Die Straßenlaterne als Ladesäule

Re: Die Straßenlaterne als Ladesäule

Beitragvon mlie » Sa 24. Aug 2013, 09:55

Hauptaufgabe ist aber bei einer Straßenbeleuchtung die BeLEUCHTung, nicht die LED-Bedunklung. Dann kann man die Straßenlampen gleich ganz weglassen und hat noch mehr Reserven.

Im Labor mag es effizientere LEDs geben, aber in der Praxis ist bezahlbares Halogenmetalldampf immer noch effizienter als LED, ohne die LED-Probleme wie Kühlung, Lebensdauer, defekte Vorschaltgeräte, extrem gerichtete Abstrahlung, vollkommen überhöhter Anschaffungspreis usw.
Und günstiger ist HCI gleich zweimal, bei der Anschaffung und bei der Wartung, denn von den versprochenen Lebensdauern bleibt bei LED nicht viel übrig, wenn Laub auf dem Kühlkörper liegt. Halogenmetalldampf ist also für eine Kommune, die über etliche Jahre planen muss, derzeit noch das Beste.
Aber, LEDs sind immer noch besser als diese grauenvollen Natriumdumpflampen, die mögen auf dem Papier noch heller sein, mein Auge weiss das aber nicht und sieht deshalb kaum was...

In 20 Jahren mag das mit den LEDs anders aussehen. Aber in 20 Jahren wird man mit den 3,7kW fürs Auto auch nicht weit kommen. Also brauchen wir doch wieder eine eigene Infrastruktur. Ansonsten muss eben jeder im Wohnsilo sein Verlängerungskabel aus dem Küchenfenster hängen, das sieht bestimmt lustig aus... :lol:
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Re: Die Straßenlaterne als Ladesäule

Beitragvon Spüli » Sa 24. Aug 2013, 10:15

Moin!
Zur Zeit ist der Markt der LED-Straßenlampen total auf dem Kopf. Da passen Preis und Leistung nicht zusammen. Haben inzwischen ja schon mehrere Gemeinden feststellen müssen.

Gab zu den Steckdosen an den Laternen auch mal einen Bericht im Spiegel. Ein Hersteller bietet dazu einfach geänderte Wartungsdeckel an. Aber das Problem mit dem Spannungsabfall kann man damit auch nicht beheben.
Gruß Ingo
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Re: Die Straßenlaterne als Ladesäule

Beitragvon Kelomat » Sa 24. Aug 2013, 20:21

mlie hat geschrieben:
Hauptaufgabe ist aber bei einer Straßenbeleuchtung die BeLEUCHTung, nicht die LED-Bedunklung. Dann kann man die Straßenlampen gleich ganz weglassen und hat noch mehr Reserven.

Im Labor mag es effizientere LEDs geben, aber in der Praxis ist bezahlbares Halogenmetalldampf immer noch effizienter als LED, ohne die LED-Probleme wie Kühlung, Lebensdauer, defekte Vorschaltgeräte, extrem gerichtete Abstrahlung, vollkommen überhöhter Anschaffungspreis usw.
Und günstiger ist HCI gleich zweimal, bei der Anschaffung und bei der Wartung, denn von den versprochenen Lebensdauern bleibt bei LED nicht viel übrig, wenn Laub auf dem Kühlkörper liegt. Halogenmetalldampf ist also für eine Kommune, die über etliche Jahre planen muss, derzeit noch das Beste.
Aber, LEDs sind immer noch besser als diese grauenvollen Natriumdumpflampen, die mögen auf dem Papier noch heller sein, mein Auge weiss das aber nicht und sieht deshalb kaum was...

In 20 Jahren mag das mit den LEDs anders aussehen. Aber in 20 Jahren wird man mit den 3,7kW fürs Auto auch nicht weit kommen. Also brauchen wir doch wieder eine eigene Infrastruktur. Ansonsten muss eben jeder im Wohnsilo sein Verlängerungskabel aus dem Küchenfenster hängen, das sieht bestimmt lustig aus... :lol:


Da muss ich wiedersprechen!

In unserer Gemeinde wurde en Straßenzug komplett mit LED Lampen beleuchtet.
Sieht gleich aus wie eine "normale" Laterne Leuchtet aber wesentlich besser als die bestehenden Lampen.
Preis war zu den "normalen" auch nicht viel um.
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Re: Die Straßenlaterne als Ladesäule

Beitragvon mlie » Sa 24. Aug 2013, 21:31

Dem Widerspruch muss ich in Teilen wiedersprechen, wenn ich darf.
Bei uns wurden die 20 Jahre alten Straßenlaternen vor 2 Jahren auf Halogenmetalldampf umgerüstet. Die Helligkeit seitdem ist echt extrem. Logisch, 20 Jahre alte, ungepflegte und bis über die Lebensdauergrenze hinaus betriebene Leuchtmittel in Kombination mit total verdreckten Reflektoren und dreckigen Pilzköpfen führen nun mal zu nicht vorhandener Lichtausbeute.

Im selbem Atemzug wurde für viel Geld eine Straße, die eh umgebaut wurde mit neuen Laternen in LED-Technik bestückt. Die benötigen weniger Leistung, sind aber auch deutlich dunkler (im Vergleich zu den "generalüberholten") mit ziemlich starken Unterschieden zwischen der Laterne und dem Bereich dazwischen, zumal die jetzt nur auf die Straße leuchten und nicht mehr wie die Pilzköpfe an die Häuser ran. Die meisten Bürger fanden das neue Lichtangebot weniger gut als vorher, weil eben eine (nicht messtechnisch erfassbare!) Verschlechterung eingetreten ist. Mich interessieren mal die Werte in 7 Jahren, und wann es erste Ausfälle durch verdreckte Kühlkörper gibt...

Habt ihr also die alten Laternen mit den Neuen verglichen oder Neue mit Neuen verglichen? Sonst ist das Apfel/Birnen, und Birfel gibt es ja noch nicht...

(Kann das mal jemand abtrennen und in den Offtopic verschieben? Danke)
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Re: Die Straßenlaterne als Ladesäule

Beitragvon Strombaer » Mi 25. Sep 2013, 13:06

zurück zum Thema...........

19.09.2013 - Stadt stellte ihr neues Elektroauto vor
Strom für E-Autos auch von der Straßenlaterne?


Gelegentlich heißt es ja in der Autobauerstadt, die Ludwigsfelder hätten Benzin oder Diesel im Blut. Doch umweltfreundlich sind die herkömmlichen Motoren wegen Lärm und Abgasen nicht gerade. Als umweltfreundliche Alternative dazu legte sich die Stadt Ludwigsfelde jetzt ein Elektroauto zu. Heute stellten Bürgermeister Frank Gerhard und Mitarbeiter des Ordnungsamtes das nagelneue Fahrzeug offiziell der Presse vor.

Als Dienstfahrzeug des Ordnungsamtes wird es künftig häufiger im Stadtbild und auch in den Ortsteilen zu sehen sein. Die Außendienstmitarbeiter Volker Löbenberg und Heiko Przygoda gehören zu denjenigen, die das neue Auto nutzen werden. „Auch die Kollegen sind begeistert, vor allem weil sie bei den täglichen Kontrollfahrten zwischen 6.00 Uhr und 22.00 Uhr jetzt umweltfreundlich unterwegs sind“, freut sich auch Sachgebietsleiter Henry Nottrott. Bis zu 150 km reichen die Akkus, doch da die Elektrotanksäule gleich in Rathausnähe steht, wird auch zwischendurch immer mal aufgeladen.

Nottrott präsentierte gleich noch eine weitere Neuerung, die privaten Elektroautofahrern das Stromtanken an der Straßenlaterne vor der Haustür ermöglichen soll. „Diese Ladegeräte könnten an die Straßenbeleuchtung angeschlossen und bei Bedarf von Privat gemietet werden. Wenn dann die Laternen angehen, können auch die Elektroautos Strom tanken.“
„Über 70 000 E-Autos von diesem Typ sind weltweit schon unterwegs, das hier ist auch schon die weiterentwickelte Variante 2.0“, erläuterte Bernd Wegener mit Blick auf den silber/blauen Flitzer, der auf den ersten Blick an ein Polizeiauto erinnert. Das Nissan Autohaus hatte den Zuschlag bei der Ausschreibung bekommen.

Die Vorstellung des neuen Autos wollten sich auch Mitglieder der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin Brandenburg nicht entgehen lassen. Man könne der Stadt für ihre Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem nur gratulieren, meinte der Kleinmachnower Julian Affeldt von der Interessengemeinschaft.

Erst Anfang August wurde in Ludwigsfelde die erste kommunale Elektrotankstelle mit Parkscheinautomat offiziell in Betrieb genommen.
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