Günstiger 22kW AC Lader

Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon Ahvi5aiv » So 21. Feb 2016, 00:40

Ok, scheinbar sind die Gehäuse nicht mit den DC-Teil verbunden, wie das gerne bei den PC Netzteilen häufig gemacht ist.

Allerdings, wie gesagt, ob die Platinen selber mit einem genügend großen Abstand zu den Gehäuseteilen und anderen Teilen isoliert sind bezweifel ich ein wenig. Bei 70 V sind nun mal wesentlich geringere Abstände erfoderlich wie es bei 400 V der Fall ist. Und da alle Gehäuse verbunden sind können es damit nun mal tatsächlich rund 400 V sein. Ich glaube nicht, das der Hersteller der Netzteile daran gedacht hat das jemand auf die Idee kommt mehr als 2 in Reihe zu schalten; geschweige denn 8.

Ich will das nicht schlecht reden, aber man sollte daran denken.

Das andere was ich meine ist, wenn eine Batterie angeschlossen wird und die Netzteile noch nicht eingeschaltet sind, dann kann es passieren das im ungünstigen Fall durch Toleranzen (alle Netzteile sind dann vermutlich unterschiedlich hochohmig) an einem Netzteil wesentlich mehr Spannung anliegt, als es verkraften kann. Um das zu vermeiden sollte man parallel zu jedem Ausgang vielleicht einen PTC oder Zehnerdioden oder was auch immer die Spannung begrenzt anbauen. Ich habe übrigens mir das nicht selber ausgedacht sondern von hier:
http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id= ... _als_lader.

Trotzdem viel Erfolg.
Ahvi5aiv
 
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon DeLike » So 21. Feb 2016, 10:14

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Ok, scheinbar sind die Gehäuse nicht mit den DC-Teil verbunden, wie das gerne bei den PC Netzteilen häufig gemacht ist.

Allerdings, wie gesagt, ob die Platinen selber mit einem genügend großen Abstand zu den Gehäuseteilen und anderen Teilen isoliert sind bezweifel ich ein wenig. Bei 70 V sind nun mal wesentlich geringere Abstände erfoderlich wie es bei 400 V der Fall ist. Und da alle Gehäuse verbunden sind können es damit nun mal tatsächlich rund 400 V sein. Ich glaube nicht, das der Hersteller der Netzteile daran gedacht hat das jemand auf die Idee kommt mehr als 2 in Reihe zu schalten; geschweige denn 8.

Ich will das nicht schlecht reden, aber man sollte daran denken.

Das andere was ich meine ist, wenn eine Batterie angeschlossen wird und die Netzteile noch nicht eingeschaltet sind, dann kann es passieren das im ungünstigen Fall durch Toleranzen (alle Netzteile sind dann vermutlich unterschiedlich hochohmig) an einem Netzteil wesentlich mehr Spannung anliegt, als es verkraften kann. Um das zu vermeiden sollte man parallel zu jedem Ausgang vielleicht einen PTC oder Zehnerdioden oder was auch immer die Spannung begrenzt anbauen. Ich habe übrigens mir das nicht selber ausgedacht sondern von hier:
http://elweb.info/dokuwiki/doku.php?id= ... _als_lader.

Trotzdem viel Erfolg.


Kennen Sie das aus der Praxis oder nur theoretisch? Theoretisch. Ohne eigene Erfahrung und ohne Verständnis in Elektrobereich wird keiner damit sich kümmern. Also die Jenige die das brauchen, kennen aus der Praxis was und wie funktioniert. Und was Sie geschrieben haben kann ich leider nicht akzeptieren.
Es geht um verschiedene Herstellern und Modellen;
Auf elweb.info sind doch die Abhilfemöglichkeiten geschrieben:

"Eine 60A Shottkydiode in Reihe zwischen Netzteile und Akku schalten um die Rückspannung zu eliminieren
Je eine 60A Shottkydiode Parallel zu jedem Netzteil damit beim „durchdrücken“ des Stromes dieser nicht durch das Netzteil fiesst
Spannungsteiler mit Wdst., die Akkuspannung auf die Netzteile aufteilen
Die Akkuspannung vom Netzteilen wegschalten"

Was ist noch bis heute unklar?
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon Ahvi5aiv » So 21. Feb 2016, 14:02

Genau darauf wollte ich hinweisen. Zumindest ist das geklärt ;-)

Ich habe mir halt auch meine Gedanken zur Reihenschaltung von Netzteilen gemacht und wollte 9 davon in verwenden. Weil ich nicht sagen kann, wie nun die Isolationsfestigkeit der DC Ausgänge gegen z.B. Gehäuse ist (ich nehme an das hier nicht von 400 V ausgegeangen wird und das ist in meinen Augen das mit dem man rechnen muss) und mir diese Sicherheits am wichtigsten ist habe ich so abstand davon genommen.

Was in meinen Augen aber funktionieren könnte, wenn die Netzteile entsprechend aufgebaut sind, ist, das man alle isoliert voneinander ein ein eigenes größeres einbaut. Die NT-Gehäuse dürfen dann selber wohl nicht miteinander verbunden werden.
Am besten baut man dazu auch die Einzelnetzteile aus den Gehäusen aus so das erst gar nicht das Problem entsteht.
Nur das Gesamtgehäuse wird dann wieder mit dem PE verbunden.
Allerdings ist das so eine Sache wenn man die Schaltung der Netzteile selber nicht kennt. Möglicherweise wird der PE noch anderweitig "gebraucht."

Also weiter viel Erfolg. Jedenfalls soweit sieht das gut aus. Eine Frage, wie steuert Ihr denn die Ausgangsspannung/Strom im Verhältnis zur Batteriespannung (also Ladespannung/-strom)? Macht Ihr das auch so wie es im ELWeb beschrieben ist?
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon DeLike » So 21. Feb 2016, 14:48

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Eine Frage, wie steuert Ihr denn die Ausgangsspannung/Strom im Verhältnis zur Batteriespannung (also Ladespannung/-strom)? Macht Ihr das auch so wie es im ELWeb beschrieben ist?


Jeder Netzteil hat zwei Potis für DC Augangsspannung (37-60V) und -Strom (8-30A) Einstellungen.
In Prinzip ist sehr ähnlich wie im elweb.info beschrieben. Abschalten soll mit eigene Platine aufgebaut werden, obwohl die Überspannungsschutz existiert, da die PSU nicht parallel sondern in Serien angeschlossen sind und sollen gleichzeitig ausgeschaltet werden.
Zuletzt geändert von DeLike am Mo 22. Feb 2016, 04:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AW: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon Oliver » So 21. Feb 2016, 14:56

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Weil ich nicht sagen kann, wie nun die Isolationsfestigkeit der DC Ausgänge gegen z.B. Gehäuse ist (ich nehme an das hier nicht von 400 V ausgegeangen wird und das ist in meinen Augen das mit dem man rechnen muss) und mir diese Sicherheits am wichtigsten ist habe ich so abstand davon genommen.


Da müsste man mal einen Teilentladungstest von DC+/- nach Gehäuse und PE machen. Weiss aber ehrlich gesagt nicht, wie einfach / teuer sowas ist...
Oliver
 
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Re: AW: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon DeLike » Mo 22. Feb 2016, 04:35

Oliver hat geschrieben:
Ahvi5aiv hat geschrieben:
Weil ich nicht sagen kann, wie nun die Isolationsfestigkeit der DC Ausgänge gegen z.B. Gehäuse ist (ich nehme an das hier nicht von 400 V ausgegeangen wird und das ist in meinen Augen das mit dem man rechnen muss) und mir diese Sicherheits am wichtigsten ist habe ich so abstand davon genommen.


Da müsste man mal einen Teilentladungstest von DC+/- nach Gehäuse und PE machen. Weiss aber ehrlich gesagt nicht, wie einfach / teuer sowas ist...


Da müsste man noch ein bisschen warten, bis ein LG leistungsstark und preisgünstig auf'm Markt gibt's. Ehrlich gesagt keine Ahnung wann und wie schnell es passiert!
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon Ahvi5aiv » Mo 22. Feb 2016, 23:56

An den Bauteilen kann es ja nicht so besonders liegen. So viel teurer sind wesentlich größere Bauteile auch nicht.
Ich hatte mal so 1000 € überschlagen 6 MOSFETs, 4 IGBTS, 1 Leistungsübertrager, ein haufen ELKOs, (Vielleicht aktive) Gleichrichtung mit Spannungsregelung und Strombegrenzung.
Was fehlt ist die komplette Schutzelektronik.

Um zu kontrollieren ob die Leiterbahnen des DC Teils weit genug von jeglichen anderen Teilen entfernt sind muss man sich die Platine ansehen in der Hoffnung, das diese max. 2-Layer besitzt und die Abstände prüfen. Gab es da nicht gewisse "Normen" an die man sich halten kann? Jedenfalls wenn man den geringsten Abstand zu anderen Teilen nachmisst kann man sicherlich schon mal ermitteln, ob dieser ggf. ausreichend ist. Ich habe jedenfalls hier was dazu gefunden: https://www.mikrocontroller.net/article ... t%C3%A4nde
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon DeLike » Di 23. Feb 2016, 00:44

Ahvi5aiv hat geschrieben:
An den Bauteilen kann es ja nicht so besonders liegen. So viel teurer sind wesentlich größere Bauteile auch nicht.
Ich hatte mal so 1000 € überschlagen 6 MOSFETs, 4 IGBTS, 1 Leistungsübertrager, ein haufen ELKOs, (Vielleicht aktive) Gleichrichtung mit Spannungsregelung und Strombegrenzung.
Was fehlt ist die komplette Schutzelektronik.

Um zu kontrollieren ob die Leiterbahnen des DC Teils weit genug von jeglichen anderen Teilen entfernt sind muss man sich die Platine ansehen in der Hoffnung, das diese max. 2-Layer besitzt und die Abstände prüfen. Gab es da nicht gewisse "Normen" an die man sich halten kann? Jedenfalls wenn man den geringsten Abstand zu anderen Teilen nachmisst kann man sicherlich schon mal ermitteln, ob dieser ggf. ausreichend ist. Ich habe jedenfalls hier was dazu gefunden: https://www.mikrocontroller.net/article ... t%C3%A4nde

Theorie ist gut, Praktika ist besser. Die Netzteile funktionieren in E-Autos mit 120VDC, 300VDC und 400VDC Batterien. Schon lange Zeit. Was braucht man noch? Sie kritisieren nicht, aber schreiben immer was negatives. Die Netzteile funktioniren in E-Autos als LG nicht seit gestern. Es gibt doch viel Erfahrung mit Netzteilen bei deutschen Schrauber, die auch hier gepostet haben. Was fehlt Ihnen noch?
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon Ahvi5aiv » Di 23. Feb 2016, 21:33

Oh, kaum hat man ein paar Anmerkungen ist man gleich der Buhmann. Ok. Dann halt nicht.

PS: Die Firmen für die ich arbeite bezahlen viel Geld für meine Anmerkungen von möglichen Problemen und Fallstricken. Ich bin dabei nicht mal Experte in den Fachbereichen, dennoch ist es offensichtlich den Firmen das Geld wert :-) Wie dem aus sei, wer meine Bemerkungen nicht mag soll Sie ignorieren. Ich bin hier raus.
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Re: Günstiger 22kW AC Lader

Beitragvon e-beetle » So 28. Feb 2016, 21:27

Meine Netzteile sind angekommen und natürlich schon getestet :-)
Vielen Dank an DeLike für die Mühen!
ESR-48_30D_Spannung.jpg
Spannung

Ladegeraet_Seitenteile.jpg
Aus Vier mach Eins :-)

Wen mehr als ein Bild interessiert, kann in meinem Blog nachlesen, was ich bisher damit angestellt habe.
Zum e-Beetle-Blog
Werde hier aber sicher noch in den nächsten Tagen berichten.

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