Destination charging und die "Schnelladesäulen"

Destination charging und die "Schnelladesäulen"

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 8. Jul 2015, 15:11

Spürmeise hat geschrieben:
AbRiNgOi hat geschrieben:
Für mich gibt es zwei UseCases welche das 3,6 - 7,2kW Laden an einer Schnellladesäule rechtfertigen

Bitte auch mal versuchen, der in diesem Forum vorherrschenden Schizophrenie bewusst zu werden:

...


Jedes Fahrzeug sollte eine eigene Lademöglichkeit haben, vor allem wenn dieses zum Laden 6 Stunden oder mehr benötigt. Sprich: die 38.400 Fahrzeuge haben alle eine Garage, dort laden diesen dann 6 Stunden und mehr. Und jetzt mal real gedacht: Wer geht mit diesen Fahrzeugen auf Tour, wenn dieses alle 160km Stundenlang an die Ladesäule muss?

Ich denke nicht, dass alle 34.400 Elektrofahrzeuge gekauft werden, ohne eigene Lademöglichkeit. Wenn ich das aber nun doch mache, also mich von der öffentlichen Ladeinfrastruktur abhängig mache, frage ich mich, wie sich der Halter dies vorgestellt hat. Die Ladesäulen werden immer spezialisierter, also Schnellladeinfrastruktur und Laternenparker werden unterschieden. Wenn nun aber in meiner Umgebung das Laternenparken nicht unterstützt wird, find ich nicht dass es das Recht des Fahrzeughalters ist, die Schnellladeinfastruktur zu blockieren.
Wenn ich mir ein Fahrzeug zulege muss ich doch wissen wie ich es laden werde, ich bin also dafür verantwortlich vor dem Kauf zu checken ob ich eine Lademöglichkeit zu Hause habe oder ob in meiner Umgebung das Laternenparken unterstützt wird. Jetzt im Nachhinein jammern, dass es keine Laterneparkmöglichkeit mit Stromanschluss für mich gibt finde ich irgendwie trotzig.

Also: die 34.400 Elektrofahrzeuge ohne Schnelllademöglichkeit sind nicht die Fernreisenden und daher immer zu Hause geladen, mit wenigen Ausnahmen.
Und wenn mal ein Typ2 Stecker durch ein CCS Fahrzeug belegt ist um die paar km bis zu nächsten CCS rein zu füllen, ist das ja OK, keier wird freiwillig an die Typ2 gehen, wenn CCS viel schneller ist. Und wenn ich einmal mit einem Schnarchladerfahrzeug ein größere Strecke fahre und beim Wenden die 8 Stunden nutze um das Fahrzeug zu laden, ist dei typ2 zwar die schlechteste Wahl, ich verstehe aber in diesem speziellen UseCase dass dies notwendig ist. Ich galube aber nicht, dass uns diese Farzeuge mit diesem useCase auffallen werden, da normalerweise alle Ladesäulen kaum genutzt werden, Ladeuhr wäre aber fair.
Und für reine Laternenparker habe ich leider null Verständniss, das sind für mich reine Stromschnorrer.
Zuletzt geändert von Guy am Mo 27. Jul 2015, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Diskussion ausgegliedert aus Ladesäulenpranger
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Maverick78 » Mi 8. Jul 2015, 15:38

AbRiNgOi hat geschrieben:
[

Jedes Fahrzeug sollte eine eigene Lademöglichkeit haben, vor allem wenn dieses zum Laden 6 Stunden oder mehr benötigt. Sprich: die 38.400 Fahrzeuge haben alle eine Garage, dort laden diesen dann 6 Stunden und mehr. Und jetzt mal real gedacht: Wer geht mit diesen Fahrzeugen auf Tour, wenn dieses alle 160km Stundenlang an die Ladesäule muss?


Mal andersrum gefragt, wieviel % der AC-Schnelllader fährt denn täglich Langstrecke von über 160km und sind dann auf 22kW angewiesen?
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 8. Jul 2015, 15:49

Maverick78 hat geschrieben:
Mal andersrum gefragt, wieviel % der AC-Schnelllader fährt denn täglich Langstrecke von über 160km und sind dann auf 22kW angewiesen?


Dazu gibt es genug Statistiken, also 2% aller Fahrten sind über 100km. ABER: zumindest bei mir, die 2% aller Fahrten sind 30% meiner Kilometerleistung. Es geht also nicht um täglich sondern wie viele Kilometer werden in der Langstrecke gefahren.

Und nun ist es passiert, wir sind OT. Wenn das Thema wichtig ist, sollten wir einen Tisch am Stammtisch eröffnen. ;)
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Destination charging und die "Schnelladesäulen"

Beitragvon Großstadtfahrer » Mi 8. Jul 2015, 15:54

AbRiNgOi hat geschrieben:
.
Und für reine Laternenparker habe ich leider null Verständniss, das sind für mich reine Stromschnorrer.


Den musst du mir mal genauer erklaren.

Hab seit 2 Jahren einen Twizy in Berlin. Bin Laternenlader/-parker wie sicher 85% aller Berliner.
Hier gibt es nur 22kW Ladesäulen (etwa 150).

Ich bezahle für meinen Strom an diesen Säulen zwischen 27-35 cent die kWh.
Nur weil ich maximal mit 2kW laden kann soll ich jetzt meinen Twizy verkaufen?
Oder in den nächsten Stadtteil fahren weil dort 3,7kW Säueln stehen?

Ich werde weiterhin an allen Säulen laden an denen ich Strom bekomme
Wenn es sich nicht vermeiden lässt werde ich dort auch Parken (2 Stunden laden, 3 Stunden Film, da renne ich sicher nicht aus dem Kino.)
Wenn ich mein Fahrzeug auf der Arbeit lade (auch in der Straße), nutze ich die Mittagspause um den Wagen umzusetzen.

Gegen zu wenig Ladesaulen gibt es eigentlich nur eine Lösung, mehr Ladesäulen!

In der Zwischenzeit kann man diese Notwendigkeit zwar umgehen indem man anfängt komplizierte Regeln aufzustellen, aber dann Kauft sich sicher kein Normalverbraucher mehr einen eWagen.
Zuletzt geändert von Großstadtfahrer am Mi 8. Jul 2015, 19:41, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Maverick78 » Mi 8. Jul 2015, 16:18

Großstadtfahrer hat geschrieben:
AbRiNgOi hat geschrieben:
.
Ich bezahle für meinen Strom an diesen Säulen zwischen 27-35 cent die kWh.
Nur weil ich maximal mit 2kW laden kann soll ich jetzt meinen Twizy verkaufen?
Oder in den nächsten Stadtteil fahren weil dort 3,7kW Säueln stehen?

Ich werde weiterhin an allen Säulen laden an denen ich Strom bekomme
Wenn es sich nicht vermeiden lässt werde ich dort auch Parken (2 Stunden laden, 3 Stunden Film, da renne ich sicher nicht aus dem Kino.)
Wenn ich mein Fahrzeug auf der Arbeit lade (auch in der Straße), nutze ich die Mittagspause um den Wagen umzusetzen.


+1

Wenn ich eine Säule vor der Arbeit hätte würde ich mich da auch 4h bis zur Mittagspause hinstellen. Welchen Sinn hat es eine Säule frei zu halten, nur weil 1x in der Woche zufällig ein Zoe oder Smart auf Fernfahrt vorbei kommen könnte?
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon bernd » Mi 8. Jul 2015, 17:50

Den Sinn, das derjenige der auf grosser Fahrt ist, nicht warten muss bis du Mittag hast.

Aber dafür gibt es ja eine Lösung. Ladescheibe mit Kontaktrufnummer hinter die Scheibe und schon kannst du 99% der Zeit unbehelligt bis Mittags laden, nur 1% des Jahres wird dich jemand aus dem Büroschlaf wecken.
Dann heisst es halt aufstehen und Auto früher umsetzen.

Man kann alles kompliziert oder einfach machen.
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Alex1 » Mi 8. Jul 2015, 19:38

Maverick78 hat geschrieben:
Mal andersrum gefragt, wieviel % der AC-Schnelllader fährt denn täglich Langstrecke von über 160km und sind dann auf 22kW angewiesen?
Ich. Nicht täglich, aber wöchentlich :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon AbHotten » Mi 8. Jul 2015, 19:57

Ich... Auch nicht täglich, aber exklusiv. Ich leihe mir die Zoe nur um Langstrecke zu fahren. :lol:
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Großstadtfahrer » Mi 8. Jul 2015, 20:08

bernd hat geschrieben:
Aber dafür gibt es ja eine Lösung. Ladescheibe mit Kontaktrufnummer hinter die Scheibe und schon kannst du 99% der Zeit unbehelligt bis Mittags laden [...]
Man kann alles kompliziert [...]machen.


Könnte man :twisted:

Ich glaube für den Gebrauch als Alltagsfahrzeug muss man sich ab einer gewissen Marktdurchdringung wohl von solchen Benimmregeln verabschieden.
Einfach mal realistisch sein, solang die einzelen Säulen vor dem Rathaus nur von durchreisenden genutzt wird und vor Ort der Bürgermeister Golf im Parkhaus versauert, ist das alles noch schön und gesellig.

Wird aber hier schon anders!

Wenn eMobilitat in der Normalität ankommen soll muss man sich von diesem ganzen Nummern hinterlassen und Ladestaffelkram verabschieden.

Denn der Erste der sich nicht dran hält ist im Vorteil.

Also muss man Anreitze schaffen und allgemeine Regeln damit es Fair zugeht.
Freies Parken für eMobile ÜBERALL in der Stadt wäre eine Chance gewesen die Attraktivität der Säulen für Dauerparker( ohne Ladeabsicht) schonmal zu verringern.
Zeittarife können zusätlich noch Abhilfe schaffen, wie es ja hier in Berlin versucht wird ( Auch wenn hier , wie ich finde, total unglücklich umgesetzt) Vielleicht reicht auch eine Parkgebühr nach Ladeschluss um die aussreichede Motivation zu sorgen.(oder schnelle Refinanzierung des Standorts :twisted: )

Es muss halt mehr Destination Charging Punkte geben. Parkhauser oder Parkplätze mit 10 x 3,7kW sind neben Schnelladern wichtiger als 22kW Säulen. Aber die Kosten und der Aufwand sind zumindest hier in Berlin fast gleich, daher wird es wohl nie wirklich genug Lademöglichkeiten geben um nur annährend den Bedarf oder gar die Ziele von 2020 zu erreichen.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Misstände mit

Beitragvon Tho » Do 9. Jul 2015, 09:57

Alex1 hat geschrieben:
Maverick78 hat geschrieben:
Mal andersrum gefragt, wieviel % der AC-Schnelllader fährt denn täglich Langstrecke von über 160km und sind dann auf 22kW angewiesen?
Ich. Nicht täglich, aber wöchentlich :mrgreen:

Ich...ist mein Arbeitsweg. Einmal am Tag muss ich mindestens an AC22.
Zur Not auch AC 11, da wird der Arbeitstag aber länger. :lol:
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