Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 3. Jan 2018, 00:35

ederl65 hat geschrieben:
Netzpreis 2,558

Ist der Mittelspannungspreis. Im Niederspannungsbereich muss man noch mal ca. 5 bis 6 ct / kWh draufrechnen. Ladesäulen werden fast ausschlieslich aus der Niedrspannung versorgt.

ederl65 hat geschrieben:
Steuern und Abgaben 0,809

Die EEG Umlage beträgt ca. 6 ct / kWh und die KWK ca. 2 ct / kWh.

Ich glaube Du nimmst die Zahlen für Großverbraucher. Das zählt nur wenn alles an einem Standortverbraucht wird.
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Beitragvon GcAsk » Mi 3. Jan 2018, 20:41

Also hier gibt es einen lokalen Stromanbieter, welchen ich dazu mal befragt habe (weil die die Preise jetzt von kostenlos auf kostenpflichtig gemacht haben - seit Umstellung auf PlugSurfing erst).

Sie haben all ihre Säulen komplett eigenständig finanziert (keine Förderung).

Vorher konnte man kostenlos laden während der öffnungszeiten der Service-Filiale oder 24/7 mit einer Karte. Damit erhielt man 1.000kWh gratis PRO Jahr. Für jede weitere vollendete 100kWh hat man dann 25€ gezahlt. Also 0,25€ pro kWh, die, laut Aussage der dortigen Mitarbeiter, dafür sorgen, dass sich die Säule wirtschaftlich halbwegs lohnt.

Nun, nach Wechsel zu PlugSurfing, da mit der Ladesäulenverordnung wohl nicht vereinbar gewesen laut eigener Aussage (versteh e ich nicht ganz, bei plugSurfing muss man sich auch registrieren, aber egal), kostet die kWh 0,36€. Das ist nun der Preis, der die Säulen wirtschaftlich macht und sogar für Profit sorgt.

Also nix mit 0,69€ pro kWh... Zumal die meisten Säulen eh gefördert werden.

Man plant jetzt sogar im Januar 2 weitere Säulen, weil es so gut läuft und so gefragt ist. So viel zum Thema.

Auch ein anderer Anbieter, der größte hier in Frankfurt, stellt demnächst um. Hier ist noch kein fester Preis bekannt, dürfte aber auch so um die 30ct pro kWh vermutlich nur kosten. Soll wohl hier aber eine Mischung aus Grundgebühr, Zeittarif und kWh Abrechnung sein - die haben es wohl geschafft, die EU-Verordnung irgendwie zu umgehen, denn Zeitabrechnung ist ja eigentlich nicht mit dem Eichgesetz vereinbar. Die haben es trotzdem geschafft (sind vermutlich da nicht die einzigen).
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ederl65 » Mi 3. Jan 2018, 21:31

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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tho » Mi 3. Jan 2018, 21:36

GcAsk hat geschrieben:
Nun, nach Wechsel zu PlugSurfing, da mit der Ladesäulenverordnung wohl nicht vereinbar gewesen laut eigener Aussage (versteh e ich nicht ganz, bei plugSurfing muss man sich auch registrieren, aber egal), kostet die kWh 0,36€. Das ist nun der Preis, der die Säulen wirtschaftlich macht und sogar für Profit sorgt.

Nie und nimmer wirtschaftlich. :lol:
Du musst die Säule und die Installationskosten (wenns keine NewMotion Box ist wirds zusammen leicht 5 stellig) abschreiben (10 Jahre sind da schon optimisch), die Kosten fürs Backend, die SIM Karte, interner Aufwände und Service. :roll:
Hab letztes Jahr gerade so ein Beispiel gerechnet: Säule für 10.000 inkl. Netzanschluss, Stromeinkauf 30cent inkl. Mwst.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 3. Jan 2018, 21:57

Tho hat geschrieben:
Um ein kleines bisschen Gewinn nach 10 Jahren auszuweisen (ohne Kapitalverzinsung) , muss man hier 0,42kWh nehmen bei 4 Ladevorgängen am Tag zu 15kWh.

Da darf nix kaput gehen. Mit Rendite (die Firmen wollen ja Geld verdienen), Service und Reparaturen bist Du da locker bei 60 bis 70 ct. / kWh. Bei einer Chademo Säule kostet nur die in Betriebnahme schon 950,- € zzgl. MWSt.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tho » Mi 3. Jan 2018, 22:00

Da darf auch nur 1x im Jahr ein Kabel Stecken bleiben und der Elektriker muss zu "Ost" Stundensätzen arbeiten. :lol:
Gewinn ist übrigens 150-200EUR je Ladepunkt im Jahr, wenn nichts größeres kaputt geht. Also nichts wofür eine AG ein Projekt beginnen würde.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon GcAsk » Mi 3. Jan 2018, 22:17

Oh, den Anbieter den ich meinte, errichtet nur Typ2 Säulen. Sorry, vergessen zu sagen.

Die Säulen hier von dem waren wohl noch nie kaputt, sind auch tatsächlich die bisweilen zuverlässigsten Ladesäulen überhaupt, weshalb ich dort gerne lade.

Bei dem anderen Anbieter für Frankfurt direkt ist die Zuverlässigkeit schlechter, da hab ich sogar mehrfach Probleme gehabt und Techniker mussten vorbeikommen. Die werden wohl nur Verluste machen zurzeit, auch wenn sie, trotz allem extrem ausbauen hier

/EDIT:
Laut dem Anbieter sind in den 0,36€ pro kWh Kosten für den Betrieb, die Wartung und Instandhaltung einberechnet
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon snaptec » Do 4. Jan 2018, 00:03

Da muss man wohl extrem unterscheiden.
Typ2 Säule kostet einen Bruchteil einer CCS/Chademo Säule.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon drilling » Do 4. Jan 2018, 06:11

DC Schnelladesäulen wird es bald ab 5000 € geben:
Punkten will XCharge vor allem mit einem Preis von nur 5.000 Euro pro Schnellladesäule.

https://www.electrive.net/2018/01/02/st ... ade-markt/
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Do 4. Jan 2018, 07:15

Welche Ladeleistung ? Von DC steht da auch nix. Der chinesche BYD hat ein AC Ladesystem mit 40 kW. Es werden daher es wohl nur AC-Säulen sein. Total kommt aus Frankreich und die arbeiten sehr eng mit Renault zusammen. Renault hat bisher auch nur AC Anschlüsse am Auto. Wenn man es genau betrachtet sind die AC-Ladesysteme die kostengünstigste. Die Chinesen sind sehr pragmatisch und die Vorgaben kommen von der Zentralregierung.
Zuletzt geändert von ecopowerprofi am Do 4. Jan 2018, 07:29, insgesamt 1-mal geändert.
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