AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon stromer » Di 12. Sep 2017, 09:20

MineCooky hat geschrieben:
Ich hatte bereits mit meinem Dad ausprobiert ob an den Triplecharger AC und DC gleichzeitig geladen werden kann. Tesla mit CHAdeMO-Adapter und R240 mit Typ2. Und ja, können sie. Wie am Supercharger bekommt wer zuerst kommt alles was er nehmen kann und der zweite was übrig ist. Zoe lud damals also 22kW und der Tesla bekam via CHAdeMO die restlichen 30kW. Als die Zoe begann langsamer zu laden weil sie voll wurde, lud der Tesla trotzdem nicht mehr, obwohl er leer genug gewesen wäre und die Leistung mittlerweile verfügbar.


Das ist schlichtweg falsch. Es gibt bei diesen Ladesäulen kein Lastmanagement zwischen AC u. DC . Wenn ihr dort nur 30 kW bekommen habt liegt das ausschließlich am Ladestand des Akkus.
Auch zwischen Chademo und CCS gibt es kein Lastmanagement. Wenn an Chademo geladen wird ist ein Laden an CCS nicht möglich.

Wenn die Schuld hier ausschließlich beim Zoe liegen soll, dann frage ich mich allerdings warum die Allego-Ladestationen, die ja auch über einen eigenen Trafo verfügen, in der Regel problemlos funktionieren. Sieh dir beispielsweise mal die Ladelogs der Ladestation in Bad Rappenau an https://www.goingelectric.de/stromtanks ... -40/11337/
Wenn es da mal Probleme gab, dann hatte das ganz selten mit Ladeabbrüchen zu tun, sondern in den wenigen Fällen mit der Autentifizierung.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Schreibfauler » Di 12. Sep 2017, 10:18

Hallo zusammen,
eigentlich wollte ich zu diesem Thema nichts mehr schreiben.
Aber ich war neulich bei der
EnBW Regional AG Regionalzentrum Neckar-Franken, Meisterhausstraße in Öhringen
zum 5 Hohenloher Energieabend.
unter anderem mit diesem Vortrag.

Erfahrungen mit 50 E-Autos im Fuhrpark, Überblick Ladesäulen“

Referent: Tobias Sailer, EnBW, Stuttgart

Ich konnte mich mit diesem vorab mehr oder weniger unterhalten.
Also laut Aussage von diesem liegt es nur an der ZOE und nicht an ihrem Netz
und mit welchem Ladezustand man hier anfängt zu laden.
Ich hatte ihm auch gesagt, dass ich schon an diversen französischen Ladesäulen mit 43 KW geladen habe und auch schon an diversen deutschen ABB Ladesäulen..
Es wurde mir auch mitgeteilt das sie diverse Säulen von Tank und Rast übernommen haben.Und so ein Verbindung vom Ruhrpott bis in den Süden anbieten können, wenn sie funktionieren.
Also meine Meinung
Sie wollen nur CCS und Chademo unterstützen.
Und uns ZOE Fahrer nur verarschen.
Auch wollen sie noch weitere subventionierte Ladesäulen aufstellen.
Das regt mich so auf.
Gruß
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon bernd71 » Di 12. Sep 2017, 10:55

Schreibfauler hat geschrieben:
Referent: Tobias Sailer, EnBW, Stuttgart

Ich konnte mich mit diesem vorab mehr oder weniger unterhalten.
Also laut Aussage von diesem liegt es nur an der ZOE und nicht an ihrem Netz
und mit welchem Ladezustand man hier anfängt zu laden.
Ich hatte ihm auch gesagt, dass ich schon an diversen französischen Ladesäulen mit 43 KW geladen habe und auch schon an diversen deutschen ABB Ladesäulen..
Es wurde mir auch mitgeteilt das sie diverse Säulen von Tank und Rast übernommen haben.Und so ein Verbindung vom Ruhrpott bis in den Süden anbieten können, wenn sie funktionieren.
Also meine Meinung
Sie wollen nur CCS und Chademo unterstützen.
Und uns ZOE Fahrer nur verarschen.
Auch wollen sie noch weitere subventionierte Ladesäulen aufstellen.
Das regt mich so auf.
Gruß
Schreibfauler


Genau, die wollen euch nur ärgern, sicherlich VWs Idee. :roll:
Auch wenn einige Säulen funktionieren und andere nicht kann es trotzdem am Zoe liegen. Das kann ganz einfach Zufall sein, dass sie auf die Oberwellen weniger empfindlich reagieren. Bei solchen Problemen kann man wunderbar den schwarzen Peter hin und her schieben, wie es einem gerade passt.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Woodstock » Di 12. Sep 2017, 12:58

MineCooky hat geschrieben:
Es war bereits eine Zoe von Mobileeee da die auch von Horb den Rückweg angetreten hatte. Diese hatte das Problem das sie, trotz der ladesäulenseitigen Begrenzung auf 22kW, nicht laden wollte. Übrigens, es sind mittlerweile beide Säulen auf 22kW begrenzt. Das bekannte Spielchen. Fängt an zu laden, lädt 2-3sec und bricht dann ab. Abschließen, 15min warten, nochmal versuchen war nutzlos.

Ich kann das so bestätigen, da ich derjenige war, der die weiße Zoe fuhr. Zunächst hatte ich kurz Panik geschoben, da ich dachte, dass das Ladegerät ausgestiegen wäre. Den Fehler, den die Zoe im Armaturenbrett anzeigte, kannte ich nicht. Da ich wusste, dass ich noch bis Böblingen kommen würde, konnte ich davon ausgehen, dass ich nicht die halbe Nacht irgendwo im Nirgendwo verbringen müsste. Entspannt geht aber anders.

Ergänzen möchte ich noch, dass auf dem Weg nach Horb das Laden auf der anderen Seite in Schönbuch West keine Probleme bereitet hatte. Auch in Pforzheim Ost hatte ich weder auf der Hin-, noch auf der Rückfahrt Probleme mit dem Laden.

Ganz besonders besorgt mich bei der Geschichte, dass anscheinend das Laden an der rechten Säule mit einer Zoe, den laufenden Ladevorgang des e-Golf an der linken Säule derart gestört hat, dass die Säule sich so wie man es auf dem Bild sieht, verabschiedet hat. Was der Grund oder der Verursacher ist, ist mir in so einer Situation als Fahrer auch egal. Ich wollte einfach nur weiter. Und hätte ich die Pauschalzahlung mit EC-Karte genutzt, müsste ich mich eventuell noch um den ein oder anderen Euro zanken.

Ende vom Lied war für mich übrigens, dass ich dann in Böblingen geladen habe.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon phonehoppy » Di 12. Sep 2017, 16:17

HawkEy3 hat geschrieben:
Die EnBW Säulen sind ein Reinfall. Die könnten genau so gut auch nicht vorhanden sein, wenn sie nicht zuverlässig funktionieren sind sie nutzlos. .


Das kann ich so pauschal nicht stehen lassen. Für sehr viele Autofahrer funktionieren die Säulen ja, eben für die, die nicht ZOE fahren. Ich finde es sehr gut und auch beeindruckend, wie in kurzer Zeit so viele Schnellladesäulen an Autobahnen aufgestellt wurden, und ich bin sehr froh darum, denn jetzt kann ich endlich hinfahren, wo ich will.

Es ist ja nicht so, dass der ZOE nur mit diesen Säulen Probleme hätte. Schon seit Jahren gibt es Threads wie diesen, wo über Probleme beim (Schnell-)Laden mit dem ZOE berichtet wird. Das war unter anderem ein Grund, dass ich mich damals für ein anderes Fahrzeug entschieden habe.

Hier ist auf jeden Fall auch der Hersteller gefragt, der offensichtlich ein Produkt verkauft, das nicht wie beworben funktioniert. Nur auf EnBW herumzuhacken ist völlig verfehlt.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon stromer » Di 12. Sep 2017, 18:54

Es ist aber auch mal Tatsache, daß man an RWE, Allego und an den Crowdfounding-Boxen in der Regel problemlos laden kann und nur EnBW-Schnelllader massiv Probleme bereiten. Das war schon von 4 Jahren bei den AC-Ladesäulen so. Damals brauchte man fast ein Jahr bis die dann ordentlich liefen. Ich war letztlich so entnervt, daß ich meine Vertrag bei EnBW gekündigt habe. Seither habe ich AC-Ladesäulen der EnBW gemieden und werde das bei deren DC-Ladern weiterhin so halten.
Am Wochenende werde ich meinen neuen Q90 überführen. Die EnBW-Lader hab ich bei der Routenplanung schon mal ausgeblendet. Funktionierende Schnelllader von Mitbewerbern gibt es ja genug an der Strecke.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon roxxo_by » Di 12. Sep 2017, 19:32

ich teste demnächst mal die ENBW-Säulen an der A6, wird schon gut gehen :D
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon MineCooky » Mi 13. Sep 2017, 05:44

stromer hat geschrieben:
Das ist schlichtweg falsch. Es gibt bei diesen Ladesäulen kein Lastmanagement zwischen AC u. DC . Wenn ihr dort nur 30 kW bekommen habt liegt das ausschließlich am Ladestand des Akkus.


Genau. Weil der nach ~40km und mit ~40% schlichtweg noch nicht warum ist und auch viel zu voll...
Stolzer Fahrer seines Smart EDs, leider ohne 22kW-Lader.
Mitglied bei Electrify-BW, ein gemeinnütziger Verein von eFahrer für eFahrer und Interessierte.


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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon CHM » Mi 13. Sep 2017, 08:04

Guten Morgen!
Ich denke einige hier sollten mal ein paar Meter zurücktreten und die Sache nochmal von dort betrachten!
Klar ist es nur die Zoe, die an einigen Ladern Probleme macht - vor allem an denen die mit einem dedizierten Transformator versorgt werden. Aber nur die Zoe hat überhaupt einen 43kW AC-Lader! Und zwar schon länger als manche Hersteller überhaupt an Elektroautos gedacht haben! Klar könnte auch Renault etwas daran ändern und beispielsweise zusätzliche Filter verbauen. Aber hat mal jemand die Anzahl an Zoes der Anzahl an betroffenen Ladern gegenübergestellt? An welcher Stelle ist dann der Einbau von Filtern wirtschaftlich eindeutig besser? Im Auto oder im Lader?
Alle die hier so über die Zoe und Renault herziehen sollten sich mal folgendes bewusst machen: Auch viele CNC-Maschinen haben mitunter Probleme, wenn sie ohne zusätzliche Filter und ohne nennenswerte Nebenlasten an einem eigenen Trafo hängen! Und trotzdem entsprechen sie alle der Norm. Also hat wohl auch die Norm so ihre Lücken!
Nach wie vor sollten sich die Hersteller sowie Betreiber der Ladestationen und Renault an einen Tisch setzen und eine Lösung finden - sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht. Die AC-Ladung bleibt in absehbarer Zukunft noch immer der wichtigste Baustein in der E-Mobility-Infrastruktur. Es können nicht in jedem Kaff DC-Lader aufgestellt werden und für Privatleute bleiben sie auch noch unerschwinglich.

Gruß,
Christian
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon phonehoppy » Mi 13. Sep 2017, 08:33

CHM hat geschrieben:
Ich denke einige hier sollten mal ein paar Meter zurücktreten und die Sache nochmal von dort betrachten!

+1, das bedeutet, man kann das weder allein dem Fahrzeughersteller noch allein dem Ladesäulenbetreiber anlasten.
CHM hat geschrieben:
...Klar könnte auch Renault etwas daran ändern und beispielsweise zusätzliche Filter verbauen. Aber hat mal jemand die Anzahl an Zoes der Anzahl an betroffenen Ladern gegenübergestellt? An welcher Stelle ist dann der Einbau von Filtern wirtschaftlich eindeutig besser? Im Auto oder im Lader?

Diese Überlegung war es ja auch, die zu solchen DC-Standards wie CCS und CHAdeMO geführt hat, und die gelten ja mittlerweile auch als sehr zuverlässig. Am besten so wenig Ladetechnik wie möglich in den Fahrzeugen selber...

Nun hat aber Renault mit der ZOE - jedenfalls deren Werbeversprechen nach - einen Weg gefunden, mit möglichst wenig zusätzlicher Technik im Auto dennoch eine AC-Ladung mit hoher Leistung zu ermöglichen. Das klingt erstmal wirklich genial.

Erfahrungen wie die hier beschriebenen lassen aber zweifeln, ob sich das in der Praxis mittelfristig bewähren wird. Einerseits, weil die Technik vielleicht doch etwas ambitioniert ist und einige praktische Probleme nicht optimal gelöst sind, andererseits aber vielleicht auch deshalb, weil diese Technik auch von den Ladesäulenbetreibern als "Sonderweg" gesehen und daher etwas stiefmütterlich behandelt wird. Dafür kann natürlich das Auto nichts, und man muss ja auch sagen, dass der ZOE eines der meistverkauften BEVs ist, wenn nicht sogar DAS meistverkaufte in Deutschland. Aber trotzdem nützt es doch nichts, den schwarzen Peter hin- und herzuschieben. Die ZOE-Fahrer mögen ihr Auto noch so sehr lieben und an dessen Ladetechnik glauben - die Probleme damit sind nunmal Fakten, und die Technik im Auto hat gewiss ihren Anteil daran.

CHM hat geschrieben:
Nach wie vor sollten sich die Hersteller sowie Betreiber der Ladestationen und Renault an einen Tisch setzen und eine Lösung finden - sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht. Die AC-Ladung bleibt in absehbarer Zukunft noch immer der wichtigste Baustein in der E-Mobility-Infrastruktur. Es können nicht in jedem Kaff DC-Lader aufgestellt werden und für Privatleute bleiben sie auch noch unerschwinglich.


Da bin ich 100% bei Dir. Ich war schon so oft froh, ein Auto zu haben, dass bei AC wenigstens mit 11kW laden kann, nicht zuletzt, weil ich dadurch auf zu Hause eine kostengünstige und einigermaßen schnelle Lademöglichkeit habe. DC wird sich sicher noch weiter verbreiten, aber es wird auf absehbare Zeit kaum möglich sein, das so flächendeckend anzubieten, wie jetzt die AC 22kW Lader...
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