Erlanger Bauausschuss wirbt für Ladeinfrastruktur

Erlanger Bauausschuss wirbt für Ladeinfrastruktur

Beitragvon PowerTower » Do 26. Okt 2017, 02:28

Das hat Seltenheitswert: der Erlanger Bauausschuss weist jeden Antragsteller darauf hin, bei seinem Vorhaben doch bitte die Errichtung von Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen. Und aus meiner Sicht ist das auch der absolut richtige Schritt. Denn wie oft werden Immobilienprojekte umgesetzt, teilweise mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro, und das Thema dabei viel zu oft "vergessen". Genau hier muss man ansetzen, denn bei einem Bauvorhaben, wo die Errichtung einiger Ladepunkte vielleicht 1% der Kosten verursacht, gibt es keine Ausreden, dies nicht zu tun. Nachrüsten ist immer mit Mehrkosten und Aufwand verbunden und früher oder später unumgänglich, wenn Interesse daran besteht, dass die Immobilie auch langfristig attraktiv bleiben soll. Und wenn es nur ein schnöder Parkplatz ist. Aber selbst die Investoren von Einkaufszentren hatten es jahrelang nicht auf dem Schirm. Das darf in der heutigen Zeit nicht mehr passieren.

http://www.infranken.de/regional/erlang ... manschluss

In nahezu jedem Absatz ist dieser Hinweis zu finden. :thumb: Das sollte es überall in Deutschland geben. Mir scheint dort sitzt jemand im Bauausschuss, der persönlich E-Auto fährt. Ob die Projekte das Thema am Ende berücksichtigen ist eine andere Sache. Aber darauf aufmerksam machen, dass es dafür Bedarf gibt, kann keineswegs verkehrt sein.
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Re: Erlanger Bauausschuss wirbt für Ladeinfrastruktur

Beitragvon TeeKay » Do 26. Okt 2017, 11:52

1% ist viel zu viel für ein paar Ladepunkte.

Das ganze ist so billig beim Neubau, dass Bekannte ohne mit der Wimper zu zucken 10qmm zusätzlich in die Garage legen ließen, obwohl beide ausschlossen, elektrisch fahren zu wollen. Aber am Ende siegte das Argument "praktisch nicht vorhandenen Kosten jetzt" vs. "enorme Nachrüstkosten in der Zukunft". Da noch ne Wallbox dranzuhängen, hätte 0,1-0,2% der Gesamtbaukosten bedeutet.

Mit 1% zusätzlichen Kosten schockst du nur die Menschen. Denn da kommst du bei größeren Projekten schnell in den sechsstelligen Bereich - also der Gegenwert einer Rohbau-Wohnung.
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Re: Erlanger Bauausschuss wirbt für Ladeinfrastruktur

Beitragvon mweisEl » Do 26. Okt 2017, 12:13

PowerTower hat geschrieben:
Das hat Seltenheitswert: der Erlanger Bauausschuss weist jeden Antragsteller darauf hin, bei seinem Vorhaben doch bitte die Errichtung von Ladeinfrastruktur zu berücksichtigen.


Das hätte mich bei der Stadt Erlangen, die bei privater Elektromobilität doch extrem hinterherhinkt (trotz Universitäts-/ Siemens-/ und "HighTech"-Stadt) doch sehr gewundert. "Es sei nicht Aufgabe der Kommune, Ladestationen zu errichten" (Referentin für "Umwelt", "Energie" Lender-Cassens). Und das nachdem die Stadt Erlangen Anfang der 90er hier noch Vorreiter war. :(

Die Sitzung bzw. der Beschluss war in der Stadt Herzogenaurach, die gemessen an ihrer Größe schon eine bemerkbare Anzahl öffentliche Ladesäulen vorzuweisen hat:
http://www.infranken.de/regional/erlangenhoechstadt/stellplaetze-aber-bitte-mit-stromanschluss;art215,2981107
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Re: Erlanger Bauausschuss wirbt für Ladeinfrastruktur

Beitragvon eDEVIL » Do 26. Okt 2017, 12:31

Gut Ding will Weile haben:
Da voraussichtlich im Frühjahr 2108 am Burgstaller Weg Straßenbauarbeiten stattfinden werden, wird zudem empfohlen den Baubeginn mit dem Tiefbauamt abzustimmen.


Ist da nicht ein P zu viel?
Die geplante Stellplatzanlage für 43 Pkw-Stellplätze an der Industriestraße, beantragt von der Schaeffler Immobilien AG & Co. KG, wird zwar das Parkproblem nicht vollständig lösen, aber zumindest etwas entzerren.
#
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Re: Erlanger Bauausschuss wirbt für Ladeinfrastruktur

Beitragvon mweisEl » Do 26. Okt 2017, 14:02

wie gesagt, es geht um Herzogenaurach und nicht um die Großstadt Erlangen. Der Name der Kommune wird im Artikel nicht genannt, aber "the German Hacker" ist Herzogenaurachs 1. Bürgermeister.
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