Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon Vanellus » Do 3. Nov 2016, 11:51

wie ist es denn mit dieser Überlegung: von Leuten, die ich für kundiger halte als mich, heißt es, dass der Innenwiderstand des Akkus bei tiefen Temperaturen ansteigt. Hohe Ströme (beim Anfahren) über hohe Widerstände zu leiten, bedeutet Wärme. Das ist bei Innenwiderständen eines Akkus genauso wie bei einem Kabel mit hohem Widerstand, das sich schnell erwärmt. Das bedeutet: der Akku erwärmt sich und ein nennenswerter Anteil des abgegebenen Stroms führt zur Erwärmung - zwangsläufig und ungewollt und auch unvermeidbar, sofern man den Akku nicht zuvor erwärmt hat.
Könnte das eine Erklärung sein für die anfangs hohen Verbräuche, die ich auch bei der Zoe registriere?
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon DeJay58 » Do 3. Nov 2016, 11:57

Das ist keine Erklärung. Da das nicht so viel ausmacht bzw. nicht gemessen werden würde.
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon eos21 » Do 3. Nov 2016, 11:58

Bravo, das ist ganz genau das Thema!! Vielen Dank!
Deshalb muss der Akku rasch möglichst auf Betriebstemperatur gebracht werden. Ausserdem sollen ihm diese inneren Widerstände anscheinend tendenziell schaden.

Und zu heiss schadet dann ebenso.... :mrgreen:
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon eos21 » Do 3. Nov 2016, 12:00

DeJay58 hat geschrieben:
Das ist keine Erklärung. Da das nicht so viel ausmacht bzw. nicht gemessen werden würde.


:?: :?: :?: Ja was ist dann eine Erklärung?

Ich geb's auf, bin aus dieser Diskussion draussen. - Gute Fahrt.
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon Helfried » Do 3. Nov 2016, 12:00

eos21 hat geschrieben:
Bravo, das ist ganz genau das Thema!!


Naja, die Eigenerwärmung des Akkus hat aber nicht solche großen Dimensionen im Stromverbrauch! Da geben ich DeJay recht. 10 Jahre LiPo-Erfahrung zeigen uns das.
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon bm3 » Do 3. Nov 2016, 12:08

Ob der Akku immer vorgewärmt wird oder kalt so einen hohen Innenwiderstand hat, was ich nicht glaube,und wieviel das an Verbrauch kostet kann ich nicht bewerten, aber es gibt da noch einen andere Sache.
Auch das Heizungswasser für die Innenraum-Beheizung könnte grundsätzlich immer vorgewärmt werden für den Fall dass jemand die Heizung irgendwann einschaltet und dann möchte er nicht warten auf warme Luft aus den Düsen. Bei den Japan-Leafs ohne Wärmepumpe ist die Beheizungsanlage jedenfalls so geschaltet, auch wenn der Benutzer sie aus lässt heizt sie nach dem Start das gesamte Wasser im Kreislauf zum Heizungswärmetauscher bei entsprechend niedrigen Außen-/Innentemperaturen erstmal auf. Das kostet dann natürlich auch jede Menge an Akku-Energie für nichts außer der Möglichkeit direkt warme Luft erhalten zu können falls man mal auf die Idee kommt die Heizung einzuschalten. Deshalb gab es ja schon Umbausätze mit Zusatzschalter für diese Leafs bis Bj. 2012/2013. Auch beim Leaf sind warme Wasserschläuche in keiner Weise isoliert, bedeutet, das Heizungswasser kühlt nach dem Aufheizen auch schnell wieder aus und es muss dann wieder nachgeheizt werden.

VG:

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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon Ladeheld » Do 3. Nov 2016, 12:35

Den B ED bin ich mehr als drei Mal zur Probe gefahren und war jedes Mal entsetzt, wieviel Strom diese Komfortschaukel benötigt. Egal ob Sommer oder Winter. Auch Heizung aus brachte im Winter nicht viel. Ich habe den Wagen trotzdem nicht unter 27 kWh / 100 km gebracht. Da spielt vieles negativ zusammen und läßt den 30 kWh Akku recht schnell sehr klein aussehen. Mir fiel auf:
- Der Wagen hat ein sehr hohes Eigengewicht, das bewegt werden will und deshalb einen hohen Verbrauch generiert.
- Es gibt sehr viel Komfortausstattung, die auch Strom zieht.
- Es wurde wenig oder kaum Wert auf Energieeffizienz gelegt.
- Im Antriebsstrang wird Tesla Technik verwendet: Akku, Motor, Ladeinheit. Das weckt zunächst einmal Erwartungen, hat aber auch Auswirkungen auf den Verbrauch:
- Tesla leben den amerikanischen Taum: "Think big!" Alles ist bei Tesla größer, aber nicht zwingend effizienter (Kosten). Nur fällt es bei der Größe der Tesla Wagen nicht so auf, weil auch der Akku dort größer ist.
- Das alles zusammen wirkt sich auf den Verbrauch des B ED negativ aus.

Daimler hat beim B-ED so ziemlich alles zusammengeschuster was "günstig" zu bekommen war, einfach um die e-Quote zu erfüllen. Schade drum.
- Die guten F&E Ansätze, die bei der e-A-Klasse noch vor wenigen Jahren zu erkennen waren ließ das Management einfach versanden.
- Eigene Akkuproduktion in Kamenz: Anfang des Jahres eingestellt.
- Anteil bei Tesla: Verkauft: Eigenbewertung: "Best Deal ever!"

Ein Motto "Leistung aus Leidenschaft" sieht jedenfalls anders aus, oder war das eine deutsche Bank???

Ich traf dann meine Entscheidung ganz nach dem Daimler Motto: Das Beste oder nichts: Bei mir wurde es dann nichts.
Von 05.08.2014 bis Jan. 2017 Schnarchlader e-up! "Soweit die Akkus halten - Fährst Du schon oder lädst du noch?" :mrgreen:
Seit Feb. 2017 mit dem Model i3 94Ah CCS noREX mobil.
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon Dark Rider » Do 3. Nov 2016, 13:13

Ich habe früher bei meinem Euro 6 Diesel im Winter den Kühler Stellenweise abgedeckt. Ansonsten brauchte der 20km und mehr bis das Kühlwasser mal warm war und der Verbraucht war wegen dem kalten Motor ebenfalls enorm.
Das Abdecken des Kühlers hat dann eine leichte Verbesserung gezeigt.

Ich würde es daher ebenfalls einmal damit versuchen, Schläuche, Behälter etc. soweit möglich zu isolieren und den Kühler zumindest teilweise abdecken. Aber vielleicht so, dass man die Änderungen im Sommer einfach wieder entfernen kann :lol:
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon Max Mausser » Do 3. Nov 2016, 18:01

Guten Abend

Ein paar Infos an die nicht Mercedes B250e Fahrer:

- Die Batterie der komplette Antrieb die Steuerung sowie das Ladegerät sind vom Tesla Model S.
- Die Batterie wird aktiv geheizt (Elektroheizung) und aktiv gekühlt (durch die Klima-Anlage).
- Das Warmwasser von der Batterieheizung wird über mehrere Meter (Gummi-Schlauch und Aluminium-Leitungen geführt. Diese sind wie geschrieben nicht isoliert. Jeder der mal Physik in der Schule gehabt hat weiss, dass durch Abstrahlung Energie verloren geht. Mehr bei grösserem Temperaturgefälle und wenn die Leitungen durch vorbeiströmende Luft angeblasen werden.

Nochmals zum Problem:
Der massive Verbrauch auf den ersten Kilometern kommt aus meiner Sicht von der Batterieheizung. Beim Tesla Model S wird anscheinend auf ECO + (Range-Mode bei Tesla) die Batterieheizung abgeschaltet. Dies konnte ich bei meinem Mercedes nicht feststellen.

Im welchem Bereich die Batterie geheizt und gekühlt wird konnte ich noch nirgends finden.

Vorteile der Batterieheizung:
Prinzipiell steigt die Lebensdauer der Batterie, wenn diese nur in einem sehr engen Temperaturfenster betrieben wird.
Ich habe mich nur gefragt, ob es bei Kurzstrecken nicht besser wäre auf die Batterieheizung zu verzichten.
Grund: Die Batterie wird mit kleineren Strömen belastet.

Nebenbei:
Zum Schutz der Batterie wird die Leistung beim B250e sowieso bei tiefen Batterietemperaturen begrenzt.

Weiteres Vorgehen:
So bald es etwas kälter wird, werde ich mit einer Wärmebildkamera mal ein paar Aufnahmen vom Motorraum unter verschiedenen Bedingungen durchführen.

Gruss Max

P.S. Das Forum ist da um Informationen auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen. Deshalb bei einem Einheitenfehler einfach mal auf die Seite schauen. Nicht jeder ist Techniker! Aber jeder versucht sein Bestes zu geben! Danke
Max Mausser
 
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Re: Extremer Verbrauch auf den ersten paar Kilometern

Beitragvon Helfried » Do 3. Nov 2016, 18:10

Max Mausser hat geschrieben:
Ich habe mich nur gefragt, ob es bei Kurzstrecken nicht besser wäre auf die Batterieheizung zu verzichten.


Auf jeden Fall! Erstens kann man sich bei kurzen Strecken ohnedies zusammenreißen und schonender fahren und zweitens wird die Batterie ohnedies erst warm, wenn man bereits am Ziel ist. Die Zellen brauchen ja relativ lange, bis sie warm werden.

[Deshalb bei einem Einheitenfehler einfach mal auf die Seite schauen

Nicht bei einem Elefanten im Glashaus. ;)
Helfried
 
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