Mit dem Leaf durch den Winter

Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Tired » Mi 11. Okt 2017, 12:09

Greenhorn hat geschrieben:
Mach kleine Ladehübe, große und auch immer Chademo. Dann ist alles gut.

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Die 80%-Einstellung habe ich gefunden und aktiviert. Der Akku wird jetzt nur noch bis 80% geladen - reicht immer noch locker, um damit 2 Tage zur Arbeit und wieder zurück zu kommen.

Was heißt "immer Chademo"? - Ich soll zum Laden jedes Mal zum Autohaus fahren und mit ChaDemo laden? - Autobahn (wo es Chademo an den Raststätten gibt) fahre ich keine auf meinem täglichen Weg und sonst hat es auf meinem Weg auch keine.

Ich lade normalerweise immer mit dem beim Auto beiliegenden Kabel zuhause an der normalen Steckdose, Vorteil: die 2.3 kW, die dann gezogen werden, schafft meine Tesla Powerwall 2 locker zu liefern. Wenn ich mit 6.6 kW oder mehr laden würde, müßte ich trotz vollem Speicher Strom aus dem Netz ziehen, weil die Tesla meines Wissens nur 4.6 kW liefert.

Ist das ein Problem, wenn man ständig mit dem normalen Netzkabel lädt?
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Beitragvon bm3 » Mi 11. Okt 2017, 12:24

ich weiß nicht was der Bernd da schon wieder schreibt :?: , Chademo-Ladung geht allgemein immer mehr auf die Akkulebensdauer als normale Ladung. Das wurde erfunden um schnell laden zu können, nicht mehr und nicht weniger. Also am besten normal an AC-Dose laden bis 80%, wie du es jetzt schreibst. Im (harten) Winter kannst du drüber nachdenken mit Timer erst kurz vor der Abfahrt zu laden, dann steigt die Akku-Temperatur allein dadurch schon wieder etwas an, du kannst noch an deiner Steckdose vorheizen und die Heizung belastet dann unterwegs weniger den Akku, laden geht dann auch bis 100% SOC. Nur falls das Auto lange mit 100% SOC herumsteht (viele Stunden oder Tage) ist das wieder nicht so gut. Ansonsten, immer an die Dose anstecken wenn es geht.

VG:

Klaus

editiert: Denk nicht soviel drüber nach, fahr und lade einfach, der Leaf ist ein unproblematisches und sehr zuverlässiges E-Auto.
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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Greenhorn » Mi 11. Okt 2017, 12:42

Klaus, ich schreibe das was meine Erfahrung ist. Je länger ich zwischen Chademo nur Schuko lade, um so geringer ist der SOH.
Ich habe die Erfahrung, das man alles mitnehmen sollten und wie Du auch weist gibt es Kollegen die kloppen nur Chademo rein und haben keine Pribleme.

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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Jochen2003 » Mi 11. Okt 2017, 13:02

Ich denke Bernd meinte, mach CHAdeMO wenn immer möglich, nicht nur sondern der Mix macht es. Mach dir nicht so einen Kopf über kurze Zwischenladungen, die tun dem Akku nichts. Ein Autoakku ist kein Handyakku und auch kein Pedelec Akku.

Der größte Unterschied zu denen ist, neben der besseren Bauart, die Rekuperation, die sorgt sowieso dafür das der Akku während der Fahrt ständig zwischen laden und entladen hin und herschaltet, ein Autoakku hat keine gleichmäßige - nur Entladung und nur Ladung - wie meist ein Handy, deshalb passen die ganzen Handy, Laptop und Pedelec Erfahrungen nicht zu einem Elektroauto, der Akku verhält sich anders.
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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon bm3 » Mi 11. Okt 2017, 13:07

Bernd, was dir in Leaf Spy angezeigt wird ist erstens eine Momentaufnahme und zweitens muss es auch nicht unbedingt der Realität bezüglich Akku-Gesundheit entsprechen. Natürlich geht das auch nur mit Chademo-Ladung viele Jahre lang gut, wir wissen ja auch schon dass das Leaf-BMS bei einer Häufung an Chademo-Ladungen dann kurzzeitig mehr Kapazität des Akkus freigibt. Das ist dann ein vorübergehender Effekt des BMS. Generell geht aber permanente Schnellladung eben mehr auf die Akku-Lebensdauer.
Die reale Abrechnung zur Akkugesundheit kommt erst nach einigen Jahren...
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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Greenhorn » Mi 11. Okt 2017, 13:20

Klar ist es eine Momentaufnahme.
Aber die kWh im Akku sind nachvollzieh- und verfahrbar. Und da gibt es ganz schöne Schwankungen.
Es gibt glaube ich keinen Vergleich, wo zwei gleiche EV immer parallel die selben Strecken gefahren sind. Einer mit Schuko einer nur Chademo geladen.
Somit ist das alles Theorie.
Ich habe nach den 70.000 km ca. 2 kWh also rund 10% Verlust Nutzbarer Reichweite.
Liegt dies an meinen 200 Chademo, Kalendarischer Alterung, hoher Akku Temperatur auf Langstrecke?
Wir werden es nie Erfahren.
Mein Akku wird alkes andere als Geschont. Ich habe mir ein Auto gekauft und so nutze ich den Leaf auch. Daher auch mein Tipp; einfach fahren und machen.
Einzig nicht mit 100% stehen lassen und gut ist.

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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Odanez » Mi 11. Okt 2017, 13:25

Was man auch beachten sollte, im B-Modus bergab rollen gibt bis zu 30kW Rekuperation - das hat für den Akku denselben Effekt wie mit Chademo aufzuladen. Wenn also eine Chademo-Ladung ab und zu gut tut, dann tut das rekuperieren wohl auch genauso gut - oder geht es eher darum mehrere Minuten 30+kW in den Akku zu pusten? Das SOH schwankt doch auch ständig, wäre ja interessant zu sehen, wenn nach ewig kein Chademo das SOH abfällt, ob es dann wieder ansteigt sobald man mal eine Chademo-Ladung macht? Oder dem Akku ist es völlig egal, es ist nur das BMS, dass da ständig unterschiedliche Werte von sich gibt...

Das mit dem nicht lange mit 100% stehen lassen, wenn man nicht alles selber im Auge hat, dann kommt ja immer wieder jemand, der das dann trotzdem tut, spätestens wenn man sein E-Auto gebraucht gekauft hat, stand der dann auch mal Tage lang beim Händler mit 100% Akku herum - denn die beim Autohaus wissen sowas meistens nicht. Auch als wir das Auto mal unseren Nachbarn geliehen haben, haben die den dann immer angesteckt - hätten wir denen gleich sagen sollen, dass sie den nicht voll rumstehen lassen sollen - aber für jemand, der nicht E-Auto fahren gewöhnt ist, ist es ganz schwierig psychologisch loszufahren wenn da weniger als 100km Restreichweite steht.
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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Greenhorn » Mi 11. Okt 2017, 13:34

Die Frage, wie man länger definiert.
Das sind für mich mehrere Tage.
Abends vollladen und er steht bis zum nächsten Tag ist für mich nicht lange.

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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon Klebaer » Mi 11. Okt 2017, 15:18

Noch schlimmer ist es, wenn man ihn komplett leer stehen zu lassen.
Nissan Leaf Acenta Baujahr 2014 :D
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Re: Mit dem Leaf durch den Winter

Beitragvon bm3 » Mi 11. Okt 2017, 15:36

Die Hersteller lassen (zum Glück) nach oben und auch unten beim SOC ja noch Reserven die gar nicht angezeigt werden und auch nicht abrufbar sind. Wenn man allerdings ein E-Auto mit SOC nahe Null dann noch ewig lange hinstellt ohne es zu laden, kann es durch weitere zwar geringe aber permanente Entladung im Fahrzeug dann kritisch werden.

Li-Zellen die ganz entladen werden (unter 2,5-2,8V, je nach Zellchemie) nehmen dauerhaften und nicht reversiblen Schaden.
Auch geht beispielsweise starke Belastung bei niedrigem SOC oder/und kalten Temperaturen mehr auf die Lebensdauer eines Akkus als bei hohem SOC. Akkus haben bei niedrigem Ladestand auch einen höheren Innenwiderstand und werden daher auch wärmer bei Belastung,es bleibt mehr elektrische Arbeit (als Wärme) im Akku hängen und kann nicht mehr an den Antriebsstrang gelangen, die voraussichtliche Lebensdauer leidet dann ebenfalls darunter.
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