Elektroauto ohne Wallbox?

Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon Havoc » Mo 12. Jun 2017, 09:45

Hallo Enagon.
Aktueller Status bei uns:

Auto: Zoe Q210 (Seit 02.06.2017 - also noch "Frischling") als Zweitwagen

Nächster (Schnell-)Ladepunkt: 4,7km entfernt im Nachbarort. (2x mit 22kw)
Lademöglichkeit an der Wohnung: Nicht gegeben.
Lademöglichkeit am Büro: Mit Notfallladekabel an Schuko. (Oder mit NRGKick an 32A Rot, falls ich das mal endlich bestelle...)

Funktioniert es: Ja (benutze die Zoe aktuell als Erstwagen um es ausgiebig zu testen und der Verbrenner steht als Reserve rum, auch wenn es erst 10 Tage sind.)

Warum wir diese Variante gewählt haben bei fehlender Infrastruktur in unserem Ort? Im September steht der Umzug an und ab dann kann in der Garage mit PV geladen werden. Nachdem beim Vorgänger TÜV im Juni fällig war, fiel die Entscheidung für den Austausch auf Elektro jetzt schon.

Würde ich die Zoe auch holen, wenn der absehbare Wechsel auf Heimlader nicht anstehen würde? Warscheinlich nur, wenn im Ort eine Lademöglichkeit in Laufreichweite wäre. (Vor allem wegen dem Hintergrund Winter)
Der Einäugige ist unter den Blinden der König.

Zoe Q210 (EZ 11/15) seit 06/17
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon kristema » Fr 10. Nov 2017, 02:48

Hallo,

ich hab momentan auch noch keine Wallbox, da ich sie über die Landesförderung von NRW kaufen will. Ich lade momentan unsere ZOE an einer TankE von der Rheinenergie kostenlos. Die Ladestation steht ca. 230m von meiner Arbeit entfernt. Jeder Gang macht schlank. :D ;)

Gruß
Markus
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon BurkhardRenk » So 12. Nov 2017, 21:41

Bei 10 Tkm musst Du eine ZOE 30x laden - im Jahr. Bei dem idealen Umfeld ein No-Brainer. ZOE ist eh weniger ein Heimlader als ein Straßenlader - die 22KW Ladeleistung sind ihr ganz großes Alleinstellungsmerkmal.
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon Langsam aber stetig » So 12. Nov 2017, 23:59

Elektroauto würde ich nur nicht kaufen, wenn folgende Bedingungen alle erfüllt sind:

- keine Lademöglichkeit zu Hause;
- keine sichere Lademöglichkeit auf der Arbeit (bzw sonstige regelmäßige Ziele, an denen man sich lang genug aufhält);
- hohe Kilometerleistung; aber
- die Kilometer nicht hauptsächlich auf Langstrecke, wo sowieso schnellgeladen werden muss.

Wenn man nicht zu Hause oder auf der Arbeit laden kann, und auch im Alltag nur weniger als eine Akkuladung pro Woche verfahren wird, kann man sich damit behelfen, an Einkaufszentren oder Parkhäusern zu laden.

Wenn man aber jeden Tag fast eine Akkuladung braucht, und dann auf "die eine" Säule in der Nähe der Wohnung angewiesen ist, würde ich noch kein Elektroauto kaufen.
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon phonehoppy » Mo 13. Nov 2017, 18:20

Langsam aber stetig hat geschrieben:
- hohe Kilometerleistung; aber
- die Kilometer nicht hauptsächlich auf Langstrecke, wo sowieso schnellgeladen werden muss.

.


Anders könnte man auch sagen: Hohe Kilometerleistung pro täglicher Fahrt bis an die Reichweitengrenze oder darüber hinaus.

Eine hohe Gesamtkilometerleistung spricht nämlich eher für ein Elektroauto, da der Verschleiß und die reinen Fahrtkosten pro Kilometer gering sind. Auch wenn man mehrere Fahrten am Tag macht, z.B. 100 km zur Arbeit und wieder zurück, ist alles unproblematisch, solange man bei der Arbeit laden kann.

Aber mit einer ordentlichen Schnellladefunktion im Auto relativiert sich auch das, denn man kann notfalls auch wie beim Verbrenner vor einer längeren Fahrt "tanken” fahren, muss dann allerdings die Zeit entsprechend einplanen.
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon JuGoing » Mo 13. Nov 2017, 20:26

Ich gehe ja jetzt erst auf meinen ersten Winter zu. Wir haben so 4 bis 8 Grad.
Ich fahre so 10 Kilometer eine Strecke zur Arbeit und am WoEnde mal um die 160 Kilometer.
Den Sommer über habe ich viel kostenlos öffentlich geladen.
Ich merke jetzt aber wie die Reichweite runter geht, weil die Heizung bei den 10 Kilometern ordentlich zu tun hat.
Außerdem lädt der Akku nicht mehr wie im Sommer mit 20 bis 22 KW sondern eher mit 6 KW, weil der nur 8 - 10 Grad hat.
Außerdem macht auch der Spaziergang während des Ladens nicht mehr soviel Spaß wie im Sommer.
Im Moment sehe ich den Trend Richtung zu Hause laden bei mir.

Ich will dich sicher nicht abhalten und meine ZOE würde ich auch nicht mehr hergeben.
Persönlich fand ich es schön, im Sommer zu starten und bei optimalen Bedingungen meine Lernphase zu beginnen.
Die kostenlosen Säulen sind aber auch nicht bei mir vor der Tür, sondern um die 10 Kilometer weg, aber leider nicht am Arbeitsplatz
10/13 PV 9,75 kWp (Ost / West) & Pelletsheizung ÖkoFen 25 kW mit 15 qm Solarthermie
02/17 Hauskraftwerk E3/DC S10E12 mit 9,2 kWh Batteriekapazität und Notstromversorgung (75% Autarkie seit Februar)
06/17 ZOE R90 ZE 40 22 kW
11/17 Sion vorbestellt
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon mobafan » Mi 15. Nov 2017, 08:31

JuGoing hat geschrieben:
Außerdem lädt der Akku nicht mehr wie im Sommer mit 20 bis 22 KW sondern eher mit 6 KW, weil der nur 8 - 10 Grad hat.


Lade mal mit warmen Akku, also nach einer längeren Fahrt. Dann sollte es schneller gehen.
Aber ja, auch ich in meinem ersten Jahr und mit PHEV merke schon, dass selbst die einstelligen Temperaturen zu eingeschränktem Rekuperationsvermögen und verringertem "Boost" führen. Bei längeren Strecken relativiert sich das schnell, weil der Akku wärmer wird. Aber bei nicht vorgeheiztem Fahrzeug zu starten bedeutet in der Tat, mit Leistungseinschränkungen unterwegs zu sein. Bin gespannt, wie das im Winter wird.
mobafan
 
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Re: Elektroauto ohne Wallbox?

Beitragvon eDEVIL » Mi 15. Nov 2017, 08:50

Enagon hat geschrieben:
Wir haben 500m entfernt 2x22kw (gratis) Ladesäule mit Kiosk und kleinen Einkaufsmöglichkeiten, in der Stadt ist ebenfalls 2x22kw mit Shopping Center (30m) und Aldi (300m), außerdem gehe ich einmal die Woche schwimmen (1h + Lademöglichkeit mit 22kw)

Hört sich doch super an.

Ich habe an keinem Ort, wo ich regelmäßig mehrere Stunden bin, eine LAdemöglichkeit.

Lade meist an 43kW Schnellladern.

Beim Einzigauto würde ich aber überlegen, ob ein Q210 nicht besser passt oder wwerden nie längere strecken >300km gefahren?
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