EnBW Säulen nur noch mit 22kw AC?

Re: EnBW Säulen nur noch mit 22kw AC?

Beitragvon Spüli » Mo 4. Dez 2017, 19:32

Moin!

Wundert mich nicht, da auch hier ein separater Trafo aufgestellt wurde. Da wären dann die 43kW eh kaum möglich gewesen für Dein Auto.
Gruß Ingo
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Re: EnBW Säulen nur noch mit 22kw AC?

Beitragvon tango » Mo 4. Dez 2017, 20:16

Leider gibt es zwischen der Darstellung der EnBW "wir haben das Problem erkannt und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung" und unserer Erwartung, dass sich da "in realistischer Zeit" (z.B. sechs Monate) eine "Lösung" ergibt (also vor allem die zuverlässige Wiederherstellung einer 43 kW Ladeleistung), ein massives Kommunikationsproblem.

Erstens:
Die EnBW hat es nicht nötig zu kommunizieren. Informationen werden weitestmöglich verschwiegen. Das hat man bei den Atomkraftwerken so gelernt und es hat sich da weitgehend bewährt.

Zweitens:
"Arbeiten mit Hochdruck..." ist in einem Beamten-ähnlichen Apparat etwas äußerst Relatives. Auch hier hat sich gezeigt, dass die Kraft eher in der Ruhe liegt und dass sich Probleme durch Aussitzen mitunter selber lösen. Die Lösung eines Problems, wenn man es dann angeht, kann auch mal im Bereich von ein paar Jahren liegen, auch das hat man aus dem Betrieb von großen Kraftwerken gelernt und man überträgt dieses erfolgreiche Modell jetzt auf die neue Zeit.

Drittens:
"Lösung" heißt eben manchmal auch, sich vom Problem zu lösen. Wenn man es eben mit den verdammten 43 kW für diese paar Exoten-Autos nicht auf die Reihe bringt, dann beschränkt man sich halt auf 22 kW. Ist ja auch genug. Sollen diese Elektro-Heinis froh sein, dass sie überhaupt Strom bekommen!

Auf Ansprache über soziale Medien reagiert man im Hause EnBW äußerst ungerne. Schweigen ist da Gold.
Allerdings hat es sich bewährt, seine Botschaft auf "handgeschöpftes Büttenpapier" auszudrucken, in einen Briefumschlag zu stecken, ordenlich zu frankieren und an den Vorsitzenden Frank Mastiaux zu senden. Zwischen Einwurf im Briefkasten am Donnerstagvormittag und dem telefonischen Rückruf des Abteilungsleiters für Elektromobilität mit zusammengekniffenen A-Backen lagen tatsächlich keine 24 Stunden!!! Nach viel unbelastbarem Bla-Bla war dann bei mir auch sehr schnell eine 50 Euro-Ladekarte im Briefkasten. Das war im Mai. Dann hat man sich wieder auf sein Bärenfell zum schlafen gelegt.

Für mich ist dieses Verhalten unwürdig!

PS:
Hintergrund der Probleme ist offenbar das Setting der Installation. Die EnBW hat eigens Trafostationen am Mittelspannungsnetz für die Ladesäulen installiert, die sonst von nichts anderem belastet werden. Die ZOE hat nun die Eigenschaft, beim Laden eine hübsche Abfolge von Oberwellen auf das Netz zu geben, die mangels anderer Last nicht gedämpft werden. Nun misst Miss ZOE aber auch das Netz nach und stellt entsetzt fest: "Ach du Schreck, auf dem Netz sind ja ein Haufen häßliche Oberwellen! Neeee, da lade ich lieber nicht". Das Problem ließe sich wohl durch entsprechende Netzfilter oder reichlich ohmsche Last beheben. In anderen Installationen, bei denen die baugleichen Ladesäulen anstandslos zur Versorgung von ZOE-Fahrzeugen mit 43 kW in der Lage sind, scheint immer mindestens eins von beidem gegeben zu sein.
Gruß

tango

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Re: EnBW Säulen nur noch mit 22kw AC?

Beitragvon gekfsns » Mo 4. Dez 2017, 21:55

Wie hat die ZOE eine Zulassung bekommen, normalerweise sind die Anforderungen für eine Erfüllung aller Vorschriften sehr hoch. War vor Jahren wochenlang mit EMV Messungen einer größeren Maschine beschäftigt und kenne den Schmerz die Tests zu schaffen. Erinnert mich irgendwie an den Dieselskandal.
Hintergrund der Frage: Bekommen in der Arbeit Ladesäulen und wir müssen sicherstellen dass die empfindlichen Maschinen nicht durch die Elektroautos gestört werden. Wir wurden nach den Bescheinigung der EVs gefragt und irgendwie hab ich immer die ZOE Horrorgeschichten im Hinterkopf. Hat da jemand Vergleichsmessungen zu anderen EVs, ist da nur die ZOE ein EMV Dreckspatz ?
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