Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon TJ0705 » Mo 23. Sep 2013, 20:52

casper hat geschrieben:
Hallo Dirk,

ich verstehe wenn ich die Diskussion hier lese nicht, warum Du nicht einfach nochmal OHNE Vorheizen und ohne Heizung während der Fahrt misst und wir dann darüber reden?


Hallo Casper,

kein Problem, das machen wir. Für mich selber habe ich das auch schon bei solchen Fahrten und insgesamt bei viel mehr Fahrten beobachtet. Sonst hätte ich das Thema ja gar nicht angesprochen. Sauber dokumentiert ist aber bisher nur diese Fahrt. Deshalb habe ich die genommen und das Aufheizen sauber rausgerechnet.

Da ich so viel wie möglich mit Solarstrom lade, kommt es zu dieser Jahreszeit selten vor, daß der Akku in einem Rutsch und ganz voll geladen wird. Bei einer Ladung in drei oder vier Schritten bekomme ich über meine Meßsteckdose kein sauberes Ergebnis angezeigt, vor allem wenn das an verschiedenen Tagen geschieht. Und für so eine exemplarische Fahrt muß ich ja auch mit einem randvollen Akku starten und ihn danach wieder randvoll machen. (Das soll nur erklären, wieso ich gerade diese Fahrt für die Darstellung im Forum gewählt habe. Hier hatte ich eben mal alle nötigen Werte und günstigen Umstände beisammen.)

Ohne Heizung/Klima während der Fahrt wird nicht möglich sein, oder das muß jemand anderes machen. Ich hasse es ohne frische Luft zu fahren. Die Scheiben beschlagen beim Leaf auch sehr schnell, so daß ich da keine Chance für sehe.

Morgen früh bin ich ca. 50km unterwegs. Ich werde mit vollen Akkus losfahren und bei dieser Gelegenheit mal den Verbrauch, den der BC anzeigt mit der elektrischen Arbeit vergleichen, die mein Strommessgerät für das Wiederaufladen ab Steckdose später misst.
Um weiteren Diskussionen vorzubeugen werde ich nur die notwendigen sonstigen Verbraucher und nur wenn unbedingt notwendig Klimaanlage, Lüftung etc. anschalten.


Super, danke. Bin gespannt.

Grüße Dirk
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon TJ0705 » Mo 23. Sep 2013, 21:04

JohnnyGalaxis hat geschrieben:
Ist jetzt nicht böse gemeint aber bevor ich hier einen Thread mit Bild-Zeitungsüberschrift, würde ich erstmal Fakten liefern, sprich einigermaßen genaue Messungen machen. Also ohne Vorheizen, definierte Strecke fahren, laden, prüfen, vergleichen.


Die Überschrift war jetzt eigentlich mehr mit nem Augenzwinkern gemeint. Aber ja, nachdem das Thema im einem anderen Thread kaum Aufmerksamkeit bekam, wollte ich schon, daß das dieses mal anders ist.

Den restlichen Schuh ziehe ich mir nicht an. Ich habe, so meine ich, die Fakten allesamt geliefert. Man kann es wohl nie allen recht machen. Letztlich ist der Thread aber auch gedacht, damit andere auch mal messen, und weniger damit jetzt jeder an meinem unwissenschaftlichen Vorgehen rumkritisiert. ;-)

Wenn mein Auto für mich ständig unerklärlich viel verbraucht, suche ich mir Hilfe bei Gleichgesinnten. Das seid Ihr. ;-) Hoffe also einfach auf mehr Messergebnisse, und dann werden wir sehen. Daß manche lieber stundenlang über irgendwelche Rahmenbedingungen diskutieren anstatt mal selbst zu messen, konnte ich ja nicht ahnen. :roll:

Grüße Dirk

P.S.: Ich spreche nicht von Carwings sondern von der Anzeige im kleinen Display.
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon Efan » Mo 23. Sep 2013, 21:10

TJ0705 hat geschrieben:
...
Wir laden de fakto alle Schuko. ...


Oder per Wallbox mit 16A.
Seine Exzellenz Efan, Botschafter vom Leaf ;-) 12.09.2013

www.ixquick.com ist DIE Alternative zu google
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon bm3 » Mo 23. Sep 2013, 21:14

TJ0705 hat geschrieben:
So, ich habe das nochmal nachvollzogen. Die 40km habe ich in ca. 45 Minuten gefahren. 15 Minuten gleich nach dem Vorheizen und den Rest in 30 Minuten mit Aufheizen während der Fahrt aus dem Akku. Das sind also für Heizung etwa 0,4 kWh auf der ersten Etappe und 0,5 kWh für die Aufheizphase der zweiten Etappe. Danach nochmal 0,5 kWh für die 20 Minuten Temperaturhalten bis zum Ziel. Das erklärt also etwa 1,4 kWh. Zu erklären wären 2,4 kWh auf 40km.

Dann wären wir bei ca. 10% Ladeverlusten. Schon besser. *hm*

Sollte das also des Rätsels Lösung sein? Rechnet der Leaf im Bordcomputer nur den reinen Fahrstrom und nicht die anderen Verbraucher? Das wäre mir auch recht. Ich möchte es nur wissen(!) und offen, möglichst ergänzt um Werte von Euch, diskutieren.

Grüße Dirk


Hallo Dirk,
jetzt kommen wir näher an die Lösung, ich gehe davon aus dass Carwings nur die reine elektrische Arbeit (netto) zeigt die aus dem Akku für den Motor kommt. Dazu kommen aber dann bis zum Zähler in deinem Haus noch die Arbeit für die Klimatisierung und die Ladeverluste überschlägig mit 10-15% dazu. Und dann solltest du auch inetwa da sein wo es dir dein Stromzähler anzeigt.
Ehrlicher Weise muss man also wenn man seine Verbrauchswerte beispielsweise zu Spritmonitor meldet die ab Steckdose angeben.
Ich denke Viele machen das aber nicht ob nun bewusst oder aus Unkenntnis.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon casper » Di 24. Sep 2013, 13:21

So,

ich bin heute Morgen 57km Landstraße gefahren. Verbraucher habe ich weitestgehend aus gelassen. Es waren nur Licht, Navi/Radio und die meiste Zeit die Lüftung (aber ohne Heizung und AC) eingeschaltet.

Auf dem Rückweg hatte ich übrigens 300kg Holzbriketts geladen - einfach super praktisch der "Kleine"... ;)

Aber zurück zum Thema:
Die Anzeige des BC zeigte am Ziel 0,15 kWh/km. Also sollte ich für die Strecke 8,55 kWh verbraucht haben.

Jetzt habe ich mit dem Backstein an Schuko nachgeladen - der Akku war natürlich zu Beginn der Fahrt voll.
Mein Messgerät zeigt an, dass ich nun 10,99 kWh "getankt" habe bis der Akku wieder voll war.

Das entspricht 28,5% mehr als der Bordcomputer anzeigt.
Die sonstigen Verbraucher haben im Energiemonitor nie mehr als 0,5 kW ausgemacht, eher weniger. Die Fahrt dauerte eine Stunde. Rechnen wir mal mit 0,5 kWh für sonstige Verbraucher. Und weil die BC Anzeige zum Ende hin immermal zwischen 0,15 und 0,16 hin und her wechselte mit 0,155 kWh / km

Dann sind es aber noch 18% Ladeverlust. Kann das hinkommen oder woher stammt der doch gravierende Unterschied zwischen angezeigtem und tatsächlichem Verbrauch? Vielleicht ist auch die Anzeige am BC seitens Nissan "optimiert". Wäre ja nicht die erste Verbrauchsanzeige... Bei der neuen A-Klasse habe ich ähnliche Beobachtungen gemacht...

Soviel von meiner Seite zu dem Thema - Auch mit realen knapp 20kWh ist der Leaf meiner Meinung nach noch umweltfreundlich, vorausgesetzt man lädt per eigener PV Anlage oder besitzt zumindest Strombezug aus erneuerbaren Quellen. Wirtschaftlichkeit interessiert mich weniger.

Mit Graustrom wären es dann aber bei ca. 540g CO2 pro kWh ca. 110g CO2 / km und das ohne Heizung / Klima! In diesem Fall wäre der ökologische Vorteil dahin und man könnte auch einen sparsamen Verbrenner fahren... Aber da erzähle ich ja nichts Neues ;)

Viele Grüße ,
casper
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon TJ0705 » Di 24. Sep 2013, 13:40

doppelt
Zuletzt geändert von TJ0705 am Di 24. Sep 2013, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon TJ0705 » Di 24. Sep 2013, 13:44

Hallo Casper,

vielen Dank für Deine Mühe. Das bestätigt ja im wesentlichen meine Beobachtungen. Hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht.

Kann jetzt noch jemand heraus finden, ob es an Ladeverlusten liegt oder ob der Nissan einfach relativ viel verbraucht? Ich würde zu gerne den Mythos von diesem überlegenen Ladegerät widerlegen, wenn er denn unwahr sein sollte.

Falls nämlich heraus kommt, daß Schuko-Ladung einfach grundsätzlich suboptimal ist, auch bei Nissan wirklich nur eine Notlade-Lösung, könnten wir umso nachdrücklicher zukünftig andere Ladeverfahren und/oder effizientere Ladegeräte einfordern. Wenn wir das nicht klären, bleiben wir weiter dumm und verschwenden kostbaren Strom. ;-)

Grüße Dirk
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon casper » Di 24. Sep 2013, 13:52

TJ0705 hat geschrieben:
Hallo Casper,

vielen Dank für Deine Mühe. Das bestätigt ja im wesentlichen meine Beobachtungen. Hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht.

Kann jetzt noch jemand heraus finden, ob es an Ladeverlusten liegt oder ob der Nissan einfach relativ viel verbraucht? Ich würde zu gerne den Mythos von diesem überlegenen Ladegerät widerlegen, wenn er denn unwahr sein sollte.

Falls nämlich heraus kommt, daß Schuko-Ladung einfach grundsätzlich suboptimal ist, auch bei Nissan wirklich nur eine Notlade-Lösung, könnten wir umso nachdrücklicher zukünftig andere Ladeverfahren und/oder effizientere Ladegeräte einfordern. Wenn wir das nicht klären, bleiben wir weiter dumm und verschwenden kostbaren Strom. ;-)

Grüße Dirk



Vielleicht kann hier ja mal jemand einen ähnlichen Test mit Wallbox und Typ2-Typ1 Kabel machen? Vorausgesetzt er hat die Möglichkeit "ab Steckdose" messen (Verbrauchsanzeige in der Wallbox?).
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon TJ0705 » Di 24. Sep 2013, 14:05

Du meinst wegen dann 16 Ampere? Wäre das denn soviel besser? Ich würde jetzt mal vermuten, daß das ebenfalls Spielkram ist mit entsprechenden Verlusten. Wie ist es denn beim Zoe mit 16 Ampere?

Grüße Dirk
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Re: Das "Mein Leaf hat riesen Ladeverlust"-Thema

Beitragvon eDEVIL » Di 24. Sep 2013, 14:28

Spielkram? Mehr geht doch AC beim Leaf gar nicht...

Herr Bettermann ist leider etwas überlastet. Habe meine LAdelösung mit 16A leider noch nicht... :cry:
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