Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Elektrofix » Fr 30. Dez 2016, 22:46

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Warum macht denn Ein FI Typ-B einen FI Typ-A davor blind? Ich dachte das macht der Fehlergleichstrom des angeschlossenen Gerätes? Das ist jetzt eine rein technische Frage.
Ein FI-A 30mA hat bei ca. 6mA-DC eine so hohe Sättigung, so dass er nicht mehr sicher bei 30mA-AC Fehlerstrom auslöst.
Ein FI-B 30mA löst bei 30mA-AC Fehlerstrom aus, er darf aber bis zu 5 mal mehr DC-Fehlerstrom haben, also ca. 150mA-DC Fehlerstrom.
Wenn also der FI-A vor dem FI-B ist, so kann der FI-A theoretisch einen so hohen DC-Fehlerstrom bekommen, das er Blind wird.

Ein FI-EV 30mA löst bei 30mA-AC-Fehlerstrom und 6mA-DC Fehlerstrom, also keine Gefahr für ein FI-A, aber für einen ZOE :mrgreen:
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Beitragvon Ahvi5aiv » Sa 31. Dez 2016, 03:01

Wenn also der FI-A vor dem FI-B ist, so kann der FI-A theoretisch einen so hohen DC-Fehlerstrom bekommen, das er Blind wird.

Aber das blind wird er auch wenn ich keinen Typ-B nutze. Also deswegen den Typ-B weg lassen? Bei Festinstallation kann man dann ja den Typ-A gegen einen Typ-B austauschen. Bei temporärer Installation wo der Typ-B in der Ladebox steckt ist doch immer noch besser als gar keinen zu verwenden (oder gerne auch einen Typ-A EV oder so?)

Am besten wäre es aber wie ich es hier gelesen habe wenn der Typ-B vor den Typ-A angeschlossen wird.

Die ganze Diskussion kommt dann zu mir rüber:
1. Ein Typ-B hinter einen Typ-A den Typ-A blind macht, was ja faktisch nicht stimmt.
2. Ein Typ-B hinter einen Typ-A dann besser weg gelassen wird, was potentiell nichts für den Typ-A ändert, aber man dann nicht mal den mehr als "5fachen DC Anteil" mit bekommt.

Ich persönlich sehe folgende Handlungsempfehlungen wenn eine CEE mit als Versorgung für eine Ladebox dienen soll:
1. Ein Typ-A alleine an einer CEE ist kein Problem
2. Ein an solch eine CEE angeschlossene Ladebox mit Typ-B ist kein Problem auch wenn der Typ-A blind wird, weil ja ansonsten nix angeschlossen ist und der Typ-B dann den Schutz übernimmt.
3. Wenn ein Typ-A noch andere Verbraucher versorgt dann die CEE besser eine eigene Leitung vor dem Typ-A mit einem eigenen mind. Typ-A bekommt.

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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 31. Dez 2016, 03:28

Lokverführer hat geschrieben:
Bei welchem Schrott-Hersteller muss man die Prüftaste denn alle drei Monate betätigen?
Alle SIQUENCE RCD von Siemens benötigen die Prüfung nur 1 Mal jährlich, ABB empfiehlt mindestens 2 Mal jährlich, ebenso Doepke.

Du bist wohl ein wenig neben der Spur. Die bei Siemens haben die Zeiten doch nur auf 1 Jahr verlängert, weil das Handwerk den E-Check ein mal pro Jahr verkaufen will und da passt es nicht ins Konzept, wenn man die Taste alle 3 Monate drücken muss. Bei den meisten ausländischen Qualitätshersteller ist es immer noch 3 Monate. Aber kannst Du verbindlich garatieren, dass die Taste einmal pro Jahr gedrückt wird. Ich kenne keinen der im privaten Bereich den E-Check machen läßt. Solange das nicht der Fall ist braucht man sich auch nicht über A, B oder EV im privaten Bereich unterhalten. Das ist dann im Prinzip nur eine Pseudosicherheit, wenn man nicht regelmäßig die Funktion incl. Gleichstromverhalten prüft. Da bieten die elektromechanische FI Typ A ein deutlich höhere Sicherheit als die elektronische Typ B oder EV. Die können bei jeder Überspannungseinwirkung (z.B Blitzschlag) schaden nehmen, funktionieren dann gar nicht mehr und keiner merkts.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Elektrofix » Sa 31. Dez 2016, 11:04

Ahvi5aiv hat geschrieben:
Ich persönlich sehe folgende Handlungsempfehlungen wenn eine CEE mit als Versorgung für eine Ladebox dienen soll:
1. Ein Typ-A alleine an einer CEE ist kein Problem
2. Ein an solch eine CEE angeschlossene Ladebox mit Typ-B ist kein Problem auch wenn der Typ-A blind wird, weil ja ansonsten nix angeschlossen ist und der Typ-B dann den Schutz übernimmt.
3. Wenn ein Typ-A noch andere Verbraucher versorgt dann die CEE besser eine eigene Leitung vor dem Typ-A mit einem eigenen mind. Typ-A bekommt.

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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Lokverführer » Sa 31. Dez 2016, 17:30

ecopowerprofi hat geschrieben:
Du bist wohl ein wenig neben der Spur. Die bei Siemens haben die Zeiten doch nur auf 1 Jahr verlängert, weil das Handwerk den E-Check ein mal pro Jahr verkaufen will und da passt es nicht ins Konzept, wenn man die Taste alle 3 Monate drücken muss. Bei den meisten ausländischen Qualitätshersteller ist es immer noch 3 Monate.


Ich habe hier noch einen über 30 Jahre alten Siemens RCD mit halbjährlicher Prüfung, so wie die heutigen Typ A von Siemens es auch noch haben. Die SIQUENCE benötigen - laut Hersteller - nur eine jährliche Prüfung da sie einen aktiven Kondensationsschutz haben (interne Beheizung). Nenne doch mal einen "ausländischen Qualitätshersteller" der gleich 4 Prüfungen jährlich vorschreibt. Drei große Hersteller bei denen das nicht so ist, habe ich bereits genannt, EATON übrigens ebenfalls nur 2x jährlich.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon ecopowerprofi » Sa 31. Dez 2016, 17:55

Du hast nix verstanden. Es geht gar nicht darum ob der Hersteller 1, 2 oder 4 Prüftastenbetätigung pro Jahr vorschreibt. Solange Du das nicht verbindlich garantieren kannst, ist es nur eine Pseudosicherheit.

PS: Die Prüftaste bei EV und B prüfen nur mit Wechselstrom. Der Gleichstromauslöser wird nicht geprüft. Wenn man eine Überwachungseinrichtung nicht auf Funktion prüft, kann man sie gleich ganz weglassen.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Elektrofix » Sa 31. Dez 2016, 19:00

ecopowerprofi hat geschrieben:
PS: Die Prüftaste bei EV und B prüfen nur mit Wechselstrom. Der Gleichstromauslöser wird nicht geprüft. Wenn man eine Überwachungseinrichtung nicht auf Funktion prüft, kann man sie gleich ganz weglassen.
Falsch :!: Die Prüftaste hat in ersten Linie die Funktion, das Schaltschloss zu bewegen, damit das Schmierfett im Schaltschloss nicht verharzt. Der Auslösestrom verändert sich, wenn der FI vor der Prüfung mehrfach ausgelöst wird. Und die Prüfung einer elektrischen Anlage werden immer mit kallibierten Messgeräten durchgeführt.
Wer genug Praxis im Messen nach VDE0100T600 hat, würde das wissen, und nicht so einen Unsinn erzählen :shock:
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Lokverführer » Sa 31. Dez 2016, 19:06

ecopowerprofi hat geschrieben:
Du hast nix verstanden. Es geht gar nicht darum ob der Hersteller 1, 2 oder 4 Prüftastenbetätigung pro Jahr vorschreibt.


Mir geht es um deine Aussage, dass es mehr oder weniger Standard sei den FI gleich 4 Mal jährlich prüfen zu müssen. Und das kann ich absolut nicht nachvollziehen, ich kenne keinen Hersteller der mehr als 2 Mal jährliche Prüftastenbedienungen vorschreibt. Aber wahrscheinlich gibt es auch keinen, ansonsten hättest du die Herstellernamen ja bereits geliefert - einfache Frage - einfache Antwort. Und nun bitte nicht irgendwelche exotischen Hersteller deren Produkte eh kaum jemand hat.

Diese Prüfungen sind Sache des Betreibers und ich halte das für meine Anlage auch ein. Als Elektrofachkraft weist du deine Kunden sicherlich auch auf die Notwendigkeit dieser Prüfungen in deren Anlagen hin.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon ecopowerprofi » So 1. Jan 2017, 05:46

Elektrofix hat geschrieben:
ecopowerprofi hat geschrieben:
PS: Die Prüftaste bei EV und B prüfen nur mit Wechselstrom. Der Gleichstromauslöser wird nicht geprüft. Wenn man eine Überwachungseinrichtung nicht auf Funktion prüft, kann man sie gleich ganz weglassen.
Falsch :!: Die Prüftaste hat in ersten Linie die Funktion, das Schaltschloss zu bewegen, damit das Schmierfett im Schaltschloss nicht verharzt. Der Auslösestrom verändert sich, wenn der FI vor der Prüfung mehrfach ausgelöst wird. Und die Prüfung einer elektrischen Anlage werden immer mit kallibierten Messgeräten durchgeführt.

Trotzdem wird durch die Betätigung mit der Prüftaste die Gleichstromüberwachung nicht geprüft. Selbst mein Prüfgerät misst und prüft nur die Wechselstromauslösung. Ich bleibe dabei, wenn man den Gleichstromauslöser nicht prüft und dass ist beim Privatmann auch so, dann kann man sie auch weglassen.

Das mit dem verharzen ist Blödsinn. Beim Typ A ist die Mechanik fast identisch wie beim Automaten und da prüft man auch nicht alle paar Monate.
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Re: Wallbox/ICCB,CEE, FI Typ A,(EV) B wie muss es sein?

Beitragvon Elektrofix » So 1. Jan 2017, 12:20

ecopowerprofi hat geschrieben:
… Selbst mein Prüfgerät misst und prüft nur die Wechselstromauslösung…
:shock: Wie, Du installierst FI-B/EV und hast nicht einmal ein Messgerät um die DC-Auslösung zu prüfen :!:
ecopowerprofi hat geschrieben:
Ich bleibe dabei, wenn man den Gleichstromauslöser nicht prüft und dass ist beim Privatmann auch so, dann kann man sie auch weglassen.
Und so ein Mensch installiert elektrische Anlagen :wand: Mir wird Angst und bange, deine armen Kunden.
Du prüfst sicher den Schutzleiterdurchgang noch mit einem Multimeter und Zschl mit der 15mA-Funktion des Messgerätes.
Ich hoffe nur, das potenzielle Kunde aus dem Forum erkennen, was für ein Elektriker Du bist und sich einen anderen suchen.
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