Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Mi 25. Jun 2014, 11:16

Und welchen nutzen bringt Slam für Chadmeo-Fahrer? :roll:
Ich bin auch schon sehr gespannt, wieviel von den 14 Mio EUR dann effektiv bei der Ladeinfrastruktur ankommt und wann da konkret etwas nutzbar ist.

Auf Basis der überschaubaren Mehrkosten für "Tripple-Säulen" sehe ich da auch Kombisäulen. Es muß aber nicht primär die Aufgabe der Forumsinitiative sein, das man Ladesäulen aufstellt, sondern das man das Thema voran bringt und ggf. an den richtigen Stellen Druck aufbaut. Ich bin da völlig offen und möchte hier erstmal Ansätze und Ideen sammeln, denn eins ist klar: es muß etwas passieren!

In Hinblick auch Slam fällt mir immer wieder auf, das Daimler zwar überall mitmischt, aber slebst kein einziges Fharzeug im Programm hat, das CCS unterstützt :?: :idea: :shock:
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon squanto » Do 26. Jun 2014, 11:21

Es steht außer Frage, dass es in der Schnellladeinfrastruktur noch Defizite gibt. Es gibt halt meist regionale Anbieter, die Ladesäulen in ihrer Region aufstellen und die Investitionen in Schnellladesäulen noch scheuen.
Da bleibt vielleicht noch Platz für einen neuen Anbieter wie es in Österreich ja gerade geschieht.

Da gibt es allerdings einiges zu tun, wie hier ja schon beschrieben wurde:

Standorte an Autobahnraststätten/Autohöfen finden: wer betreibt sie - sind es einzelne Betreiber oder ließe sich eine Globalvereinbarung mit einem großen Anbieter treffen?
Lassen sich Schnellladesäulen problemlos installieren oder gibt es infrastrukturelle Voraussetzungen bei der Stromversorgung, die erfüllt sein müssen?
Ich finde, dass die ersten Standorte zwischen zwei Zentren, die mindestens 100 km auseinander sind, liegen sollten und wo verhältnismäßig viele Stromer bereits unterwegs sind. Gibt es eigentlich eine Statistik über die Verteilung von Elektroautos?
Dann müssen noch Lösungen gefunden und Vereinbarungen getroffen werden für die Wartung, Abrechnung und Kundenbetreuung der Säulen.

Habe ich etwas vergessen?

Daraus ergibt sich eine Mindestanzahl, ab der Säulen aufgestellt werden können und auch ein Finanzierungsvolumen, welches aufgebracht werden müsste. Würde das die Crowd zusammenbringen?
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon Hasi16 » Do 26. Jun 2014, 12:06

squanto hat geschrieben:
Würde das die Crowd zusammenbringen?

Bei der Konzessionsvergabe für Autobahnraststätten müsste nur drinstehen "Ein öffentlicher 50 kW Schnelllader für Elektroautos muss bereitgestellt werde." - Zack - Und nach 10 Jahren haben wir ein flächendeckendes Netz ohne den Steuerzahler zu belasten...
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon tom » Do 26. Jun 2014, 12:12

@Hasi16: ganz genau! Ich hoffe jedoch, dass dies keine 10 Jahre dauern würde.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon eDEVIL » Do 26. Jun 2014, 12:51

Von Regierungsseite gäbe es da sicherlich allerhand Ansatzpunkte, aber darauf zu hoffen? :roll:

Defizite ist aber stark geschmeichelt. Bis auf ein paar Ballungszentren ist die Deutschlandkarte doch fast weiß.

Eine Statistik über die Verteilung von Elektroautos würde mich auch sehr interessieren.

Um so ein Projekt zustarten sollte man zumindest eine Fernstrecke komplett abdecken. Berlin Hamburg wäre z.B. so eine Strecke, die mit 2-3 Schnelladern abgedeckt wäre. Denkbar wäre auch A2 Berlin-Hannover, da dort an sich ja viel Verkehr ist und so eine entsprechende Auslastung eher möglich ist.

Rein wirtschaftlich betrachtet ist so etwas aber erst rentabel, wenn die Verbreitung entsprechender Fahrzeuge deutlich zunimmt. Diese kommen aber erst, wenn man auch mal 300km fahren kann. Klassisches Henne-Ei-Problem.

Neben dem aktiven Vorantreiben des Ausbaus könnte man mit vertretbaren Aufwand auf die Mißstände aufmerksam machen.
Man könnte z.B. 20-50 Chademofahrzeuge vor einer reinen gefährderten CCS Säule versammeln und das als Demo aufziehen, um zu zeigen, das viele Steuerzahler um Ihr Geld betrogen werden.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon TeeKay » Do 26. Jun 2014, 13:03

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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon squanto » So 29. Jun 2014, 22:57

Klasse Übersicht - danach würde ich mit der Aufstellung der Kombisäulen allerdings in Baden-Würtemberg und Bayern beginnen.

Folgende Strecken fände ich interessant:
Freiburg – Stuttgart an A81 in der Nähe von Villingen-Schwenningen
Freiburg – Karlsruhe an A5 in der Nähe von Rastatt
Karlsruhe – FFM an A5 in der Nähe von Weinheim
München – Stuttgart 1x Nähe Zusmarshausen, 1x Kirchheim unter Teck
A7 zwischen Ulm und Würzburg
A6 zwischen Nürnberg und Heilbronn
A3 zwischen Nürnberg und FFM

Autobahnraststätten werden offenbar nahezu alle von der Tank & Rast betrieben. Bei der Privatisierung 1998 dachte man offensichtlich noch nicht an Ladesäulen, weshalb die sich nicht in den politischen Vorgaben finden.
Autohöfe wären von Vorteil, da dort mit einer Ladesäule beide Fahrtrichtungen abgedeckt werden. Aber ob die immer an der richtigen Stelle liegen?

Ich habe mir auch Crowdfunding angesehen. Das wird vielleicht ab dem Moment interessant, wo ein Unternehmen wenigstens als UG oder GmbH gegründet ist sowie ein Team und ein Geschäftsmodell vorliegt.
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon mlie » Mo 30. Jun 2014, 00:15

Aufstellen müsste auf der BAB2 - der wichtigsten Verkehrsachse überhaupt - beginnen, ebenso zwischen den Strecken FL-HH-H weil dort auch die Auslastung am höchsten ist und die ganzen Elektrobegeisterten Länder im Norden zu finden sind, bzw Holland ist ja Westen, geht aber auch wieder an die A2. Und von da aus kann man sich die A7 runterhangeln und im Osten die A24, bis man irgendwann in München angekommen ist.

Interessant wären die Zahlen, wieviele PRIVATleute (die werden die Dinger am ehesten nutzen) über Elektroautos verfügen und was von den 2.400 Autos in BY dann noch übrigbleibt...
Generell würde mich interessieren, wieviele Elektroautos nach Abzug von Schaufenstern, Firmen, Testflotten und Parkplatzausstellungsstücken der Energieversorger noch da sind, die Zahl dürfte eher traurig sein und tendenziell eher ZOEs sein. Muss mal sehen, ob die Suche da was aktuelles hergibt.
In Niedersachsen - Landkreis Celle jedenfalls sind ein Twizy und ein Kangoo Maxi in Privatbesitz. Der Rest im Landkreis ist Schaufenster oder Energieversorger. (Sollte ich einem 3. Privaten im Lk Celle Unrecht tun, bitte melden)

Auf Grund der Reichweite der ChadeMo-Fahrzeuge müsste ja alle 80km ein Ladepunkt sein, nicht jeder möchte im Winter asketisch hinter einem LKW kleben. Und das ist noch unterstellt, dass der Betreiber damit Geld verdient und ein Interesse daran hat, den Ladepunkt funktionsfähig zu halten. Leute, das wird eine Herausforderung...
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon Deef » Mo 30. Jun 2014, 10:11

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Re: Chademo Infrastruktur selbst in die Hand nehmen?

Beitragvon Hasi16 » Mo 30. Jun 2014, 10:26

... als Ladesäulenbetreiber müsste man sich also von der EEG-Umlage befreien lassen können! Könnte also interessant sein eine öffentliche The New Motion-Säule zu installieren, oder?
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