420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon midimal » Sa 10. Jan 2015, 11:52

Berliner Senat beauftragt Niederländer mit dem Bau von Stromladesäulen
Das Unternehmen Alliander hat sich den Auftrag für den Bau neuer Stromladesäulen gesichert. Bis Oktober 2016 sollen die Niederländer Zapfsäulen mit 420 Ladepunkten aufstellen

Bis Oktober 2016, so sieht es der Vertrag vor, soll Alliander Zapfsäulen mit insgesamt 420 Ladepunkte aufstellen sowie den Betrieb dieser Säulen bis Mitte 2020 gewährleisten. Bei nachgewiesenem Mehrbedarf können zudem ab Oktober 2016 bis zum Ende der Vertragslaufzeit bis zu 700 weitere Ladeerrichtungen im gesamten Stadtgebiet folgen. Im Gegenzug erhalte Alliander bis zu 6,5 Millionen Euro aus Landesmitteln. Nach Ablauf der Vertragszeit gehen, falls Berlin es wünscht, die Säulen in Landesbesitz über. "Ob dies die fürBberlin günstigste Lösung ist, wird man prüfen müssen", sagte der Staatssekretär.

http://www.morgenpost.de/berlin/article ... eulen.html
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Re: 420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon eDEVIL » Sa 10. Jan 2015, 12:18

Gernot Lobenberg - das ist doch der, für den private eAuto-Fahrer, die an der geförderten Säule am EUREF Laden möchten eher lässtig sind (so mein persönliche Erfahrung, als ich dort mit fast leerem Akku strandete).

Die geförderten Ladepuntk sind dann alle 22KW? Wenn die 6,5 Mio EUR für max. 1120 Ladepunkte vorgesehen sind, sind das knapp 6K EUR pro Ladepunkt. Bin mal auf die Preisgestaltung gespannt... :roll:
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Re: 420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon Timo » Sa 10. Jan 2015, 12:32

midimal hat geschrieben:
Berliner Senat beauftragt Niederländer mit dem Bau von Stromladesäulen
Das Unternehmen Alliander hat sich den Auftrag für den Bau neuer Stromladesäulen gesichert. Bis Oktober 2016 sollen die Niederländer Zapfsäulen mit 420 Ladepunkten aufstellen

Bis Oktober 2016, so sieht es der Vertrag vor, soll Alliander Zapfsäulen mit insgesamt 420 Ladepunkte aufstellen sowie den Betrieb dieser Säulen bis Mitte 2020 gewährleisten. Bei nachgewiesenem Mehrbedarf können zudem ab Oktober 2016 bis zum Ende der Vertragslaufzeit bis zu 700 weitere Ladeerrichtungen im gesamten Stadtgebiet folgen. Im Gegenzug erhalte Alliander bis zu 6,5 Millionen Euro aus Landesmitteln. Nach Ablauf der Vertragszeit gehen, falls Berlin es wünscht, die Säulen in Landesbesitz über. "Ob dies die fürBberlin günstigste Lösung ist, wird man prüfen müssen", sagte der Staatssekretär.

http://www.morgenpost.de/berlin/article ... eulen.html


Da stellt sich mir die Frage warum das keine Deutsches unternehmen kann in Berlin gibts doch sicher ne Firma die das kann.

Aber es ist sicher sinnvoller das Geld ins Ausland zu schleppen als es im Land bzw im Kreis zu lassen.

Ist aber nur meine Meinung.

Gruss Timo
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Re: 420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon Alex1 » Sa 10. Jan 2015, 12:39

Timo hat geschrieben:
Da stellt sich mir die Frage warum das keine Deutsches unternehmen kann in Berlin gibts doch sicher ne Firma die das kann.

Aber es ist sicher sinnvoller das Geld ins Ausland zu schleppen als es im Land bzw im Kreis zu lassen.

Ist aber nur meine Meinung.

Gruss Timo

Hmm, wahrlich bedenklich. Wenn das Schule macht...

Es gibt aber Grund zur Hoffnung: Ich habe gehört, dass deutsche Firmen ab+an auch mal was im Ausland bauen...
Herzliche Grüße
Alex
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Re: 420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon Großstadtfahrer » Sa 10. Jan 2015, 12:51

midimal hat geschrieben:
Das Unternehmen Alliander hat sich den Auftrag für den Bau neuer Stromladesäulen gesichert. Bis Oktober 2016 sollen die Niederländer Zapfsäulen mit 420 Ladepunkten aufstellen

Bei nachgewiesenem Mehrbedarf können zudem ab Oktober 2016 bis zum Ende der Vertragslaufzeit bis zu 700 weitere Ladeerrichtungen im gesamten Stadtgebiet folgen.


Da haben wir den Salat ;-)

338 der 420 Steckdosen sollen zudem auf öffentlichem Raum entstehen, alle anderen auf halböffentlichen Plätzen.


Aus ursprünglich 600 neuen Ladestationen bis Ende 2015 wurden erst 350, dann jetzt 170 auf öffentlichen Plätzen bis Ende 2016.
Ich bin gespannt wieviele es tatsächlich werden wenn sich Alliander erst mal mit den Bezirken auseinandergesetzt hat.

Ende 2016 haben wird denn in etwa genau einen "Parkplatz" für jedes Carshare eFahrzeug ;-)

Ich denke der Mehrbedarf wird dann schwer nachzuweisen sein, wenn dort der Strom mit nur 3,7 kw für 2 Stunden am Tag aus der Säule gezogen wird.

Im Vorfeld des Verfahrens hatten die Berliner Grünen im Abgeordnetenhaus das Vorgehen des Senats bei der Ausschreibung kritisiert, weil es kleinere Berliner Firmen, die jedoch innovative Ansätze verfolgt hätten, nicht berücksichtige.[...]
"Aus technischen Gründen ist an Berliner Straßenlaternen, falls überhaupt, nur langsames Aufladen möglich", sagte Gaebler.


Und aus technischen Gründen ist bei 80-90 Prozent der heutigen Fahrzeuge das laden an AC nur mit 3,7kw möglich.
Das Anforderungsprofil wurde bestens auf die Carsharer passen! Jede Ergänzung würde die Situation hier in Berlin entspannen.

Aber bis zu 100 weitere Säulen von ebee und Ubee ;-) sind ja auch noch dabei.

Bleibt spannend;-)

Ich frage mich ja immer noch bei wem ich den Bedarf anmelden kann ;-) Hier in der Straße steht mein eAuto , wollt ihr nicht 2 Ladepunkte danebenstellen? ;-)
Gruß
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Re: 420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon TeeKay » Sa 10. Jan 2015, 13:08

Das Ergebnis ist echt enttäuschend. Aus hochtrabenden Plänen, 1600 Ladepunkte, wurde fast nichts. Erst wurde das ganze ein Jahr verzögert und jetzt haben die auch noch zwei Jahre Zeit zum Bau. Ein Gesetz, das die Bezirke zwingt, Ladesäulen zuzulassen, gibts auch nicht.

Und natürlich sollen mal wieder die meisten Ladepunkte innerhalb des S-Bahn Rings entstehen - also da, wo es schon heute die meisten Ladesäulen gibt. In den Außenbezirken steht kaum etwas - und so solls dann auch bleiben.

Ins Ausland ging der Auftrag, weil er ausgeschrieben werden musste. Es gewinnt dann der billigste Anbieter. Warum man von vornherein die Berliner Startups ausschloß, wissen nur die Verantwortlichen selbst. In anderen Ländern werden kleine Startups unterstützt, damit sie groß werden. In Deutschland ist geringe Größe hingegen ein Ausschlusskriterium in staatlich subventionierten Projekten.

Alliander ist Partner von The New Motion, so dass wir wenigstens auf vernünftige Zugangskonditionen hoffen können.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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TheNewMotion gewinnt Ausschreibung in Berlin

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 12. Jan 2015, 16:20

Tagesspiegel hat geschrieben:
Bis Mitte 2016 soll das bestehende Netz von rund 400 Ladepunkten in Berlin um 400 weitere ausgebaut werden. Zusätzlich seien 20 Schnelllade-Stellen vorgesehen, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt am Freitag mit. Später sollen je nach Bedarf bis zu 700 weitere Ladestationen folgen.

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/e ... 10180.html

rbb hat geschrieben:
Alles in allem stellt Berlin dafür 6,5 Millionen Euro zur Verfügung und hofft dadurch, mehr Menschen dazu zu bringen, Elektroautos zu benutzen. Bisher gibt es 1.800 Elektroautos in Berlin und Brandenburg, wobei die aller meisten in Berlin unterwegs sind.

http://www.rbb-online.de/wirtschaft/bei ... erlin.html

(via electrive.net)
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Re: 420 Ladepunkte - BER Senat beauftragt Holländer

Beitragvon Großstadtfahrer » Mo 12. Jan 2015, 17:52

Ich finde diese Zahlenspielchen in der Presse immer so Toll, die aus dem Unvermögen entstehen, Ladestation und Ladepunkt auseinanderzuhalten ;-)

Hier sogar im gleichen Artikel. Wenn auch in die andere Richtung ;-)

Der Berliner Senat lässt den niederländischen Netzbetreiber Alliander 400 neue Ladestationen für E-Autos errichten.


Bis Mitte 2016 soll das bestehende Netz von rund 400 Ladepunkten in Berlin um 400 weitere ausgebaut werden
[...] Später sollen je nach Bedarf bis zu 700 weitere Ladestationen folgen.


Die Morgenpost Sprach ja noch von 700 weitere Ladeeinrichtungen.
Was immer das auch sein mag ;-)

In Berlin gibt es in etwa 100 öffentlich zugängliche Ladestationen.
(Nicht im Parkaus, nicht hinter einer Schranke wenn der Supermarkt geschlossen hat und nicht in der Garage eines Ministeriums mit Schusswaffen beschützt ;-) )

Aus diesen 100 Stationen werden in der Presse schnell mal 200 Ladepunkte.
Kann man machen, sieht dann auch besser aus.(auch wenn es nur annährend stimmt, Parkraum ist ja ein kostbares Gut)

In der nächsten Iteration werden daraus dann schon 200 Ladestationen, die dann wiederum schnell zu 400 Ladepunkten aufgebauscht werden.

So wird Berlin ganz schnell zum Vorreiter in Sachen Ladeinfrastruktur. Jedenfalls auf dem Papier ;-)

Aber im groben Ganzen freu ich mich ja, dass es weiter geht ;)
Und wenn es dann im Oktober 2016 doch nur 280 Ladesäulen sind, fange ich auch an zu Multiplizieren.
Dann ist der Frust nicht so groß ;-)


Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD) [...] forderte Carsharing-Unternehmen auf, „ihre Flotten jetzt schnell auf Elektroantrieb umzustellen“.

(Wortspiele zum Nachnamen unseres Verkehrssenators spar ich mir jetzt mal) :-)

Das muss Car2Go jetzt ein wenig wie Hohn vorkommen ;-)
Gerüchteweise sind sie ja mit ihren SmartED nach Stuttgart weitergezogen und haben sich nur für die 16 Stück am Potsdamerplatz die Überführungskosten gespart ;-)
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mietsysteme-e-autos-sind-in-berlin-kaum-zu-kriegen/7055284.html
Gruß
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