Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akku?

Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akku?

Beitragvon TJ0705 » Mi 12. Nov 2014, 11:03

Hi Leute,

ich bekomme in Kürze einen Leaf-Akku bzw. die reinen Batteriemodule daraus. Nach dem Winter soll daraus ein Hausspeicher für unsere Photovoltaik werden.

Wie bekomme ich die Batterien jetzt heil über den Winter, zumal wenn sie ggfs. bei Aussentemperaturen lagern? Sollten sie dafür voll sein oder halbvoll? Muß ich sie zwischendurch mal nachladen oder gar ganz am Strom lassen? Weiß jemand wie ich sie laden kann ohne das Auto drumherum?

Danke und Grüße

Dirk
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon bm3 » Mi 12. Nov 2014, 14:30

TJ0705 hat geschrieben:
Hi Leute,

ich bekomme in Kürze einen Leaf-Akku bzw. die reinen Batteriemodule daraus. Nach dem Winter soll daraus ein Hausspeicher für unsere Photovoltaik werden.

Wie bekomme ich die Batterien jetzt heil über den Winter, zumal wenn sie ggfs. bei Aussentemperaturen lagern? Sollten sie dafür voll sein oder halbvoll? Muß ich sie zwischendurch mal nachladen oder gar ganz am Strom lassen? Weiß jemand wie ich sie laden kann ohne das Auto drumherum?

Danke und Grüße

Dirk


Hallo Dirk,

hast du etwa die 24kwh jetzt bei dem Norweger gekauft ?
Wie läuft das dann mit der Einfuhrumsatzsteuer,Zoll und Transport nach D. ab ?
Ich würde raten mit etwa 80% SOC einzulagern. Wahrscheinlich wirst du nicht das Nissan-Balancing-Modul dazubekommen oder doch ?
Ohne Balancing-Module solltest du mitten in der Lagerzeit mal die Zellspannungen einzeln nachmessen und falls sie unter ~ 3,4 Volt liegen muss nachgeladen werden. Entweder in teilweiser Reihenschaltung mit montierten anderen Balancer-Modulen oder mit laufender Spannungskontrolle und Abschaltung der Ladung bei Annäherung an die Spannungsgrenzen (4,2V). Da du ja sowieso ein BMS benötigst könntest du es ja schonmal anschaffen und installieren.
Ich würde die 4-fach-Module alle irgendwo schon einzeln in einem Rack oder ähnlich neu verkabeln und das BMS schon anschließen. Dann hast du jedenfalls schon die volle Kontrolle während der Lagerzeit.
Ich habe auch überlegt jetzt Leaf-Zellen anzuschaffen, aber ich habe noch einen 24V-Batterie-Wechselrichter und der brauchte dann 7 Zellen oder dreieinhalb Leaf-Module in Reihe und das gefällt mir nicht so richtig daran, ich möchte keine Module noch zerlegen müssen.
Andererseits passen 18 dieser Module in den Vectrix-Roller wie für ihn gemacht, bin deshalb immer an Quellen für die Module interessiert. :D

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon TeeKay » Mi 12. Nov 2014, 14:39

Also ich lese immer wieder, dass die Lagerung am besten bei 40-50% SOC vorzunehmen ist. Tiefe Temperaturen sind bei der Lagerung sogar förderlich, weil dann die Selbstentladung praktisch 0 ist.
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon bm3 » Mi 12. Nov 2014, 14:47

TeeKay hat geschrieben:
Also ich lese immer wieder, dass die Lagerung am besten bei 40-50% SOC vorzunehmen ist. Tiefe Temperaturen sind bei der Lagerung sogar förderlich, weil dann die Selbstentladung praktisch 0 ist.


Ja, die einen schreiben so, die anderen so. ;)
Wenn es nur um die Erhaltung der maximalen Lebensdauer der Zellen geht, lagert man am besten mit 5% SOC ein und läd bei Bedarf öfter mal etwas nach. Um so weniger SOC, um so häufiger muss man sich allerdings dann um seine Babys bemühen. :)
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon eDEVIL » Mi 12. Nov 2014, 17:15

5% SOC ist dann etwas für die extrem coolen Typen. 8-)
ich denke, das man bedenkenlos bei 4V starten kann. Besser etwas mehr kalendarische Alterung, als Tiefentladung und totalausfall.

Eine Laderempfehlung würde mich inetressieren, da ich 2 von diesen Modulen habe und so langsam mal nachladen müßte.
Aktuell sind meine bei 3,74/3,75V weiß aber leider nicht mehr, wieviel es bei Auslieferung waren.
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon bm3 » Mi 12. Nov 2014, 19:00

Hallo,
deine beiden Module, die haben ja einen Mittelabgriff für die Balancer (nicht so hoch strombelastbar) , würde ich mit einem Netzteil oder besser Labornetzgerät mit einstellbarer Strombegrenzung welches im Leerlauf auf 3,9-4V eingestellt ist laden. Wird diese Spannung beim Laden erreicht geht der Ladestrom dann automatisch gegen Null.
Deine beiden Module liegen aber noch gut in der Nennspannung, ich denke du hast noch einige Zeit. :D
Mit angebauten Balancern könntest du sie auch komplett in Reihe nachladen. Mit der 4-fachen Spannung und Strombegrenzung auf 1A oder so eingestellt.
Anhand der Ladespannung an jeder Zelle und dem Ladestrom dabei kannst du grob den Ladezustand abschätzen.


Viele Grüße:

Klaus
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon eDEVIL » Mi 12. Nov 2014, 19:16

Ja, ist noch Zeit, aber bis ich es dann wirklich um setze vergeht auch noch Zeit. Labornetzgerät habe ich leider keins. Welche Laderegler oder Ladegerät köntne ich da verwenden? Geplant ist eigentlich ein 24DC Halbinsel, aber dafür müßte ich die schon recht hart umbauen. Bliebe also nur 12V oder noch zwei weitere Module kaufen, aber woher?

Könnte mir aber auch eine Nutzung als DC-USV für PCs vorstellen.
Da gäbe es als Lösungsansätze PicoUPS-100 /PicoUPS-120-ATV oder OpenUPS

Nicht für die LEaf_Akkus, aber trotzdem inetressant: OpenUPS2
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon bm3 » Mi 12. Nov 2014, 19:23

Ladegerät müsste eines sein was LiPo kann, ich denke das passt von der Spannungslage, haben beispielsweise die Modellbauer.
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon eDEVIL » Mi 12. Nov 2014, 19:29

Lipo ist eig. etwas niedrig, aber für die halbarkeit ist e swohl gar nciht so verkehrt.

Kannst Du da konkret etwas empfehlen?
Habe es mal ausgelagert: Kaufberatung Ladegerät Leaf Akku Module
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Re: Wie überwintere ich am besten einen ausgebauten Leaf-Akk

Beitragvon bm3 » Mi 12. Nov 2014, 19:32

Konkret kann ich dir leider nichts empfehlen aber es gibt genügend LiPo-Ladegeräte am Markt.
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