....auch e-Fahrer parken falsch

Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon MasterOD » So 5. Nov 2017, 12:56

Genau hier sind wir am Casus knacksus der e-mobilität.
Die Kunden kennen die eigene wie auch die Rücksichtslosigkeit ihrer Mitmenschen.
Niemand hat Lust auf zugestellte Lademöglichkeiten, auch weil es das beim Benzin nie gab.
Das hier neue passende Unwort lautet: Parken ist das neue Laden!
Gruselig
Wenn der Akku voll ist, Platz machen. Das hat beim Verbrenner 100 Jahre auch geklappt.

Gern öffne ich noch mal das Gleichnis vom Handtuch auf die Liege legen.

Nur der PHEV mit eigener Lademöglichkeiten bietet mir die Teilhabe an der Elektromobilität bei gleichzeitigem Erhalt meiner seelischen Gesundheit.
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon iOnier » So 5. Nov 2017, 13:38

MasterOD hat geschrieben:
Das hier neue passende Unwort lautet: Parken ist das neue Laden!
Gruselig

Nein, wünschenswerte Normalität.
Wenn der Akku voll ist, Platz machen. Das hat beim Verbrenner 100 Jahre auch geklappt.

Völlig andere Verhältnisse und null vergleichbar.
Wir befinden uns in einer Entwicklungsphase im Übergang von "E-Auto-fahren ist nur was für einzelne Ökospinner" zu "E-Auto-fahren ist Normalität".
In Zukunft werden wir sowohl Ladepunkte ohne Parkzeitbegrenzung für Pendler brauchen (hier wären 3,7 kW einphasig ausreichend, lieber davon 12 Stück als 2x22 kW am P&R-Parkplatz) als auch "beschleunigte" Ladepunkte mit 22 kW an Destinationen wie Geschäften, Geschäftsstraßen, City-Parkplätzen usw. und Schnellladestationen an Fernverkehrsstraßen.

Das ist aber bei den Entscheidern so überwiegend noch nicht bekannt. Die Verwaltungsangestellten bei Stadtwerken, Gemeindeverwaltungen etc. haben überwiegend keine Ahnung von E-Mobilität.

Man darf sich aber ziemlich sicher sein, dass die Nutzung der bereits vorhandenen Ladepunkte beobachtet wird.

Aus den Ergebnissen werden die Betreiber ableiten, was für Ladepunkte an welchen Orten benötigt werden.

Insofern ist es IMO sogar wichtig, solche Ladepunkte, die sich aufgrund der Örtlichkeit (Bahnhofsparkplatz, P&R-Parkplatz etc.) und der Beschilderung (keine Zeitbegrenzung) als P&R-Ladeparkplatz anbieten auch genau so zu nutzen! Nur so erkennen die Entscheider bei den Betreibern auch, was wo hin muss.

Es gibt nun mal Nutzer, die einen P&R-artigen Ladeparkplatz brauchen. Wenn die Beschilderung passt, haben sie IMO nicht nur das formale, sondern auch das moralische Recht, ihn so zu nutzen (wenn man mich fragt: aus o.g. Gründen nahezu eine Pflicht!). Und natürlich gerne auch mit einem PHEV, damit das tgl. Pendeln rein elektrisch funktioniert.

Disclaimer: ich habe in dieser Angelegenheit keine Aktien, da ich alltäglich nur zuhause lade, am Arbeitsort habe ich gar keine Lademöglichkeit und mein BEV bringt mich mit einer Ladung mehr als einmal hin und zurück.
Gruß
Werner
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon Helfried » So 5. Nov 2017, 13:47

iOnier hat geschrieben:
Und natürlich gerne auch mit einem PHEV, damit das tgl. Pendeln rein elektrisch funktioniert.


Mit einem PHEV, womöglich schwarzer Audi, sollte er es nicht wagen, eine Ladesäule einen ganzen Tag zu blockieren, soferne nicht genügend andere frei sind.
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon fbitc » So 5. Nov 2017, 13:51

Oh man geht das Gezänke wieder los...
Grüße Frank
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon MasterOD » So 5. Nov 2017, 14:09

Das es in einer fernen Zukunft (dem Schlaraffenland) einmal geduldet wird unnütz Ladesäulen zu versperren mag ich nicht orakeln.
In der jetzigen Realität ist jede zugestellte Lademöglichkeiten ein Schienbeintritt für E-Fahrer & E-Interessierte.
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon ecopowerprofi » So 5. Nov 2017, 14:52

iOnier hat geschrieben:
Insofern ist es IMO sogar wichtig, solche Ladepunkte, die sich aufgrund der Örtlichkeit (Bahnhofsparkplatz, P&R-Parkplatz etc.) und der Beschilderung (keine Zeitbegrenzung) als P&R-Ladeparkplatz anbieten auch genau so zu nutzen! Nur so erkennen die Entscheider bei den Betreibern auch, was wo hin muss.

+1 :thumb:
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon Karlsson » So 5. Nov 2017, 15:08

iOnier hat geschrieben:
Nein, solche nicht entsprechend beschränkte Parkplätze sind zum Parken gedacht - mit der Option zum Laden.

NEIN :!:
So eine Haltung kotzt mich einfach nur an. Wir haben eh schon mangel an Infrastruktur und durch so ein arschiges Verhalten wird das nicht besser.
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon T-Ioniq » So 5. Nov 2017, 15:14

graefe hat geschrieben:
Wenn ein Verbrenner einen Ladepunkt blockiert, dann kann ich das noch als Unwissenheit entschuldigen. Wenn das ein Elektroautofahrer macht, dann ist das sehr wohl asozial, denn er ist sich über die Bedeutung des Ladepunktes sehr wohl bewusst, wenn er sein Auto genau dort abstellt und nimmt billigend in Kauf, dass ggf. jmd. dadurch in Schwierigkeiten gerät. Der Blockierer mag das Recht auf seiner Seite haben, aber asozial ist das trotzdem.

Überhaupt ist diese Mentalität, das eigene Recht bis zum Maximum auszunutzen, eine üble Zeiterscheinung. Mit gesundem Menschenverstand und etwas Rücksichtnahme kommen wir doch alle weiter. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir zuletzt jemand mit einem Winken die Vorfahrt „geschenkt“ hat. Und auf der anderen Hand bedankt sich auch niemand mehr mit einem Gruß dafür, wenn man auf sein Recht verzichtet.





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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon Tobi42 » So 5. Nov 2017, 18:56

iOnier hat geschrieben:
Insofern ist es IMO sogar wichtig, solche Ladepunkte, die sich aufgrund der Örtlichkeit (Bahnhofsparkplatz, P&R-Parkplatz etc.) und der Beschilderung (keine Zeitbegrenzung) als P&R-Ladeparkplatz anbieten auch genau so zu nutzen! Nur so erkennen die Entscheider bei den Betreibern auch, was wo hin muss.


Nun ja, ich würde den Betreibern auch noch zutrauen, irgend eine Statistik zu Rate zu ziehen, aus der dann hervorgeht, dass an der Ladesäule ja nur 5mal im Monat geladen wurde und daher weitere Säulen mangels Bedarf nicht nötig sind.

Ob vielleicht noch 100 weitere Ladevorgänge möglich gewesen wären, wenn nicht die Säule durch parkende (nicht ladende) Autos blockiert gewesen wären, das sieht man dann nicht.

Ich stimme aber zu, dass gerade an P+R-Parkplätzen eigentlich jedem klar sein müsste, dass dort niemand nach 2 Stunde sein voll geladenes Auto umparkt (oder besser gesagt Umparken kann).
Von daher wären viele Ladepunkte (auch mit geringer Ladeleistung) ein guter Weg.

iOnier hat geschrieben:
Es gibt nun mal Nutzer, die einen P&R-artigen Ladeparkplatz brauchen. Wenn die Beschilderung passt, haben sie IMO nicht nur das formale, sondern auch das moralische Recht, ihn so zu nutzen (wenn man mich fragt: aus o.g. Gründen nahezu eine Pflicht!). Und natürlich gerne auch mit einem PHEV, damit das tgl. Pendeln rein elektrisch funktioniert.


Dem stimme ich nur insofern zu, dass man aus meiner Sicht an solchen Parkplätzen gerne den ganzen Tag stehen bleiben kann, wenn man zu Anfang geladen hat und das Auto dann halt irgendwann voll ist und deshalb nicht weiter geladen wird.

An Tagen, an denen man überhaupt nicht lädt, darf aus meiner Sicht gerne Rücksicht genommen werden auf andere E-Autofahrer, die vielleicht dringend laden müssen. Selbst wenn die Beschilderung es erlaubt, auch dann den ganzen Tag dort nur zu parken, sollte man sich aus meiner Sicht dann für einen Parkplatz ohne Lademöglichkeit entscheiden.
Gruß Tobi

eGolf voraussichtlich ab April 2018
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Re: ....auch e-Fahrer parken falsch

Beitragvon iOnier » So 5. Nov 2017, 19:07

Tobi42 hat geschrieben:
Nun ja, ich würde den Betreibern auch noch zutrauen, irgend eine Statistik zu Rate zu ziehen, aus der dann hervorgeht, dass an der Ladesäule ja nur 5mal im Monat geladen wurde und daher weitere Säulen mangels Bedarf nicht nötig sind.
Ob vielleicht noch 100 weitere Ladevorgänge möglich gewesen wären, wenn nicht die Säule durch parkende (nicht ladende) Autos blockiert gewesen wären, das sieht man dann nicht.

Weshalb es auch sinnvoll ist, solche Probleme mit Ladestationen an den Betreiber zurückzumelden ... Statistik ist ein zweischneidiges Schwert.
An Tagen, an denen man überhaupt nicht lädt, darf aus meiner Sicht gerne Rücksicht genommen werden auf andere E-Autofahrer, die vielleicht dringend laden müssen. Selbst wenn die Beschilderung es erlaubt, auch dann den ganzen Tag dort nur zu parken, sollte man sich aus meiner Sicht dann für einen Parkplatz ohne Lademöglichkeit entscheiden.

Das habe ich für dermaßen selbstverständlich gehalten, dass ich es der Erwähnung nicht wert fand. Aber: ja, +1!
Gruß
Werner
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