AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon CHM » Di 27. Jun 2017, 09:09

Ja, bitte mehr Info wenn an der Sache wirklich was dran ist!
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon rulaman » Mi 5. Jul 2017, 15:34

Hallo,
ich hatte gerade eben ein Telefonat mit EnBW.
Hintergrund, ich fahre mit Q90 häufig zwischen OG und HU und es hat oft gut gepaßt,
in Bruchsal oder Hardtwald mit 43kW nachzuladen, da ich gerne die 140 fahre und
den Strom dabei rausjage, dafür waren diese Abstände für mich optimal gelegen.

Vor einigen Monaten hat es noch recht und schlecht geklappt.
Ladeabbrüche waren selten. Als zum ersten Mal die Störungslampe kam,
war ich richtig in Panik, habe aber glücklicherweise hier im Forum gelesen,
daß sie nach 10 Minuten wieder von alleine ausgeht. Das war auch so.

Wenn nur 22 ging, bin ich an die jeweils andere Säule, wo es dann ging.
Vielleicht war es Zufall, daß ich immer dann unterwegs war,
wenn 43kW gerade teilweise freigeschaltet war.

Heute nacht (Fahrtrichtung Nord, also die jeweilige Raststätte Ost)
hat 43 gar nicht funktioniert, also nur 22 auf allen 4 Säulen.
Daß es am Fahrzeug liegt, glaube ich nicht, es ist erst wenige Monate alt.
Daß es mitten in der Nacht am instabilen Netz liegt, will ich auch nicht glauben.

Deshalb habe ich vorhin dort angerufen und meinte zwischen den Zeilen herauszuhören,
man wird bei EnBW die 43kW sterben lassen. Extrem schade, wenn es so kommt.
Dann hätten die Scharfschützen gegen 43kW wieder mal gewonnen.

Gruß
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon CHM » Do 6. Jul 2017, 09:05

Deshalb habe ich vorhin dort angerufen und meinte zwischen den Zeilen herauszuhören,
man wird bei EnBW die 43kW sterben lassen. Extrem schade, wenn es so kommt.
Dann hätten die Scharfschützen gegen 43kW wieder mal gewonnen.


Und Renault wäre nicht ganz unschuldig daran ...
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon climenole » Di 8. Aug 2017, 08:58

Das heißt also, dass man in der ganzen Republik mit 43kW laden kann, außer da, wo man alles kann... außer Hochdeutsch.
Spaß beiseite: Ist das offiziell, dass ENBW sich mit der Drosselung auf 22kW aus der Affäre ziehen will? War 43kW Typ2 nicht zumindest auch ein Teil der Auflagen, die sie für Förderungen der Triplelader erfüllen mussten?
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon tango » Di 8. Aug 2017, 09:43

Ich habe bei der EnBW die Sache mal etwas eskaliert und per Briefpost (!!!) an den VV geschrieben und mich beschwert, nachdem auf allen anderen Kanälen niemand zu einer Rückmeldung in der Lage war. Dann ging es überraschend schnell, innerhalb von 24 Stunden (!!!) hatte ich einen Rückruf vom Abteilungsleiter Elektromobilität. Das war schon im Mai.

Gestern habe ich mal wieder nachgefragt und folgende Antwort erhalten:

EnBW hat geschrieben:
Sehr geehrter Herr ...,

Sie dürfen mir glauben: wenn wir das Problem selbst lösen könnten, wäre das Thema längst aus der Welt...
Leider stellt sich die Problematik für den Ladestationshersteller ABB und den Fahrzeughersteller Renault komplexer dar, als von beiden erwartet. Uns sind hier die Hände gebunden, da wir weder die Ladestation noch das Fahrzeug technisch verantworten, aber selbstverständlich alles tun, um den beiden bei ihrer Lösungsfindung optimale Entwicklungs- und Testbedingungen zu bieten. Und natürlich fordern wir hier aus Kundensicht die beste Lösung!

Um sicherzustellen, dass in dieser Übergangsphase keine weiteren Ladeabbrüche vorkommen, haben wir als vorübergehende Sofortmaßnahme grundsätzlich die AC-Ladeleistung auf 22kW beschränkt. Es tut uns leid, wenn Ihnen dadurch vorübergehend Unannehmlichkeiten entstehen sollten und wir werden die Ladeleistung sofort wieder anheben, wenn diese seitens der beiden Unternehmen unseren Kunden gegenüber reibungslos dauerhaft gewährleistet werden kann.
Bis auf weiteres gilt auch die Reduktion des Ladepreises auf max. 5,- pro Ladevorgang.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Verständnis in dieser Angelegenheit und viele Grüße

Ende EnBW

Ja, wir können in diesem Bundesland alles, außer Hochdeutsch und AC43-Ladesäulen.
ABB und die Bösen von Renault sind schuld und der Energie-Riese ist der bedröppelte Dritte, auf dessen Rücken das alles ausgetragen wird... :oops:
Gruß

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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Flünz » Di 8. Aug 2017, 10:16

tango hat geschrieben:
...ABB und die Bösen von Renault sind schuld und der Energie-Riese ist der bedröppelte Dritte, auf dessen Rücken das alles ausgetragen wird... :oops:

Jetzt mal blöd vom "Gelegenheitsschnelllader" gefragt: Woanders funktionieren doch die ABB-Kästen auch wunderbar mit der Zoé - zumindest mit meiner. Augsburg, Edenbergen, Irschenberg, Samerberg, Bergen, nirgends ein Ladeproblem festgestellt. Das liegt wohl eher am schieflastigen ENBW-Strom.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon Herr Fröhlich » Di 8. Aug 2017, 10:17

Finde es erstmal eine freundliche und aufrichtige Information.
Warum immer gleich der Kampfmodus mit allerlei Unterstellungen.
Jeder von uns wünscht sich funktionierdne Säulen mit möglichst viel Ladeleistung.
Zumindest hört sich die Mail so an, als dass auch EnBW daran Interesse hat.
Und bitte bedenkt, vor zwei Jahren war es noch eine Ladewüste, die Fortschritte sind erfreulich !!
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon tango » Di 8. Aug 2017, 10:35

Der Kampfmodus hat eine Vorgeschichte. Im März habe ich eine große Rundreise gemacht und verschiedene Ladesäulen in verschiedenen Situationen getestet. Im Mai, nachdem alle Kommunikationsversuche gescheitert waren, habe ich an Herrn Mastiaux per Briefpost geschrieben. Jetzt haben wir bald Mitte August. Und im Rest der Republik tun die ABB-Säulen i.d.R. einwandfrei. Ich finde das ziemlich lang.

Nichtsdestotrotz ist der Kontakt zu dem AL bisher freundlich und der Stil der Antwort auch nicht zu bemängeln. Aber es steht eben auch nichts inhaltliches drin, es werden keine Zeithorizonte genannt, sondern die Schuld Dritten zugewiesen und sich selbst als Unschuldslamm dargestellt. Für meinen Geschmack ist das für den viertgrößten Energieversorger, der irgendwann auch mal von Elektromobilität leben will, ziemlich dürftig!
Gruß

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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon rulaman » Di 8. Aug 2017, 11:22

Mal andersrum gefragt: Wo geht 43kW?

Ich war bis jetzt nur in BaWü und Hessen mit meiner Q90 unterwegs.
Die EnBW Säulen habe ich und andere in diesem Fred schon beschrieben,
und ich finde die Antwort auch fürs erste OK in der Hoffnung es kommt noch was nach.

Kurz OT, Hessen lockt ja überall mit den kostenlosen kommunalen Säulen, was sich im
Prinzip gut anhört. Habe ein paar davon angefahren, an der Bergstraße so um Seeheim herum,
keine davon hat an meiner Zoe funktioniert.Weiter weg von der Autobahn wollte ich nicht fahren.
Die Zielgruppe dafür sind wohl auch nicht die Autobahn-Vorbeifahrer eher das eigene Dorf.

Zurück zu 43kW.
Mein Eindruck, bei Tank+Rast geht es. Wenn einer es schafft, dann muß es also Lösungen geben,
wenn ein Wille vorhanden ist. Seien wir aber mal ehrlich, für die Handvoll Fahrzeuge mit 43kW wird
kein großes kommerzielles Interesse vorhanden sein, da noch extra Geld hineinzustecken. Leider.
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Re: AC43kW mit ZOE an EnBW-Ladern (Autobahn-Raststätten)

Beitragvon novalek » Di 8. Aug 2017, 22:38

Gewagt und keineswegs bewiesen:
Der Kampf um Marktanteile entbrennt - man kämpft - möglichst ohne öffentlich entdeckt zu werden.
Bekannt ist, ZOE prüft u.a. aus Sicherheitsgründen viele Eigenschaften der Säule ab (Erdwiderstand, Spannungsschwankungen, Jitter, u.a.m.).
Wie kann man nun Fahrzeuge den Besitzern und Käufern madig machen ??
Erfinderisch sind's alle und Querverbindungen - wer kennt die schon ?
Es fehlt an einer bundeseinheitlichen Normung und Zertifizierung für Ladesäulen, Ladeprotokoll einhalten reicht eben nicht.
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