Die Eichämter sind erwacht...

Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon ecopowerprofi » Do 13. Jul 2017, 05:59

mlie hat geschrieben:
abseits von den Nerds hier, die sich den kastrierten Lader schönreden

+1

mlie hat geschrieben:
an den immer mehr werdenden AC-Ladepunkten

Ich seh die Sache so, für die Betreiber wird es immer interessanter preiswerte AC-Ladepunkte egal ob mit Zeit oder kWh-Abrechnung zu bauen. Die Messtechnik gibt es in Hülle und Fülle für kleines Geld am Markt zu kaufen. Die Informationen auf ein Display zu bringen kosten nur sehr wenig. Dann hat man kein Problem mit den Eichämter. Wie die Sache dann von meinem Konto abgebucht wird, interessiert dem Eichamt nicht mehr. In Münster steht die Ladesäule an der ich geladen habe an einer Tankstelle. Warum das dann nicht über die Tankstellenkasse abgerechnet wird, ist mir ein Rätsel. Liegt wohl am Betreiber der Ladesäule: "voRWEggehen".
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon ecopowerprofi » Do 13. Jul 2017, 06:19

KyRo hat geschrieben:
EC Karte ...... Seid doch endlich mal froh, dass es mit RFID was einfaches und zuverlässiges gibt.

Da bist Du mit Deinem Wissenstand noch nicht auf dem neuesten Level. Meine EC-Karte hat schon längst ein RFID-Chip. In NL funktioniert diese fast überall zum Bezahlen. Die EC-Karte ist das einzigste Bezahlsystem bei der ich nicht noch irgend ein zusätzlichen Vertrag mit einem Betreiber abschließen muss. Ich habe mir den ZE-Pass von Renault (Bosch) nur zugelegt, weil ich hoffe, dass Renault bemüht sein wird mit allen Ladesäulenbetreiber in der gesamten EU einen Vertrag abzuschließen. Ich will nicht die Taschen mit Ladekarten voll haben.
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon KyRo » Do 13. Jul 2017, 07:18

ecopowerprofi hat geschrieben:
Da bist Du mit Deinem Wissenstand noch nicht auf dem neuesten Level. Meine EC-Karte hat schon längst ein RFID-Chip. In NL funktioniert diese fast überall zum Bezahlen. Die EC-Karte ist das einzigste Bezahlsystem bei der ich nicht noch irgend ein zusätzlichen Vertrag mit einem Betreiber abschließen muss. Ich habe mir den ZE-Pass von Renault (Bosch) nur zugelegt, weil ich hoffe, dass Renault bemüht sein wird mit allen Ladesäulenbetreiber in der gesamten EU einen Vertrag abzuschließen.


Wer nach EC Karte schreit bei dem gehe ich davon aus, dass er die übliche Magnetstreifentechnik meint. Ich weiß, dass es schon Karten mit RFID gibt. Meine, obwohl ziemlich neu, hat noch keinen. Wie die meisten anderen wohl auch die noch um Umlauf sind. Da käme also der nächste Schrei.

Für allen möglichen Kram schließt man Verträge ab: Strom, Gas, Internet, Telefon, Handy.. Alle haben eins gemeinsam: Eine Infrastruktur, viele Anbieter = kein Monopol. Wieso ist das für Autostrom inkl. Roaming so falsch? In Gegensatz zu Tankstellen ist es doch ein Novum und riesen Vorteil, dass ich mir den günstigsten Anbieter aussuchen kann. Auch wenn das manchmal nur bedingt hilfreich ist. EC wäre für mich höchstens eine Ergänzung, niemals ein Ersatz.

Ich will nicht die Taschen mit Ladekarten voll haben.


Ich bitte dich, das ist doch Schnee von gestern. Ich habe genau zwei Karten (TNM, Plugsurfing) und einen RWE Vertrag (BEW), und zwar nur aus dem o. G. Grund. Eine hätte bislang genauso gereicht, gefahren bin ich schon quer durch D/A/CH. Monatliche Kosten hab ich auch keine.
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon Tigger » Do 13. Jul 2017, 07:22

KyRo hat geschrieben:
Wer nach EC Karte schreit bei dem gehe ich davon aus, dass er die übliche Magnetstreifentechnik meint. Ich weiß, dass es schon Karten mit RFID gibt.

Ich schreie nach EC, bzw. Kreditkarte und meine damit: Ich möchte mit einer einzelnen Karte kontaktlos an allen Ladesäulen bezahlen können. Wenn das jetzt eine Karte ist, die ich sowieso schon im Geldbeutel habe: Noch besser!

Hatte ich weiter vorne aber auch schon so geschrieben, bevor Du also von irgendwas ausgehst: Alles lesen. ;-)
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon AndiH » Do 13. Jul 2017, 09:59

Karlsson hat geschrieben:
Nö, nur das langsame Laden an 22kW Boxen.
Für 1P Fahrzeuge wirds halt sehr teuer. In Hannover nimmt Enercity 3,50€/h - für 22kW ein Schnäppchen :D


Das ist genau der Punkt: Wenn ich "Auslastung" haben will muss ich alle AC Lader Autos anziehen, d.h. kWh Abrechnung. Diese ist aber teurer weil geeichte Zähler + Anzeige notwendig und die Gefahr der Nutzung als günstigen Parkplatz. Mit Zeitabrechnung ist es nur noch für "AC Schnelllader" (weniger Kundschaft) oder Flatrate Kunden (->Parkplatz) interessant, das ist aber schlecht für den Betreiber. Für größere Ladeparkplätze mit geringer Leistung gilt das übrigens nicht, da dort ohne Zuschussgeschäft per schon vorhandener Zeitabrechnung kassiert werden kann, mit dem Vorteil das man über erhöhten Zeitanteil sogar bei Fahrzeugen kassieren kann die überhaupt nicht laden.

Gruß

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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon Woodstock » Do 13. Jul 2017, 11:48

KyRo hat geschrieben:
Für allen möglichen Kram schließt man Verträge ab: Strom, Gas, Internet, Telefon, Handy.. Alle haben eins gemeinsam: Eine Infrastruktur, viele Anbieter = kein Monopol. Wieso ist das für Autostrom inkl. Roaming so falsch? In Gegensatz zu Tankstellen ist es doch ein Novum und riesen Vorteil, dass ich mir den günstigsten Anbieter aussuchen kann. Auch wenn das manchmal nur bedingt hilfreich ist. EC wäre für mich höchstens eine Ergänzung, niemals ein Ersatz.

Nun ist das Zahlungsmittel ja noch ein anderes Thema als das der Abrechnung. Und was das Zahlungsmittel angeht, sollten vor allem die Kosten transparent sein und die Einstiegshürde niedrig.

Roaming ist was feines, nur gilt das ja noch lange nicht für jede Säule in Deutschland. Viele (regionale) Anbieter öffnen sich nicht dem Roaming oder leben auf ihrer eigenen Roaming-Insel. Der Spaß hört auf, wenn es ein Dutzend konkurrierender Verbünde gibt und man vor einer Säule erstmal umständlich den für sich günstigsten ermitteln muss. Hattest du schon auf dieses Problem angespielt?

Zur Abrechnung: Wenn alle nach kWh abrechnen, ermöglicht das dem geneigten E-Autofahrer, die Preise wirklich zu vergleichen. Und erst wenn das transparent ist, kann auch der Markt funktionieren. So oder so wollen die Eichämter zunächst nur eine Datenbasis schaffen.
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon Karlsson » Do 13. Jul 2017, 12:14

AndiH hat geschrieben:
Das ist genau der Punkt: Wenn ich "Auslastung" haben will muss ich alle AC Lader Autos anziehen, d.h. kWh Abrechnung. Diese ist aber teurer weil geeichte Zähler + Anzeige notwendig und die Gefahr der Nutzung als günstigen Parkplatz. Mit Zeitabrechnung ist es nur noch für "AC Schnelllader" (weniger Kundschaft) oder Flatrate Kunden (->Parkplatz) interessant, das ist aber schlecht für den Betreiber.

Bei Enercity war es einfach so, dass die nach kWh nicht abrechnen durften weil das eichkonform nicht möglich war und dann haben die das halt nach Zeit gemacht.
Gratis wollten sie nach den ganzen Jahren nicht mehr und pauschal ist ja auch der falsche Anreiz, weil das die Leute nicht ermunternt, die Säule nach der Ladung wieder freizumachen.

Günstig wird der Strom aus den Säulen aber nur bei hoher Auslastung und die lässt sich IMHO nur mit 3P Ladung oder DC erreichen.
Von daher wäre eine reine Abrechnung nach kWh auch nicht gut, weil man ja schon bevorzugt die Fahrzeuge mit leistungsstarken Ladern anziehen sollte.
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon AndiH » Do 13. Jul 2017, 12:34

Karlsson hat geschrieben:
Von daher wäre eine reine Abrechnung nach kWh auch nicht gut, weil man ja schon bevorzugt die Fahrzeuge mit leistungsstarken Ladern anziehen sollte.


Das ist genau der Punkt wo sich der Kreis wieder schliesst. Abrechnung nach kWh ist bei AC *nur* für den Kunden gut, nicht für den Betreiber. Wenn diese Form nun auch noch teurer/komplizierter wird, wird es bei AC Säulen nicht mehr angeboten werden. An leistungsfähigen AC Säulen (>11kW) ist es schwierig eine Zeittarif zu finden der für alle akzeptabel ist, bei 3,7kW ist das kein Problem, das kann jedes Fahrzeug. Die längere Standzeit kann man dann auch durch mehr Säulen pro Anschluss ausgleichen und zusätzlich den Parkplatz abrechnen. Darum meine Aussage das die schnelleren AC Säulen zum größten Teil verschwinden werden, weil es für die Betreiber schwierig wird ein Geschäftsmodell zu finden. Das ist nicht schön aber was sich nicht mindestens selbst finanziert hat auf die Dauer keine Chance.

Gruß

Andi
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon Karlsson » Do 13. Jul 2017, 13:02

Anders herum. Die Säulen mit wenig Leistung werden verschwinden, weil sie so wenig Umsatz generieren, dass die Kilowattstunde sehr teuer wird. Das ist für den Kunden nicht attraktiv. Somit würden die Säule nur die Kunden nutzen, die darauf angewiesen sind. Das sind eher Durchreisende, für die so eine lahme Säule aber auch wieder nicht attraktiv ist.
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Re: Die Eichämter sind erwacht...

Beitragvon Gigafarad » Do 13. Jul 2017, 14:52

Ich weiß gerade nicht, was genau das Problem ist, dass es so schwierig macht, nach kWh zu berechnen, aber wieso denn nicht einfach eine Leistungsauswahl anbringen, nach der sich der Zeittarif richtet? Wenn ich an einer Säule mit Typ2 und Schuko lade, habe ich bei EnBW z.B. auch zwei Tarife: Schuko €1,50/h, Typ2 €5/h. Bei Auslastung der jew. Maximalleistung sind das einigermaßen faire Preise und der Zeittarif bekämpft Langzeitparker.
Wenn ich jetzt vor dem Laden einfach die Typ2-Maximalleistung auf 22, 11, 7 oder 3 kW begrenze, und danach die Zeittarife staffele, dann haben wir doch eine einfache Lösung, die
  • die Eichproblematik umgeht (Zeittarif)
  • Schnarchlader nicht diskriminiert (Staffelung)
  • Dauerparker zwar nicht ver- aber behindert. Ich kann natürlich auch meine Zoe einfach mit 3kW laden und stundenlang dort stehen. Kann ich aber auch jetzt schon, wenn ich sie einfach in den Schukoanschluss stecke. Aber zumindest kann ich nicht gratis tagelang dort stehen.
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