Zweiphasenlader

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Zweiphasenlader

Beitragvon harlem24 » Fr 19. Aug 2016, 14:48

Hi,

nachdem der Audi Q7 e-tron als erstes mir bekanntes E-Auto/Hybrid einen 16A Zweiphasenlader verbaut hat, macht das einen Unterschied dem Versorger gegenüber?
Sprich kann man jede normale 16A Drehstromanschluß nutzen und dort nur zwei Phasen belasten?
Die Frage, die ich mir stelle ist, warum betreibt man so einen kruden Aufwand (wahrscheinlich zwei 3,7kW Ladegeräte zusammen geschlossen) und baut nicht einfach einen Standard-3-Phasenlader ein?
Gruß

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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon Poolcrack » Fr 19. Aug 2016, 15:09

Bis zu 20A Schieflast sind als Privatperson ohne Genehmigung erlaubt. Also ja, Du darfst das Auto überall an einem 16A Drehstormanschluss laden. 7,4 kW sind halt günstiger als 11 kW. Ich würde mich nicht wundern, wenn es 11 kW Lader gibt, die intern aus drei 3,7 kW ladern aufgebaut seind. Der neue eGolf soll auch so einen zweiphasigen Bordlader bekommen.
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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon harlem24 » Fr 19. Aug 2016, 15:27

Ist es denn eigentlich noch Schieflast?
Weil, es werden ja mehr als eine Phase belastet.
Gruß

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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon harlem24 » Fr 19. Aug 2016, 15:47

Interessanterweise hat das Audi-Ladegerät einen ganz normalen 5-poligen Stecker.
Gruß

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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon Lokverführer » Fr 19. Aug 2016, 16:12

harlem24 hat geschrieben:
Ist es denn eigentlich noch Schieflast?
Weil, es werden ja mehr als eine Phase belastet.


Allerdings nicht drei Phasen gleichmäßig und daher immer noch schieflastig
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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 19. Aug 2016, 21:14

Poolcrack hat geschrieben:
Ich würde mich nicht wundern, wenn es 11 kW Lader gibt, die intern aus drei 3,7 kW ladern aufgebaut seind.

Ist wohl dem US-Markt geschuldet. Dort gibt es nur einphasen Wechselstrom. man hat sicherlich nur den Ami-Lader bestehend aus zwei 3,7 kW-Lader auf zwei Phasen verteilt. Entwicklungsaufwand fast gleich Null
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon TeeKay » So 21. Aug 2016, 10:06

Audi verwendet doch sogar eine speziell angefertigte Typ2-Dose mit nur 2 von 3 Leitern. Wenn sie also sogar an den 5 Cent für einen dritten Pin in der Dose (bzw. eine hunderttausendfach produzierte Standarddose) sparen, erübrigt sich wohl die Frage, warum sie bei einem 80.000 Euro Auto nicht gleich einen 3-Phasen-Lader verwenden.
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Re: Zweiphasenlader

Beitragvon ecopowerprofi » So 21. Aug 2016, 11:34

TeeKay hat geschrieben:
erübrigt sich wohl die Frage, warum sie bei einem 80.000 Euro Auto nicht gleich einen 3-Phasen-Lader verwenden.

Automobilproduktion ist eine Massenproduktion. Da diskutieren die bei einem 100.000€ Auto noch über Cent-Beträge. Die Teile werden nähmlich z.T. nicht nur in dem 100.000€ Fahrzeug eingebaut sondern baugleich auch in einem Brot-und-Butter-Fahrzeug. Der Teile-Entwickler weiß u.U. gar wo das Ding später verbaut wird. Bei VW (und wohl auch bei Audi) ist z.B. der el. Handbremsschalter in der Mittelkonsole überall baugleich, egal ob beim Passat, Sharan oder Golf. Der Golf und der A3 haben zu 100% technisch identische Dashbords. Beim A3 gibt es nur ein paar extra Applikationen, die aber Systemkompatibel sind.
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