hintersten Ecke eines Parkplatzes versteckten Ladesäule. Wenn dann zusätzlich an den Baumärkten Ladesäulen stehen ist das in Ordnung.
Der Autohof Kappel-Grafenhausen ist natürlich nun nicht das beste Beispiel wie man so etwas macht, da die Ladesäule wirklich schlecht plaziert und unbeleuchtet ist. Meine Lieblingstankstelle ist die AVIA-Tankstelle in Freudenstadt. Dort steht die Ladesäule direkt unter dem Dach am Tankstellengebäude, war noch niemals belegt und ein nettes Bistro haben die auch.

Foto 2.JPG
Avia-Tankstelle Freudenstadt
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon zitic » Di 10. Dez 2013, 16:53

stromer hat geschrieben:
Ich weiß nicht wo das Problem mit Chademo liegt. Die Holländer machen es genau richtig mit Ihren Combo-Schnellladesäulen. Sind ja nur 3 verschiedene Stecker. An Tankstellen hast du 5 Schläuche hängen. Und glaub nicht, daß eine normale Tanksäule mit allen notwendigen was so dazugehört, Tanks, Ölabscheider usw., billiger ist, als einen Combo-Ladesäule.

Warum zitierst du mich zu diesem Statement? Habe ich was dagegen gesagt? Achtung: Ich bin weder CCS noch Chademo Fanboy!
Und ich schreibe selbst von der Multilösung. Geht es hier immer nur um die Polarisierung? #

Ansonsten: DC-Anlagen mit beiden Standards statt einem sollen preislich nur 5% auseinanderliegen. Gab da mal ein Statement beider Fraktionen, die dafür plädiert haben. AC für Renault extra, sollte auch nicht mehr der große Aufwand sein. UK(alle 43kW, herstellerübergreifendes Konsortium) und Niederlande(50kW - Unternehmen Fastned) wird es ja gemacht. Hier muss halt noch ein entsprechendes Konsortium finden bzw. ein Betreiberunternehmen.

Ggü. den "kompakten" Niederlanden, wäre es auch gut, wenn man gleiche für 100kW auslegt. Der nächste Schritt geht ja Richtung 50/60kW(auch von Tesla). Da werden die Leute(Normalo) wirklich überlegen längere Strecken mit dem EV zu fahren. Alle 200km mal eine halbe Stunde Pause ist schon annehmbar. Da wäre es ja eigentlich unsinnig die ganze teure Hardware wieder zu ersetzen(Upgrade wohl kaum möglich oder? Quasi so wie bei Tesla mit den 10kW-Wandlerblöcken, die man dann quasi nur aufstocken müsste). Ist aber wohl Utopie. ABB, als Infrastrukturking, bietet da wohl auch noch nicht an. Hauptsache die Leitungen werden schon entsprechend dimensioniert.
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon stromer » Di 10. Dez 2013, 17:07

@zitic

Tut mir leid, das war nicht an dich direkt gerichtet, sondern betraf die allgemeine Diskussion pro und Contra Chademo.
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon Super-E » Di 10. Dez 2013, 17:32

Hier geht es doch um die Frage Pluralität vs. Vereinheitlichung.
Wollt Ihr, dass man versucht einheitliche Standards zu schaffen, oder soll jeder seine eigene Lösung vorantreiben? Die meisten lästern zwar über die verschiedenen Standards, aber Hauptsache IHRER wird ausgebaut. Jedes System hat seine Vor und Nachteile. Klar A/C Ladung ist am meisten verbreitet, macht aber bei 44kW schlapp. Die Vorteile der Gleichstromschnelladung wurden ja schon mehrfach durchgekaut. Chademo hat die derzeit weiteste Verbreitung, aber man benötigt zum obligatorischen Typ2 eine weitere Dose. CCS verbindet elegant Typ2 mit Gleichstromladung und hat das höchste Potential (170kW) dafür aber derzeit kaum eine Verbreitung. TESLAs Superchargerstecker kümmerst sich um überhaupt keine Standards, dafür sind die am besten umgesetzt und man geht vorbildlich in Vorleistung.

Mein Wunsch wäre (in Anbetracht angepeilter 1Mio Fahrzeuge in 7 Jahren) ähnlich wie TESLA zu denken und richtige E-Tankstellen zu erreichten. Am besten mit zahlreichen Säulen, bei denen mindestens eine eine Multilösung ist und der Rest CCS 100kW. Einfache 22KW A/C Lader kann man noch zusätzlich auf den Parkflächen verstreuen. Alle zukünftigen Fahrzeuge sollten sich dem anpassen und Typ2/CCS anbieten. (So wie der i3 in Japan Chademo bekommt). Die Multisäulen werden dann in 10 Jahren ersetzt. Das TESLA mit ihrem Vorgehen einen neuen Standard setzt halte ich für unwahrscheinlich, obwohl der Stecker sicher auch das Zeug dazu gehabt hätte.
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon xado1 » Di 10. Dez 2013, 17:37

also am einfachsten wäre eine säule mit:
chademo
ccs
typ2
schuko

da hat jeder was davon,mein luis z.b. kann nur schuko laden,den leaf lade ich dann chademo oder typ2 ,je nach vorhandener zeit.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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Re: E-Auto-Schnelllader: Und jeder kocht sein eigenes Süppch

Beitragvon stromer » Di 10. Dez 2013, 17:55

xado1 hat geschrieben:
also am einfachsten wäre eine säule mit:
chademo
ccs
typ2
schuko

da hat jeder was davon,mein luis z.b. kann nur schuko laden,den leaf lade ich dann chademo oder typ2 ,je nach vorhandener zeit.


Eigentlich geht es hier um Schnellladesäulen. Da würdest du ernsthaft Schukosteckdosen einbauen, damit diese dann über längere Zeit von Langsamladern blockiert werden ?
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