CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon Alex1 » Mo 21. Apr 2014, 22:37

Schade, Vanellus! Noch sieht es ja ganz gut aus: Pro E-Zapfe aus Guys Verzeichnis vielleicht 2 E-Autos, nicht schlecht für den Anfang...

Hoffentlich schaukelt sich das weiter so auf :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon meta96 » Di 22. Apr 2014, 06:13

dreamfish86 hat geschrieben:
Hallo,

Jogi hat geschrieben:
Mein nächstes Geschäftsmodell ist ein mobiler Ladeservice für Laternenparker... 8-)


auch wenn Du das möglicherweise nur im Scherz gemeint haben solltest, so abwägig ist die Idee gar nicht. Vielleicht ein Kleintransporter mit einem exorbitant großen Akku auf der Ladefläche und ein mobiler CCS-Lader. Tagsüber lädt der sich mit PV- oder Windmühlenstrom auf, und kann dann in den Nachtstunden 10-12 EVs aufladen.

LG Peter


Ich halte die Idee von Jogi als Notlösung auch nicht schlecht, "Notladefeuerwehr" quasi. Ist aber im Detail nicht so easy.

a) Man müsste die Fahrzeuge in einen "Ladewartezustand" versetzen können, damit von außen irgendwann fremdgeladen werden kann (ich bin mir nicht sicher, ob alle Elektroautos dazu schon fähig werden). Wäre blöd, wenn ich den 4Uhr morgens Termin bekommen würde und runter zum Auto müsste ;)

b) Realistisch schafft die Notladefeuerwehr 1 Elektroauto/Stunde. Rechnet man die kosten für Notladefeuerwehr, Notladefeuerwehrladehof, Personal, Organisation bin ich mir nicht mehr so sicher ... aus dem Bauch min. 40€/Ladevorgang

c) Ginge vielleicht besser mit abstellbaren Modulen, die die Notladefeuerwehr abends verteilt und dann morgens wieder einsammelt, aber so ein Ding hat 200 bis 300kg (dann braucht man ne Notladefeuerwehrspezialhebeinrichtung)

d) was vielleicht wirklich ginge, wäre eine Notladefeuerwehrdienstleistungstruppe (Studenten, Nebenerwerbsverdiener ...), welche als Dienstleistung in Notsituationen die Karre zur Schnellladestation führen, aufladen und wieder abstellen. Da bräuchte es nur ein ähnliches Öffnungssystem wie car2go es anbietet, halt genau verkehrt.

Interessant ist, wenn man sich das durchdenkt, kommt bestätigt sich wieder einmal , dass die Aussage "Elektromobilität ist derzeit nur was für Städte" doppelter Mist ist. Gerade in den Städten brauche ich größere Akkus, um wirklich nur im Optimalfall einmal pro Woche laden zu müssen und doch auch CCS etc. Ladestationen um eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Vielleicht liegt dahinter auch die Grundüberlegung des SLAM Projektes, bevor diese Probleme nicht geknackt sind, macht es noch keinen Sinn dem Normalbürger zu zeigen, er kann mit einem Elektroauto easy nach Italien auf Urlaub fahren ;)
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon Super-E » Di 22. Apr 2014, 12:32

In 10-15 Jahren steigt man aus dem Auto, und das fährt dann von alleine zur nächsten Ladestation, wartet bis es an der Reihe ist, lädt auf und parkt irgendwo. Wenn man es dann braucht holt es einen ab. Hier wird dann auch Carsharing deutlich praktischer. Man tippt nur noch auf sein Kommunikationsdevice und das nächstverfügbare Automobil holt einen ab... Bei autonomen Fahrzeugen ist natürlich Induktionsladung praktischer.

Ok, etwas offtopic für heutzutage. Zur eigentlichen Frage: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom? Nein. Derzeit ist es einfach nicht NOTWENDIG einen größeren Lader einzubauen. Ich spreche nicht von wünschenswert, sondern notwendig. 22kW AC + DC macht das Ladesystem so teuer wie einen Kleinwagen. Die ganzen Verschwörungstheorien, dass man zu Hause nicht laden soll sind doch paranoider Humbug. Das lasse ich vielleicht noch bei Wasserstoff gelten.
Man schaut in der Automobilindustrie bei jeder Komponente auf den Cent, da verbaut man nichts für tausende Euros, wenn es nicht nötig ist. So ein up kostet vielleicht 5k€ in der Herstellung und der Akku noch mal und das Ladegerät (derzeit) auch noch mal... Der Brusalader im Smart müsste nach normalen Preisregeln im Automobilbau mindestens 10kEur Aufpreis kosten.

Wenn diese Komponenten in Zukunft deutlich billiger werden, werden sie auch eingebaut. Und dann kann man zu Hause dreiphasig laden und unterwegs mit DC - und das alles mit einer CCS - Buchse...
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon eDEVIL » Di 22. Apr 2014, 14:36

Im Gegenteil. Nicht notwendig wäre es, wenn man flächendeckend CCS hätte. Gerade jetzt ist ein halbwegs schneller AC-Lader d.h. min 11KW wichtig, da es kaum Schnellademöglichkeiten gibt, wo man sie wirklich benötigt.
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon ZoeDoktor » So 27. Apr 2014, 17:51

Denke KAI hat es auf den Punkt gebracht.
Wieviele Schnell- Ladepunkte braucht es? Selbst bei 5% e.Mobilität Bestand an PKWs weit mehr als Tankstellen-Zapfsäulen.
Also in Ö, schätze ich so an die 1000, in D damit 10.000 und in Europa damit ca. 50.000. Und der Preis pro DC Ladesäule?... mal 50.000 ... wer wird diese Infrastruktur-Investition schultern? Wo ist der Return on Investment?
Da ist der Chamelion-Lader doch die noch die nächsten 10 Jahre eine kluge Antwort, oder?
Und das zu diesem Preis...die ZOE ist noch immer deutlich billiger als e-Golf und der vergleichbare BMW i3
:roll:
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon TeeKay » So 27. Apr 2014, 18:29

ZoeDoktor hat geschrieben:
Also in Ö, schätze ich so an die 1000, in D damit 10.000 und in Europa damit ca. 50.000. Und der Preis pro DC Ladesäule?... mal 50.000 ... wer wird diese Infrastruktur-Investition schultern? Wo ist der Return on Investment?


Wenn 50.000 Stück benötigt werden, kosten sie keine 50.000 mehr. Sie kosten jetzt schon nur 30.000 bis 35.000. Und dabei verkauft jeder Hersteller im Durchschnitt nur 20 Stück pro Jahr (3500 Chademo-Lader weltweit geteilt durch 4 Jahre und 43 Hersteller). Dass bei solchen Manufaktur-Stückzahlen die Preise hoch sind, ist klar.
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Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon zitic » So 27. Apr 2014, 20:08

ZoeDoktor hat geschrieben:
Da ist der Chamelion-Lader doch die noch die nächsten 10 Jahre eine kluge Antwort, oder?
Und das zu diesem Preis...die ZOE ist noch immer deutlich billiger als e-Golf und der vergleichbare BMW i3
:roll:

Nur baut außer Renault fast keiner Autos die im wesentlichen nur in der EU verkauft werden. Abseits der 43kW-Ladung ist die Technik auch nicht so eine tolle Sache. Entsprechend wird man das nicht in der Breite sehen. Selbst die Schwester zeigt da kein Interesse und setzt auf Chademo. BMW i3 ist eine andere Geschichte. Und was kostet ein Leaf? Und 43kW ist für die aktuelle Generation vielleicht noch Schnellladen. Aber das für 10 Jahre passen?
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon goldhamster » So 27. Apr 2014, 20:41

ZoeDoktor hat geschrieben:
Da ist der Chamelion-Lader doch die noch die nächsten 10 Jahre eine kluge Antwort, oder?

Solange Renault das Patent auf den Chameleon-Lader hält, muss man sich nicht wundern, dass andere Hersteller versuchen, andere Systeme zu nutzen.
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon ulmerle » So 27. Apr 2014, 20:44

zitic hat geschrieben:
ZoeDoktor hat geschrieben:
Da ist der Chamelion-Lader doch die noch die nächsten 10 Jahre eine kluge Antwort, oder?
Und das zu diesem Preis...die ZOE ist noch immer deutlich billiger als e-Golf und der vergleichbare BMW i3
:roll:

Nur baut außer Renault fast keiner Autos die im wesentlichen nur in der EU verkauft werden. Abseits der 43kW-Ladung ist die Technik auch nicht so eine tolle Sache. Entsprechend wird man das nicht in der Breite sehen. Selbst die Schwester zeigt da kein Interesse und setzt auf Chademo. BMW i3 ist eine andere Geschichte. Und was kostet ein Leaf? Und 43kW ist für die aktuelle Generation vielleicht noch Schnellladen. Aber das für 10 Jahre passen?


Ich gehe davon aus, dass wir im "Jetzt" leben und mich die Ladetechnik in 10 Jahren nur nachrangig interessiert. Derzeit kann ich meinen Zoe problemlos und mit überschaubarem Kostenaufwand an einer 32A CEE Dose, auch in meiner Garage, in rund einer Stunde vollladen, das können viele andere EVs nicht.

Somit kann ich resümieren, dass mich persönlich der Weltmarkt nicht interessiert und ich mit meinem derzeitigen EV sehr gut zurecht komme.

Schnarchladerfahrer scheinen wohl noch länger nach einer angenehmen Schnelllade-Lösung suchen müssen!
Ulmerle Fahrdienst für Menschen! ... jetz au elägdrisch!
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Re: CCS bedeutet aus für mehrphasiges Laden mit Drehstrom?

Beitragvon fizzfazz » So 27. Apr 2014, 21:58

Hallo,
das Problem liegt nicht darin, was die Hersteller wollen, sondern was die Netze in den Herstellerländern hergeben und welche Kooperationen die Deutschen Automobilhersteller eingegangen sind.
In den USA liegt die Spannungsebene für den Endverbraucher bei 110V Wechselstrom und in Japan gar nur bei 100V!!
Da kommst Du nicht weit, wenn es um das Aufladen von EV's geht, deswegen auch die Gleichstromladung. Das Konzept wird dann von der Deutschen Autoindustrie übernommen. Ich denke, dass es erstens der Kostenfaktor ist, die teure Ladeelektronik aus dem Fahrzeug auszulagern und zweitens eine gewisse Abhängigkeit geschaffen werden soll. Gleichstromladung also nur an den, bis dato für Verbrenner, bekannten Tankstellen. Eine mobile CHAdeMO Ladestation wird es so schnell nicht geben, daher Kundenbindung mittels Ladestationen, nix einfach an der CEE anstecken :!:
lG
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