BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon TeeKay » Sa 8. Feb 2014, 14:15

Klingon77 hat geschrieben:
Eine Gruppe von E-Fahren (z.B: BMW i3) verabreden sich zu einer gemeinsamen Fahrt zu einem Event (Bundesgartenschau, Konzert, Karnevalsumzug oder ähnliches).


Besser zur Vorstellung des nächsten Modells von Hersteller X.
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon MarkusD » Sa 8. Feb 2014, 14:27

Klingon77 hat geschrieben:
Für Elektrofahrzeuge wird die Parkdauer (mit Parkscheibe kennzeichnen) auf X Stunden (ausreichtend für eine Volladung + 50 % in Abhängigkeit der Abgabeleistung der Ladesäule) limitiert.
Interessant.
Aber nur mal zwei Fragen:
1. Wie soll ein außenstehender Parküberwacher, der vielleicht nur weiß "Ah ja, das ist ein Elektroauto" bei einem solchen Fahrzeug feststellen wollen/können, wie lange der tatsächlich für eine Volladung braucht?

2. Ja, jetzt hast du ein Fahrzeug mit einem 22kWh-Akku, hängst an einer 22kW-Typ2-Dose - und gehst beispielsweise ins Kino.
Willst du wirklich nach grob der Hälfte des Films rausgehen und das Auto umparken? Oder du gehst ins Schwimmbad ...

Von daher halte ich von solchen Regelungen nichts.
Es müßte einfach nur genügend Ladestationen geben.
Und es muß unterschieden werden, z.B. auch bei der Wahl des Standortes, ob diese Ladestationen für das schnelle Weiterkommen dienen sollen oder auch gleichzeitig für einen längeren Parkaufenthalt gedacht sind.
Wegen letzterem Punkt halte ich auch nichts davon, daß Parksäulen eine Steckerverriegelung haben. Einmal eine Authentifizierung für den Start, wenn der Stecker mal gezogen wurde, muß man sich neu authentifzieren. Der vorherige Ladevorgang gilt als beendet. Hat den Vorteil, daß man den Stecker ziehen kann, wenn das Fahrzeug voll geladen ist und man selbst Strom benötigt.
Spaßvögel, die einfach so umstecken, können anhand der neuen Authentifizierung identifiziert werden.
Ja, und Vandalismus (sprich, einfach rausziehen und hängen lassen), nun, das war in der Umgebung, bei denen auch die Boxen nicht abgeschlossen sind, bislang auch kein Problem. Lieber kann so einer den Stecker rausziehen als daß er daran herumzieht und zerrt, bis das Zeug völlig kaputt ist.

Gruß
Markus
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon Carsten » Sa 8. Feb 2014, 17:17

Ich habe mir jetzt auch mal die Originalaussage von gas2.org angeschaut. Wie schon silberstrom schrieb, sagte BMW Vorstand Diess nichts davon, daß "keine öffentlichen Ladestationen benötigt werden". Vielmehr hat er wiederholt was schon immer gesagt wurde, daß zumeist zuhause geladen wird, etc.. Ecomento.tv hat dies bewußt oder unbewußt falsch übersetzt und es wurde eine effektheischende Aussage daraus - so wie es die schreibende Zunft eben sehr gerne mal macht. Daraus mündete ein (nachvollziehbarer) Aufschrei hier im Forum bis hin zu Verschwörungstheorien (Efan: BMW wollte mit CCS den Chademo Ausbau verhindern) und EVplus storniert seine i3-Probefahrt.

Ich denke, daß uns etwas mehr Gelassenheit ganz gut tun würde. Bitte denkt auch mal darüber nach, warum BMW anders als die anderen deutschen Hersteller Milliarden in die Hand nimmt, um einen neuen Weg zu gehen, gegen enorme interne Widerstände. Es macht einfach keinen Sinn, jetzt wo der i3 so richtig los läuft auf halbem Weg stehen zu bleiben. Vielmehr ist davon auszugehen, daß nach i3 und i8 noch mehr kommt.

BMW schaut selbstverständlich auch auf Tesla, deren Ausbau der Ladestellen und wird den Jungs nicht das Feld alleine überlassen, wobei nachvollziehbar ist, daß Tesla es selbst in die Hand nimmt (wer sonst?) und BMW nicht (CCS-"Konsortium"). Derzeit werden vielleicht noch 95% der Ladungen zuhause getätigt. In Zukunft wird das anders sein und die Infrastruktur wächst auch kontinuierlich.

Was mich eher betrübt ist die Tatsache, daß das CCS "Konsortium" BMW, Daimler, Ford, General Motors und Volkswagen Konzern scheinbar anders als vereinbart nicht so einheitlich hinter CCS steht. Wenn weitere Fahrzeuge mit CCS Ladefähigkeit kommen würden, dann wäre auch mehr Druck hinter einem notwendigen Ausbau. Ein i3 und e-up reicht da nicht aus. Focus hat es meines Wissens nicht, auch die kommende B-Klasse nicht, Ampera auch nicht. BMW macht derzeit möglicherweise nicht soviel Druck, wie wir es gerne hätten, aber wer weiß, welche Politik oder welche Absprachen dahinterstecken.

Uns geht das alles nicht schnell genug - verständlich - aber wir befinden uns immer noch in der Babyphase, was die Elektromobilität anbetrifft. Es wird sicherlich außerordentlich spannend zu beobachten sein, was die nächsten Jahre so kommen wird. Wichtig ist: Wir sind dabei :mrgreen:
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon TeeKay » Sa 8. Feb 2014, 17:29

Carsten hat geschrieben:
BMW macht derzeit möglicherweise nicht soviel Druck, wie wir es gerne hätten, aber wer weiß, welche Politik oder welche Absprachen dahinterstecken.


So kann man die halbjährige Verschiebung des jahrelang (Oder kam der i3-Launch unvorhergesehen plötzlich?) geplanten CCS-Aufbaus zwischen München und Leipzig wegen Bodenfrosts auch bezeichnen. Das wird das bestdurchgeplante Megaprojekt der deutschen Automobilgeschichte. Schnellschüsse a la Tesla kann man sich da wirklich nicht erlauben. Es ist einfach unverantwortlich, was die Amerikaner da tun. 21 Tagen von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Bodenbesitzer bis zur Eröffnung der 8 Supercharger - das kann nur Pfusch am Bau sein. Zumal die Temperaturen zu der Zeit ja maximal 5°C betrugen - also praktisch komplett durchgefrorener Boden bis 2m Tiefe. 21 Tage - solange brauchte BMW schon, um die Pressemitteilung zur Bauverschiebung mit Siemens abzustimmen.

Ich freu mich schon drauf, wenn irgendwann der liebe Norbert (Reithofer) und der liebe Joe (Kaeser) mit der Schubkarre ankommen, um ihre eine 20kW-Mini-CCS-Station (oder sogar 50...?) aufzubauen und dann leider, leider wieder abziehen müssen, weil auf dem geplanten Standort im Winter wundersamerweise 8 Supercharger wuchsen. Da kann man dann leider nichts machen und muss die CCS-Autobahn ganz absagen. Aber man sah sich ja ohnehin nie in der Verantwortung, Ladeinfrastruktur aufzubauen.

Vielleicht einigt man sich nach weiteren 6 Monaten auch darauf, die CCS-Autobahn dann im Sommer 2015 zu bauen. Mit einer 200km-Lücke in der Mitte, weil dort die Supercharger den Platz wegnehmen.

Aber ansonsten macht BMW echt Druck. Top. :danke:
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon silberstrom » Sa 8. Feb 2014, 17:43

Zu den Vorschlägen, u.a. von Klingon77:
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Der Wille ist aber nicht da. Wenn man sich anschaut, was für andere Projekte ausgegeben wird, wären 10 Millionen Euro nicht viel. Damit könnte man 500 (!) Ladesäulen a 20.000 € bauen. In einem Schlag wären alle Autobahnen Deutschlands mit Schnellladesäule mind. alle 100 km versorgt.
Weitere 10 Millionen Euro und man könnte 5000 Ladesäulen a 2000 € bauen. Die 20 größten deutschen Städte bekämen je 250 Ladesäulen mit 11 kW und Typ 2.

Und wenn man richtig wollen würde, könnte man für das Geld, was zB in die Elbphilharmonie geflossen ist, ganz Deutschland in einen Elektromobilitätstraum verwandeln. Es fehlt nicht an guten Vorschlägen, sondern an dem Willen, sie umzusetzen.

zu TeeKay: Habe gut gelacht :)
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon ATLAN » Sa 8. Feb 2014, 17:59

MarkusD hat geschrieben:
... halte ich auch nichts davon, daß Parksäulen eine Steckerverriegelung haben. Einmal eine Authentifizierung für den Start, wenn der Stecker mal gezogen wurde, muß man sich neu authentifzieren. Der vorherige Ladevorgang gilt als beendet. Hat den Vorteil, daß man den Stecker ziehen kann, wenn das Fahrzeug voll geladen ist und man selbst Strom benötigt.
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Ja, und Vandalismus (sprich, einfach rausziehen und hängen lassen), nun, das war in der Umgebung, bei denen auch die Boxen nicht abgeschlossen sind, bislang auch kein Problem. Lieber kann so einer den Stecker rausziehen als daß er daran herumzieht und zerrt, bis das Zeug völlig kaputt ist.


Ich fürchte du siehst das ganze etwas zu entspannt von deinem Standpunkt her, einen grundsätzlichen Verzicht auf die Steckerverriegelung gerade bei einer Langsamladung zB über Nacht halte ich für wenig zielführend, wenn ich am nächsten Morgen auf einen vollen Akku angewiesen bin. Gerade die jugendlichen Spassvögel rütteln mal am Stecker und trollen sich dann meistens wieder lt. meinen Beobachtungen, ohne gleich zum Bolzenschneider oder Vorschlaghammer zu greifen. Wenn deswegen jetzt die Ladung aus ist, kann ich im besten Fall um 22h herum nochmal zum Auto pilgern und wieder anstecken, vorausgesetzt ich bekomme die Benachrichtigung über den Ladeabbruch überhaupt mit. Wenn "die" das aber mal mitbekommen was sie da durch Steckerziehen auslösen, wird das ein Heidenspass, den Fahrer immer wieder antanzen zu lassen :twisted:

Sinnhafter wäre hier eine Freigabe des Steckers nach erfolgreicher Ladung, somit kann ebenfalls der nächste den Ladeport nutzen.

MfG Rudolf
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon TeeKay » Sa 8. Feb 2014, 18:02

Bei RWE wäre es auch möglich, per App das Kabel freizugeben. Rufnummer ins Auto. Der Ladewillige ruft an, ich beende in der App die Ladung und die Säule sollte das Kabel freigeben. Zumindest bei meinem mit Vorhängeschloss gesicherten Typ1-Kabel wäre ein Diebstahl unmöglich, da das Kabel am Auto verriegelt bleibt. Wie das bei Typ2-Buchsen am Auto ist, weiß ich nicht. Geben die frei, wenn die Säule die Ladung beendet?
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon Carsten » Sa 8. Feb 2014, 18:21

Noch 2 kurze Meinungen/Thesen zum CCS-Ausbau:

1. Wieso soll BMW den Ausbau finanzieren? Könnte doch auch VW machen oder... Man könnte also genauso auf die anderen Hersteller draufhauen. Macht hier aber keiner. Wie schon geschrieben, Tesla hat keine andere Wahl, als es selbst zu machen.

2. Bis auf Tesla gibt es aktuell keine Fahrzeuge mit einer sicheren Reichweite 150+km. Ergo: Alle Fahrzeuge außer Tesla sind nicht als Langstreckenfahrzeuge ausgelegt. Selbstverständlich kann man 100km fahren, je nach Lader 1-3 Std laden, 100km fahren, 1-3 Std. laden, usw.. Die meisten werden dies nicht tun. Wenn es dann in der zweiten Generation Fahrzeuge mit einer Reichweite 250+km gibt, dann kommt langstreckenfahren in Mode und dann kommen auch mehr CCS-Charger, denn mit 22kW dauert es auch zu lange, Akkus in der Größenordnung 50-80kWh voll zu bekommen.

Tesla hat (teure) Langstreckenfahrzeuge und baut logischerweise auch das Netz. Wenn dann die kleineren und preiswerteren Fahrzeuge irgendwann mal da sein sollten, dann steht das Netz und alles ist gut.

Daher sehe ich das also derzeit noch etwas entspannt und hoffe, daß in 2-5 Jahren sich sowohl bei Batteriekapazitäten, also auch beim Infrastrukturausbau noch einiges tut.
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon TeeKay » Sa 8. Feb 2014, 18:39

Carsten hat geschrieben:
Noch 2 kurze Meinungen/Thesen zum CCS-Ausbau:

1. Wieso soll BMW den Ausbau finanzieren? Könnte doch auch VW machen oder... Man könnte also genauso auf die anderen Hersteller draufhauen. Macht hier aber keiner.


Liegt vielleicht daran, dass es bei VW von vorn bis hinten nach "Wir machen das nicht, weil wir es wollen und gut finden, sondern weil es Fördergelder und Subventionen gibt und wir damit unsere paar Phaetons und Bentleys schönrechnen können". BMW gibt sich deutlich mehr Mühe, das als neue Ära anzupreisen, hinter der man voll stehe. Da fallen Differenzen zwischen Theorie und Praxis besonders deutlich auf.

Smart hat das Problem dank NGL6 gar nicht erst. Bei Renault stellt sich die Frage bei dem einen Fahrzeug gar nicht, bei den beiden anderen ist die Hauptforderung die Einführung des Drehstromladers.

Und bei Nissan wird das Fehlen der Infrastrukturausbauten ebenfalls häufig kritisiert.

Die Drillinge sind für die Hersteller praktisch abgekündigt und spielen auf dem deutschen Neuwagenmarkt keine Rolle mehr.
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Re: BMW weiß was sich Elektroauto-Fahrer wünschen.

Beitragvon lingley » Sa 8. Feb 2014, 18:48

TeeKay hat geschrieben:
...Wie das bei Typ2-Buchsen am Auto ist, weiß ich nicht. Geben die frei, wenn die Säule die Ladung beendet?

Kann nur für ZoE sprechen, das Kabel bleibt am Auto trotzdem verriegelt !
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