Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon mstaudi » Do 21. Aug 2014, 21:32

Nun habe ich ca. 1700 km runter, 1 Urlaubsfahrt, restliche Fahrten rund um meine Heimatstadt :D
Ich versuche mal meine Einschätzung des Wagens wieder zu geben (TOP Ausstattung). (bisher bin ich immer deutsche Autos gefahren, bis auf meinen Ersten, einen Honda Accord. Damals günstig von meinem Opa abgekauft ;) )

Fahren
Nahezu perfekt! Reines elektrisches Fahren mit so einer Karre hatte ich bis vor Kurzem nicht für möglich gehalten. Bis ca. 125 km/h elektrisch ist doch richtig gut. Die Beschleunigung dabei ist locker ausreichend. Mir wirft es den Benziner nur an, wenn ich richtig zügig überholen will, oder an einer Kreuzung "rein schießen" will. Allerdings ist ein sportliches Fahren im E-Betrieb nicht wirklich möglich. Auch mit "egal-ob-Benziner-angeht" - Fahrweise ist das Auto zu schwer und Groß um richtig spritzig unterwegs zu sein. Das ist aber auch nicht das Anliegen dieses Fahrzeugs. 8-)

Innenraum
Achtung: ich hatte vorher einen T5 Multivan (Comfortline) mit viel Schnick-Schnack :o
Man sitzt extrem bequem, viel besser als im Multivan, mit genügend Stützwirkung. Das Raumgefühl ist großzügig, aber für eine fünfköpfige Familie grenzwertig (wie in fast jedem modernen Fünfsitzer Auto): der mittlere "Sitz" hinten ist einfach ein Notsitz auf dem auch das schmalste Familienmitglied nicht gut sitzt. An einen Kindersitz dort ist gar nicht zu denken.
Nach meiner Probefahrt vor dem Kauf hatte ich das reklamiert. Das Autohaus hat dann ein Gurtschloss vom ASX eingebaut, womit der Hüftdruck für sehr schmale Leute erträglich ist und man einigermaßen gut sitzt.
Das restliche Design (Dashbord, Mittelkonsole, etc.) na ja, geht so. Für so viel Geld würde ich eigentlich mehr wollen ;)

Fahrkomfort / Assistenzsysteme
Cruisen, Cruisen, Cruisen, das ist die stärke vom Outlander PHEV. Aber auch in der Stadt, mit maximaler Rekuperation (B5), kann man mit dem Gaspedal beschleunigen und auch bremsen 8-) was wirklich Spaß macht (One - Pedal - Feeling von BMW). Allerdings nicht bis zu Stillstand, das Fahrzeug "rollt" aus. Beim Bremsen wird noch mehr rekuperiert (was mich verwundert, da die Batterie ja "nur" 10kWh hat und der Ladestrom dann doch sehr hoch sein muss).
Über Land dann "B0" und damit segeln, um dann in eine Ortschaft fahrend mit den Lenkradpaddeln "herunter" zu bremsen. Einfach genial (Smart ED lässt grüßen).
- Oder gleich den Tempomat mit ACC anwerfen... ein Traum :mrgreen: Funktioniert auch bei Dunkelheit mit Starkregen! (Im Gegensatz zum i3). Man Koppelt sich per Tempomat einfach an dem vorausfahrenden Fahrzeug "ein" und fährt diesem automatisch hinter her. Funktioniert hervorragend. Einzig für die Toleranz der Einhaltung der Geschwindigkeit und dem damit verbundenem Beschleunigen beim Folgen hätte ich gerne eine Einstellung. Ist mir persönlich einen Tick zu scharf.
Die Bedienung am Lenkrad ist hervorragend gelöst!!! Auch der Abstand zu vorausfahrende Fahrzeug lässt sich damit einstellen. :thumb: Absolut perfekt gelöst.
- Spurwarnverlassungssystem, funktioniert gut, ich mag es allerdings nicht weil unnötig, aber gottseidank piepst er nur und wackelt nicht am Lenkrad...
- Bremsassi :shock: keine Ahnung, brauch ich hoffentlich nie :mrgreen:

Mutlimedia / Navigation
Alles da, aber scheiße umgesetzt :geek:! MP3, AAC, usw. funktioniert, aber die Bedienung schreit zum Himmel. Man, man, man. Da bin ich im Mai in Spanien mit einem spartanisch ausgestattetem Golf 7 unterwegs gewesen und das war richtig gut umgesetzt. Alle Familienmitglieder waren sofort mit der Musik über Bluetooth drin und alles war klar. Auch die Stimme im Navi des Mitsu ist ... extrem... gewöhnungsbedürftig! Na, ja. Vielleicht gibt es hier noch Updates... hoffentlich.
Ach ja, man hat nicht mal die Reisezeit und Reisezeit auf dem MFA. :roll: Wider den Rasern :lol:

Verbrauch
Habe ich schon was im "Hauptthread" geschrieben. Ca. 1700km, 2 mal voll getankt (noch halb voll, sonst Strom geladen). Urlaubsfahrt war hin und zurück jeweils 340km, vor der Fahrt voll geladen (Strom und Passagiere + Gepäck). Bisher ca. 50L Sprit verbrennt, macht ca. 3l / 100 km Sprit. Ich werde garantiert im Schnitt unter 1l/100km im Jahr kommen :mrgreen: 8-) :D

Sonstiges
- Bin schon öfters mit Hänger gefahren (750kg) = Perfekt
- Elektrische Heckklappe: fand ich anfangs doof weil langsam, dann geil... kann man vom Innerraum oder mit Schlüssel fern bedienen, dadurch sehr praktisch.
- Laden an Schuko mit 10A, ca. 5,5 Stunden, an einer Ladestation mit 16A, ca. 3,5 Stunden
- Das Remote App! Oh, weh! Nur über direkte WLAN Verbindung mit dem Fahrzeug (Fahrzeug fungiert als WLAN Accesspoint, nicht über Internet möglich). Die Infos sind auch sehr dürftig. Z.B. Batteriestand nur optisch, keine % Angabe, wie auch im Fahrzeug nicht. Dafür gibt es keine Probleme mit "Car Net", "R-Link", "Connected Drive", usw. :twisted:

=> Tolles Auto, außerhalb vom Mainstream. Kein Audi, kein BMW, aber derzeit wirklich einzigartig!
Ach ja,
fragt einfach, falls ihr noch was wissen wollt. :D

Gruß mstaudi
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon Torwin » Do 21. Aug 2014, 21:55

Deckt sich mit meiner Erfahrung, außer dass ich die Plus-Version des Outlanders habe und deshalb weniger an Ausstattung.
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon midimal » Fr 22. Aug 2014, 11:28

Hi mstaudi

Danke für Dein Resumé nach fast 2000KM :)
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon just_cruise » Fr 22. Aug 2014, 11:57

Habe mit dem Outi zwar nur eine Probefahrt gemacht, aber folgendes fiel mir auf:

Positiv:
die Rekuperation: 6-stufig (von B0 = Segelmodus bis B5 = recht starke Reku) verstellbare Rekuperation mit den "Paddeln" direkt am Lenkrad links/rechts. D.h. man kann die Stufen einstellen, ohne auch nur eine Hand vom Lenkrad zu nehmen - das bisher beste Konzept, dass ich bzgl. Wahlmöglichkeiten Reku bisher erlebt habe! Nur, dass die Stufe D dem Modus B3 entspricht (also dem 3.stärksten von 6 Werten), finde ich nicht so optimal (etwas zu stark, meine ich), da hätte ich mir B0 oder B1 gewünscht (noch besser wäre: die Stärke bei D wird konfigurierbar gemacht).

Hier ein Vergleich zur Reku-Wahl bei einigen anderen EV, die ich gefahren bin, sortiert von gut nach schlecht:

VW e-Golf: 5 Stufen, D, D1, D2, D3 und B. Wobei D dem Segelmodus (also wie 'N', analog B0 beim Outi) entspricht. Leider muss man zum Umschalten die rechte Hand vom Lenkrad nehmen und den Schalthebel nach links/rechts (D, D1, D2, D3) oder in Längsrichtung (für D<->B) bewegen.

Tesla MS: 2 Reku-Stufen, leider nur über ein Touchscreen-Untermenü änderbar (sollte man während der Fahrt gar nicht erst versuchen....)

BMW i3: nur eine Stufe, imho viel zu stark, nicht abschaltbar.

Negativ:
a) beim Zuschalten des Verbrenners dauert es gefühlte 2 Sekunden, bis die Leistung verfügbar ist.

b)der Outi hat keinen Knopf, der das Einschalten des Verbrenners verhindert, d.h. wenn man rein elektrisch fahren möchte, muss man sich mit dem rechten Fuß ganz bewußt zurückhalten (gilt auch für den Eco-Modus).
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon midimal » Fr 22. Aug 2014, 12:14

b)der Outi hat keinen Knopf, der das Einschalten des Verbrenners verhindert, d.h. wenn man rein elektrisch fahren möchte, muss man sich mit dem rechten Fuß ganz bewußt zurückhalten (gilt auch für den Eco-Modus).

Ich denke das hat man mit der Zeit im Fuß (kurze Probefahrt reicht da wohl nicht)
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon ChrisZero » Mi 10. Sep 2014, 22:01

Ich habe eine Frage zum Outi:
Anfangs wurde immer die Info verbreitet, dass es keine eHeizung gibt und daher ohne verbrenner nicht geheizt werden kann.
Heute habe ich im Prospekt von Mitsubishi gelesen, dass es eine gibt...
Was denn nu??

Gruß Chris
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon Spüli » Do 11. Sep 2014, 07:21

Die E-Heizung kommt erst in der mittleren Ausstattung, zusammen mit der App-Steuerung.
Gruß Ingo
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon Torwin » Do 11. Sep 2014, 12:26

just_cruise hat geschrieben:
... Nur, dass die Stufe D dem Modus B3 entspricht (also dem 3.stärksten von 6 Werten), finde ich nicht so optimal (etwas zu stark, meine ich), da hätte ich mir B0 oder B1 gewünscht (noch besser wäre: die Stärke bei D wird konfigurierbar gemacht)...


Die Stufe D entspricht beim Outlander der Stufe B2, nicht B3. Wenn man in der Stufe D dann Paddel links betätigt, landet man in B3 und bei Paddel rechts - im B1. Finde ich sinnvoll. Wenn man Paddel rechts länger betätigt, kommt man wieder in die Fahrstufe D.
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon ChrisZero » Do 11. Sep 2014, 13:41

Die E-Heizung kommt erst in der mittleren Ausstattung, zusammen mit der App-Steuerung.

Gruß Ingo


Besten Dank, Ingo.

Gruß Chris
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Re: Mitsu Outlander PHEV / Gute Seiten, schlechte Seiten

Beitragvon mstaudi » Do 11. Sep 2014, 17:01

Torwin hat geschrieben:
just_cruise hat geschrieben:
... Nur, dass die Stufe D dem Modus B3 entspricht (also dem 3.stärksten von 6 Werten), finde ich nicht so optimal (etwas zu stark, meine ich), da hätte ich mir B0 oder B1 gewünscht (noch besser wäre: die Stärke bei D wird konfigurierbar gemacht)...


Die Stufe D entspricht beim Outlander der Stufe B2, nicht B3. Wenn man in der Stufe D dann Paddel links betätigt, landet man in B3 und bei Paddel rechts - im B1. Finde ich sinnvoll. Wenn man Paddel rechts länger betätigt, kommt man wieder in die Fahrstufe D.

Stimmt! Und ich finde die Stufe D in der Bremswirkung ähnlich einem Schaltgetriebe.
Gut auch dass beim Start immer D drin ist. Meine Frau will mit dem Firlefanz nix zu tun haben
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