Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

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Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon Wernerle » Di 28. Jan 2014, 13:43

Liebe E-Profis!

Inspiriert von mehreren Threads in diesem tollen Forum gehe ich es nun an: Bau einer mobilen LAdestation mit 43kW (63A).
Folgende Komponenten habe ich bereits beschafft:

Phoenix Contact EV Charge Control EM-CP-PP-ETH https://www.phoenixcontact.com/online/p ... dede&tab=1
LS-Schalter 63A 3pol. C char.
Schütz 63A 4pol.
FI Typ B (Doepke DFS 4 B SK 63A)
Kabel mit Typ2 - Stecker (auf 63A codiert - 100 Ohm, 6pol.)

Ziel ist es, die Box im Kofferraum meines Zoes zu lassen und von dort mit dem Typ2-Stecker an den Zoe und einem 63A-Starkstromstecker (samt allerlei Adapter natürlich) an einen Stromanschluss zu kommen.

Die Verdrahtung wäre soweit kein allzu großes Problem. Wo ich noch keine Lösungsidee habe ist, wie ich die Stärke des Eingangsstrom einstellen kann (möglichst einfach und WAF-spezifisch erfüllt :-) ).

Mit der Bitte um Hilfestellung

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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon stromer » Di 28. Jan 2014, 14:26

Wernerle hat geschrieben:
Liebe E-Profis!

Inspiriert von mehreren Threads in diesem tollen Forum gehe ich es nun an: Bau einer mobilen LAdestation mit 43kW (63A).
Folgende Komponenten habe ich bereits beschafft:

Phoenix Contact EV Charge Control EM-CP-PP-ETH https://www.phoenixcontact.com/online/p ... dede&tab=1
LS-Schalter 63A 3pol. C char.
Schütz 63A 4pol.
FI Typ B (Doepke DFS 4 B SK 63A)
Kabel mit Typ2 - Stecker (auf 63A codiert - 100 Ohm, 6pol.)

Ziel ist es, die Box im Kofferraum meines Zoes zu lassen und von dort mit dem Typ2-Stecker an den Zoe und einem 63A-Starkstromstecker (samt allerlei Adapter natürlich) an einen Stromanschluss zu kommen.

Die Verdrahtung wäre soweit kein allzu großes Problem. Wo ich noch keine Lösungsidee habe ist, wie ich die Stärke des Eingangsstrom einstellen kann (möglichst einfach und WAF-spezifisch erfüllt :-) ).

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Das ist relativ einfach zu realisieren. Die Maximastrombegrenzung an der Steuerung stellst du auf 63 A ein. Die Signalleitung des Ladekabels wird nicht an der Steuerung angeschlossen. Statt dessen verbindest du PE und PP mit einem Stufenschalter und den entsprechenden Widerständen.
Der Schutzleiter PE geht an den Eingang eines z.B. 4-Stufen-Schalter. An die Ausgänge schließt du jeweils einen Widerstand mit 1500 Ohm (16A), 680 Ohm (20A), 220 Ohm (32A) und 100 Ohm (63A) an. Die anderen Enden der Widerstäde verbindest du einfach miteinander und führst sie an den Eingang PP der Steuerung. Fertig
Zuletzt geändert von stromer am Di 28. Jan 2014, 19:47, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon Wernerle » Di 28. Jan 2014, 19:29

@stromer
Danke für den Tipp. Mein Kabel samt Typ2-Stecker ist 5-pol. 10mm² und eine weitere Ader (schätze 1mm²). Diese zusätzliche Ader ist wohl für CP vorgesehen. Im Stecker ist PP mit PE mit einem 100 Ohm - Widerstand verbunden.
Da keine eigene Ader für CP vorhanden ist, kann Deine skizzierte Lösung nicht gemacht werden? ODer habe ich einen Denkfehler?

W.
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typ2.jpg
Typ2-Stecker
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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon stromer » Di 28. Jan 2014, 19:45

Wenn ich das richtig verstanden habe möchtest du eine Box mit festem Anschußkabel bauen. In dem Fall hast du einfach nur den falschen Stecker gekauft. Der abgebildete Stecker ist für die Infrastrukturseite. Zum Einstecken ins Fahrzeug brauchtst du aber eine Typ2-Kupplung.

Das sollte dann so aussehen:

image.jpg
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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon Wernerle » Di 28. Jan 2014, 20:05

Der Stecker (sieht so aus wie auf deinem Foto) soll fix an die Box angeschlossen werden. Die Box liegt im Kofferraum, der Stecker wird vorne am Zoe angeschlossen, während die Kofferraumtür mit einem Lufty-ähnlichen Gebilde offen und doch verschlossen bleibt. Ich hoffe, es ist so halbwegs verständlich rüber gekommen?

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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon stromer » Di 28. Jan 2014, 20:17

Wernerle hat geschrieben:
Der Stecker (sieht so aus wie auf deinem Foto) soll fix an die Box angeschlossen werden. Die Box liegt im Kofferraum, der Stecker wird vorne am Zoe angeschlossen, während die Kofferraumtür mit einem Lufty-ähnlichen Gebilde offen und doch verschlossen bleibt. Ich hoffe, es ist so halbwegs verständlich rüber gekommen?

Wernerle


Ok, dann sollte es so funktionieren wie ich es beschrieben habe. Die Steckercodierung ist irrelevant für den Anschluss mit festem Kabel. Über CP erfolgt die Kommunikation mit dem Fahrzeug und wird an die Steuerung geführt. Mit der von mir beschriebenen Schaltung wird der Steuerung bei Bedarf ein schwächeres Anschlusskabel vorgetäuscht und über das CP Signal dann dem Fahrzeug mitgeteilt, daß die Ladeleistung entsprechend reduziert werden muss.
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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon lingley » Di 28. Jan 2014, 20:52

Tschuldigung das ich hier reinplatze ...

Das geht doch einfacher. Am PHOENIX CONTACT Pilotmodul lässt sich am Einstellrädchen die max. Ladestomstärke auswählen, oder ist das bei deinem geplanten Boxaufbau nicht möglich, weil unzugänglich ?
Und meinst du mit "Eingangsstrom" evtl. die Netzseite ?
lingley
 

Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon stromer » Di 28. Jan 2014, 20:59

lingley hat geschrieben:
Tschuldigung das ich hier reinplatze ...

Das geht doch einfacher. Am PHOENIX CONTACT Pilotmodul lässt sich am Einstellrädchen die max. Ladestomstärke auswählen, oder ist das bei deinem geplanten Boxaufbau nicht möglich, weil unzugänglich ?


Das winzige Einstellrädchen ist für die Grundeinstellung der Ladestation gedacht und mit einem Plastikdeckel geschützt. Also bei Einbau in ein Gehäuse ziemlich umständlich zu bedienen.
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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon Itzi » Mi 29. Jan 2014, 16:26

Der "Typ2-Stecker" der ans Auto gehört, heißt korrekt "Ladekupplung".

Mal so eine Frage: Wie ist eure Erfahrung - wie häufig findet man eine 63A-CEE-Dose?

Ich fürchte, dass die sache enorm undhandlich wird, wenn Du die Box im Kofferraum lassen möchtest, dann kommt bei dem Querschnitt eine schöne Kupferfüllung zusammen für den Kofferraum. Wenn ein wenig mehr Platz wäre müsste sowas eigentlich unter die Motorhaube eingebaut werden...
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Re: Selbstbau einer mobilen Ladestation mit 43kW

Beitragvon Wernerle » Mi 29. Jan 2014, 17:16

Danke für die zahlreichen Tipps. Ich habe mir nun einen 4-Stufenschalter 1-pol. von Schrack bestellt: http://www.schrack.at/shop/4-stufen-sch ... 03122.html

Zwei Fragen hätte ich noch zu den Widerständen.
1.) Welche Belastbarkeit sollen diese aufweisen?
2.) Gibt es einen widerstand, der eine Ladung von 13A bewirkt? Falls ja, wie viel Ohm hat dieser?

Vielen Dank!

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