Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon Vanellus » So 10. Jul 2016, 12:29

Die Frage kommt mir etwas rätselhaft vor.
Schuko ist nicht die Steigerung von Drehstrom ("warum Drehstrom und nicht gleich Schuko"?)
Wie schon von anderen erwähnt: eine Schukosteckdose (einphasig, 230 V) sollte dauerhaft mit nicht mehr als 10 A (= 2,3 kW) belastet werden (sehen manche graduell anders). Die Renault-Schukosteckdose kann dauerhaft mit 14 A belastet werden (= 3,2 kW) (Absicherung separat mit 16 A).
Ist eine CEE blau-Steckdose verbaut (230 V, 16 A) kann diese dauerhaft mit 16 A (= 3,7 kW) belastet werden.
Drehstrom beginnt bei dreimal 16 A = 11 kW.
Die Ladezeiten verhalten sich etwa im umgekehrten Verhältnis zur elektrischen Leistung, die da fließt: 2,3 - 3,2 - 3,7 - 11 kW.
In jedem Fall brauchst du "hinter" der Steckdose Sicherungs- und Schaltelektronik, mobil in einem Kasten, der "Ziegel" genannt wird, oder fest an der Wand als Wandbox oder Ladebox und zwar unabhängig davon, ob du über eine Schuko-Steckdose lädst oder über eine CEE-Steckdose. Erst dann kommt der Typ 2-Stecker. Keineswegs wird der Typ 2-Stecker direkt an die 3 Phasen angeschlossen oder an die eine Phase bei einphasiger Ladung.
Zuletzt geändert von Vanellus am So 10. Jul 2016, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon rolandk » So 10. Jul 2016, 12:32

Du möchtest jetzt natürlich gerne hören, das Deine Infrastruktur ausreichend ist. Spart ja auch jede Menge Geld.

Die Ladung mit Schuko ist für den Zoe ein reiner Notbehelf. Und mehr wirst Du leistungsmässig nicht über die vorhandene Leitung bekommen.

Natürlich kann man so auch auf Dauer laden. Du wirst es aber auf Dauer nicht wollen. Statt für teures Geld eine NRG-Kick zu kaufen, sieh Dich nach günstigeren Alternativen um und versuche Deine Infrastruktur erst einmal aufzurüsten (soweit Dein Hausanschluß das her gibt).

Ansonsten kannst Du dir auch alles sparen und nimm den mitgelieferten Ladeziegel. Denn leistungstechnisch wirst Du mit den vorhandenen Leitungen, wenn überhaupt(!!), nicht mehr ziehen können.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich für teures Geld ein tolles Auto kauft, man dann aber bei der Stromversorgung einerseits knausern will, andererseits aber die Kosten durch Ladeverluste unter den Tisch fallen läßt....

Gruß
Roland
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon ATLAN » So 10. Jul 2016, 13:17

drifter800 hat geschrieben:
Hallo an alle,
Kabel ist Erdkabel, ohne Rohr direkt in der Erde.


Imho würde ich vorschlagen Wallbox dran und auf 10A limitieren, aber auf alle fälle 3phasig. Da sollte die 240er Zoe doch recht effizient laden. Die Verluste durch den geringen Leitungsquerschnitt von 1,5mm2 bleiben dir allerdings....

MfG Rudolf
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon rolandk » So 10. Jul 2016, 13:34

ATLAN hat geschrieben:
Wallbox dran und auf 10A limitieren, aber auf alle fälle 3phasig.


Auf jeden Fall ist das besser als einphasig mit Ladeziegel, wenn auch nur ein ganz klein wenig. Lädt der 240er denn bereits mit 10A bei 3 Phasen? Der 210er fängt in der Regel bei 3 Phasen erst bei 12A (bzw. knapp über 11A) an (es gibt auch ein paar wenige Ausnahmen, die weniger verlangen).

Gruss
Roland
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon drifter800 » So 10. Jul 2016, 14:31

Hallo,
ich glaube das ist das was ich hören wollte/musste.
Es geht mit nicht (naja ein wenig) ums sparen, ich möchte nur mit den gegebenen Mitteln das effizienteste Ergebnis erzielen.
Es kommt also erstmal auf den Elektriker (und die Grundkonfig.) des Hauses an was er da legen kann.
Falls der Elektriker nicht so schnell ist wie ich hoffe, hat jemand so ein Notladekabel kostengünstig abzugeben?

MfG
Sven
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon Elektrofix » So 10. Jul 2016, 16:54

Also bei Deinen Ausgangsparametern, klappt es mit einer VDE-konformem Installation überhaupt nicht mehr, der Spannungsfall ist zu groß.
Ich habe mal den Spannungsfall ausgerechte (mit Kappa gerechnet):
Wechselstrom: Uv=13A*60m/1,5mm2*56=9,28 V ==> 220V*13A = 2860W Ladeleistung
Drehstrom: Uv=13A*30m*1,73/1,5mm2*56=8,03 V ==> 392V*1,73*13A = 8816W Ladeleistung

Was ich mich aber Frage, was macht die ZOE bei einem Spannungsunterschied von 9 Volt zwischen N und PE. :? Die Zicke überwacht doch den Spannungsunterschied! Läd sie denn noch, Ober sagt Sie Ladung unmöglich?
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon lingley » So 10. Jul 2016, 17:45

210er. Auf Nachfrage laden mit 209V / 12,9A an einer mir unbekannten Inst. ohne Abbruch oder Fehlermeldung.
Anfängliche Einstellung, danach sofort auf 10A korrigiert. Spg. stieg dabei kaum merklich (211V) an.
Ergo nur 10km Notladung an dieser wackeligen Schuko um es an die nächste Säule zu schaffen.
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon ecopowerprofi » So 10. Jul 2016, 19:25

Elektrofix hat geschrieben:
Drehstrom: Uv=13A*30m*1,73/1,5mm2*56=8,03 V ==> 392V*1,73*13A = 8816W Ladeleistung

Das wären ca. 2% und damit innerhalb der vorgegeben zulässigen Grenzen. Die 8,8 kW sind die Scheinleistung und nicht die Wirkleistung bzw. tatsächliche Ladeleistung.

rolandk hat geschrieben:
Der 210er fängt in der Regel bei 3 Phasen erst bei 12A

Ist so, kann ich nur bestätigen.

@drifter800
Jetzt noch mal zur Klarheit: Nimm eine Ladebox Typ2 mit Drehstrom, fest angeschlossenem Kabel und lass im Stecker einen Widerstand von 1500 Ω zwischen dem PP-Kontakt und Erde einbauen. Damit ist der Typ2-Stecker dauerhaft auf 13 A begrenzt. Die Zuleitung 5 x 1,5² im Sicherungskasten kann aber mit 16A abgesichert werden.

13A bei Drehstrom bedeuten ca. 8 kW Ladeleistung. Die max. Ladezeit liegt dann mit absolut leerer Batterie bei ca. 3 Std.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon spark-ed » So 10. Jul 2016, 19:45

16A Absicherung setzt voraus, dass die Leitung überall im Erdreich oder im Mauerwerk/ Putz verlegt ist.
Zu klären wäre auch, ob noch weitere Verbraucher an der Leitung betrieben werden müssen, dann wird es schwierig mit einer sauberen Lösung.

Ansonsten halte ich die Vorschläge von Atlan/ecoprofi unter den gegebenen Voraussetzungen für den besten Kompromiss wenn man die max Ladeleistung braucht und keinen überbordenden Aufwand betreiben will.
Alternativ noch die 14A Schukolösung (da kann dann auch die Carportbeleuchtung dran) und jeweils 2 Adern parallel für Aussenleiter und N um die Verluste zu minimieren
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Re: Lademöglichkeit für Zoe bei 1,5mm2 3ph Kabel?

Beitragvon drifter800 » So 10. Jul 2016, 19:52

Hallo und danke für die konstruktiven Antworten,
ich habe eben auch noch mit Kai gesprochen, jetzt wird erstmal diese Renö-Schuko-Dose verbaut und ein Notladekabel genutzt.
Das sollte erstmal gehen und ich kann mir in Ruhe eine effiziente Lösung installieren lassen.
Vielen Dank für alles.
Sven
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