Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

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Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon novalek » Mi 25. Mai 2016, 05:27

Warum gibt der Markt das nicht her ?
Wenn etwas teuer ist - die Gleichspannung-Wallbox für die eigene Garage - mietet man so was (üblicher Kaufpreis 20.000 €)!
Warum stützen die Autohersteller die Miet-Strategie nicht, wenn doch die öffentlichen Ladesäulen aktuell reichlich klamm sind ??
Meine Prognose - nach AC-Typ2- wäre DC-Ladung die Zukunft in einigen Jahren.
Meine Wunsch-Preisvorstellung für Privat -> Monatsmiete 50 - 100 € und 100 € staatliche Stütze und 100 € Kfz-Herstellerzuschuß.
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon TeeKay » Mi 25. Mai 2016, 06:08

Wer sollte so ein Ding für 50-100 Euro mieten? Warum sollte der Hersteller 100 Euro pro Monat drauflegen, warum sollte sich der Staat daran beteiligen? Wer meint, zuhause mit 20kW laden zu müssen, sollte bei seinem Hersteller einfach auf ein eingebautes 22kW Ladegerät dringen. Das kostet keine 20.000 Euro.
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon novalek » Mi 25. Mai 2016, 06:44

Die Sackgassen sind doch klar vorgezeichnet.
1. Mit steigender Akku-Kapazität wird AC Typ 2 ein Langweiler und einen noch teur(er)en AC-Lader in jedes Kfz einzubauen ist Overkill.
2. Kfz-Herstellerbeteiligung senkt die aktuelle Akzeptanzschwelle von DC-Kfz's.
3. Staatsbeteiligung würde die ganz sicher entstehenden Engpässe bei Straßen-Ladesäulen und auch in der Last-Verteilung der Stadtwerke entspannen.
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon HubertB » Mi 25. Mai 2016, 06:47

Für 50€ im Monat bitet das lokale EVU eine Amtron 11kw AC an. Nach 2 Jahren gehört sie Dir. DC no way.

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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon kai » Mi 25. Mai 2016, 07:10

novalek hat geschrieben:
Die Sackgassen sind doch klar vorgezeichnet.
1. Mit steigender Akku-Kapazität wird AC Typ 2 ein Langweiler und einen noch teur(er)en AC-Lader in jedes Kfz einzubauen ist Overkill.
2. Kfz-Herstellerbeteiligung senkt die aktuelle Akzeptanzschwelle von DC-Kfz's.
3. Staatsbeteiligung würde die ganz sicher entstehenden Engpässe bei Straßen-Ladesäulen und auch in der Last-Verteilung der Stadtwerke entspannen.


Häh ?

Ich denke wer nur AC mit 3,7 kw anbietet (weil der Hersteller ein Geizhals ist) ist nicht wettbewerbsfähig.
Kein Kunde wird sich für 10.000€+ einen DC Lader zuhause hinstellen nur weil ein Hersteller geizig ist.
DC zuhause ist eine Sackgasse und ein Irrglauben einer fördergeschwängerten deutschen Herstellerlandschaft die keine Massenproduktion WOLLEN !

Ein 22kw AC Lader kostet bei Massenproduktion ( > 100.000 Stück) den Hersteller wenig bis "nichts".
Die ZOE hat ihn z.B. seit 2012 serienmäßig ( Kosten ca. 50€) dank genialer Motorkonstruktion.

Und 22kw sind schon extrem viel für Zuhause laden.
Damit ist ein Tesla Model 3 ( ab 2018) in ca. 3 Stunden komplett geladen, ein Tesla Model S 90D in 4-5 Stunden.
Sogar Akkus mit 180 kWh können damit an jedem Hausanschluß über Nacht zu 100% geladen werden.
Wenn das nicht zukunftsfähig ist.

Wem es ( als Autohersteller) nicht reicht, der kann ja auch 2 x 22kw Lader im Auto verbauen, so macht Kreisel das.

DC Ladung macht doch erst ab 50kw, besser 120kw Sinn, und das ist für zuhause unbezahlbar.
Allein der Hausanschluß wird extrem teuer.

Bei höherer Durchdringung muss eh über externe Ladesteuerung und/oder Batteriepufferung der Ladestation nachgedacht werden. Ab 11/22kw Ladestationsleistung wird meiner Meinung nach eine Batteriepuffer von mindestens 10 kWh Pflicht sein.
Denke das wird so ab 2025 Gesetz. Für alle Stationen.

Hier sieht man es schon heuter für Schnelladestationen, die haben 50 kWh oder 100kWh Akkus als Puffer davor.
Und das ist erst der Anfang.

http://energyload.eu/elektromobilitaet/ ... stationen/

und in Deutschland sind Sie hier bereits anzutreffen.
http://www.goingelectric.de/2016/05/20/ ... rgestellt/

Gruß

Kai
BildZOE Zen, CrOhm Box mit 22kw, PV seit 2009 mit Eigenverbrauch und 9,43 kWp (Hausspeicher mit 25 kWh geplant)
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon novalek » Mi 25. Mai 2016, 08:29

kai hat geschrieben:
Die ZOE hat ihn z.B. seit 2012 serienmäßig ( Kosten ca. 50€) dank genialer Motorkonstruktion.

Son'ne Kostenrechnung ist auch was: Ein Brot kostet auch nur 15c Mehl und Wasser.
Ich möchte auch in der Garage in kurzer Zeit vollladen und nicht Stunden wärten müssen.
Denke trotzdem, ZOE ist mit 22kW-Ladeleistung bei in Aussicht stehendem 50Kwh-Akku am Ende -
wo soll denn die Elektronik-Kühlleistung herkommen - von der kleinen Wasserkühlung für Elektronik und Spulen-Luftkühlung wohl nicht.
Würde man DC-Lader einbauen wollen, bräuchte der Motor-Betriebswechselrichter schließlich nur auf die Motorstärke angepaßt sein.

Zur innerörtlichen Lastverteilung, die Hausanschlußleistung ist auf (erinner' mich wenig) 65 Ampere festgelegt, also 3 x 400 V * 1,79 -> das reichte doch dicke.
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon umberto » Mi 25. Mai 2016, 19:22

novalek hat geschrieben:
Würde man DC-Lader einbauen wollen, bräuchte der Motor-Betriebswechselrichter schließlich nur auf die Motorstärke angepaßt sein.


Bist mal wieder außer Form? :-)

Irgendwo muß das AC aus dem Netz in DC für den Akku gewandelt werden.

Zoe nutzt dazu seine Motorspulen, das interne Kühlsystem und hat noch ein paar Relais extra dafür -> das sind die angesprochenen 50 €

Brusa baut Dir ein wassergekühltes Ladegerät, bei 22 kW satt vierstellige €. Das nutzt die vorhandene Wasserkühlung des Autos. Die paar kW Verlustwärme sind Peanuts.

Eine 50 kW-DC-Ladesäule muß alles selber machen und ebenfalls aktiv gekühlt werden. D.h. die kann für die Kühlung nicht aufs Auto zurückgreifen (das ist mit der Verlustleistung in der Batterie schon genug beschäftigt) -> fünfstellige €.

Bei 50 kWh ist 22 kW genauso ok wie bei 22 kWh, weil die Ladegeschwindigkeit für eine bestimmte Strecke ändert sich ja nicht. Wer sagt, daß ich den Akku immer voll machen muß (außer nachts)? Mit Schuko kriegst Du einen 50 kWh Akku aber über Nacht nicht mehr voll.

Gruss
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon novalek » Mi 25. Mai 2016, 20:09

umberto hat geschrieben:
Bei 50 kWh ist 22 kW genauso ok wie bei 22 kWh, weil die Ladegeschwindigkeit für eine bestimmte Strecke ändert sich ja nicht.

ALLES RICHTIG. Nur reicht das Verfahren künftig nicht. Ich möchte mit 50-100 kW laden, wenn der Akku 50-100 kWh speichert. Beim Zoe sehe ich die technische Schnelladelösung noch nicht - andere Fabrikate haben diesbezüglich Spielraum.
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon umberto » Mi 25. Mai 2016, 21:14

novalek hat geschrieben:
ALLES RICHTIG. Nur reicht das Verfahren künftig nicht. Ich möchte mit 50-100 kW laden, wenn der Akku 50-100 kWh speichert.


Das gibt's eh erst in der nächsten Generation. Ca. 50% bringen die Akku-Upgrades, d.h. die Zoe1-Upgrade kommt bestenfalls mit 39 kWh brutto, ca. 35 kWh netto. Da reichen die 22 kW noch gut aus.

Beim Zoe sehe ich die technische Schnelladelösung noch nicht - andere Fabrikate haben diesbezüglich Spielraum.


Wenn sie hier beitreten, könnten sie auch Spielraum haben. Blöd nur, daß die CCS2 vorne nicht unter die Rhombe paßt. Wird bei Zoe2 sicher gefixt.

Gruss
Umbi
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Re: Warum gibt es keine Gleichstrom Wallbox zur Miete ?

Beitragvon McTristan » Mi 25. Mai 2016, 21:17

Ich muss zu Hause nicht mit 50 - 100 kW laden, erstens ist das Auto bei mir selten leer wenn ich nach Hause komme, 2. steht das Auto mindestens 8h herum ... 11 bis 22 kW AC sind hier völlig ausreichend und vor allem bezahlbar ja geradezu spottbillig...

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