AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Stromerli » Di 28. Feb 2017, 23:35

Wie habe ich mich gefreut, als die ersten EnBW-Ladesäulen mit 43kW (AC) an Autobahn-Raststätten in Baden-Württemberg aufgestellt wurden, an denen nach EnBW-Auskunft "in der Testphase kostenlos geladen werden kann"!
Endlich würde ich (und all die anderen glücklichen ZOE-Q210-Fahrer im Südwesten der Republik) nicht mehr nur auf die wenigen, jedoch umso zuverlässigeren Tank & Rast-(RWE-) Säulen entlang der baden-württembergischen Autobahnen angewiesen sein, sondern ohne Einschränkung auch längere Distanzen (mit vertretbaren Ladezeiten) unter die ZOE-Räder nehmen können!
Doch die Ernüchterung kam schnell:
Nicht an einer einzigen EnBW-Ladestation konnte ich eine komplette AC 43kW-Ladung durchführen!
Entweder brach die Ladung nach wenigen Sekunden (im besten Fall nach zwei Minuten) wieder ab (um spätestens nach dem dritten Versuch mit der ZOE-Meldung" Batterieladung unmöglich" abzuziehen), oder es kam erst gar keine Verbindung zustande !
"Ok, die Ladesäulen sind neu, und die EnBW-Software-Entwickler werden sich mit den 43kW -AC-Gepflogenheiten und ZOE´s Ladegewohnheiten noch anfreunden" versuchte ich mir die Situation schöner zu reden. Immerhin haben es die RWE-Spezialisten ja auch geschafft, Ihre 43kW-Lader an den Autobahnen ZOE-tauglich auszurüsten (die Vielfalt an 43kW-fähigen Fahrzeugen ist ja recht überschaubar) !

Die Wochen gingen ins Land, ich startete den Einen und Anderen neuen Versuch an verschiedenen Standorten, jedoch mit bescheidenem Erfolg. Immerhin reichte mir die verbleibende Restkapazität noch jedesmal, um mich von einer (mit offenbar ZOE Q210 inkompatibler EnBW-Ladetechnik bestückten) Autobahn-Raststätte noch zu einem "sicheren" Ladepunkt zu retten.

Inzwischen scheint die EnBW die "Testphase" beendet zu haben, denn es wird an den 43kw-AC-Ladern ein Preis von € 5,- pro Ladevorgang angezeigt. Ob es mit der Alltagstauglichkeit nun besser bestellt ist kann ich nicht beurteilen.
€ 5,- sind mir dann doch zu schade, nur um festzustellen, dass der Betrag bereits bei der EnBW ankommt, noch bevor sich ZOE mit "Batterieladung unmöglich" melden kann ...

Wie sind Eure Erfahrungen mit 43kW -fähigen ZOE an den EnBW-Autobahn-Ladestationen ?
Habe ich eventuell ein besonders zickiges Exemplar der kleinen schnell(ladefähig)en Französin erwischt ?
Was können die hier im Forum aktiven EnBW-Elektronauten dazu berichten ?

Wäre ja wirklich ´ne böse Pleite, wenn der "Spezialist" EnBW nicht hinbekäme, was Tank & Rast selbst zuvor an den "eigenen" RWE-Ladesäulen bereits erfolgreich umgesetzt hat:
das in Deutschland meistverkaufte E-Auto auf die (für ZOE Q210) schnellst mögliche Art zu laden !!!
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Beitragvon MineCooky » Mi 1. Mär 2017, 06:41

Unsere R240 hatte an allen geladen, außer an einer. Da war sie nicht davon zu überzeugen das sie laden kann. Die 5€ Startgebür wurden dann aber auch nicht abgebucht :thumb:

Ich sehe das Problem nicht direkt bei der EnBW, denke das es Schwankungen im Stromnetz gibt, die Erdung nicht optimal ist oder sonst sowas. Da ist die Zoe ja sehr vorsichtig und läd dann lieber nicht.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Tho » Mi 1. Mär 2017, 07:54

Ähm wer betreibt denn das Stromnetz?
Ich glaube da ist schon die EnBW in der Pflicht...
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon MineCooky » Mi 1. Mär 2017, 08:24

Ja, das stimmt.

Allerdings ist es auch eine große aufgabe es der Zoe und ihrer Normgenauigkeit recht zu machen. Letztendlich ist die EnBW in der Schuld, aber nicht direkt weil sie schlechte Säulen aufgebaut haben.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon AndiH » Mi 1. Mär 2017, 10:31

Meine Theorie geht immer noch dahin das die Spannung an den Standorten eher zu hoch ist. Es gibt ja auch an anderen Standorten ABB Säulen die mit der Zoe können. Das gemeinsame Merkmal der EnBW Standorte ist das alle einen eigenen Anschluss haben (Trafo), welcher auf sehr viel mehr Leistung ausgelegt ist und an dem nur die Ladestationen hängen. Da es also keine Verbraucher gibt auf die sich Netz Schwankungen nach oben verteilen können und die Zoe direkt am AC hängt wäre das ein möglicher Problemfall. Wäre mal spannend zu sehen ob es mit der Zoe besser funktioniert wenn parallel dazu an dem Standort einer mit CCS/Chademo lädt.

Gruß

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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon MineCooky » Mi 1. Mär 2017, 10:38

Wenn paralell dazu einer mit CCS/CHAdeMO an der Säule läd, bleibt für die Zoe nichts mehr übrig. Das hab ich mal ausprobiert. Wer zuerst kommt läd zuerst, wer dazu kommt, bekommt was über ist:

R240 angesteckt, hat ihre 22kW gezogen, dann Model S mit CHAdeMO-Adapter dazu, das bekam dann nur 30kW. Also die Zoe runter ging weil der Akku voll wurde bekam das Model S weiterhin nur 30kW. (Getestet bei T&R Sindelfingen)

Grundsätzlich funktionieren die Säulen auch mit der Zoe. Man kann aber manchmal nen schlechten Tag/Zeitpunkt/Standort erwischen, dann geht's nicht.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon AndiH » Mi 1. Mär 2017, 10:43

Parallel dazu an der zweiten Säule war meine Idee. Damit ist Last im Mininetz die eventuell die Ausschläge nach oben besser dämpft.

Gruß

Andi
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon fidelio1985 » Mi 1. Mär 2017, 17:29

Du sprichst mir aus der Seel, Stromerli!

Jetzt im Februar habe ich versucht, mit der ZOE (Q210) von Frankfurt nach Innsbruck zu fahren. Habe noch überlegt, ob ich lieber über Würzburg, Nürnberg, München fahre, da dort die Ladeinfrastruktur trotz des längeren Weges besser funktioniert.
Hab mich dann doch aus effizienzgründen für die kürzere Route über Stuttgart entschieden - was für ein Fehler!! :wand:

Bei mir hat auch keine einzige EnBW Säule funktioniert, und die T&R Säulen davor und danach wieder perfekt. Der Fehler liegt eindeutig bei EnBW. Ich hab auch dort angerufen und den Fehler gemeldet, jedoch konnte man mir natürlich nicht weiter helfen (und zurückgerufen wie versprochen wurde ich auch nicht :x ).
Zum Glück hatte ich auch immernoch genug Saft, um von der Autobahn abzufahren und im "Ländle" 22kw zu laden. Hat aber natürlich alles "etwas" verzögert.

Auf dem Rückweg bin ich dann über München gefahren, und siehe da: Jede einzelne T&R Ladesäule funktionierte tadellos!
Ich befürchte richtig rausfinden, ob die EnBW Säulen bald funktionieren werde ich auch nicht: Fahre (zur Sicherheit) in Zukunft nur noch über die A3/A9/etc.

Das Problem scheint übrigens eindeutig nur bei den Q210 mit 43kw zu sein. Und sobald die ZOE weniger zieht (z.B. >80%) scheint es wohl auch wieder zu funktionieren.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Tho » Mi 1. Mär 2017, 17:36

Da würde ich gerne mal unter Last die Spannungswerte der einzelnen Phasen sehen.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Gerhard, OA » Mi 1. Mär 2017, 19:28

Bei den vielleicht 25 Mal, die ich an den EnBW-Ladesäulen geladen habe, gab es zweimal einen Abbruch bei dem es nicht mehr weiterging (wobei ich es bei einem davon danach nur noch 1x probiert habe). Ca. weitere 5x kamen Meldungen zwischendurch, einmal davon musste ich den Zoe "einschlafen" lassen, die anderen Male gings nach einigen Sekunden von alleine weiter. Ladeleistung zwischen 32 und 38 kW soweit ich das beobachtet habe (kein CanZE oder so, nur interessehalber ab und zu an der Säule abgelesen und umgerechnet).

Bei Tank und Rast war ich seltener, vielleicht 8 Mal, da gabs mindestens 1x aber auch so eine Meldung.
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