Leaf Akku als Hausspeicher

Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon independence-now » Fr 24. Apr 2015, 14:16

MoinMoin,

Sachverhalt: wir haben auf unserem Haus eine 8,46 KWp PV-Anlage (Danfoss TLX WR), leider bekommt der Versorger 85% unseres kostbaren Stroms. Es steht bald ein Smart ED an mit dem täglich in die Stadt (Büro) gefahren wird. Reichweite hin und zurück, auch im Winter, völlig OK (Profil ca. 65km täglich). Bidirektionalität (also z.B. I-Miev in Japan) bringt nichts da ich nicht im Büro sondern zuhause laden möchte.

Ich habe die Möglichkeit einen geschrotteten, aber technisch intakten und kompletten 2013 Leaf relativ günstig zu bekommen.

Wer (Firma oder Fachmann mit Umbauerfahrung) kann mir mit einem Leaf-Akku einen Hausspeicher bauen, so daß aus diesem der ED nachts geladen wird (Schnarchladung)? Ich bin elektrotechnisch unbescholten, daher fällt eine eigene Bastellösung aus. Der Akku kann in einem kleinen, komplett isolierten Raum in der Garage montiert werden.
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon Kelomat » Sa 25. Apr 2015, 19:54

Wenn der Technisch in Ordnung ist wäre das vielleicht was für dich?
http://www.goingelectric.de/forum/nissan-leaf-laden/weiss-da-einer-was-dazu-t9516.html?hilit=leaf%20to%20home#p177085
Ob man das Teil schon bekommt und was es kostet weiß ich nicht... Vielleicht findest du was heraus.

Es hat schon jemand im Forum einen Hausspeicher mit Leaf Akkus gebaut, habe aber jetzt den Link zum Thema nicht zur Hand -> Suchfunktion
Hauptauto: Nissan Leaf 2012er mit isolierter Heizung
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Re: AW: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon bernd » Sa 25. Apr 2015, 20:46

Momentan läuft nur die Zerlegung des Akkus und zusammenstellung auf 52 Volt.
http://www.photovoltaikforum.com/viewtopic.php?t=102414
Dann mit externem Rec-BMS und SMA Island.
Läuft dann saubrr mieinander.
Nachteil du zerlegst einen incl. BMS funktionsfähigen IP65 geschützten Block.
Es gibt passende Batteriewechselrichter die variable Spannungen passend zum Akku können, abrr leider hat noch niemand das CanProtokoll des internen BMS so das man halt den Akku nicht über den Wechsrlrichter steuern kann.
Sind zwar einige dran das zu ändrrn, momentan gibt es aber nix greifbares.

Akku liegen im Moment so zwischen 2.000 bis 3.500€ bei Eigenimport aus Norwegen.

Wie kapput ist deiner denn?
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon independence-now » Sa 25. Apr 2015, 21:16

Hallo Bernd und Kelomat,

erstmal vielen Dank für Eure Infos, ich werde da also noch etwas weiterforschen müssen. Schade, ich hatte in aller Naivität natürlich gehofft der Block könne so bleiben wie er ist (IP65, eben),

Der Leaf den ich bekommen kann ist von 2013 mit 6000 Meilen (Auto aus UK wg geschäftlicher Kontakte), Dachlandung daher alles Blech ziemlich zerknüllt, aber Technik OK. Kosten würde er mich ungefähr 3500€ mit Transport, ich denke das ist OK da noch Teile verwendet werden können.

Ich mache das aber nur wenn ich jemanden finde der uns das zuverlässig zusammenbaut. Austausch Danfoss durch SMA Island - ich werde mal ein bischen nachforschen müssen ob sich das Ganze finanziell im Rahmen hält.

Wie angedeutet, mein Halbwissen ist ganz ausgezeichnet, aber bei Elektrotechnik bewege ich mich nicht auf dünnem Eis (kein Eis da) sondern muß schwimmen.

Vielen Dank!
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon Kelomat » Sa 25. Apr 2015, 22:19

Der Vorteil vom Leaf to Home: du brauchst das Ding nur anstecken und es läuft...
Die Nachteile: mehr Platzbedarf weil noch das ganze Auto dranhängt und
Wo kann man es kaufen?
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon independence-now » Sa 25. Apr 2015, 22:35

In der Nähe von Exeter. Leider brauche ich bald die Garage für den Smart ED, und meine Frau wäre über ein Wrack in unserer Garage bestimmt hellauf begeistert...
Aber die Idee ist nicht schlecht: einen I-Miev mit Bidirektionalität für meine Frau, und den ED für mich. Zusammen mit den Kosten für die Erweiterung der Garage macht das...
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon TJ0705 » So 26. Apr 2015, 10:18

Hi independence-now,

ich habe hier auch einen Leaf-Akku als Hausakku am Start. Aber an so einer Bastellösung wird sich imo kein Fachmann die Finger verbrennen, indem er Dir sowas baut. Das macht man entweder selbst und arbeitet sich da rein, oder man muss eben etwas Fertiges kaufen. Ich war bei dem Thema auch auf dem Stand Physik 5. Klasse, aber man kann sich ja weiterentwickeln.

Wenn jemand dieses Risiko eingeht, für jemand anderen etwas in der Art zu basteln, wird er sich das in jedem Fall gut bezahlen lassen, und dann ist es nicht mehr billiger als fertige, sichere Lösungen. Btw ist das so oder so eine Spielerei und nichts was sich rechnet.

Grüße Dirk

P.S.: Ich bin immer an Leaf Zellen interessiert zur Erweiterung meines Akkus.
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon bm3 » So 26. Apr 2015, 10:30

Hallo,
ich würde es dir gerne machen, hängt aber von der Entfernung zu dir ab. 3500€ für einen geschrotteten Leaf inklusive Transport ist ein Geschenk, nimm ihn auf jeden Fall. Wenn du ihn dann nicht verwerten kannst / willst kaufe ich ihn dir gerne ab.
Die Zellen müssen aus dem Pack ausgebaut werden und neu verdrahtet werden, in ein Rack, außerdem muss noch ein BMS dafür und ein Batteriewechselrichter für die Hausversorgung angeschafft werden. Könnte ich dir Alles anschließen und dich dabei beraten.
Kannst mich mal per PN kontaktieren und mir Telefonnummer, Emailadresse... mitteilen.Platz zur Zwischenlagerung könnte ich auch auf Wunsch zur Verfügung stellen.

Viele Grüße:

Klaus

editiert: Der Danfoss sollte bleiben, SMA SI benötigst du zusätzlich.
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon independence-now » Di 28. Apr 2015, 07:13

Wenn jemand dieses Risiko eingeht, für jemand anderen etwas in der Art zu basteln, wird er sich das in jedem Fall gut bezahlen lassen, und dann ist es nicht mehr billiger als fertige, sichere Lösungen. Btw ist das so oder so eine Spielerei und nichts was sich rechnet.

Grüße Dirk



Hallo Dirk,

ich entnehme Deiner Aussage das Du so etwas nicht bauen willst - schade, ich bin auch in Hamburg. Das es eine Spielerei ist und sich nicht rechnet - na sicher, ich denke nicht daß irgendjemand so naiv ist zu glauben das eine Speicherlösung sich rechnet. Ein EV rechnet sich auch nicht (wenn neue Batteriegeneration dann kollabierende Gebrauchtwagenpreise..). Mit unserer recht großen PV Anlage könnten wir auch nicht autark werden, selbst wenn wir wollten (Dez/Jan). Also spielt ganz klar Affinität und/oder Überzeugung eine Rolle.

Ich stelle aber vorsichtig infrage ob eine Lösung mit einem billigen Leaf-Akku tatsächlich so teuer kommt wie eine auf dem Markt befindliche Lösung. Da hatte ich vor einigen Monaten recherchiert und kam auf vierstellige Preise mit Akkus die nur ein Viertel der Leaf-Akku Kapazität haben...

VGUdo
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Re: Leaf Akku als Hausspeicher

Beitragvon TJ0705 » Di 28. Apr 2015, 07:29

independence-now hat geschrieben:
Hallo Dirk,

ich entnehme Deiner Aussage das Du so etwas nicht bauen willst - schade, ich bin auch in Hamburg.


Hallo Udo,

ne, ich will so etwas bestimmt für niemand anderen bauen. Aber Du willst bestimmt auch nicht, daß ich Dir sowas baue. Bin nämlich nicht vom Fach. :mrgreen:

Wie gesagt, das ganze birgt so viele Risiken und für einen "Anbieter" ja auch rechtliche Konsequenzen, daß ich mir nicht vorstellen kann, warum jemand das ohne angemessenen Aufschlag auf sich nehmen sollte. Und dann ist gegenüber professionellen Lösungen nichts mehr gespart. Meine Meinung.

Das es eine Spielerei ist und sich nicht rechnet - na sicher, ich denke nicht daß irgendjemand so naiv ist zu glauben das eine Speicherlösung sich rechnet. Ein EV rechnet sich auch nicht (wenn neue Batteriegeneration dann kollabierende Gebrauchtwagenpreise..). Mit unserer recht großen PV Anlage könnten wir auch nicht autark werden, selbst wenn wir wollten (Dez/Jan). Also spielt ganz klar Affinität und/oder Überzeugung eine Rolle.


So sehe ich das auch. Bei uns ist es genauso. Habe trotzdem einen riesen Spaß an EV, PV und Akku.

Ich stelle aber vorsichtig infrage ob eine Lösung mit einem billigen Leaf-Akku tatsächlich so teuer kommt wie eine auf dem Markt befindliche Lösung. Da hatte ich vor einigen Monaten recherchiert und kam auf vierstellige Preise mit Akkus die nur ein Viertel der Leaf-Akku Kapazität haben...


Also ich bastel hier ja die norwegische Lösung von Trond nach. Und da komme ich schon trotz aller Eigenleistung und eines günstigen Akkueinkaufs am Ende auf rund 10-12.000 Euro. Mit Ersatzstromversorgung wären es noch 2.000 Euro mehr. Eigene Arbeit usw. alles nicht gerechnet.

Jetzt musst Du Dich noch selbst fragen, was Du als Anbieter für so eine Arbeit und evtl. zu erwartenden Ärger draufschlagen würdest. Ich für meinen Teil kann nur sagen, daß ich so eine Anlage z.B. niemandem bauen würde um dabei sagen wir mal 4.000 Euro zu verdienen. Das Risiko wäre mir viel zu hoch. Was wenn dem die Hütte abbrennt?
Ehrlich gesagt würde ich sogar sagen, daß Dir überhaupt kein seriöser Anbieter sowas anbieten wird - zumindest ist das meine Einschätzung. Und wenn sich da jemand die Finger dran verbrennen will, würde ich mich sehr genau fragen, warum jemand dazu bereit ist. Und dann wiederum komme ich zu dem Ergebnis, daß ich so jemanden dann meinerseits gar nicht beauftragen würde. So sehe ich das. So eine Bastellösung ist imo eben genau das - eine Bastellösung. Das baut man selbst. Oder man nimmt gleich etwas Professionelles und ist auf der sicheren Seite. Ein Mittelweg scheint mir absolut nicht sinnvoll.

Grüße Dirk

P.S.: Ja, professionelle Lösungen sind vielleicht etwas kleiner für den Preis, aber selbst wir als recht große Stromverbraucher benötigen eigentlich keinen ganzen Leaf-Akku. Er steht im Winter dumm herum, weil er nicht voll wird. Und im Sommer steht er ebenso dumm herum, weil er nicht leer wird. So richtig was zu tun hat er nur in der Übergangszeit, und auch da nur wenn man EV lädt, mit Wärmepumpe heizt, usw., imo.
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