Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Tigger » Fr 11. Aug 2017, 10:44

eDEVIL hat geschrieben:
Nicht jeder kann zu hause laden und nicht jeder kommt mit der einfachen Reichweite aus.

Ganz gemein und ganz provokant: Wäre da nicht ein PHEV die bessere Wahl gewesen?

eDEVIL hat geschrieben:
Pauschalisierungen machen da keinen Sinn.
weil entweder PHEV oder Tesla diese Stundenlang blockieren, wird es etwas schwierig mit der entspannung.

Erscheint mir jetzt ein wenig pauschalisiert?

Aber ich drehe das jetzt mal um: Der PHEV-Fahrer kommt und stellt fest, dass ein anderes Auto "seine" Ladesäule blockiert...
Der Tesla-Fahrer kommt und stellt fest, dass ein anderes Auto "seine" Ladesäule blockiert...

Gut, jetzt wirst Du argumentieren, der Tesla kann an seinen SuC, der PHEV-Fahrer kann ja auch tanken...
Aber dann musst Du Dir halt auch das Gegenargument gefallen lassen, dass das BEV doch zu Hause laden kann. Und wenn das (aus welchen Gründen auch immer) nicht geht, dann wurde die falsche Kaufentscheidung getroffen.

Worauf ich letzten Endes hinaus will: Du wirst für jedes Fahrzeug, welches laden kann ein Argument finden, warum die Ladesäulen in erster Linie für genau dieses Fahrzeug gebaut wurden. Das, was hier gerade abgeht ist nicht zielführend.

Wie ist es denn mit dem Bericht von Schüddi, dass er eigentlich immer freie Ladesäulen findet? Könnte es womöglich wirklich sein, dass sich da hauptsächlich um kostenlosen Strom gezofft wird?
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Naheris » Fr 11. Aug 2017, 15:47

Auch ich lege immer meine Ladescheibe mit Telefon aus, und ich wurde auch noch nie angerufen.

Probleme mit vollen Säulen und bereits vollgeladenen BEVs habe ich auch immer nur an den kostenlosen Säulen, und da bevorzugt in denen in guter Lage. Zudem sind es meist irgend welche lokalen BEV, welche diese Säulen voll geladen blockieren.

An den zu zahlenden Säulen habe ich bisher noch nie ein BEV rumstehen sehen. Es könnte also etwas dran sein mit der Theorie, dass es nur Probleme an kostenlosen Säulen gibt.

Nicht laden konnte ich wegen regulär ladenden Fahrzeugen an einer Säule erst einmal nicht. Dagegen konnte ich schon fünf Mal wegen bereits voll geladenen BEV nicht laden, von denen in drei Fällen die BEVs daher eigentlich bereits im Halteverbot standen. Jedes Mal musste ich mit Benzin weiter fahren, weil ich meine Batterie immer auf die Zielsäule leer fahre um das Maximum an E-Weite raus zu holen. Das war natürlich kein Problem, aber schade.

Ich habe mal eine Andere Frage an die BEV-Fahrer, die PHEVs nicht an Ladesäulen wollen:

Ich kenne jetzt fast keine AC-Säule, bei der man nicht innerhalb von 5 km eine andere Säule finden könnte. Wenn man als BEV jetzt unbedingt und dringend laden muss, warum nicht einfach an diese ausweichen? Klar ist das ärgerlich, aber zumindest bei mir liegt auf meinem Weg immer mehr als eine Alternative.

Wenn man natürlich selber parken will, dann ist das natürlich blöd. Aber dann nutzt man die Säule ja auch nur als Destination Charger, womit es dann ja eigentlich kein Problem wäre, wenn ein PHEV dort lädt. Und auch hier gibt es mitunter in Laufdistanz Alternativen. Oder etwa nicht?
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Schüddi » Sa 12. Aug 2017, 23:26

Das mal wieder und wie immer keiner der PHEV Gegner auf meine Fragen antwortet ist doch mal ein sehr schönes Zeichen das sie offensichtlich den Tellerrand gefunden haben und sich langsam daran hinauf ziehen. Sehr schön. Um diese Personen weiter aufzuklären habe ich wieder ein Beispiel aus meinem Alltag im Außendienst.
Ich lade immer über Nacht und dann eben bei den Kundenterminen. Somit habe ich viele Tage, bei denen ich rein elektrisch über den Tag komme. Das geht aber nur wenn ich das auch konsequent lebe. Heißt ich muss mehr planen wie meine Kollegen und muss auch mehr Zeit einplanen da ich oft auch ein gutes Stück zu laufen habe von Säule zu Kunde.
Seit ich das letzte mal den 35l Tank des Wagens gefüllt habe bin ich fast 1200km gefahren und er ist noch zur Hälfte gefüllt. Ich habe aber auch viele Kunden im Umland bei denen es weit und breit keine Ladesäule gibt und auch im Büro habe ich keinerlei Lademöglichkeiten daher bin ich sehr auf Ladesäulen angewiesen und wie eine Seite vorher bewiesen - meistens allein auf breiter Flur da BEV Fahrer die kostenlosen Lademöglichkeiten bevorzugen.
Auch gemeldet hat sich bei mir NOCH NIE jemand obwohl ich immer meine Visitenkarte sichtbar ins Auto lege.
Dieser Post richtet sich alleine an diejenigen die immer behaupten ein PHEV komme ja ohnehin nur 30km mit seinem Spaßakku. Ich bin über 800km gekommen wenn man die letzten 1000km betrachtet. NOCH FRAGEN?
ich denke auch der Verbrauch an sich kann sich sehen lassen.
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Zuletzt geändert von Schüddi am So 13. Aug 2017, 00:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Schüddi » Sa 12. Aug 2017, 23:28

... und noch die Statistik
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Nutzungsstatistik über 1000km
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon fbitc » So 13. Aug 2017, 00:45

Trauerfeier Lied?
Grüße Frank
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Schüddi » So 13. Aug 2017, 01:43

fbitc hat geschrieben:
Trauerfeier Lied?

Ja wir hören auch Aligatoah! Beim nächsten Konzert sind wir dabei. Warum?
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon ecopowerprofi » So 13. Aug 2017, 06:16

Schüddi hat geschrieben:
.. und noch die Statistik

Warum dann überhaupt ein Hybrid, denn die 182 km bist Du garantiert nicht an einem Stück gefahren. Ein Leaf oder Zoe würde es auch tun. Da braucht man u.U. gar nicht so oft an die E-Tanke und hätte anstatt die paar km mit Verbrenner auch diese elektrisch gefahren. Bitte nicht falsch verstehen aber deine Statistik ist kein Beweis für die Notwendigkeit eines Hybrid sondern eher das Gegenteil.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Schüddi » So 13. Aug 2017, 11:17

ecopowerprofi hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:
.. und noch die Statistik

Warum dann überhaupt ein Hybrid, denn die 182 km bist Du garantiert nicht an einem Stück gefahren. Ein Leaf oder Zoe würde es auch tun. Da braucht man u.U. gar nicht so oft an die E-Tanke und hätte anstatt die paar km mit Verbrenner auch diese elektrisch gefahren. Bitte nicht falsch verstehen aber deine Statistik ist kein Beweis für die Notwendigkeit eines Hybrid sondern eher das Gegenteil.

Das sehe ich anders. Generell soll es hier darum gehen, aufzuzeigen, das auch PHEVs eine Daseinsbeechtigung haben. Vor allem das auch ein Audi PHEV nicht nur ein Spielzeug ist, sondern richtig genutzt sehr wohl zum Alltags BEV taugt - auch im beruflichen Außendienst.

Die vielen Gründe weshalb ein BEV leider noch nicht zu mir passt habe ich bereits alle erläutert (Beruf: Außendienst, kein Modell am Markt das zu mir passt, schlechte Ladeinfrastruktur in meiner Umgebung, Zuhause nur Schuko welche im Winter auch noch wegfallen kann wegen Glatteis) und soll auch hier nicht Thema sein. Bei meiner Freundin könnte die Sache schon wieder anders aussehen wenn ihr Arbeitgeber in Zukunft mitmacht.
Aber du sagst es schon richtig: "... würde es auch tun" - ich mag kein Auto fahren müssen, welches es eben tut. Autofahren ist unter anderem mein Beruf da möchte man ein Auto welches Kompfort und Annehmlichkeiten bietet.
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon Will_Elektroauto » So 13. Aug 2017, 13:08

Hybrid ist IMHO schon besser als jeder reine Verbrenner aber NUR, wenn das auch so konsequent benutzt wird, wie im obigen Beispiel.
Ich möchte aber nicht wissen, wieviele sich ein PHEV gekauft haben, nur um an das begehrte E-Kennzeichen zu kommen, um bei Feinstaubalarm fahren zu dürfen, und der Ladestecker nur dann eine Ladesäule sieht, wenn diese kostenloses Parken in exponierter Lage für Stunden ermöglicht. Den kostenlosen Strom nimmt man dann gerne obendrein noch mit. Mit Bösem Willen würde ich sogar sagen, diese Autos sind exakt und genau DAFÜR konstruiert. Ansonsten bräuchte ich eine Erklärung, warum hybride nicht midestens 11 oder besser 22kW AC3 laden können. Den Akku in 30 Minuten auf 80% zu bekommen ist ja technisch kein so großes Problem.

Anyway: Wer laden kann sollte auch dürfen, wer zuerst kommt lädt zuerst. Ist natürlich ärgerlich, wenn die Säule dann zu lange blockiert wird, andererseits: Wenn Säulen nicht benutzt werden, wird auch kein weiterer Ausbau stattfinden, wenn die ständig belegt sind, wirds wohl eher gehen, und kann dann bedarfsgerecht sein. Dann reichen auch einige LOLO Boxen am Supermarkt an die Wand geschraubt. 10 solche Ladestellen (Mit lastmanagement) wären billiger und IMHO auch effektiver als 1 CCS/Chademo, um den sich die ladewilligen kloppen..

Ich denke aber, das Problem ist nur bei den kostenlosen Ladestellen existent, und wird sich mit der flächendeckenden Einführung von Zeittarifen schnell und effektiv lösen. Wenn dann eine Stunde 3,6kW Nuckeln genauso teuer ist wie eine Stunde 22 kW wird man sich 1) 2 mal überlegen, ob man da noch lädt, und 2) zukünftig Autos nachfragen, die alles aus der Säule saugen was geht, oder 3) sich nur an Ladesäulen aufhalten, die "von Haus aus" < 11kW laden und billiger pro Zeiteinheit sind.

Und den umgekehrten Fall hat auch noch keiner betrachtet: Hotels und Gaststätten, die eine 3,7 kW Wallbox haben. Für Hybridfahrer perfekt, aber für vollelektrische Fahrzeuge, die AC3 können eher witzlos, und die stünden auch da stundenlang..
Seit Oktober 2010 7,8kWp auf dem Dach
Seit Somer 2013 Kalhkoff Agattu Muskelhybrid :mrgreen:
"poor man´s Tesla", ZOE Intens R240 seit April..
Jetzt mit ZoeKupplung#34, und vielleicht irgendwann wenn endlich lieferbar mit 41 kWh Akku,
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Re: Belegung von Ladesäulen mit Hybridfahrzeugen

Beitragvon mweisEl » So 13. Aug 2017, 13:41

Will_Elektroauto hat geschrieben:
wieviele sich ein PHEV gekauft haben, nur um an das begehrte E-Kennzeichen zu kommen, um bei Feinstaubalarm fahren zu dürfen

Als ob es das irgendwo realisiert wäre

Will_Elektroauto hat geschrieben:
Wenn dann eine Stunde 3,6kW Nuckeln genauso teuer ist wie eine Stunde 22 kW wird man sich 1) 2 mal überlegen, ob man da noch lädt, und 2) zukünftig Autos nachfragen


Nein, dann würden immer Verbrenner die Ladeparkplätze zuparken weil 95% der PKW mit Ladeanschluss etwas zu viel oder deutlich zu viel für den Strom zahlen müssten und die Säule fast immer verweist wäre.

Bestimmte Fahrzeuge würde man eben nicht mal geschenkt haben wollen, und außer bei diesem einen (der zumindest bei bei schönem Wetter) 22kW AC ziehen kann, gibt es da nichts "nachzufragen".
Drei Fahrräder, Smart ED3 seit '13, zuvor CityEL und seit 25 Jahren verbrennerfrei.
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