Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Leaf 2013/2014: Wer hat sich für das Leasing des Akkus entschieden?

Ich habe den Leaf bewusst mit Akku gekauft
29
88%
Ich lease den Akku & kann's nur empfehlen
4
12%
Ich hätte das Leasen des Akkus bevorzugt, hab ihn aber mitgekauft, weil günstiges Händler-EV,etc.
0
Keine Stimmen
 
Abstimmungen insgesamt : 33

Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon Karlsson » Di 7. Okt 2014, 19:05

steamachine hat geschrieben:
Also ich erinnere mich, die Sache mit dem Kapazitätsverfall so gelesen zu haben: Die ersten Prozente verliert man relativ schnell und dann verlangsamt sich der Prozess. Scheint mir so ein bisschen wie mit dem Kaffee zu sein: Je höher die Temperaturdifferenz zwischen dem untersuchten Stoff und der Umwelt ist, desto beschleunigter nähern sich beide Volumina der gleichen Temp. (pro Zeiteinheit) an. Ob man diesen Entropie-Effekt so direkt auf den Akku übertragen kann wage ich mal zu bezweifeln. Aber es war auch nur ein Vergleich. ;)

Klar gibt es Prozesse, die so abaufen. Bei mechanischem Versagen kenne ich es anders - ganz am Anfang ein bisschen Verschleiß zum Einlaufen, dann eine lange konstante Phase und der Verschleiß wird dann irgendwann immer schneller aufgrund der immer größeren Ungenauigkeiten. Akkus altern zum einen kalendarisch und zum anderen durch die Zyklen. Bei den Zyklen sind es wohl Ionenbewegegungen, wo sich nach dem Entladen und Laden die Schichten nicht mehr so glatt anordnen, wie zuvor.
Das würde auch zu dem passen, was ich an meinen Akkus beobachte.
Aber ich bin auch kein Chemiker.
Temperatur und C-Rate spielen sicherlich auch eine Rolle.
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon steamachine » Mi 8. Okt 2014, 00:04

TeamMTV hat geschrieben:
Ich bin Pendler, aber in Österreich.
Ist ein 2012 Leaf (8/12)
ca. 3000Km wurden in den erste 6 Monaten als Vorführer gefahren, die restlichen Km bin dann ich gefahren.
Dein Akku ist ein außergewöhnlicher Fall, wie ich finde. Ist super in Schuss. Ich werde wohl selbst beim SOC noch "weit" daneben gelegen haben. Und das bei den gefahrenen Kilometern :!: Obwohl mein Leaf ein paar Monate jünger ist, habe ich nicht ansatzweise soviele KM drauf und nennenswert weniger Ah/SOH.
Es gibt übrigens ein Update für die Leaf Spy App, das die Gesamtspannung noch anzeigt.
Wenn du magst könntest du ja mal kurz umreißen wie du deinen Akku behandelst; Chademo benutzt du scheinbar kaum. 10A oder 16A? Lädst du jede Nacht? Bis 80 oder 100%? Fährst du den Leaf regelmäßig in den roten Balkenbereich (also unter 25%)? Durchschnittsverbrauch kwh/km? Es wäre jedenfalls ein Jammer, wenn der Akku nicht dir gehörte. Auf die nächsten 60T :thumb:

Btw: In Amiland geben die einem $1000 für den alten Akku, wenn der getauscht wird. Fänd ich armselig, nur eben besser als nichts, (sollte man ihn eben nicht für andere Zwecke gebrauchen können...)

Karlsson hat geschrieben:
Bei mechanischem Versagen kenne ich es anders
Da denk ich an die Art des "sukzessiven" Verlustes des Drehimpulses beim Kreisel oder an ausgeschlagene Lagerstellen. Bei aller Mechanik sehe ich den Verfall in Funktion und Güte genauso wie du. Aber in der Elektrotechnik könnte es vielleicht anders sein. Der Vergleich zwischen Strom und einem Wasserrohr funktioniert ja auch nur bedingt bis man ins Detail geht. Aber wer weiß, vielleicht hast du auch recht und ich irre mich. Ich bräuchte jetzt nur die Quelle :!: :?: :oops:
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon Bullit » So 11. Jun 2017, 07:46

Hallo!

Ich möchte das Thema nocheinmal ausgraben.

Bei der Zoe wird bei dem Kauf- und Mietakku unterschiedliche Garantien (60% zu 80% Kapazität) gewährt. Auch sind die Leistungen bei einer "Strompanne" unterschiedlich.

Wie sieht das beim Nissan Leaf aus? Sind hier irgendwelche Unterschiede?

Ich habe bei der Zoe die Miete gewählt, weil ich die Miete auch als zusätzliche Batterieversicherung verstanden habe.
(Zum Zeitpunkt der Bestellung gab es zwar nur Miete, aber ich hätte es trotzdem gewählt wenn ich die Wahl gehabt hätte.)

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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon oscar70 » So 11. Jun 2017, 08:39

ich habe mich mit dem thema intensiv beschäftigt. meines erachtens ist der kauf zur zeit die einzig richtige wahl, und zwar aus einem einzigen grund: es gibt keine exit-möglichkeit beim leasing-accu. ist im vertrag nicht vorgesehen. da der accu aber mt dem auto verbunden ist, heisst das: zahlen, zahlen, zahlen...
was ist wenn du den wagen verkaufst? der käufer muss weiter leasen!
was ist wenn der wagen an einen händler geht? muss der (verringert) weiter zahlen!
was ist wenn du den wagen einfach abmelden möchtest, weil du für 6 monate ins ausland gehst? du musst weier zahlen!
was ist wenn ich den wagen ins ausland verkaufen will? "da muss man dann eine lösung finden" war antwort der bank.
bei totalschaden geht eine summe x an die bank (du musst den leaf vollkaskoversichern - und trittst die versicherung an die bank vorsichtshalber ab).
daher: klares NEIN!
wer das risiko mit dem accu nicht tragen möchte, möge bitte das GANZE auto leasen - und dem händler dann nach x jahren wieder auf den hof stellen.
aber auto und accu zu teilen, zwei eigentumsverhältnisse? schlechte idee.
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon cpeter » So 11. Jun 2017, 09:39

@oscar70: Ein Auskauf des Akkus ist nach Auskunft von Nissan Wien jederzeit möglich. Ich habe mich trotzdem für die Kaufvariante entschieden, weil ich dann nicht auf die Laufleistung aufpassen muss, weil das Auto mit Kauf-Akku vermutlich besser verkaufbar ist und ganz generell, weil ich nicht vorhabe, den Leaf rasch wieder zu verkaufen (apätestens nach 6 Jahren ist die Kaufvariante günstiger).
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon oscar70 » So 11. Jun 2017, 15:47

cpeter hat geschrieben:
@oscar70: Ein Auskauf des Akkus ist nach Auskunft von Nissan Wien jederzeit möglich. Ich habe mich trotzdem für die Kaufvariante entschieden, weil ich dann nicht auf die Laufleistung aufpassen muss, weil das Auto mit Kauf-Akku vermutlich besser verkaufbar ist und ganz generell, weil ich nicht vorhabe, den Leaf rasch wieder zu verkaufen (apätestens nach 6 Jahren ist die Kaufvariante günstiger).


stimmt. ein kauf des accus wäre jederzeit möglich. leider fehlt es aber an konkreten daten und zahlen, was der accu wann kostet. hier wollte sich nissan nicht festlegen. ist der accu grade ausgetauscht, wäre es natürlich teurer, als wenn er lange drin ist. damit trägt dann doch der kunde wieder das risiko.

wie gesagt - entweder ganzen leaf kaufen, oder ganzen leaf leasen. alles dazwischen macht m.e. keinen sinn!
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon Bullit » So 11. Jun 2017, 16:41

Wenn ich die Nissan Garantiebedingungen richtig verstanden habe, dann ist der Vorteil der Miete, dass die Garantie für die Batterie für die gesamte Mietdauer gilt. Beim Kauf "nur 8 Jahre oder 160.000km"...

Herzstück der NISSAN Elektrofahrzeuge ist die revolutionäre Lithium-Ionen-Batterie. Dieser eigens von NISSAN entwickelten Kraftzelle vertraut NISSAN zu 100 % und kommt darum während der Garantiezeit nicht nur für Reparaturkosten bzw. einen kostenlosen Ersatz auf, falls eine Reparatur nicht möglich sein sollte. Als NISSAN Elektrofahrzeug-Eigentümer können Sie auch eine Garantie auf die Batteriekapazität in Anspruch nehmen, wenn innerhalb von 5 Jahren oder 100.000 km⁴ bei voller Ladung der im Display angezeigte Batteriestatus 9 von 12 Balken unterschreitet. Beim neuen NISSAN LEAF mit einer Batteriekapazität von 30 kWh beträgt die Garantie auf die Batteriekapazität der Lithium-Ionen Batterie 8 Jahre oder 160.000 km⁵. Außerdem gibt es eine Garantie von 5 Jahren oder 100.000 km auf die Elektro-Systemkomponenten wie z.B. den Motor und das Ladekabel. Und falls Sie sich für unser Batteriemietkonzept entscheiden, garantieren wir Ihnen die Funktionsfähigkeit sowie die Mindestladekapazität der Batterie während der gesamten Laufzeit des Batteriemietvertrags, also auch nach Ablauf der Batteriegarantie.


Ich glaube kaum, dass ich den Leaf 8 Jahre halte. Außerdem lässt er sich mit Kaufakku auch leichter veräußern.

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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon Blue shadow » Mo 12. Jun 2017, 07:51

Ein vorteil sehe ich, der mietakku macht treu und abhängig....wo gibts die meisten gebrauchten zoe's...beim vertragshändler

Was dir gehört achtest du mehr....mietsache narrenfreiheit.

Es wird so laufen wie bei den handys....nach 3 jahren bieten sie dir 40% mehr kappa an...und du schnappst zu, weil gebraucht gibt es die noch nicht (tesla ausgenommen)....in 10 jahren mag es anders sein.

Wenn nissan die kalkulation für miete in kauf offenlegen würde, dann wäre es eine option...eigentlich ist es dann eine teilfinanzierung...teile den oscar gedanken....ganz oder gar nicht
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon Flowerpower » Mi 19. Jul 2017, 06:37

Gibt es schon Erfahrungen bezüglichs Wechsels von Leih auf Kaufakku?

In Frankreich gibt es die Flex-Modelle zum teil für um die 8000€
Ich kann mir da jetzt 2 Szenarien vorstellen.

1. Ich kaufe den 3 Jahre gebrauchten Akku von Nissan für 3-4000€.
2. Ich lasse den Akku ausbauen und kaufe für 6-8000€ einen neuen.(evtl 30kWh?)
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Re: Kauf-Akku vs. Leih-Akku

Beitragvon Karlsson » Mi 19. Jul 2017, 15:52

@Osxar70
Bedenke auch, dass auch der gekaufte Akku durch Alterung an Wert verliert. du zahlst also auch hier weiter.
Ich halte den Kaufakku auch für besser, aber man muss diesen Aspekt fairerweise berücksichtigen.
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