Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon mobafan » Di 29. Aug 2017, 11:47

eDEVIL hat geschrieben:
Die kosten für 3,7 KW ladepunkte sind leider nicht so extrem viel geirnger als für 22KW. Zumindest ist mir keine Ladesäule bekannt, die z.B. 3x3,7 kW preisgleich oder preisgünstiger abbildet als 1x11KW.


Wie es bei den richtigen Ladesäulen aussieht, weiß ich nicht. Aber bei der Wallbox für zu Hause ist der Unterschied zwischen max. 3,7kW und 22kW bei gerade mal ca. 80 EUR netto, wenn ich das Siemens-Angebot so ansehe (mag bei anderen Herstellern auch anders aussehen). Da ergibt die 3,7kW-Box eigentlich keinen Sinn.
Bei den professionellen Säulen dürfte der Unterschied zwar absolut größer sein, in Relation zum Gesamtpreis aber nicht viel weiter auseinanderliegen. Und gerade wenn man einen Ladesäulenpark aufbaut (also viele Säulen in unmittelbarer Nähe) wäre ein Lastmanagement besser als die Festlegung, welche Säule wie schnell laden darf.

Wieder ontopic: Und obwohl mein Fahrzeug in 2:30h von ganz leer nach ganz voll geladen ist bei 3,7kW, halte auch ich eine Begrenzung auf 2h für wenig sinnvoll. Über 4h kann man reden, alles unter 3h ergibt in keinem Fall Sinn, wenn es nicht eine generelle Beschränkung für alle Fahrzeuge auf dem Parkplatz/Seitenstreifen in gleicher oder niedrigerer Höhe gibt (wobei letzteres wieder Pseudo-Laden hervorrufen würde und damit kontraproduktiv wäre).
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Beitragvon Fire » Di 29. Aug 2017, 11:52

Wenn man wirklich eine Ladesäule installieren will, dann wird der Preisunterschied zwischen 3.7 und 11kW vermutlich tatsächlich nicht allzu gross sein.
Wenn man sich auf Schuko Steckdosen beschränkt dann ist der Unterschied aber doch massiv. Dann muss man halt sein eigenes Ladegerät mitbringen aber wenn man das weiss ist das ja auch kein Problem.
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon mweisEl » Di 29. Aug 2017, 12:13

mobafan hat geschrieben:
Aber bei der Wallbox für zu Hause ist der Unterschied zwischen max. 3,7kW und 22kW bei gerade mal ca. 80 EUR netto

Soso. Alleine der FI Typ B , der nur für eine dreiphasige Wallbox gebraucht wird, kostet 300,-. Dazu kommen ggf. noch Kosten für eine Neuinstallation der Hauselektrik aus den 70ern (z.B. nur 25A Absicherung, Bestandsschutz nur ohne Ausbau).
Zuletzt geändert von mweisEl am Di 29. Aug 2017, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon kub0815 » Di 29. Aug 2017, 12:16

mweisEl hat geschrieben:
mobafan hat geschrieben:
Aber bei der Wallbox für zu Hause ist der Unterschied zwischen max. 3,7kW und 22kW bei gerade mal ca. 80 EUR netto

Soso. Alleine der FI Typ B , der nur für eine dreiphasige Wallbox gebraucht wird, kostet 300,-


Es geht auch Typ A EV
Viele Grüsse
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon Volt » Di 29. Aug 2017, 12:19

ich will auch mal etwas dazu schreiben.

eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC macht für:

a) einen Messebesucher
b) einen Vertreter der zu einem Meeting fährt,
c) einen berufstätigen der mit einer Ladung nicht hin und zurückkommt,
d) Autos mit kleiner Ladeleistung,
e) Monteure/Handwerker welche vor Ort länger als 2 Stunden arbeiten,
f) etc.

absolut keinen Sinn. Es ist dann wie nicht vorhanden.

Sinn macht es für Zoe Fahrer welche evtl. warten um weiter zu fahren.
Nur die können die Ladesäule auch nicht bezahlen.

Ich bin für 12 Stunden Ladezeitbegrenzung,
da kann auch der Schichtarbeiter laden.

AC ist aus meiner Sicht alles zum nebenbei laden.
Zum Reisen ist heutzutage DC.
Renault hat da aus meiner Sicht halt auf das falsche Pferd gesetzt,
sofern man mit dem Wagen Reisen will.
Und jetzt seid mal ehrlich, was machen die Zählerstände der Säulen
welche den Strom nicht kostenlos abgeben?
In der Regel weniger abgabe als ich alleine verfahre.
Zumindest in Berlin.
lauter säulen in berlin:
http://www.be-emobil.de/ladestationen/
fast alle frei, alle unsinnig, zu teuer, tagsüber nicht wirklich nutzbar.
wobei hier 4 Stunden geparkt werden darf.
aber wer kann diese tagsüber sinvoll nutzen?

Und wenn manche sich über die carsharer aufregen weil die
autos die Säulen belegen so stellt sich mir die Frage, was sollen die tun?
Sollen die 1 Stunde nach Ladebeginn jemanden hin schicken,
damit der wagen auf jeden fall nach 2 stunden weg ist?
wer soll das denn bezahlen?
dann wundert euch nicht, wenn carsharer nicht auf elektro setzen.

Stefan
Zum berechnen der Ladekosten an öffentlichen Ladesäulen ist eine Excel Tabelle sinnig.
Flatrates können keine Lösung sein, sind für viele aber Interessant.
Anstelle zu Hause zu laden werden dann die Ladesäulen verwendet,
das erscheint mir falsch.
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon kub0815 » Di 29. Aug 2017, 12:34

Volt hat geschrieben:
Und wenn manche sich über die carsharer aufregen weil die
autos die Säulen belegen so stellt sich mir die Frage, was sollen die tun?
Sollen die 1 Stunde nach Ladebeginn jemanden hin schicken,
damit der wagen auf jeden fall nach 2 stunden weg ist?


Carsharer sollten eine eigene Infrastrucktur haben. Die 12h sind zum Parken okay aber mach mal daraus einen Bussinescase daraus wie sich das finanzieren kann.
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon Volt » Di 29. Aug 2017, 12:49

kub0815 hat geschrieben:
mach mal daraus einen Bussinescase daraus wie sich das finanzieren kann.

wenn alle e-autos fahren muss sowieso vieles anders geregelt werden.
dem staat fehlen dann so um die 60 milliarden Euro Steuereinahmen pro jahr?
so ungefähr zumindest.

eine AC ladesäule kann sich nicht rentieren, meine meinung.

ich schaue mir berlin an, mein wohnort.
die frage ist was will berlin?
a) leere ladesäulen?
b) oder viele elektrische autos auf den straßen?
für variante b muss das passende umfeld geschaffen werden und das ist nicht umparken nach x-Stunden.
die Kosten müssen demnach aus steuergeldern kommen,
oder höhere parkgebühren, für alle höhere kfz-Steuern, eine City-maut zum beispiel, etc.

Stefan
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Anstelle zu Hause zu laden werden dann die Ladesäulen verwendet,
das erscheint mir falsch.
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon eDEVIL » Di 29. Aug 2017, 12:58

City-maut im S-Bahnring wäre mal ne maßnahme. Im gegenzu müsste man für die Anwohner des Ringbereiches kostengünstige (max. 20 EUR / Monat) geförderte parkmöglichkeiten ausserhalb schaffen, die man gut mit Öffis erreichen kann.

Die Car-Sharer sollten aber ihr Gebiet entsprechend ausweiten, dass man nicht im S-bahnring wohnen muss, um das sinnvoll zu nutzen.

Richtig, mweisEl den FI-B spart man und wenn mal einer 3 Dosen in ein gehäuse bauen würde, dann muss 3x3,7kW nicht unbedingt mehr kosten als 1x11KW

Wobei ich die Kombi aus einmal 22 kw und 6x7KW /32A einphasig) noch besser finden würde.
Der 22kW ist dann max. 1h
Die 2x 7kW direkt daneben max 4h und die äußeren vier 7kW max. 12h für pendler über nacht volllader etc.
wer dort lange steht, kann auch ein langes Kabel auspacken.

@Volt die be-imobil-Säulen kranken halt an der geringen leistung und unsingen tarifmodellen.
Wieviel EUR hat man da pro säule gespart durch nur 2x11KW statt 2x22KW?
Die größe Ersparnis war wohl der geringere Baukostenzuschuss.

Solange nicht an jeder ecke AC säulen stehen, hat man halt dasa problem, dass dort, wo man sich länger auf hält (zu hause, arbeit) keine AC-Säule in der Nähe ist.

Ich lade recht häufig bei Lidl am tripple, weil die 30min max. Ladezeit (im Sommer) sehr gut zur Dauer des Einkaufs passen.

Warum man den T&R tripple an der A115 auf 4h begrnezt ist mir allerdings schleierhaft. max eine Stunde bzw. besser 30min wären angemessen.
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon phonehoppy » Di 29. Aug 2017, 14:24

PowerTower hat geschrieben:
...Die Stadtwerke beschweren sich immer über mangelnde Auslastung der Ladesäulen, machen diese aber gleichzeitig nur für 15-20% der Elektrofahrzeuge attraktiv.


Genau so sehe ich das auch. Für mich selbst sind praktisch alle innerstädtischen Straßenrand-Ladesäulen im Bereich unterhalb 50kW und mit 2h-Zeitbeschränkung nutzlos. Na gut, ich kann zu Hause auch mit 11kW laden, aber auch für Laternenparker wäre es eher besser, viel mehr Säulen mit aber im einzelnen weniger Leistung und ohne Zeitbeschränkung aufzustellen.

Wirklichen nutzen habe ich nur dann, wenn ich das Fahrzeug neben dem Parken, was sowieso stattfindet, auch noch bequem und vielleicht sogar kostenlos laden kann, und zwar egal wie lange ich da parken muss.
Daneben gibt es noch die Langstrecke, da soll es aber möglichst schnell gehen, und man kann sich auch keine Wartezeit leisten, weil ein anderer die Ladesäule dauerbelegt. Die 22kW-Säulen am Straßenrand mit Begrenzung "Während des Ladevorgangs" fallen in keines dieser beiden Raster...
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Re: Macht eine 2 Std Ladezeitbegrenzung an AC Säulen Sinn?

Beitragvon MasterOD » Di 29. Aug 2017, 15:05

phonehoppy hat geschrieben:
Wirklichen nutzen habe ich nur dann, wenn ich das Fahrzeug neben dem Parken, was sowieso stattfindet, auch noch bequem und vielleicht sogar kostenlos laden kann, und zwar egal wie lange ich da parken muss.

Das nenne ich paradiesische Zustände, nach meiner Erfahrung bin ich schon froh in Innenstadtlagen in 300 m Entfernung zu meinem Ziel überhaupt einen Stellplatz zu finden. Über Kosten, Stellzeiten o.Ä. kann ich da nie diskutieren.
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