Zustand hintere Bremsen

Zustand hintere Bremsen

Beitragvon smarti » So 1. Sep 2013, 15:21

Hallo zusammen,

nein ich fahre keinen Lear, nein ich fahre auch noch kein anderes E-Mobil. Leider heule. Vor 1,5 Wochen durfte ich den Leaf, Modell 2013, probefahren. Wow ich bin begeistert. Das der E-Motor DER beste Motor überhaupt ist, brauch ich hier ja niemanden zu erklären.

Ich zähle die Tage, bis mein Verbrenner abgelöst werden darf (Meine Regierung redet da gewaltig mit). Aber das kann leider noch einiges raueren.

So nun aber zu meiner Frage, ob die bis jetzt schon jemand beantworten kann ist dann auch noch eine weitere Frage.
Da ich vom Freundlichen die Aussage bekommen habe, dass die hintere Bremsanlage eine Scheibenbremse ist und die Hand- (ist ja schon fast eine Fuß-) bremse eine eigene Trommelbremse ist, stellt sich mir die Frage nach der Haltbarkeit. Also Verschleißmäßig denke ich wird sie halten wie in jedem "normalen" (wie auch immer man normal definiert), verbrenner betriebenen Auto.
ABER, da ja meist vorausschauen gefahren wird und dann so viel wie möglich rekuperiert wird und im Falle einer "richtigen" Bremsung auch noch die dynamische Achslastverteilung hinzu kommt, denke ich mir, dass die Bremse eher wenig beansprucht wird. Daher wird sie, vor allem bei Laternenparker bestimmt "wegfaulen" also vermehrt Rost ansetzen, der die Wirkung reduziert und die Bremse (Scheibe und Beläge) zerstört.

Ich kenne das von meinen bisherigen Autos, wo die Mechaniker meinen ich solle doch mehr bremsen, damit sie mehr benutz werden. Im Moment kann ich das mit der Handbremse, die auf die Scheibe eingreift, auf die letzten Meter abschleifen. Dennoch benötige ich in 5 Jahren nun schon den zweiten Satz hinten. Die Vordere Anlage ist immer noch Erstausrüstung.

Wie sieht es denn beim Leaf aus? Hat da schon jemand Erfahrung? Nach ca. einem Jahr

Gruß smarti (Ja ich hatte mal einen Smart, noch lange bevor er elektrifiziert wurde)
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon kai » So 1. Sep 2013, 16:52

Hi,

sehr gute Frage.

Würde mich auch für die Vorderbremsen interessieren. Generell habe ich gehört, dass aufgrund der geringen Beanspruchung der Scheibenbremsen an sich Aluminiumscheiben anstatt Stahl verwendet werden ?? Kann auch ein Gerücht sein.
Das Thema müsste ja alle Elektroautos mit guter Rekuperation betreffen.

Gruß

Kai
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon MarkusD » So 1. Sep 2013, 17:08

Hier die rechte vordere Bremssscheibe vom Opel Ampera nach 15000km:

Bremsscheiben vorne.jpg

Die hintere sah auch nicht älter aus.

Gruß
Markus
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon smarti » So 1. Sep 2013, 17:47

Tja

15000 km is das eine, in welchem Zeitraum ist die andere Frage? Aber so lange kann der Zeitraum auch nicht sein, da der Ampere auch noch nicht so lange auf dem Markt ist. Oder bin ich falsch?

Aber dennoch, das ist erst mal eine Hausmarke.

Danke smarti
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon MarkusD » So 1. Sep 2013, 17:51

smarti hat geschrieben:
Tja

15000 km is das eine, in welchem Zeitraum ist die andere Frage?

Genau ein Jahr. Plus minus ein paar Tage.

Den Ampera gibt es seit 2011.
Meiner hat EZL 04/2012.

Gruß
Markus
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon smarti » So 1. Sep 2013, 17:53

erste Jahresinspektion?
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon MarkusD » So 1. Sep 2013, 17:57

smarti hat geschrieben:
erste Jahresinspektion?

Jepp.
95 Euro. Ohne Ölwechsel (jaja, der Leaf hat keinen Verbrenner ...), reicht beim Ampera auch alle 2-3 Jahre.
Ich glaube, die haben wirklich nur geguckt, ob die Bremsscheiben noch vorhanden und nicht weggerostet sind.
Akku-Kühlmittel wurde geprüft und ein paar Milliliter nachgefüllt.

Gruß
Markus
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon Fluence ZE 190. » So 1. Sep 2013, 17:59

...ich kann nur was allgemeines zu den hinteren Bremsen schreiben:

Bevor ich meinen Flu bekommen habe fuhr ich für Strecken so bis 150 km einen Prius. Der hatte einge"rostete" Bremsen als ich ihn bekam und es hat gleich einen 100derter gekostet die nur gangbar zu machen. Ich bin dann später einfach 1-3x im Monat mt 130-160 in eine Autobahnausfahrt und hab stark runtergebremst damit die hinteren Bremesen auch was zu tun haben. Spätestens wenn hinten mehr Rost kommt sollte man das unbedingt ein paarmal machen, sonst kostets Geld - und Sicherheit. Dadurch hatte ich nie mehr Probleme mit den Bremsen. Das gleiche mache ich jetzt bei meinem Fluence und bisher (ca 10t km) ist alles ok. Problem ist z.Z. das ich den Verbrenner für Langstrecke und Platz so selten fahre, das da die Bremsen anrosten. Leider habe ich bisher kein Mittel gefunden, ausser vor dem längeren abstellen wegblasen des Abriebs, was etwas hilft.
Ich vermute aus diesem Grund hat Renault den Zoe (und der rekuperiert ja auch beim bremsen - nicht nur beim Gas wegnehmen) - nicht, wie Anfangs gezeigt - auch mit 4 Scheibenbremsen ausgestattet sondern mit hinteren Trommelbremsen die da weniger anfällig sind. Es war auch mal eine Aluminiumlegierung für die Scheiben im Gespräch - habe ich wo gelesen. Also: ab und zu die schöne Bewegungsenegie doch mal in den Belägen und Scheiben "versenken" das ist einfacher, kostet kaum was gegenüber einem Werkstattbesuch und hält die Bremsen fit für den Notfall der hoffentlich nie eintritt.

Gute Fahrt
Fluence ZE 190.
 
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Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon MarkusD » So 1. Sep 2013, 18:08

Fluence ZE 190. hat geschrieben:
Also: ab und zu die schöne Bewegungsenegie doch mal in den Belägen und Scheiben "versenken" das ist einfacher, kostet kaum was gegenüber einem Werkstattbesuch und hält die Bremsen fit für den Notfall der hoffentlich nie eintritt.

Ist hier unproblematisch, weil es hier Busfahrer gibt, die Nachhilfe in Sachen Verkehrsregeln benötigen (welchen Sinn macht die Busspurampel, wenn sie mißachtet wird? So hat mich schon zweimal fast einer abgeräumt.)
Oder auch, wie die angebliche Grüne Welle in einer der langen Ein-/Ausfallstraßen hier zufallsgesteuert zu sein scheint und alles andere als eine Grüne Welle ist. 20m bevor man hinkommt, schaltet das Ding auf Rot, dann kommt aus der Querstraße KEINER(! aber angeblich ist das eine Bedarfsregelung). Und wenn man dann in diesem Zyklus ist, steht man an jeder weiteren Ampel, es sein denn, man zieht mal kurz mit 70-80 Sachen durch, um über die nächste Ampel gerade noch so drüber zu kommen. Dann ist man wieder so einigermaßen im Grünzyklus. Es sei denn, die Bedarfschaltung glaubt, es käme wieder einer aus der Querstraße (der Witz: Neulich standen wir in einer der Querstraßen. Es hat gut 5 Minuten gedauert, bis die Ampel grün wurde. Wir sind gerade bei Beginn von Nachrichten hingekommen - und es war immer noch Rot, als die Verkehrsmeldungslitanei durch war).

Gruß
Markus
MarkusD
 

Re: Zustand hintere Bremsen

Beitragvon bm3 » So 1. Sep 2013, 18:54

Wenn die Bremscheiben gegen Korrosion schützen wollen müssen die einfach welche aus Edelstahl nehmen wie bei den Zweirädern schon lange üblich. Alu ist wohl lange nicht so standfest wie Edelstahl. Da kostet eine Edelstahlscheibe dann 3 € an Materialwert mehr als bei Guss. Die Kunden werdens danken !
Bremssättel, da gibt es auch Bremszylinder aus nicht rostenden Legierungen und gute Dichtmanschetten. Geht Alles relativ einfach zu machen und eigentlich erwarte ich von einem großen Autohersteller auch dass er es macht wenn Probleme durch geringe Benutzung absehbar sind. Es sei denn er will seine Werkstätten auslasten. :mrgreen:
Ob es tatsächlich Probleme durch geringere Benutzung geben muss weis ich noch nicht. Kann sein es hängt auch generell davon ab wie gut die Bremsen konstruiert und im Detail ausgeführt sind.
Ich benutze seit meinen Elektrofahrzeugen unseren Verbrenner gerade mal 5-10 mal noch im Jahr. Bisher gabs keine Probleme damit, gut er ist auch erst 4 Jahre alt.

Viele Grüße:

Klaus
Zuletzt geändert von bm3 am So 1. Sep 2013, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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