Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon Micky65 » So 2. Okt 2016, 00:08

I hacked the Kabeltrommel. Problem solved!
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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon ecopowerprofi » So 2. Okt 2016, 06:30

Micky65 hat geschrieben:
So was nennt man Chinaqualität.

Sag nix. Aus China kommt inzwischen manchmal bessere Qualität als aus D. Es kommt darauf an, was man dort bestellt. Egal ob 1,5² oder 2,5². Die Schuko-Verbindungen waren in der ursprüngliche Auslegung nur für 6A vorgesehen. Erst nach und nach hat man die max. Belastung auf 16A angehoben. Die aktuelle Prüfnorm besagt, dass eine Schuko-Verbindung bei einer Belastung von 16A die Temperatur Verbindungselemente nach einer Stunde 70°C nicht überschreiten dürfen. Für eine längere Dauerbelastung mit 16A ist die Schuko-Verbindung nicht konzipiert. Bei Neuware hätte ich da nicht so die Bedenken aber wenn die Sachen mal länger in Gebrauch sind würde ich es nicht mehr machen.

Bei Renault wird das mitgeliefert ICCB ausdrücklich als Notladekabel bezeichnet und es lädt an einer Standart-Schukosteckdose auch nur mit 10A. Es ist somit nicht für die Normalladung vorgesehen. Grund siehe oben.

PS: Dein Elektro-Meister hat doch bestimmt auch gesagt, dass man bei längere Zuleitungen um die Spannungsverluste zu verringern einen größeren Querschnitt verwenden sollte. Wie aber auch bereits festgestellt hast, löst die Thermosicherung bei einer geringere Belastung nicht aus. Daher solltest Du mal prüfen ob, wenn man an jeder Steckdose der Trommel ca. 5A zieht, die Thermosicherung nicht auslöst. Die Trommel kann lt. Typenschild in Summe nur mit ca.14A belastet werden, hat aber 3 Steckdosen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon Micky65 » So 2. Okt 2016, 08:20

Ist klar. Nur im Notfall lade ich über Schuko. Alte Steckdosen werden schon seit eh und je von mir mit Argwohn betrachtet. Nach 10min gehe ich im Normalfall auch immer hin und halte die Hand an den Stecker, obs zu warm wird. ImZweifel wird der Stecker gezogen und man fasst die Kontakte an um zu prüfen wie warm.

Nun war ja bei mir alles neu und die Wärmeentwicklung am Stecker eher lauwarm. Das war das Thermoelement selbst schuld - da ich aber gar keine drei Steckdosen brauche, hab ich das Innenleben entsorgt und eine Kupplung von ABL dranmontiert.

Wichtig ist, dass man beim Laden die Kabeltrommel immer vollständig entrollt. Die Windungen des Kabels wirken sonst wie eine Spule, ein Magnetfeld entsteht, damit auch induktiver Widerstand und es fällt unnötig viel Spannung ab. Folge sind entspechende Verluste und eine starke Erwärmung der "Spule".

So, genug doziert.

PS: bei BMW nennt sich der Schuko-ICCB "Standardkabel"... :-0
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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon Bernd_1967 » So 2. Okt 2016, 08:42

Micky65 hat geschrieben:
Ist klar. Nur im Notfall lade ich über Schuko. Alte Steckdosen werden schon seit eh und je von mir mit Argwohn betrachtet. Nach 10min gehe ich im Normalfall auch immer hin und halte die Hand an den Stecker, obs zu warm wird. ImZweifel wird der Stecker gezogen und man fasst die Kontakte an um zu prüfen wie warm.

Nun war ja bei mir alles neu und die Wärmeentwicklung am Stecker eher lauwarm. Das war das Thermoelement selbst schuld - da ich aber gar keine drei Steckdosen brauche, hab ich das Innenleben entsorgt und eine Kupplung von ABL dranmontiert.

Wichtig ist, dass man beim Laden die Kabeltrommel immer vollständig entrollt. Die Windungen des Kabels wirken sonst wie eine Spule, ein Magnetfeld entsteht, damit auch induktiver Widerstand und es fällt unnötig viel Spannung ab. Folge sind entspechende Verluste und eine starke Erwärmung der "Spule".

So, genug doziert.

PS: bei BMW nennt sich der Schuko-ICCB "Standardkabel"... :-0


Oh Nein, was schreibst Du denn für einen Schrott, sorry:
" Die Windungen des Kabels wirken sonst wie eine Spule, ein Magnetfeld entsteht, damit auch induktiver Widerstand und es fällt unnötig viel Spannung ab."

Ist falsch, da bei einer Spule nur eine Ader da ist. Bei der Kabeltrommel fließt der Strom ja wieder zurück, so dass sich das Magnetfeld nahezu aufhebt.
Der Spannungsabfall beim abgewickelten Kabel ist erstmal der gleiche als wenn Du die Trommel nicht abwickelst.
Die Wärme kann nur schlechter abgegeben werden.
Dann wird das Kupfer wärmer und damit wird dann auch der Widerstand vom Kupfer größer und der Spannungsabfall somit auch.
Der Haupteffekt hier ist aber, dass die Wärme nicht abtransportiert wird und die Trommel schaden nehmen könnte.
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Re: AW: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon Helfried » So 2. Okt 2016, 09:17

Bernd_1967 hat geschrieben:
Oh Nein, was schreibst Du denn für einen Schrott, sorry

Wozu machst du ein verpöntes Vollzitat, wenn du danach erst recht einen einzelnen Satz daraus zitierst?
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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon rollo.martins » So 2. Okt 2016, 09:40

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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon spark-ed » So 2. Okt 2016, 10:01

Micky65 hat geschrieben:
Ist klar. Nur im Notfall lade ich über Schuko. Alte Steckdosen werden schon seit eh und je von mir mit Argwohn betrachtet. Nach 10min gehe ich im Normalfall auch immer hin und halte die Hand an den Stecker, obs zu warm wird. ImZweifel wird der Stecker gezogen und man fasst die Kontakte an um zu prüfen wie warm.

Genau so sollte das jeder handhaben. Dann kann man die Benutzung von Schuko auch problemlos riskieren.
Wenn die Installation davor einen prüfenden Blick zulässt und auch einen halbwegs soliden Eindruck bestätigt, gibt es auch bei 13 oder 14A eigentlich keine Probleme.
Schuko ist zum Laden von Elektrofahrzeugen alles andere als optimal geeignet aber für Destinationladung halt oft die einzig verfügbare Stromquelle, also das Beste draus machen.
Mit der 25m Kabeltrommel dürfte es wenige Orte geben, an dem man nicht an Strom kommt

Die Behauptung, eine Kabeltrommel wäre eine Spule und würde sich dadurch Erwärmen ist sehr verbreitet, aber im doppelten SInne falsch. Wie schon geschrieben, heben sich Hin- und Rückleiter hinsichtlich magnetischer Wirkung gegenseitig auf (Stichwort: bifilare Wicklung)
Eine Spule erwärmt sich auch nicht durch die induktive (Blind)leistung sondern nur über den Spannungsabfall, der widerum durch den (Schein)strom bestimmt wird.

Lediglich die Wärmeabfuhr wird bei aufgewickelter Trommel unterbunden, daher bei nennenswerter Belastung über längere Zeit immer abwickeln.
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Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon Micky65 » So 2. Okt 2016, 11:41

Hab jetzt mal eine Stunde geladen. Knapp 9%, bzw. 19km Reichweite nachgeladen (das waren die Anzeigewerte). Hab sogar die Kabeltrommel nicht ganz abgewickelt, mit Absicht 2 Schichten Kabel draufgelassen. Weder am Kabel noch an den Steckern gab es eine nennenswerte Erhitzung, nur die Steckkontakte in der Wandsteckdose waren maximal Handwarm, der in die Kupplung an der Kabeltrommel geht war kühl.

Ich denke damit kann ich leben, der Urlaub in einer Woche samt Fahrt vom Rheinland in die Alpen kann kommen, deswegen hatte ich mir die Kabeltrommel angeschafft, naja, jetzt ist sie ja mehr eine Verlängerung auf einer Rolle. Man muss halt ein Auge auf die Steckdose haben, in die man einstöpselt, das ist die große Unbekannte.

Es bleibt eine gewisse Bitterkeit über die Verarbeitungsqualität innerhalb der Kabeltrommel der Firma Brennenstuhl, eventuell ist das aber auch einfach "Serienstreuung". Das Kabel allerdings scheint mir exzellent zu sein.
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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon Bernd_1967 » So 2. Okt 2016, 12:11

Gibt es eigentlich Stecker mit Temperaturfühler für schlechte Steckdosen?
Die am Besten bei Überhitzung selbst abschalten?
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Re: Überlastschutz bei Kabeltrommel fliegt raus

Beitragvon ecopowerprofi » So 2. Okt 2016, 18:44

Bernd_1967 hat geschrieben:
Gibt es eigentlich Stecker mit Temperaturfühler für schlechte Steckdosen?

Steckdosen wohl nicht aber die ICCB haben teilweise im Stecker einer Fühler und die Ladeelektronik regelt runter wenn der Stecker zu warm wird.

Wenn man regelmäßig eine Schuko zum Laden benutzen will, kann man ein Fühler (Thermoklick genannt) wie sie in vielen Geräten verbaut sind am Innenleben befestigen. Man sollte eins nehmen mit ca. 50 bis 60° Ansprechtemperatur. 70°C soll die Schuko lt. Norm vertragen.
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