Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Mo 23. Jun 2014, 17:00

Da ich nun seit einigen Wochen den Leaf als "Einzigfahrzeug" habe, wird der Drang nach Chademo-Schnelladern für mich immer größer und ich überlege, wie man das selbst in die Hand nehmen kann.

In Hinblick auf die Fördermillionen könnte man ja mit nur 1 Mio EUR gut 100 Ladestandorte aufbauen, wenn die Basis mit dem 25KW Chademo-LAder aus den USA realisierbar wäre.

In diesem Thread würde ich gern Hinweise und Ideen Sammeln, wie man soetwas anpacken könnte, wo man kostengünstig LAdeorte einrichten kann u.ä.

Grundsatzdiskussionen bitte hier nicht :!: :!: :!:
:danke: :applaus:
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Mo 23. Jun 2014, 17:32

Links zum LAder:
EMotorWerks QuickCharge-25000 LV - a 25kW charger for LOWER voltage batteries

Ladeorte Land Brandenburg:

Neubrandenburg (A20, B96, B104, B192)
Oranienburg (A10, A111, B96, B273
Pritzwalk (A24, A19, B103, B107, B189)
Ludwigslust (A24, A14, B5, B191, B106)
Stendal (B189,B188)
Luckau (A13, B96, B87, B102)
Storkow (A12, B246)

Ladeorte Meck.-Pomm.

Rostock (A19,A20,B105,B110, b108)

Ladeorte Sachsenanhalt

Burg bei Magdeburg (A2, B1, B246)
Lutherstadt Eisleben (A38, B180, B80)


Ladeorte Sachsen
Dresden (A4, A17, A13, B6, B173, B170,B172)
Döbeln (A14, B169, B175)
Chemnitz (A4,A72, B107,B173, B169, B95)

Wenn man die vorhandenen Chademo-Standorte einbezieht und davon ausgeht, das entlang der A9 Chademo/CSS entsteht, sollte das für eine ausreichende Abdeckung genügen.

Habe dazu eine Google Maps Karte angelegt. Wer mir bei den anderen Bundesländern helfen möchte, bekommt dann Zugriff
chademo140623.gif
Chademo Schnelllader Ausbau Deutschland Planung

grün - vorhanden
gelb - im Bau oder geförderte CCS Standorte
rot - Planung Phase 1

Für die neuen Bundesländer sind das 14 Schnellader. Hochgerechnet auf ganz Deutschland wären das dann etwa 50 Schnelllader.
Das ist noch nicht Luxus, aber akzeptable Fernreise wäre möglich.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon TeeKay » Mo 23. Jun 2014, 19:24

Dafür solltest du den Lader mindestens einer CE-Prüfung unterziehen.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Mo 23. Jun 2014, 19:27

Wieviel kostet so eine Prüfung? Bei 50 Stück würde sich das bestimmt lohnen...
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon tom » Mo 23. Jun 2014, 21:54

Wenn man schon frei von der Leber planen kann, dann würde ich pro Ort zwei Lader aufstellen. Ich denke Zuverlässigkeit ist wichtiger als Engmaschigkeit. Bzw.: Lieber alle 80km 2 ChaDeMo als alle 50km nur einen.

Gruss Thomas
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Mo 23. Jun 2014, 22:00

Das ist schon ein relativ weites Netz. Größere Abstände sind kaum sinnvoll. Klar sind zwei Lader besser als einer. ideal wäre natürlich, wenn die a la Super Charger Flexibel agieren könnten.
Wenn ein Fahrzeug läd, werden beide Lader zusammen 50KW leifern und wenn ein zweites dazu kommt, bekommt jeder 25KW.
"Freie Aufteilung" wie bei SC würde wahrscheinlich schwierig werden, da es dort ja 11KW Einheiten sind und es um höhere Leistungen geht.

Sofern Nissan nu wikrlich mal etwas macht und die versprochenen 60 Händler einen Chademo-LAder bekommen, müßte man natürlich die Standorte abgleichen. Dann reich evtl. auch schon 20 zusätzliche Standorte für ganz Deutschland aus.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon Deef » Di 24. Jun 2014, 11:20

Eigene Betreibergesellschaft? Crowd-Funding? kriegen wir die Kohle zusammen? Wer macht die Abrechnerei und die Wartung? Hat da jemand Lust drauf?

Ich könnte sinnvolle Standorte für Süddeutschland nennen, aber ich find das für Superdeutschland echt superpeinlich.
Allerdings: irgendwo las ich heute, von die vielen E-Fahrzeuge in Stgt. gehören nur 62 Stück Privatleuten. Der Rest sind Flotten oder Carsharing-Fahrzeuge. Wenn das hinkommt ist klar, warum sich keiner drum schert.

Immer noch gibts im ganzen Südwesten keine EINZIGE zugängliche Chademo-Tankstelle.

Orte ohne Chademo:
Pforzheim, Karlsruhe, Baden Baden, Lahr, Offenburg, FREIBURG ÖKÖ CITY, Lörrach, Donaueschingen, Heidelberg, Mannheim, Heilbronn, Tuttlingen, Biberach, Reutlingen und Ulm - während alles sinnvolle Standorte.
Natürlich jeweils an den großen Autohöfen oder im Stadtzentrum, je nachdem ob eine Autobahn lang führt.

Damit wäre aber der komplette Südwesten halbwegs erschlossen und das wären grad mal 15 Standorte. Selbst mit 30.000.- euro pro Standort wären das nur 450.000.- €. Warum stehen die Dinger nicht längst?

Versteh ich nicht - bzw. versteh ich genau. Daimlerland

Imerhin ist mir gestern vor der Haustür auf der B3 ein LEAF aus OG begegnet...
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Di 24. Jun 2014, 12:49

Deef hat geschrieben:
Eigene Betreibergesellschaft? Crowd-Funding? kriegen wir die Kohle zusammen? Wer macht die Abrechnerei und die Wartung? Hat da jemand Lust drauf?

Abrechnung macht man am besten über einen Dienstleister. Wenn man sich da an TNM dran hängt, hat man für 4 EUR netto/Monat den Punkt erledigt. Bei sagen wir mal 50 Säulen sind das 200 EUR netto.

Wenn man ein paar Elektroauto-Begeisterte Elektrofachkräfte gewinnt, ist das Thema Wartung auch nicht mehr so heftig, da es ja oft nur an Kleinigkeiten hängt.

Autobahn sollte man mit im Fokus haben, aber mit den heutigen Akkugrößen ist die Bundesstraße oft besser geeignet, wenn es nicht gerade sehr bergig ist und man erhebliche Umwege durch die Bundesstraße in Kauf nehmen muß.

Mir geht es ach nicht primär darum, etwas selbst auf die beine zustellen, sondern um die Impulse. Vielleicht reicht es ja schon den Entscheidern die Argumente mundgerecht zu servieren. Lobbypolitik funktioniert ja auch auf der Schiene. Je weniger die entsprechenden Leute nachdenken müssen, desto besser finden sie es... :mrgreen:

Entscheidender Punkt ist aber die Kostenreduktion. Selbst wenn die "USA-Variante" zu wackelig ist, sollte man eine Säule entsprechend optimiert doch für 10k EUR realisieren können. Wenn man einen Partner vor Ort hat, der die Infrastrukturseite übernimmt, läßt sich das auch rentabel betreiben.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon Deef » Di 24. Jun 2014, 13:32

Nissan verkauft seine Chademo-Säulen an seine Vertretungen ja schon für unter 10k€. Ich fände es einen besseren Weg, direkt an Nissan ran zu gehen.

Die Autohöfe sind deshalb interessant, weil sie eine gute Pauseninfrastruktur bieten und allermeist an einer Schnittstelle zwischen Landstraße UND Autobahn liegen. Auf diese Weise schafft man mit EINER Säule die Abdeckung von ZWEI Netzen.
Alle Auto-HÖFE sind von Landstraßen aus erreichbar und meist gibts ein rettendes M oder einen Würger King dabei.
Klo und trockenes Sitzen und Wlan gibts also auch ohne Chargelounge. Was ist eigentlich mit denen?

Autobahnraststätten taugen nur für die Autobahn und schließen tatsächlich die Leut mit kleinen Akkus aus - aber vor allem die MAL-EBEN-Tanker aus der NAchbarschaft.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon squanto » Di 24. Jun 2014, 22:57

Wenn es über Crowdfunding finanziert werden soll braucht es einen Plan, der viele Finanzierer überzeugt.

Autobahnraststätten/-höfe zwischen den Zentren sind als Standort sicher eine gute Adresse. Man sollte dort anfangen, wo Versorgungslücken sind, allerdings schon verhältnismäßig viele Stromer unterwegs sind. Sie dürften sich ja nun regional unterschiedlich verteilen. Ich finde allerdings, dass es sich nicht auf ein System beschränken sollte, sondern die drei Schnellladesysteme abdeckt.

Ich frage mich allerdings, ob es für eine Forumsinitiative nicht schon etwas spät ist, wenn man an Initiativen wie SLAM denkt.
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