Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon Crash123 » Fr 16. Jun 2017, 08:40

Hallo, ich hoffe ich öffne nicht gerade den tausendsten Thread zu dem Thema. :?

Wie sind Eure Erfahrungen zum Reichweitenverlängern?
Ich fahre in Dörfer und Stadt immer mit B5 auf Freilandstrassen auf B2-B3 je nach Verkehr und Autobahn B0. Mich würde interessieren ob mein Zugang, sprich viel Verkehr oft Bremsen daher höhere B-Stufen, Sinn macht oder ob Standardeinstellung mehr bringt.
Crash123
 
Beiträge: 11
Registriert: Fr 17. Feb 2017, 12:11

Anzeige

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon ATh » Fr 16. Jun 2017, 18:49

Kommt drauf an, mit wie vollem Akku Du losfaehrst. Nachdem ich beobachtet habe dass B5 deutlich mehr bremst wenn der Akku leer ist, bei vollem Akku gibt es keinen Unterschied zwischen D = B2 und B3, B4 oder B5, wird es Dir wenn Du mit vollem Akku losfaehrst keinen Vorteilbringen, mit B5 im Stau zu fahren.

ATh.
Benutzeravatar
ATh
 
Beiträge: 99
Registriert: So 29. Jan 2017, 12:48

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon Paul_S » Sa 17. Jun 2017, 23:06

Crash123 hat geschrieben:
Ich fahre in Dörfer und Stadt immer mit B5 auf Freilandstrassen auf B2-B3 je nach Verkehr und Autobahn B0. Mich würde interessieren ob mein Zugang, sprich viel Verkehr oft Bremsen daher höhere B-Stufen, Sinn macht oder ob Standardeinstellung mehr bringt.

Wenn Du es schaffst, den Schwung zu nutzen ohne zu Rekuperieren und wieder zu Beschleunigen, kommst Du weiter.
Z.B. beim Heranrollen an eine rote Ampel kannst Du mit rechtzeitigem Gaswegnehmen durchkullern ohne zu Bremsen - das ist effektiver!
Es ist zwar eine tolle Sache, die Bremsenergie in den Akku zu bringen statt sie mit Wärme der Bremsscheiben zu verlieren, aber: Beim Rekuperieren verliert der Motor ein paar Prozent (Wärme), der Akku verliert ein paar Prozent beim Laden und Entladen (Wärme), und der Motor und Umrichter nochmal (Wärme) wenn Du wieder beschleunigst. Ich kenne die genauen Zahlen nicht, aber zusammen mindestens 20% gehen dabei bestimmt verloren.
Deshalb fahre ich wann immer es geht mit B0.
Aber Du schriebst von dichtem Verkehr - dann ist das schwierig.
Ich hätte die Befürchtung, dass man mit B5 oder auch schon B3 viel öfter lädt und entlädt als nötig. Solange Du keine Vollbremsung machst, passiert beim Treten der Bremse (z.B. bei B0) das gleiche wie beim Gaswegnehmen auf B5 - aber dann eben nur wenn es wirklich sein muss.
Ich fahre übrigens mit beiden Füßen, d.h. ich bremse mit links, und habe den Fuss immer auf dem Pedal, wenn dichter Verkehr ist. Wer das nicht mag, ist da vielleicht mit B5/B4/B3 besser bedient.

Paul
Outlander PHEV
Benutzeravatar
Paul_S
 
Beiträge: 141
Registriert: Do 24. Dez 2015, 16:55
Wohnort: südlich von Berlin

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon Widdy2000 » Sa 17. Jun 2017, 23:11

Jede Umwandlung von Energie bringt Verluste mit sich.
Von daher ist es sinnvoller (wenn möglich) ausrollen zu lassen...
Beim Anfahren einer Ampel oder Einmündung im ländlichen Bereich ohne viele andere Verkehrsteilnehmer kein Problem.
In der Stadt bei wenig Stauraum zwischen Straßenzügen und kurzen Grünphasen leider weniger möglich.
KIA Soul EV Play mit Komfortpaket EZ 02/2017

BMW i3 94Ah Suite mit 19" Turbinenstyle 428
inkl. allem bis auf Schiebedach, Onlineentertainment und Fußgängerschutz
Bestellt am 22.05.2017
Auslieferung/Übergabe 27.07.2017
Widdy2000
 
Beiträge: 244
Registriert: Mo 6. Feb 2017, 13:39

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon muinasepp » So 18. Jun 2017, 15:05

Natürlich ist eine solche Energieumwandlung immer verlustbehaftet. Dies heisst aber nicht wie hier der Eindruck erweckt wird, dass mit B5 fahren automatisch verlustbehafteter ist als z. B. mit D. Vielmehr erfordert B5 halt einen "gefühlvolleren" Gasfuß. Ich fahre deshalb ausgenommen auf Autobahnen meistens mit B5, nehme aber nur dann den Fuß vom Gas, wenn dies wirklich notwendig ist und gleite halt ansonsten mit leicht gedrücktem Gaspedal.

Auf langen Gefällestrecken übrigens bringt die Reku schon durchaus was. Merkt man z. B. bei einer Fahrt über den Brenner. Bergab kann man da mit dem zwischendurch wieder durch die Reku gewonnen Strom elektrisch ganz schöne Strecken überwinden, ohne dass der Verbrenner laufen muss.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV
muinasepp
 
Beiträge: 492
Registriert: Di 11. Okt 2016, 15:43

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon Wizkid » So 18. Jun 2017, 16:22

Achtung:Bei der Einstellung B0 wird sehr häufig der Benziner eingeschaltet.

Ich fahre daher max B1 - braucht weniger Sprit.
Wizkid
 
Beiträge: 74
Registriert: Mo 18. Jul 2016, 08:38

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon Paul_S » So 18. Jun 2017, 22:35

Wizkid hat geschrieben:
Achtung:Bei der Einstellung B0 wird sehr häufig der Benziner eingeschaltet.
Das kann man so nicht stehenlassen. Wie kommst Du zu dieser Annahme? Ich fahre sehr viel mit B0 und hatte heute meinen ersten Zwangs-Motorlauf.
http://www.goingelectric.de/forum/mitsubishi-plug-in-hybrid-outlander/mitsubishi-outlander-phev-t11121.html
Der kommt wenn man sehr lange nicht mehr getankt hat, ich glaube drei Monate oder so. Und so ist es auch, zur Zeit fahre ich 100% elektrisch, und das trotz B0. Was machst Du mit dem Auto, dass der Benziner startet?

Übrigens konnte ich den weiteren Zwangslauf verhindern (Tanksensor manipuliert, Batterie kurzzeitig abgeklemmt), aber ich werde trotzdem ein paar Liter frischen Sprit tanken.
Outlander PHEV
Benutzeravatar
Paul_S
 
Beiträge: 141
Registriert: Do 24. Dez 2015, 16:55
Wohnort: südlich von Berlin

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon PHEV » Mo 19. Jun 2017, 13:44

Ich muss mich als "B5 Fahrer" outen... :D

Heute allerdings der direkte Vergleich vorwiegend mit B0 gefahren und viel rollen lassen und siehe da ohne Probleme 56km geschafft.
In der Vergangenheit schaffte ich auf der selben Stecke knapp über 40km bei einem Verbrauch laut Bordcomputer von knapp 18 kwh/100km.
Heute waren es 13,5 kwh/ 100km.

Für mich ist das Beweis genug, dass "Segeln" die bessere Alternative ist. :roll:

Die Aussage von Paul_S kann ich nur bestätigen...bei mir schaltete sich der Verbrenner nicht hinzu.
Bild
PHEV
 
Beiträge: 189
Registriert: Do 19. Mai 2016, 15:29

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon fbitc » Mo 19. Jun 2017, 14:24

Also B0 muss nicht zwingend mit Verbrennerlauf einhergehen - das liegt dann eher an Zusatzkomponenten evtl. wie Heizung oder einfach Batterstand (und evtl. Save Modus?)

Modus D entspricht glaub ich der B2 Stufe?
fbitc
 
Beiträge: 4591
Registriert: Di 11. Jun 2013, 14:56
Wohnort: Hohenberg / Eger

Re: Erfahrungen/Meinungen: Rekuperation vs Segeln

Beitragvon snooky » Mo 19. Jun 2017, 15:24

fbitc hat geschrieben:
Modus D entspricht glaub ich der B2 Stufe?


Klingt plausibel, da er bei betätigen der Wippen jeweils in B3 oder B1 schaltet.
snooky
 
Beiträge: 26
Registriert: Fr 8. Jul 2016, 11:27

Anzeige

Nächste

Zurück zu Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste