Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon AndreR » Mo 5. Nov 2018, 22:11

Ich hab mal nen Test mit nem Baumarktgenerator und einem Tesla gesehen. Der kam, glaube ich, auf umgerechnet 7,2 l/100 km Diesel. Da dürfte eine vergleichbar motorisierte und schwere S-Klasse deutlich schluckfreudiger sein.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon Wolfgang VX-1 » Di 6. Nov 2018, 18:33

Ohne es wirklich belegen zu können halte ich den Verbrauch und somit auch die Kosten (beim Passat PHEV auf Langstgrecke und mit schwerem Anhänger) für niedriger, wenn der Motor im Charge-Modus im optimalen Bereich läuft und dabei Strom erzeugt, den ich dann im Stadtverkehr und wo der Verbrenner völlig ineffektiv ist wieder im reinen E-Modus verbrauche. Außerdem bekomme ich auf Langstrecke auch nur so das lokal emissionsfreie Fahren innerorts hin.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon muinasepp » Do 8. Nov 2018, 08:26

Wolfgang VX-1 hat geschrieben:
Ohne es wirklich belegen zu können halte ich den Verbrauch und somit auch die Kosten (beim Passat PHEV auf Langstgrecke und mit schwerem Anhänger) für niedriger, wenn der Motor im Charge-Modus im optimalen Bereich läuft und dabei Strom erzeugt, den ich dann im Stadtverkehr und wo der Verbrenner völlig ineffektiv ist wieder im reinen E-Modus verbrauche. Außerdem bekomme ich auf Langstrecke auch nur so das lokal emissionsfreie Fahren innerorts hin.

Mit schwerem Anhänger wird der Motor nur selten in einem optimalen Bereich laufen, so dass praktisch die Stromerzeugung "nebenbei" mit anfällt, da braucht er sowieso meistens seine Kraft für den Antrieb.

Für den Passat kann ich nicht sprechen, aber beim Outlander ist es so, dass der Antrieb im "Normal"-Modus schon sehr effizient gestaltet ist. Meist ist elektrisches, also lokal emissionsfreies fahren, durch kleinere Ortschaften auch in diesem Modus möglich. Wenn man weiß, dass man nach längerer Strecke durch eine größere Stadt muss, empfiehlt sich der "Save"-Modus. Den "Charge"-Modus kann man auch nutzen, das bedeutet aber in jedem Fall zusätzlichen Spritverbrauch. Dass der Strom in dieser Größenordnung praktisch sowieso erzeugt wird, weil der Verbrenner eh durch den Antrieb läuft, stimmt jedenfalls nicht.

Die Ursprungsfrage "Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?" lässt sich jedenfalls nicht eindeutig beantworten, weil es sehr stark von den Fahr-Gegebenheiten abhängig ist. Ich bin aber der festen Meinung, dass es in Summe nicht wirtschaftlich ist.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon Wolfgang VX-1 » Do 8. Nov 2018, 16:30

Ohne Stromerzeugung wäre der Verbrauch bei der Fahrt natürlich geringer, aber die mit dem gespeichrten strom gefahreren Kilometer würden ja dann ja auch noch Benzin verbrauchen. Geleitet hat mich der Gedanke, dass Nissan in Japan einen Hybrid auf Basis Leaf hat, der mit einem kleinen Motor und konstanter Drehzahl Strom für den E-Motor (mit 2 kW-Pufferbatterie) erzeugt und damit weniger Benzin verbrauchen soll, als ohne den Umweg über Akku und E-Motor. Und auf der Autobahn mit Tempomat und Wohnwagen ist mir im Charge-Modus halt aufgefallen, dass er mit konstanter geringfügig höherer Drehzahl als im Hold- oder Hybrid-Modus läuft und in gewissem Rahmen die Leistungsanforderung sehr über stark schwankende Ladeleistung oder Batterieverbrauch abgefangen wird. (Langstrecke auf Autobahn ohne Anhänger, wo man das ja gut beobachten kann, hatte ich noch nicht. Das liegt aber daran, dass wir auch das mit dem Leaf fahren.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon Hybridfahrer » Do 8. Nov 2018, 19:21

Ich tendiere zu der Annahme, dass muinasepp recht hat. Das beste Argument dafür ist IMHO, dass Mitsubishi den Charge-Modus standardmäßig aktiviert hätte (zumindest in den geeigneten Betriebszuständen des Benzinmotors), wenn der effektive Verbrauch über die Gesamtstrecke (also Charge-Strecke plus rein elektrische Strecke) tatsächlich geringer wäre als die gesamte Strecke im Normalmodus zu fahren. Bei dem ungeheuren Aufwand, der insgesamt in Verbrauchsreduzierung gesteckt wird, hätten sich das die Mitsubishi-Ingenieure sicher nicht entgehen lassen.

Was dagegen von der Theorie her tatsächlich helfen könnte (und da bin ich wieder eher bei Wolfgang), wäre die Verwendung des Save-Modus, damit für Beschleunigungsvorgänge (oder Bergauffahrten) genügend elektrische Energie in Reserve verbleibt. Das würde ungünstige ("fette") Betriebszustände reduzieren. Idealerweise wird dann kurz vor dem Ziel in den EV-Modus gewechselt, um die Batterieladung noch "aufzubrauchen". Sprich: fahren mit komplett leerer Batterie könnte tatsächlich mehr verbrauchen als diese konstant bei einem angezeigten Ladezustand von 25-50% zu halten - aber nicht 100%, weil da kaum rekuperiert werden kann.
Aber das ist wie gesagt nur Theorie, Messfahrten dazu habe ich keine gemacht.

Was man möglichst vermeiden sollte ist der Seriellhybrid-Modus - also Fahren mit Benzinmotor unterhalb von 75 km/h. Der ist IMHO ziemlich ineffizient, u.a. weil er da relativ hochtourig läuft.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon muinasepp » Fr 9. Nov 2018, 08:33

Hybridfahrer hat geschrieben:
Was man möglichst vermeiden sollte ist der Seriellhybrid-Modus - also Fahren mit Benzinmotor unterhalb von 75 km/h. Der ist IMHO ziemlich ineffizient, u.a. weil er da relativ hochtourig läuft.

Das würde ich eigentlich auch so sehen. Was mich aber verwundert ist, dass der Outlander in dem Fall, wenn der Benzinmotor aus Gründen der Heizungsunterstützung läuft, auch bei höheren Geschwindigkeiten so lange es nicht notwendig ist nicht auf den Direktantrieb schaltet. Was eben wieder dagegen spricht.

Hab jetzt auf meinem Outlander ca. 34.000 km. Und ich muss sagen, dass mein Vertrauen in die effiziente Antriebssteuerung seitens Mitsubishi gestiegen ist. Da hat man wirklich viel Hirnschmalz reingesteckt. Man kann es kaum schaffen, durch manuelle Eingriffe mit den Tasten Save und Charge an Verbrauchseffizienz zu gewinnen. Ausnahme sind lediglich Situationen, die das Auto nicht vorab "wissen" kann. Also z. B. längere Autobahnetappen mit anschließenden längeren Stadtfahrten. Da empfiehlt sich dann schon der Save-Modus auf der AB, wenn der Batterie-Ladezustand auf ein Level abgesunken, welches dann zum Schluss der Strecke elektrisch noch bis zum Ziel reicht.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon Blue shadow » Fr 9. Nov 2018, 08:48

Welche maximale Ladeleistung hat der Benziner so im bereich Soc 10-80%? Mehr als beim Chademoladevorgamg? Wird dies irgendwo angezeigt?

Und wie sehe es aus, wenn er als Notstromaggregat im Standgas den Akku auflädt?
Zuletzt geändert von Blue shadow am Fr 9. Nov 2018, 09:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon Bernd_1967 » Fr 9. Nov 2018, 09:45

Wolfgang VX-1 hat geschrieben:
Ohne es wirklich belegen zu können halte ich den Verbrauch und somit auch die Kosten (beim Passat PHEV auf Langstgrecke und mit schwerem Anhänger) für niedriger, wenn der Motor im Charge-Modus im optimalen Bereich läuft und dabei Strom erzeugt, den ich dann im Stadtverkehr und wo der Verbrenner völlig ineffektiv ist wieder im reinen E-Modus verbrauche. Außerdem bekomme ich auf Langstrecke auch nur so das lokal emissionsfreie Fahren innerorts hin.


Habe ich (ohne Anhänger) auch schon festgestellt, beim Passat GTE.
Ist doch klar: Wenn man durch Lastverschiebung den Wirkungsgrad erhöhen kann, braucht man gar nicht so viel mehr Sprit als würde man nur mit einem Motor einen Generator betreiben.
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon muinasepp » Fr 9. Nov 2018, 10:48

Blue shadow hat geschrieben:
Welche maximale Ladeleistung hat der Benziner

50 kW lt. evbatmon, siehe mitsubishi-plug-in-hybrid-outlander/evbatmon-geniale-android-app-fuer-outi-phevs-obdii-t14788.html

btw., sorry, Frage falsch verstanden, das betrifft natürlich die Reku ;)
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Re: Was kostet ein kw über Benzin erzeugt?

Beitragvon PeterWL » Fr 9. Nov 2018, 12:52

PeterWL hat geschrieben:
@mike1304: Ich habe das mal am letzten Wochenende auf der A7 getestet. 120km hin ohne laden und 120km zurück mit laden, gleiche Autobahnstrecke, ähnliche Bedingungen (ohne Stau), ACC auf 120km/h. Mehrverbrauch laut Anzeige: 0.6 Liter/100km. Mehrverbrauch für die 120km also ca. 0.7 Liter Laden konnte ich auf den 120km von „fast“ leer auf „fast“ voll, also so ca. 8kWh.
Der Einfachheit halber und da alles mit Fehlern behaftet ist, runde ich die 0.7 Liter Mehrverbrauch, mal auf 1 Liter auf. Das entspricht, je nach Spritpreis, ca. 1.50 Euro Mehrkosten oder 0.19 Euro/kWh (1.5 Euro/8kWh). Grüße, Peter


Hallo, würde mich noch mal gern selbst hier aus diesem Thread zitieren. Ich hatte also bei dem Test auf der A7 in Norddeutschland, unter den o.g. Bedingungen, durch den Charge-Modus einen Mehrverbrauch von ca. 1 Liter Benzin aber dadurch ca. 8 kWh Strom "aufgetankt". Ich persönlich habe derzeit einen durchschnittlichen Energieverbrauch laut Anzeige des Outlander PHEV von 5.5l/100km Benzin und 18kWh/100km Strom.

Meine Interpretation zu diesem Thema: 1l Benzin entspricht bei meinem Durschnittsverbrauch ca. 18km , 8kWh Strom entsprechen bei mir ca. 44km. Also ein rechnerisches Delta von + 26 km!.

Ich denke, das funktioniert aber nur auf längeren Strecken, mit relativ konstanter Geschwindigkeit zwischen 100-120km/h.

Grüße, Peter
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