Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon Themse » Sa 17. Jun 2017, 14:07

Jetzt aber mal Spaß beiseite !

Man wird nicht ernsthaft davon ausgehen können, dass in D aber auch weltweit,
die Stromversorgung sich überall in einem Zustand befindet,
der eine massenweiße Versorgung von Elektroautos zulässt.
So mancher Hausanschluß wird in diesem Entwicklungsprozeß noch auf
einen aktuellen Stand gebracht werden müssen.
Als Altbausanierer in D habe ich schon viele Hausanschlüsse aus Zeiten gesehen,
als noch Dampflokomotiven auf den Schienen unterwegs waren.
Wir können die Elektromobilität auch als Chance betrachten, dass diese Installationen
auch in D entgültig auf einen aktuellen, sicheren Stand gebracht werden.
Sion reserviert am10.9.2017
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon zweirad » Sa 17. Jun 2017, 14:57

Ich zähle mich auch zu denen, die nicht wirklich Ahnung von Strom haben und jemandem die technischen Feinheiten eines E-Autos erklären können. Schlussendlich muss die Karre aber auch einfach laufen und es interessiert wohl wenige wie es den funktioniert. Oder wer hat sich schon mal Gedanken darüber gemacht, warum er mit dem Mobiltelefon eine WhatsApp verschicken kann resp. wie das technisch gesehen abläuft?

Wenn ich aber bspw. im Büro oder sonstwo irgendwelche Halbwahrheiten oder Vorurteile höre, nehme ich es mir jeweils heraus die Leute freundlich aufzuklären. Gab schon manches "Aha". Auch an den Ladestationen werde ich ab und an angesprochen und auch da nehme ich mir, ehrliches Interesse vorausgesetzt, gerne 10 Minuten Zeit für Erklärungen.
Bringt sicherlich mehr, als mich dann über die "Dummheit" oder Unwissenheit anderer lustig zu machen. Vor 14 Monaten gehörte ich auch noch zu "denen".
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon TeeKay » Sa 17. Jun 2017, 15:07

Themse hat geschrieben:
Man wird nicht ernsthaft davon ausgehen können, dass in D aber auch weltweit,
die Stromversorgung sich überall in einem Zustand befindet,
der eine massenweiße Versorgung von Elektroautos zulässt.

Nö. Aber ich gehe ernsthaft davon aus, dass es in den Industrienationen möglich ist, die Infrastruktur überall in den kommenden 30 Jahren auf einen Stand zu bringen, der massenhafte Versorgung von Elektroautos zulässt. Und zwar so, dass das "auf den Stand bringen" kaum einer mitbekommt. Hier und da mögen Hausanschlüsse neu verlegt werden müssen. Im Wesentlichen werden aber mit dem Netzbetreiber kommunizierende Wallboxen und Ladesäulen ausreichen. Wo es am Backbone hapert, wird selbiges bei ohnehin in den kommenden 30 Jahren nötigen Ausbesserungsarbeiten an der Straße nachgearbeitet.

Links und rechts von meinem Berliner Büro wurde ohne großes Aufhebens die Infrastruktur für 1200 neue Wohnungen unter dem Gehweg verlegt. Die neuen Wohnungen haben im Gegensatz zu allen anderen ringsherum jetzt VDSL 100 und sogar elektrische Energie. Irre. So modern. Dabei hatte vor 50 Jahren niemand vorausgesehen, dass da 1200 Wohnungen entstehen sollen.

Was leider nicht im gleichen Zuge erledigt wurde, war das Ausrüsten aller Parkbuchten mit Stromkabeln. Hätte man aber ohne viel Mehraufwand tun können. Die Mehrkosten für Verkabelung sind in Relation zu den Kosten der ohnehin angefallenen Straßenbauarbeiten unbedeutend. In den 4 Jahren, in denen ich dort mein Büro habe, wurden
1x der Gehweg aufgegraben
1x die Straße komplett erneuert
1x nach der Erneuerung Parktaschen auf dem Grünstreifen angelegt

3x Tiefbau in 4 Jahren, 3 verpasste Gelegenheiten, Ladeinfrastrukturvorbereitungen zu treffen. Aber das muss ja nicht so bleiben. Es ist jedenfalls kein Naturgesetz, dass sich Deutschland zwar binnen 10 Jahren von Flächenbombardements erholte, es jetzt aber am Ausbau des Stromnetzes binnen 30 Jahren für 18% mehr Last scheitern soll. Die 18% mehr Last entsprechen der Verbrauchserhöhung zwischen 1991 und 2005. Hat auch keiner gemerkt, dass der Verbrauch in dem Zeitraum stieg.
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon TobsCA! » Sa 17. Jun 2017, 16:43

Heute habe ich mich kurz mit einem "Elektriker" unterhalten der demnächst auf eine Schulung zum Thema Ladestationen geht.
Er ist der Meinung der Strom / das Netz reicht nicht weil ja alle Schnelllader zuhause brauchen.
Meinen Einwurf das die meissten ja nur Gleichstrom Schnell können und die Ladegeräte richtig Asche kosten hat er ignoriert.
Hab ihm dann erklärt das ich in der Firma 16A Einphasig Lade und das fürs Tägliche Pendeln locker reicht.
Hat er aber auch ignoriert.

Hoffentlich lernt der auf der Schulung das richtige.


MfG
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon Enagon » So 18. Jun 2017, 10:56

Elektro-Bob hat geschrieben:
@Enagon:
Warum hast Du sie nicht aufgeklärt ? :?

Anstatt sich hier seitenlang über mangelndes Wissen anderer Menschen auszulassen :evil:


Ich kläre gerne auf, nur habe ich in 10% der Fällen keine Lust dazu! Ich teile auch immer Kärtchen für Falschparker aus!
Verbrenner sind keine Option, ich wähle weise das e-auto, auch du kannst das schon :D
Verbrenner kommen bei mir niemals ins Haus, da kommt hinten einfach zu viel raus, das Elektroauto ist emissionsarm und bald werde ich damit sogar spar(e)n!
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon steiner » So 18. Jun 2017, 18:03

zweirad hat geschrieben:
Ich zähle mich auch zu denen, die nicht wirklich Ahnung von Strom haben und jemandem die technischen Feinheiten eines E-Autos erklären können. Schlussendlich muss die Karre aber auch einfach laufen und es interessiert wohl wenige wie es den funktioniert. Oder wer hat sich schon mal Gedanken darüber gemacht, warum er mit dem Mobiltelefon eine WhatsApp verschicken kann resp. wie das technisch gesehen abläuft?

Wenn ich aber bspw. im Büro oder sonstwo irgendwelche Halbwahrheiten oder Vorurteile höre, nehme ich es mir jeweils heraus die Leute freundlich aufzuklären. Gab schon manches "Aha". Auch an den Ladestationen werde ich ab und an angesprochen und auch da nehme ich mir, ehrliches Interesse vorausgesetzt, gerne 10 Minuten Zeit für Erklärungen.
Bringt sicherlich mehr, als mich dann über die "Dummheit" oder Unwissenheit anderer lustig zu machen. Vor 14 Monaten gehörte ich auch noch zu "denen".


Hallo, so halte ich es auch !!!!
Gruss
Andreas
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon steiner » So 18. Jun 2017, 18:13

AndiH hat geschrieben:
Ihr müsste euch davon lösen das die Leute etwas von der Technik verstehen die sie durch die Gegend transportiert. Das war beim Verbrenner auch schon so und wird beim E-Auto auch so sein. Den wenigsten ist der Unterschied zwischen AC und DC klar, Strom und Spannung sind auch nur unterschiedliche "Böhmische Dörfer". Deswegen ist es wichtig das wir in einfachen Worten den Leuten die Sache erklären können, weil es oft schlicht die Unsicherheit gegenüber Neuem ist welches die Leute an den alten Gewohnheiten (=Verbrenner) fast schon fanatisch festhalten lässt.

Du hättest also so was sagen könne wie "Zuhause kann man mit weniger Leistung laden, das funktioniert auch an einer einfachen Steckdose problemfrei"

Gruß

Andi


Hallo,
Selbst ich wo eine Zoe im Oktober kommt kenne nicht den Unterschied zwischen AC und DC !!!!
Ich brauche ein E- Auto wo so einfach zu bedienen ist wie ein Verbrenner !!!
Mit Strom habe ich aber auch gar nichts am Hut !!! Selbst beim Lampen anschließen geht ab und zu was schief. :(
Wenn die Masse E- Autos fahren soll muss das auch möglich sein ohne vorher in einem Forum tagelang ( Wochenlang )sich durchzulesen.
Sonst wird das nichts !!! Es gibt so viele Hindernisse für E-Autos alleine schon das Chaos mit den Ladekarten,belegte Ladestellen,teure ladebox für daheim usw
So wird das nichts !!!
Gruss
Andreas
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon TeeKay » So 18. Jun 2017, 18:31

Die Nixblicker fahren dann eben weiter ihren Verbrenner, bis er ihnen zu teuer geworden ist und sie lieber 3h in Information investieren, als weiter die teure Karre fahren zu müssen. Bis dahin können all die bedient werden, die nicht hinter jeder Ecke 10 Probleme sehen.
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon steiner » So 18. Jun 2017, 20:38

TeeKay hat geschrieben:
Die Nixblicker fahren dann eben weiter ihren Verbrenner, bis er ihnen zu teuer geworden ist und sie lieber 3h in Information investieren, als weiter die teure Karre fahren zu müssen. Bis dahin können all die bedient werden, die nicht hinter jeder Ecke 10 Probleme sehen.


Danke :evil:
3 Stunden investieren ?????
Da kann ich nur lachen ,wenn es nicht so traurig wäre !!!!
Auch wenn ich vielleicht in Sachen E- Auto und ladetechnisch ein nixblicker sein sollte kaufe ich mir keine Zoe weil ich ein ,, ,,teuren,, Verbrenner umgehen möchte. In meinen Augen ist ein Verbrenner eh billiger.aber egal.
Aber wenn E- Fahrer wie du weiter auf so einem hohen Ross sitzen und meinen alle anderen wo es in 3 Stunden nicht verstehen wie alles funktioniert, sollen einen Verbrenner fahren,dann kann ich nur sagen: super!!!! Da erweist du dem e-Auto einen Bärendienst.
Ein e-Autofahrer ist auch nichts besseres !!!!
Ich sehe auch nicht hinter jeder Ecke 10 Probleme aber der kartenwirrwar und besetze ladesäulen ( egal ob von Verbrennern oder dauerlader ) sind ein Problem! Alleine für die wallbox aussuchen habe ich mich schon 3 Stunden informiert bevor ich die passende gefunden habe. Auch muss erst noch der Elektriker kommen um zu klären ob mein Sicherungskasten überhaupt noch eine 22 kW Leitung verkraftet. Also hör mir auf mit 3 Stunden !!!!!
Ich glaube die wenigsten hier haben nur 3 Stunden gebraucht um sich mit dem ganzen Thema der Elektromobilität zu beschäftigen bis sie alles gewusst haben. Wenn ich wirklich falsch liege sollen doch alle hier schreiben wo in 3 Stunden alles klar war.
PS auch von einem hohen Ross kann man fallen !!!!! Sogar noch tiefer.
Gruss
Andreas
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Re: Zuhausladen = Kein Strom (Verbrenner-denken)

Beitragvon Nordstromer » So 18. Jun 2017, 20:46

Ich bin auch kein Experte, aber mit gutem Willen kommt man dann eben in 6 Stunden dahin (zumindest das Wichtigste der Rest kommt dann peu á peu) :D
Und billiger würde ich so nicht unterschreiben.
Mit dem Ioniq werden wir im Jahr an Steuern, Spritersparnis und Wartung/Verschleiss locker mehr als 1.000€ sparen. Kann ich dir auch gerne dezidiert vorrechnen. Unser A2 hat übrigens in seiner Ausstattung damals einen Neupreis von 28k€ gehabt also nur geringfügig günstiger als der Ioniq aber technisch weit hinterher.
Bleibt nur noch der Akku aber das ist erst bei 200.000km ein Thema. Der A2 hat übrigens gut 160.000km.

Wir haben erst mal zwei Karten geordert und statt einer Wallbox nehmen wir erst mal ein Kabel was bis 32A geht. Kosten zwischen 600 und 1100€ je nach Modell und Anbieter.
:!: Support your local hero!!! Autohaus Bopp & Siems. :!:
In HH mit Ioniq-Vorführer.
"Getankt" mit Lichtblick :D Nix mit Kohle oder Atom :D
Grüße aus dem DC-Paradies HH&Umland :D
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