Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon TeeKay » Do 4. Sep 2014, 14:15

haverstroh hat geschrieben:
Es scheint, als wäre es wichtig das Laden an öffentlichen Säulen zu vermeiden.

Was ist das für eine krude Logik? Die Kosten werden für den Anbieter nicht geringer, wenn weniger geladen wird. Die Infrastruktur wird nicht ausgebaut, wenn weniger geladen wird. Und die Preise für Ladesäulen werden nicht sinken, wenn weniger geladen wird. Jeder öffentliche Ladende liefert bei kostenpflichtigen Ladesäulen einen positiven Deckungsbeitrag. Wer sinkende Kosten und bessere Infrastruktur wünscht, hat so oft wie möglich öffentlich zu laden.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ZoePionierin » Do 4. Sep 2014, 20:12

Wenn's danach ging müsste ich langsam die "Goldene Ladesäule" verliehen bekommen - Ich schreib schon mal an meiner Dankesrede :geek:
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Alex1 » Do 4. Sep 2014, 22:00

Also ich bin im Außendienst auf die öffentlichen E-Zapfen angewiesen. Also tankt - äh zapft mal recht viel dort.

Außerdem scheinen die E-Zapfen kostenloser zu werden. Zumindestens in Bayreuth war es vor ein paar Monaten noch e-Roaming, jetzt ist es kostenfrei.

Ich will es ja gar nicht so genau wissen, warum... :D
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon JuGoing » Mo 1. Jan 2018, 19:08

Alter Faden, ich weiß.
Wie sehen denn aktuelle Zahlen zur Kostendeckung aus ?

Interessante Überlegung übrigens die hier aufgestellt wurde, je schneller Säule und Auto laden können, je mehr Umsatz kann man machen - eigentlich klar, aber trotzdem interessant.
Logische wäre dann ja, keine Destination Charger zu bauen, da kann man noch weniger dran verdienen.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Alex1 » Mo 1. Jan 2018, 19:32

DestiChargers werden auf Dauer nur noch als Werbung laufen (McDonald, Ikea. Aldi, Lidl, Freizeitparks) oder als Bürgermeistersäulen für die saubere Stadtluft. Dann aber weiterhin kostenfrei, aber nur mit 3,7 kW oder so.

Je schneller die Schnellen werden, da bin ich bei Dir, desto lohnender werden sie für beide Seiten.
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Michael_Ohl » Mo 1. Jan 2018, 20:19

Bei 0,60€ pro kWh und dem derzeitigen Verbrauch von 18,5kWh / 100km +10% Ladeverlust wäre ich bei 12€ / 100km. Da würde ich sofort das E-Auto abschaffen und meinen Diesel der etwa 7,20€ / 100km verbraucht wider zum Erstwagen zu erheben. Bei den 0,30€ / kWh in Hamburg geht's gerade noch. Spaß macht es aber erst wirklich mit selbst geerntetem Solarstrom.

Mfg
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ederl65 » Di 2. Jan 2018, 11:06

Kein Großabnehmer bezahlt 0,25-0,30 €/kWh. Die realistischen Stromkosten betragen eher um die 3 Cent/kWh. Reine Zeittarife sind zur Zeit sowieso nur für Teslafahrer/innnen (Akku > 60kWh) im Sommer interessant.
Zuviel ist nicht genug. ;)
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ecopowerprofi » Di 2. Jan 2018, 16:00

ederl65 hat geschrieben:
Die realistischen Stromkosten betragen eher um die 3 Cent/kWh

Das ist der Börsenpreis. Dazu kommt noch die netzentgelte und Steuern sowie KWK- und EEG-Umlage. Da liegt man auch für den größeren Abnehmer bei 18 bis 20 ct / kWh zzgl. MWSt. Es handelt sich ja um viele Einzelverbrauchsstellen mit vergleichsweise geringe Stromabnahmen. Abschreibung und Unterhalt werden wohl mit ca. 6000 bis 8000 € pro Jahr zu Buche schlagen. Bei einer Energiemenge von ca. 15 kWh pro Ladevorgang und 10 Ladevorgänge pro Tag muss man schon ca. 35 bis 40 ct zzgl. MWSt. pro kWh nehmen. Da hat die Betreiber-Fa. noch kein ct gewinn gemacht. Ich würde mal mit so ca. 50 bis 60 ct / kWh incl. MWSt. rechnen bevor eine Säule wirtschaftlich wird. zZt. ist das Säulengeschäft ein reines Zuschussgeschäft und dient wohl mehr der Image-Pflege.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon Tho » Di 2. Jan 2018, 16:53

Säulen werden zur Zeit nur von Idealisten, Förderungstätern, Aufgrund von politischen Druck oder aus Marketinggründen betrieben. Sogar das Risikokapital scheut die Investition, sonst wären die Länder schon mit Säulen zugepflastert.
Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX
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PV, Speicher zu Hause + Mitbegründer Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
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Re: Realistische Stromkosten an öffentlichen Ladesäulen

Beitragvon ederl65 » Di 2. Jan 2018, 22:16

Nicht Haushalte insgesamt

Cent/kWh 2017 1. Halbjahr
Energiepreis 3,963
Netzpreis 2,558
Steuern und Abgaben 0,809
Gesamtpreis 7,329
Zuviel ist nicht genug. ;)
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