43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon PowerTower » Mo 6. Feb 2017, 20:41

Es spricht nichts dagegen, eine Lademöglichkeit mit folgenden Eigenschaften zu entwickeln:
- CCS bzw. CHAdeMO 10/20 kW
- netzseitiger Anschluss CEE16/32 oder Typ2 oder optional Festanschluss
- kein Display, keine Authorisierung, kein schnick und schnack
- Plug&Charge oder von mir aus auch Start und Stopp Taster

Die DC Technik erfordert kein aufgeblasenes System mit gläsernem User. Das KISS-Prinzip geht sehr wohl auch bei CCS und CHAdeMO, allein es gibt noch keine passenden Produkte zu kaufen. Der chinesische Setec Lader ist schon nah dran, aber kann man immer noch vereinfachen.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon Karlsson » Mo 6. Feb 2017, 21:06

rolandk hat geschrieben:
Was möglich ist, wird auch gemacht. Darum sollte man sich von Anfang an dagegen stellen.
Da muß man gar nicht anfangen so etwas über rechtliche Rahmenbedingungen legitimieren zu wollen.
Weglassen ist der einzig mögliche Weg. Und solange CCS letztlich nicht quelloffen zur Verfügung gestellt wird, ist es in meinen Augen einzig und alleine dafür gedacht, das es da Firmen/Leute gibt die davon im Besonderen profitieren.

Deine Bedenken kann ich gut nachvollziehen und teile diese.
Aber ist das bei Chademo denn besser? Ich dachte Chademo wäre das geschlossene System?

rolandk hat geschrieben:
Muß ich das unterstützen? Nein.
Ist es unterstützenswert? Nein, es gibt bessere Alternativen.

Meinst Du jetzt nur Tesla oder noch was anderes?

harlem24 hat geschrieben:
Die Idee heute noch ein Auto ohne Schnelllader anzubieten ist eigentlich Schwachsinn.

Der Zoe2 wird sicher 22kW AC + CCS bieten. Ohne Überarbeitung passte das wahrscheinlich vorne nicht in die Nase rein.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon ev4all » Mo 6. Feb 2017, 21:08

Wenn ihr wissen wollt, wo es mit der Ladetechnik hingehen soll, dann informiert euch über ISO 15118 und seht euch das Video "Einführung in Zertifikats-Handling nach ISO 15118" auf http://www.v2g-clarity.com/de/ an (in Englisch).

Jedes E-Fahrzeug, jede Ladestation, jeder Ladestationsbetreiber, jeder Ladevertrag, jeder Autohersteller wird in eine Public Key Infrastruktur eingebunden und ist über digitale Zertifikate identifizierbar. So braucht man nur noch das Kabel einstecken und schwupps lädt die Karre. Es wird keine anonyme Ladung mehr geben, weder AC noch DC, weder öffentlich noch privat. Die Standards sollen Mitte 2017 definiert sein.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon AndiH » Mo 6. Feb 2017, 21:41

Die Identifizierung gilt für "öffentliches" Laden, dort gibt es auch ein berechtigtes Interesse (Abrechnung) das zu tun. Ich glaube kaum das meine dumme Schuko zuhause oder die Schmalspur Typ2 Wallbox jemals irgend etwas mit digitalen Zertifikaten anfangen kann, und wenn ich meine Stromrechnung zahle wird das auch so bleiben. Wenn Ihr von Überwachung reden wollt dann fragt euch mal woher eure Zoe weiß ob ihr die Akku Miete gezahlt habt oder nicht. Aber das ist ein ganz anderes Thema und hat mit Ladetechnik nur sehr entfernt etwas zu tun.

Gruß

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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon ev4all » Mo 6. Feb 2017, 21:50

Wenn du das Video gesehen hättest, hättest du auch bemerkt, dass das Zertifikatehandling auch privates Laden betreffen soll. Sicher wird das erst in zukünftigen Fahrzeugen implementiert. Aber wenn die Fahrzeuge mal nur noch nach diesem Verfahren laden, da kannst du machen nichts. Es geht ja auch um die Steuerung der Ladeleistung durch das Netz.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon Tho » Mo 6. Feb 2017, 22:13

Also absolute und maximaler Bevormundung durch den Versorger.
Dieses Szenario macht mir ehrlich gesagt Angst.
Zuletzt geändert von Tho am Mo 6. Feb 2017, 22:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon kai » Mo 6. Feb 2017, 22:21

Leute,

die anonymen 43kw TYP2 Autos wie ZOE Q210 werden noch im Preis steigen.

Gruß

Kai

P.S. Und den Akku kann man auch upgraden, Wow !
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon ev4all » Mo 6. Feb 2017, 22:24

Wie es am Ende umgesetzt wird, wird sich zeigen. Da mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. Ich glaube jedenfalls nicht daran, dass Daten, die zur Verfügung stehen, nicht auch genutzt werden.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon Tho » Mo 6. Feb 2017, 22:29

Damit ist man als Nutzer in einer schlimmeren Abhängigkeit, als man es bei den Mineralölkonzern jemals war. Ich hoffe, das setzt sich nicht durch.
Zuletzt geändert von Tho am Mo 6. Feb 2017, 22:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 43kW AC Ladetechnik unzuverlässig?

Beitragvon AndiH » Mo 6. Feb 2017, 22:29

Ich weiß wie PKI Infrastrukturen funktionieren und wann nicht, deshalb lasst euch für den Privatgebrauch damit keine Angst machen. Es würde zumindest voraus setzen das alle Fahrzeuge ständig einen unabhängigen Online Zugang haben, dann sind die Zertifikate das kleinste aller Probleme bzw. werden für eine Überwachung gar nicht benötigt. Die Zertifikate stellen nur eine eindeutige mathematisch korrekte Zuordnung sicher, die Überwachung funktioniert auch prima ohne bzw. eher Störungsfreier und einfacher.

Gruß

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