Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon Kermit » Sa 17. Feb 2018, 15:18

Warum sind die Dinger eigentlich dauernd kaputt ?
Auf meiner einzigen Langestrecke die ich bis jetzt gefahren bin waren 5 von 7 CCS-Ladesäulen die ich beutzen wollte kaputt.
In einen einkaufzentrum hier stehen 4 Typ2-Ladesäulen.
2 hab ich bis jetzt ausprobiert, beide gingen nicht.
Dabei sind es kostenlose Typ2-Ladepunke, da ist also fast null Technik drin. Was kann da kaputt gehen ?

Hier gibts einen gerade neu gebauten Ikea mit 2 fetten kostenlosen ABB-Triplechargern. Die waren sicher nicht billig.
2 mal hab ich da erfolgreich geladen, heute war die eine Säule komplett offline, bei der anderen ging nur der Typ-2 Anschluss.

Ich meine das kann doch nicht sein ?!? Das ist doch keine Raketentechnologie. Man könnte meinen Ladepunkte sind die fragilste technik die es gibt auf der Welt. Sowas muss man doch zuverlässig bauen können ? Oder hab ich nur unglablich pech gehabt bis jetzt ?
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Beitragvon INRAOS » Sa 17. Feb 2018, 15:34

Warum waren die denn ‚kaputt‘?

Sind die hier im Stromtankstellen-Verzeichnis auch als gestört gelistet?

Oder hattest Du eventuell nur nicht die richtigen Karten/Apps dabei um die Ladung starten zu können?

Auf meinen (eher seltenen) Autobahn-Langstrecken hatte ich noch keine defekte Ladesäule
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon Alex1 » Sa 17. Feb 2018, 17:38

Haben die CSUler an ihrem Stand bei der eRUDA in GAP ja auch behauptet: Es wäre gar nicht möglich, genügend eZapfen aufzubauen :roll: :lol: Hab mir´s verkniffen, darauf hinzuweisen, dass andere Länder außerhalb Bayerns das schon könnten... :D

Ikea in Wü ging bisher immer. Vielleicht hilft ein Gespräch mit dem Einrichtungsleiter?
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon Kermit » Sa 17. Feb 2018, 18:56

INRAOS hat geschrieben:
Warum waren die denn ‚kaputt‘?

Sind die hier im Stromtankstellen-Verzeichnis auch als gestört gelistet?

Oder hattest Du eventuell nur nicht die richtigen Karten/Apps dabei um die Ladung starten zu können?


Die Säulen wahren meißt tatsächlich schon als gestört gemeldet.
Bei den ABB stand schon im display "Säule gestört, Zentrale ist informiert" oder so ähnlich.
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon Schwarzwald-Stromer » Sa 17. Feb 2018, 18:59

Vervollständige mal bitte deine Signatur, damit wir auch wissen welches Fahrzeug du fährst :?:
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon Nasenmann » Sa 17. Feb 2018, 22:31

Das hab ich mich auch schon öfter gefragt. Was mich auch beschäftigt ist, warum es, wenn die dann als defekt an den Betreiber gemeldet wurden teileweise Wochen dauert, bis sich mal ein Techniker dem Problem annimmt. :?
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon TeeKay » Sa 17. Feb 2018, 22:40

Weil die Betreiber zu geizig sind, schnelleren Support zu bezahlen. Wer will, kann auch ein 4h-Reaktionsfenster bei ABB bekommen. Clever hatte das nach eigener Aussage 2014. Aber das kostet natürlich massig Geld. Es kostet auch massig Geld, Ersatzteile zu lagern. Billiger ist es doch, einen Techniker für ganz Deutschland zu beschäftigen, der permanent auf festgelegten Routen durch die Republik gondelt und die Säulen wartet. Der wirft seinen Plan nicht um, nur um von Wanne-Eickel zum defekt in Berlin-Grunewald gemeldeten Lader zu fahren. Ne, der fährt weiter über Stuttgart, München, Nürnberg, Dresden nach Berlin und kommt dann dort 4 Wochen später an.

Da stellt er dann fest, dass Steuerplatine A12-BD92 defekt ist, die dann über Papierformular in der Zentrale in Essen bestellt wird. Dort leitet dann irgendwann mal Irmgard Schnallhuber die gesammelten Ersatzteilbestellungen nach Portugal weiter, wo dann mal ein Paket gepackt wird, das nach Essen geht. Sobald der Servicetechniker von Berlin über Hamburg, Hannover, Göttingen, Frankfurt, Köln zurück in Essen ist, nimmt er die Ersatzteile mit und seine neue Tour beginnt: Stuttgart, München, Nürnberg, Dresden, Berlin. Nach 12 Wochen ist der Lader dann repariert - sofern der Techniker nicht mitbekommt, dass auch Verbindungskabel D83-PK83 zur Steuerplatine A12-BD92 gerissen war. Dann geht das wieder mit der Papierformularbestellung los.

Das ganze geht übrigens erst los, wenn ein Fehler von irgendeinem Kunden gemeldet wird. Es gibt auch Säulen, da ist gar nicht klar, wer zuständig ist. In Berlin haben wir Schnelllader, auf denen Vattenfall Logos kleben, für die Vattenfall nach viel Diskussionen auch Fehlermeldungen aufnimmt, für die aber Total zuständig ist. Vattenfall informiert Total aber gar nicht und Total ists auch egal, weil das irgendwann 2014 gut bezahlte Förderprojekt schon längst ablief.

Auch Supercharger sind nicht wartungsfrei. Es gibt Zeiten, in denen auf den von Tesla gepflegten Übersichtkarten 1/3 der Standorte irgendeinen Defekt verzeichnet. Aber Tesla reagiert schneller auf die Probleme bzw. mehrwöchige Reparaturzeiten fallen nicht so auf, weil es pro Standort genug Stalls gibt.
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon enabler » So 18. Feb 2018, 01:26

TeeKay hat geschrieben:
Weil die Betreiber zu geizig sind, schnelleren Support zu bezahlen.

Kostet die kWh dann halt wieder wucherhafte 10ct mehr.

Aber zum Topic-Eröffner: gibt viele Gründe. DC-Fehler (von Zoes), abgebrochene GSM-Datenverbindungen, Wasserschäden, verkantete Typ2-Verriegelungen, durchgebrannte Hilfsschütze, überfahrene Stecker, geflogene Sicherungen, Hirnis, welche zuerst Phasen prüfen müssen und dann die Sicherung schiessen, billige Typ2 Kabel mit Wackelkontakt, Typ2 zu irgendwas Adapter, schlechte Software in den Ladestationen, LCD-Displays mit Süd-Ausrichtung, nicht niedertemperatur-taugliches Frickel-Innenleben, uvm.
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon GcAsk » So 18. Feb 2018, 01:41

Also ich hatte bisweilen einmal ein wirkliches Problem an der Säule. Typ2. Hatte gesponnen, Kabel ging nicht mehr ab.

Das war nachts gegen 23 Uhr. Samstags. Hab die Hotline angerufen, ging sofort jemand ran. Die haben mir dann einen Techniker vorbeigeschickt. Hat zwar eine Stunde gedauert, aber hey, die haben ihren Hintern zu mir bewegt, um mir zu helfen! NACHTS! AM WOCHENENDE!

Aber ich sag's ja immer wieder, vielleicht bin ich in Frankfurt einfach nur verwöhnt ;) Die Mainova macht hier halt ihren Job schon ziemlich gut :) (Aber auch längst nicht perfekt). Sind aber sehr offen, bauen immer mehr Säulen und gehen auf Wünsche ein. Sind auch auf Twitter sehr aktiv ;)
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Re: Was ist eigentlich so schwer daran Ladesäulen zu bauen ?

Beitragvon santa » So 18. Feb 2018, 01:58

Hallo,
war heute in Dille an der B6 und habe versucht zu Laden. Diese Säule ist Kostenlos und der Versuch Chademo zu Laden ist gescheitert. Die Verbindung zum Fahrzeug war fehlerhaft.
Ich habe mir den Stecker mal genauer angeschaut und es schien das der mal auf dem Boden im Regen/Nassen gelegen hat.
Werde mal versuchen Avacon am Montag anzurufen, die ganze Säule schien ungepflegt zu sein, gut hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Lieber Geld nehmen für das Laden damit auch der Service Techniker mit bezahlt werden kann.
Ich plane immer meine Strecken mit genug reserven :roll: .
Grüsse Klaus
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