Wallbox-Anfängerfragen

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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Jorin » Mi 8. Apr 2015, 15:28

Schaut gut aus, die mobile Lösung. Dann brauche ich aber noch so einen CEE-Anschluss mit 32A, den mir mein Elektriker hinbasteln muss, richtig? Und was für einen Adapter bräuchte ich, um die oftmals erwähnten Typ2-Stromtankstellen nutzen zu können?

Danke an alle für die ausführlichen Erklärungen und die nette Hilfe bei (für euch) sicher sehr simplen Fragen. Echt sehr lieb! :oops: :)
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Bibothebird » Mi 8. Apr 2015, 15:39

Hallo!

Jogin hat geschrieben:
… Dann brauche ich aber noch so einen CEE-Anschluss mit 32A, den mir mein Elektriker hinbasteln muss, richtig? ...

Ja, richtig! Und ein richtiger Elektriker bastelt das nicht nur, der "Installiert" das auch richtig! ;)

Jogin hat geschrieben:
… Und was für einen Adapter bräuchte ich, um die oftmals erwähnten Typ2-Stromtankstellen nutzen zu können? ...

Dafür brauchst Du dann ein separates Typ2-auf-Typ1-Ladekabel. Am besten für 32A codiert und ausgelegt, damit Du auch an den Typ2-Ladesäulen mit 6,6kW ziehen kannst!.
Viele empfehlen hier Längen von >6m damit man damit u. U. auch zugeparkte Säulen erreichen kann.

Jogin hat geschrieben:
… Danke an alle für die ausführlichen Erklärungen und die nette Hilfe bei (für euch) sicher sehr simplen Fragen. Echt sehr lieb! :oops: :)


Bitte! Gerne! :mrgreen:

Viele Grüße
Kay
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Karlsson » Mi 8. Apr 2015, 15:48

eW4tler hat geschrieben:
Dein Ziel/Strategie muss sein, dass du mit 6,6kW laden kannst. Damit kannst du den Soul EV auch über Nacht (wenn ich mich richtig erinnere sind 5,5h angegeben) wieder vollladen.

Weiß ja nicht, wie lang Deine Nächte so sind. Bei mir würden auch 3,7kW über Nacht den Akku souverän füllen und damit reicht eine normale CEE16 einphasig / blau dann aus.
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Elektrofix » Fr 10. Apr 2015, 22:57

Hallo Jorin,

Jeder Kunde, der einen Stromvertrag eingeht, akzeptier die TechnischenAnschlussbedingungen (TAB) des EnergieNetzbetreibers. :klugs: Dieser schreibt so einige Dinge vor, die der Elektriker deines Vertrauens in Deinem Landstrich wissen muss. Ich kenne die TAB nur von Norddeutschland und dort sind vorgeschrieben:
- Schieflast maximal 4600VA (20A)
- CAT5 Netzwerkverbindung von der ersten Telefondose zum Zähler und JEDER Unterverteilung
- Anmeldung von Laständerungen >2000W
- allstromsensitiver FI für E-Mobiliti
- …

Ich selber habe mir in die Garage NYY-J 5x10mm2 (Erdkabel), zwei CAT7 und eine Steuerleitung NYY-J 7x1,5mm2 (Steuerleitung als Erdkabel) unter der Pflasterung hingelegt. Es würde aber auch ein Leerrohr M25 und 5x10mm2 gehen, damit bist Du denn auch auf der sicheren Seite wenn Dein Netzbetreiben noch eine Steuerleitung fordert. Foto von meiner Verteilung mit Ladekabel siehst hier.

Gruß Karsten.
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Berndte » Fr 10. Apr 2015, 23:10

Die TAB des Netzbetreibers sind sozusagen seine AGB. Das ist kein Gesetzestext.
Klar, das die dies und jenes fordern. Viele Sachen machen auch Sinn und sind in sich stimmig und für Fachkundige auch logisch.
Aber wenn die jetzt uneingeschränken Kaffeeservice fordern muss ich das nicht einfach so hinnehmen.
Zum Thema CAT Leitungen in den Zählerschrank und so... es soll ja Haushalte geben, welche keinen Festnetzanschluß mehr haben, muss ich also extra einen anmelden? Was ist, wenn ich mir ein neues Küchengerät mit 2100W Leistung kaufe, muss ich das anmelden und evtl. auch genehmigen lassen?
Darf ich den Notladeziegel von meinem eGolf jetzt nicht in die Schukosteckdose im Carport stecken, wo mir doch der Autohändler sagte, das geht ganz einfach?

Warum gibt es keine Gerichts und Grundsatzurteile zu obigen Themen, warum gibt es fast immer Kulanzregelungen oder einen Vergleich?

Sehr viel mehr zum Thema Netzbetreiber und seinen TAB gibt es im Photovoltaikforum...
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Jan » Fr 10. Apr 2015, 23:17

Oder Du musst beim Laden an der 32 A CEE Dose gleichzeitig Kochen, damit keine Schieflast entsteht. :) Ich frage mich, ob es wirklich jemanden auffällt, wenn man den Soul auf der CEE Dose mit Volllast auf einer Phase läd.
Kommt bei Dir auch schon Strom vom Dach? :) https://www.youtube.com/watch?v=bBPRBxziQOI
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Berndte » Fr 10. Apr 2015, 23:28

Naja, wie sagt man so schön: Es kommt drauf an ;)

Schieflast ist eigentlich bei den paar kW nicht das Problem, aber wenn die Installation bis zum Trafo nicht passend ist, oder der Trafo falsch dimensioniert, dann kann sich das erheblich auf die anderen Phasen auswirken.
Der Trafo kann dann selbst mit den "paar kW" eine Sternpunktverschiebung bekommen.

Bei einem Workshop hatten wir das Phänomen bei einem Ladevorgang mit einem BMW i3 mit 32A einphasig.
Hier sackten die anderen beiden Phasen massiv ab... bis 208V! Wobei die "Ladephase noch bei ca. 225V war.
Der Anschlussinhaber (Elektroinstallationsbetrieb) versicherte uns, dass alles nagelneu (incl. Netztrafo) ist.
Bei einer Drehstromladung mit 32A waren die Phasenspannungen ausgeglichen.
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Jan » Fr 10. Apr 2015, 23:38

Gruselig. Wobei, wenn so viele Haushalte an dem Kabel hängen, dann können doch unmöglich ständig alle Phasen gleichmäßig belastet sein. Wie auch immer, mit einer Wallbox, die dann offensichtlich alle drei Phasen verwendet, ist man ja auf der sicheren Seite.
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Berndte » Fr 10. Apr 2015, 23:56

Bei meinem geschilderten Fall war der Trafo wohl extrem überdimensioniert.
Geplantes, leeres Industriegebiet mit dem einen Gewerbe angeschlossen und der i3 war wohl der einzige "Verbraucher" im Netz.
Vielleicht war hier auch noch was anderes im Argen... man steckt nicht drin ;)

In einem Wohngebiet gleich sich das ja wieder aus.
Jeder Elektroinstallateur lernt als Erstes, dass einphasige Verbraucher möglichst verteilt und "zufällig" an die Phasen gehangen werden und nicht immer an L1.
Oma Ilse bügelt gerade, Opa macht sich nen Toast und die Kaffeemaschine blubbert auch vor sich hin... normaler Zustand halt. Aber an welchen Phasen die Geräte hängen ist blanker Zufall. Opa achtet ja nicht darauf, dass der Elektriker zwar die Küchensteckdosen schön auf mehrere Phasen aufgeteilt hat, aber Opa hat halt den Toaster und die Kaffeemaschine praktischerweise direkt nebeneinander gestellt... die Sicherung kotzt zwar gerade, aber hält noch 5 Minuten durch, bis der Toast fertig ist. Keiner merkt was. Und dass Oma jetzt neuerdings im Schlafzimmer das Bügelbrett aufstellt kann der Elektriker nicht wissen... hier hat er nämlich auch L1 angeschlossen, das Wohnzimmer und der Hauswirtschaftsraum wäre auf L2. Bloß gut, dass das Schlafzimmer eine Separate Sicherung bekommen hat, sonst wäre jetzt wohl der Kaffee und das Bügeleisen kalt und Opa wartet noch lange auf den Toast.
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Re: Wallbox-Anfängerfragen

Beitragvon Jan » Sa 11. Apr 2015, 08:30

:))
Ja, genau so dachte ich mir das. Und wenn ich nun aus der CEE Dose, die mit 32 A abgesichert ist, lade, z.B. Mit diesem Kabel, was soll da schon passieren, wenn man in einer Stadt wohnt.

http://www.e-station-store.com/de/tragb ... 74-kw.html

Blöd wird es nur, wenn man mit dem Kabel auf Reisen geht, denn die Verhältnisse sind dann eben auch einmal anders. Also doch besser gleich eine Wallbox zum mitnehmen.
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