E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon mlie » So 20. Mai 2018, 16:06

Um nach dieser kurzen Laberecke mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen:

plug-it hat geschrieben:
Klingt für mich jetzt auch nicht soo negativ...


Jeder bewertet es anders, mich kotzt es mittlerweile echt an, dass ich jedesmal die Ladebuchse im Dunkeln ertasten muss, das nervtötende Gepiepe bei "Motor an" und offener Beifahrertür (das hatte ich gar nicht erwähnt, nervt aber wirklich, glaubt mir!), um sich mit jemandem zu unterhalten.
Oder auch lapidar die Schlampigkeit der Nissanbank, die Ihre Unfähigkeit jetzt zu meinem Problem machen möchte. Aber da Banken ja grundsätzlich und gesetzlich verankert keine Fehler machen, ist es ja egal, ob es Nissan Bank oder eine andere ist, wenn was schiefläuft, dann ist da viel Rennerei nötig oder ne gute Rechtschutzversicherung.
Egal.

Gab´s größere Reparaturen ?

Nein, nichts, wofür Nissan etwas könnte. Einmal wurde der Kühlerpropeller bei 73Mm getauscht, weil der gequietscht hatte, aber das war Garantie und ich selbst habe dafür nix bezahlt.

Chademo laden im Alltag hätte ich jetzt als ein nicht so großes Problem angesehen- da wo CCS ist , ist auch meist Chademo !?
Außerdem kann es sein ,daß wenn alle zukünftig mit CCS laden , man als Nissan-Fahrer, nebenan eine verwaiste Zapfe vorfindet , an der man ohne Wartezeit laden kann , weil eben diese nicht so stark frequentiert sind!?


Es gibt hier in der Region DEUTLICH mehr CCS als Chademo. Gottseidank stellt Allegro an den Autobahnen und Bundesstraßen fleissig preiswerte Trippellader auf, so werden Fernreisen angenehmer.

Die normalen Trippellader können nur CCS ODER Chademo laden. Wenn du dann einen CCS-Ladenden am einzigen Trippel hast (muss ja nicht mal böse Absicht sein), helfen dir die 3 anderen freien CCS-Only Lader genau gar nix weiter. Und mit der Typ1-Buchse kannst du dann nicht mal ohne Klimmzüge an die festen Typ2-Kabel rangehen.
Vom technischen Status her würde ich den eNV200 eher auf Euro2-Diesel einstufen: Fährt Problemlos, will man aber eigentlich nicht mehr kaufen.
Da muss Nissan ab 2020 dringend die Serie auf Typ2+CCS ändern oder den Preis auf maximal 18k€ anpassen für Neuwagen. Alternativ einen Adapter Chademo auf CCS beilegen.
2022 lädst du auf Fernreisen den 80kWh Akku eines Nissan mit 50kW Chademo in 2 Stunden, alle anderen Autohersteller laden in 30 Minuten dasselbe an CCS. Und glaubt man nicht, dass irgendeiner die 50/50/43 Trippel aufrüstet, da werden 150kW CCS -Säulen nebengestellt und dann ist gut.
Trotz mancher Schönrederei einzelner hier ist Chademo in Europa und speziell in Deutschland praktisch tot. Und die Bidirektionalität (Auto speist Haus) ist praktisch irrelevant, seit 10 Jahren angekündigt und kein einziges kaufbares Produkt. Und ginge, wäre das ansatzweise wichtig, auch mit CCS...

Wobei es natürlich durchaus Anwendungen gibt, wo man Chademo nur 2-5x im Jahr braucht, weil die 40er Reichweite für 97% der Fälle ausreicht. Dann ist es tatsächlich egal, ob man mit 50 oder 150kW lädt.
Wenn man doch wenigstens optional 22kW AC buchen könnte, dann wäre der 40er Akku in 2 Stunden Destination, z.B. Baustelle, Kunden oder Verwandte voll.


Sitze : Habe ich da nicht von Umbauten mit Recaro-Sitzen gelesen?


Ja, natürlich kann man nochmal einige tausend € extra ausgeben, um die Versäumnisse des Herstellers nachzujustieren. Habe ich eine zeitlang überlegt, ob die Nachrüstung sinnvoll ist, aber wenn Nissan mir nicht bis zum 10.9.2018 ein verbindliches Angebot für ein Akkuupgrade auf 40kWh macht, dann war's das mit dem Nissan. Einen Env200 als Neuwagen kaufe ich auf gar keinen Fall, solange der kein CCS hat. Wenn es bis dahin den Akkupack nachrüstbar gibt, kommen auch vernünftige Sitze rein und dann fährt der die nächsten 200Mm ohne Probleme, da bin ich mir sicher.

Also wer sich den env200 zulegen möchte: Nur zu, wer nicht oft Schnelladen muss, findet im 40er eNV200 mit Sicherheit ein praktikables Auto.
150 Mm elektrisch ab 11/2012.
Nichts ist so dringend, als dass es morgen nicht noch dringender wäre.
Ein Eckpfeiler kann durchaus rund sein.
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon p.hase » Mo 21. Mai 2018, 00:51

die sitze lassen sich in 5 minuten in hoch bequem umbasteln.
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon bm3 » Mo 21. Mai 2018, 10:13

@ p.hase

Für eine nähere Beschreibung wie es denn geht ist das Forum dir bestimmt dankbar.

VG:

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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon p.hase » Mo 21. Mai 2018, 11:44

reissverschluss auf, schaumgummi rein = lordosenstütze stufenlos einstellbar. schon 10x gepostet. :D
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon bm3 » Di 22. Mai 2018, 19:56

Ich ertappe mich schon bei höchst kriminellen Gedanken um den Affenzirkus bei der e-NV Anhängelast durch Nissan zu umgehen. :evil: Nur der Transporter hat ja die volle Anhängelast aber ist nur für 2 Personen vorne zugelassen, 3 wäre deutlich besser, dafür ist er aber nicht ausgelegt. Die Frage ist für mich, was ist strafrechtlich das kleinere Übel ? Mit deutlich überschrittener maximaler Anhängelast erwischt zu werden, die gesetzlichen Strafen sind da recht hoch, oder mit 1-2 Personen zuviel auf der Ladefläche eines 2-Personen Kleintransporters ? Das sind 25€, :D , allerdings könnte es bei einem Unfall mit Personenschaden zu Problemen mit einer Haftpflichtversicherung kommen.
Die zweite Möglichkeit wäre aber unkompliziert umzusetzen. Sich einen Transporter mit möglichst vielen Scheiben und Extras bestellen und noch eine originale hintere Sitzbank (mit den Gurten) dazu, gebraucht oder neu.

editiert:
Mir geht auch völlig eine logische Begründung von Nissan dafür ab weshalb die Anhängelast um so mehr reduziert wird umso mehr Sitzpätze für die Personenbeförderung zugelassen sind. Denn auch der Transporter hat eine hohe Zuladung von über 600 kg. Man kann also im Transporter über 600kg zuladen + noch 460kg an Anhängelast anhängen. Wieso soll nun das Selbe bei den anderen Varianten plötzlich nicht mehr gehen ? An der Zuladung kann es wohl dann nicht liegen.
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon Smiling when sailing » Di 22. Mai 2018, 21:35

Ganz einfach. Der eNV200 evalia darf nur voll besetzt bewegt werden.
Im Ernst hab ich mich über diese völlig absurde Logik auch schon lange gewundert. Warum soll ein Transporterfahrer besser abwägen können wieviel Nutzlast er geladen hat als ein Kleinbusfahrer? Ist das beim Verbrenner auch so oder sind wir eDriver einfach nur zu dumm?
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon drilling » Di 22. Mai 2018, 21:49

Ich denke es ist das Leergewicht was den Unterschied ausmacht, der Evalia wiegt einiges mehr als der Lieferwagen.
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon bm3 » Di 22. Mai 2018, 23:07

Soviel mehr Leergewicht (460kg) kann das aber bei Weitem nicht sein !

editiert: Habe etwas gefunden, das höchstmögliche Leergewicht inklusive 75kg-Fahrer liegt beim Evalia 7-Sitzer bei 1850 kg, beim Kastenwagen/Transporter bei 1717 kg. Differenz demnach: 133 kg.

Quelle:

https://www.nissan-cdn.net/content/dam/ ... sliste.pdf
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon Olfried » Do 7. Jun 2018, 22:00

Kleiner Erfahrungsbericht nach 1000km.

Der eNV200 2.Zero ist unser erstes E-Auto. Aus diesem Grund war der Umstieg schon etwas besonderes und aufregendes.
Ich hatte das Auto allein abgeholt und muss gleich bei er ersten Fahrt über 700km Autobahn zurücklegen.
Was soll ich sagen. Alle Ängste hatten sich auf dieser Fahrt bestätigt. Ziel war es alle 50 - 70 km eine Ladesäule an der Autobahn anzufahren und immer so 10 bis 15 Minuten zu laden. Geplant hatte ich so 8, max 9 Stunden. Es worden über 14 Stunden.
Da ich überhaupt keine Ahnung hatte, dass man e-Autos "anders" fährt. Bin ich die ersten KM auch schön mit 120-130km/h angegangen. Im Schnitt hat er dann auch mal gerne 24kw verbraucht. Klimaanlage war auf volle Pulle und Handy wurde geladen.
Bei der ersten Säule lief das Laden noch relativ OK. Ich hatte auch noch auf die Geschwindigkeit geachtet. Bei der nächsten Säule lud ich nur mit 26kw/h. Um auf die geplanten 80% zu kommen, musst ich also fast doppelt so lange laden. Das Laden wurde von Säule zu Säule immer langsamer, zum Schluß lag ich bei 20kw/h.
Zu den Ladeproblemen kam noch einige Unannehmlichkeiten hinzu. Von den geplanten 9 Säulen waren 2 kaputt, 1 zugeparkt. Durch den langen Tag, wollte ich dann in den Ladepausen ein wenig schlafen. Bei 2 ist dann auch irgendwann der Ladevorgang durch irgendwelchen Gründen abgebrochen. Um 4.30Uhr bin ich dann auch mit 1% Ladekapazität zu Hause angekommen.
Meine Kollegen meinten nach der Aktion auch nur, dass die eine der Gründe sei, warum sie sich kein E-Auto kaufen. Konnte ich irgendwie verstehen in dem Moment.
Und das Beste war eigentlich noch, dass ich nur bei 3 Ladestationen 2€ bezahlen musste. Macht also Kosten von von weniger als 1€ pro 100km. Top.

Sonst noch ein paar Dinge die mir gefallen bzw. missfallen.
Positiv:
- Auto ist schön groß und geräumig, aber trotzdem ringsum sehr gut einsehbar
- E-Auto fahren macht verdammt viel Spaß
- Sitzkomfort fand ich relativ gut im Gegensatz zu den Meinungen hier. Ein wenig mehr Einstellmöglichkeiten wären trotzdem nicht verkehrt
- Geräuschentwicklung auch bei 120 noch vollkommen OK. Pfeifen an der A-Säule vorhanden, aber nicht störend
- Scheibentönung hinten finde ich echt klasse.

Leider auch ein paar negative Punkt:
- Seit 2 Wochen ist keine Anmeldung bei Nissan You möglich, dementsprechend sind div. Dinge nicht nutzbar. (na gut, kein Negativpunkt am Auto, aber trotzdem unmöglich für so einen Konzern)
- Piepton, wenn man beim Laden die Fahrertür auch hat. Was soll sowas?
- Sitze sind leider nicht ohne weiteres ausbaubar. Technisch zu mindestens bei den hinteren Sitzen problemlos umsetzbar.
- Navi Kartenmaterial von 2016/17? Ist dies normal beim Auslieferzeitpunkt? Bekommt man 3 Jahre kostenlosen Update?
- DAB Sender haben ständig Sprünge. Kennt dies auch jemand?
- Auto läd nur mit 26kw/h über CHADEMO bei einem 50KW Lader und 17KW/h bei einem 20KW Lader. Normal? Liest sich ein wenig wie der Rapidgate vom Leaf. Der eNV200 hat aber ne Akkukühlung und deswegen nicht betroffen sein.
- Die Antenne ist zu hoch. Bin in ein Parkhaus gefahren mit max Höhe von 2m und wunderte mich, was da oben so schabt...
- Kindersitze verdecken etwas den Anschnallgurt und leider nur 2 ISOFIX.
- Bei Benutzung beider ISOFIX ist ein Einstieg zur 3. Reihe nur umständlich möglich.
- Anhängelast momentan noch 0KG

Viele der Punkte sind nicht störend bzw. lassen sich bald aus der Welt schaffen.
Wir bereuen den Kauf nicht.

Die Lademöglichkeiten mit Typ1 + CHADEMO könnten besser sein. Für uns aber nicht so schlimm, da überwiegend zu Hause geladen werden soll.
Wäre schön, wenn mir jemand meine Fragen beantworten könnte.
Zuletzt geändert von Olfried am Fr 8. Jun 2018, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: E-NV200 Evalia 40kWh, eine Alternative ?

Beitragvon drilling » Fr 8. Jun 2018, 00:31

Olfried hat geschrieben:
Wir bereuen den Kauf


Fehlt da noch ein "nicht"? :?
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