NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon Toumal » Mo 21. Dez 2015, 00:16

Soso, also "einziger" haben sie jetzt also auch einen Typ-B FI drin? Vorher als sie's nicht hatten hiess es, man "brauche das nicht". Jetzt sind sie die ersten...

Naja. Nicht gerade sympathiefoerdernd.
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 21. Dez 2015, 10:33

Toumal hat geschrieben:
Naja. Nicht gerade sympathiefoerdernd.

Mir scheint es eher konsequent. Ein Typ-B FI tut es eben gerade nicht. Den kann man nur einbauen, wenn man die vorgeschaltete Infrastruktur kennt. Sowas hat in einer mobilen Ladebox nichts zu suchen. Wenn die Frage ist: FI Typ B ja oder nein, muss die Antwort "nein" lauten.

Nachdem die Community bei der JB1 lautstark Unmut geäußert hat, wurde jetzt in der JB2 eine Gleichstrom-Fehlerstrom-Erkennung eingebaut, die eben nicht mit evtl. vorhandener Infrastruktur (insbes. FI Typ A) kollidiert. Ob sie damit die ersten sind oder nicht... Der Tesla UMC hat (angeblich) auch sowas, ist aber nicht auf dem freien Markt erhältlich. Jedenfalls ist es nur folgerichtig, dass sie einerseits auf die Wünsche der Community gehört haben, andererseits aber nicht ihre eigenen (guten) Argumente in den Wind geschossen haben, sondern eine Lösung gefunden haben, die allen Anforderungen gerecht wird.
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 21. Dez 2015, 10:44

Um auf die Frage des Threads zu antworten: Ganz klar JB2. Und zwar aus einem einzigen einfachen Grund: Die Ladebox "weiß", welcher Adapter verwendet wird. Aus meiner Sicht ist das ein absolut entscheidendes Kriterium. Alle Boxen, die erfordern, dass der Nutzer den maximal erlaubten Strom selbst einstellt, sind meiner Meinung nach reine Nischenlösungen für Freaks, aber nichts, was ich meinem Nachbarn in die Hand drücken würde. Wenn wir wollen, dass die Emobilität weiter in den Mainstream kommt, ist Plug-and-Play ein entscheidendes Merkmal, für Sicherheit und Bequemlichkeit gleichermaßen.

Irgendwelche Adapter zusammenstecken und dann hoffen, dass der Benutzer weiß, was er einzustellen hat, und auch weiß, wie er es einzustellen hat (absolutes Horror-Beispiel: crOhmbox, da geht ohne gedruckte Anleitung gar nichts), und dann auch nicht im entscheidenden Moment abgelenkt ist und ggf. mit der falschen Einstellung die Ladung startet -- das ist meiner Meinung nach absolutes No Go. Ich würde sogar noch weiter gehen: Man sollte grundsätzlich nur an fest installierten Typ 2-Wallboxen laden. Aber wenn schon eine mobile Wallbox (man beachte den Widerspruch), dann eine mit automatischer Adaptererkennung -- und da gibt es (soweit ich weiß) bis jetzt nunmal nur den Tesla UMC (der nur 16 A kann und auf dem freien Markt nicht erhältlich ist) und die JB2. Insofern ist die JB2 aus meiner Sicht "alternativlos".
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon ATLAN » Mo 21. Dez 2015, 11:33

Vorsicht, Dünnes FI-Eis ... ;)

Klarstellung, um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen: Die Serienschaltung von 2 oder mehr FI-Schutzschaltern wird NIE zu einer Funktionsbeeinträchtigung im Sinne des Nichtauslösens im Fehlerfall ursächlich bedingt durch die Serienschaltung an sich dieser Sicherheitselemente führen.

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 21. Dez 2015, 11:54

ATLAN hat geschrieben:
Klarstellung, um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen: Die Serienschaltung von 2 oder mehr FI-Schutzschaltern wird NIE zu einer Funktionsbeeinträchtigung im Sinne des Nichtauslösens im Fehlerfall ursächlich bedingt durch die Serienschaltung an sich dieser Sicherheitselemente führen.

Nicht allein ursächlich bedingt durch... Aber wenn's blöd läuft und zwei Fehler zusammen kommen, kann es in der Kombination eben passieren, dass nur einer erkannt wird und der andere unbemerkt bleibt.
:ironie: Und wenn wir davon ausgehen, dass es nicht blöd läuft, dann brauchen wir überhaupt keine Fehlerschutzschalter... Ist eh billiger! :P
(Oh Gott jetzt geht das wieder los... :kap: )
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon eDEVIL » Mo 21. Dez 2015, 11:56

Volker.Berlin hat geschrieben:
Ein Typ-B FI tut es eben gerade nicht. Den kann man nur einbauen, wenn man die vorgeschaltete Infrastruktur kennt. Sowas hat in einer mobilen Ladebox nichts zu suchen. Wenn die Frage ist: FI Typ B ja oder nein, muss die Antwort "nein" lauten.

Ein FI-B in der Box ist imemr besser als keiner. So ein box ist ja gerade für Notfälle gedacht, wo man eben nicht die Wahl hat.
CEE-Installtionen mit FI-B sind eine Rarität und in solche Fällen so gut wie nie verfügbar.

Der durch Gleichfehlerströme gestörte Typ A FI wird ja dadurch zum Problem, das eben kein Typ B -FI eingreift.

Es gibt natülrich diese Fälle, wie ein 6er im Lotto, nur negativ, aber man kann bei spazieren gehen auch von herabstürzenden Flugzeugteilen getötet werden. Deswegen immer im haus bleiben?
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon Volker.Berlin » Mo 21. Dez 2015, 11:59

Ok, wenn wir von der leidigen FI-Thematik mal absehen, die mir wirklich schon zu den Ohren raus kommt, dann bleibt unterm Strich immer noch, dass die JB2 ihre Adapter erkennt und alle anderen mir bekannte mobilen Wallboxen mit Ausnahme des Tesla UMC nicht. Warum ich das für so wichtig halte, habe ich oben zwischen den FI-Posts schon erläutert.

:back to topic: Ich glaube, es ist keinem gedient, wenn sich hier jetzt 10 Seiten FI-Diskussion anschließen; umso weniger, als ja beide hier diskutierten Boxen eine funktional äquivalente Gleichstrom-Fehlerstrom-Erkennung mitbringen! :!:
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon eW4tler » Mo 21. Dez 2015, 12:08

most hat geschrieben:
.... um aber wirklich normkonform zu sein, reicht der Software-FI nicht aus.
Wer sagt das? Warum soll das nicht normkonform ist? Ich habe jetzt keine Norm vor mir um das nach zu lesen. Aber wenn es die Aufgabe ist, dass ein Fehlergleichstrom erkannt werden muss, so kann dies auf verschiedene Wege gelöst werden.

Die Fa. BENDER bietet z.B. auch das RCMB103 für diese Aufgabe an. Und ich denke der Fa. BENDER braucht man jetzt wirklich nichts zum Thema "normkonform" und "Sicherheit" erzählen!?!

:back to topic: PS: Ja und ich bin schon wieder fertig damit....KEINE FI Diskussion hier, da BEIDE die gleiche Funktionalität bieten!

Also die Selbsterkennung (Stromstärke) aufgrund des Adapters ein großes Plus und macht die Usability viel besser. Um jetzt wirklich genauer vergleichen zu können wäre endlich mal ein Preis gefragt!

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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon PowerTower » Mo 21. Dez 2015, 12:53

Volker.Berlin hat geschrieben:
Aus meiner Sicht ist das ein absolut entscheidendes Kriterium. Alle Boxen, die erfordern, dass der Nutzer den maximal erlaubten Strom selbst einstellt, sind meiner Meinung nach reine Nischenlösungen für Freaks, aber nichts, was ich meinem Nachbarn in die Hand drücken würde. Wenn wir wollen, dass die Emobilität weiter in den Mainstream kommt, ist Plug-and-Play ein entscheidendes Merkmal, für Sicherheit und Bequemlichkeit gleichermaßen.

Den von dir angesprochenen Mainstream wird es mit CEE Dosen nicht geben. Der Mainstream findet ausschließlich mit Typ2 und den DC Standards statt. Insofern ist jeder, der so eine mobile Box für Industriesteckdosen nutzt, aus Sicht der Bevölkerung ein Freak. Egal ob das Ding einfach oder schwer zu bedienen ist. ;)

Volker.Berlin hat geschrieben:
Irgendwelche Adapter zusammenstecken und dann hoffen, dass der Benutzer weiß, was er einzustellen hat, und auch weiß, wie er es einzustellen hat (absolutes Horror-Beispiel: crOhmbox, da geht ohne gedruckte Anleitung gar nichts), und dann auch nicht im entscheidenden Moment abgelenkt ist und ggf. mit der falschen Einstellung die Ladung startet -- das ist meiner Meinung nach absolutes No Go.

Bevor ich die Wallbox zu Hause installiert habe, konnte ich an einer blauen CEE Steckdose zu Hause. Die war auch mit 16 A abgesichert, aber die 1,5 mm² Unterputzleitungen waren nicht dafür ausgelegt. Insofern habe ich jeden Ladegast gebeten darauf zu achten, dass sein ICCB nicht mehr als 13 A zieht. Bei der JB2 kann man das so anscheinend nicht einstellen, da muss man also doch erst einen Adapter für Schuko an die CEE klemmen, damit der JB2 weiß, dass er keine 16 A ziehen darf. Ist also auch hier nicht der Weisheit letzter Schluss, weil ausschließlich der Stecker und nicht die vorgelagerte Installation berücksichtigt wird.

Ich hätte natürlich auch die Schukodose direkt installieren können, aber die CEE Steckdose ist eben wertiger und verträgt die dauerhaften Steckvorgänge und die hohe Last besser. Nur hat sich allein mit dieser Maßnahme die Strombelastbarkeit der Installation nicht verbessert. Und wie in meinem anderen Beispiel schon genannnt die 32 A Steckdosen, die mit 25 A abgesichert sind. Die Sicherungen sind von außen ersichtlich. Hier weiß ich also, dass ich auf höchsten 25 A einstellen darf. Die JB2 weiß das eben nicht.
Zuletzt geändert von PowerTower am Mo 21. Dez 2015, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: NRGKick oder lieber Juice Booster 2?

Beitragvon Karlsson » Mo 21. Dez 2015, 12:58

1,5mm^2 gehen bis 15A nach VDE. Ich ziehe mit dem Renault Notladekabel darüber 14A.
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