Notladekabel Steckdose abgeschmort

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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon lingley » Mo 18. Feb 2013, 13:52

axlk69,
Jogi hat alles treffend beschrieben.
Aber um auf einen gemeinsamen Stand zu kommen, mach mal ein Foto Deiner CEE - Dose (aufgeklappt) und eins mit der Kennzeichnung darauf. Dann schau mal nach - Kabel verfolgen - wo die CEE ihren Saft herkriegt - ganz wichtig !!!
Die muss ja irgendwo bei Dir im Verteiler angeschlossen + abgesichert und im Idealfall sogar beschriftet sein.
Wenn das klar ist wo der Strom herkommt - Foto der Verteilung + Sicherung / FI-Schalter ö.ä. machen !
Dann hier posten, erst danach kann man eine Empfehlung geben !
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon ZoeZen1 » Di 19. Feb 2013, 22:09

Wenn ich das jetzt lese, bekomm ich richtig Angst bei meinem Vorhaben, den ZOE in der Garage über Schuko laden zu müssen.

10A kann der ZOE nicht, 13A geht laut Mennekes ICCB schon, aber lese jetzt hier, das 10A schon Probleme machen :?

Was denn jetzt. Kann ich mich drauf verlassen, das eine durchschnittliche Schuko-Hausinsterlation das aushällt, oder nicht?
:?: :?: :?:
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon Rogriss » Di 19. Feb 2013, 22:23

Aus meinen Erfahrungen, sozusagen von Laie zu Laie:
Das SYSTEM des Schuko ist bis 16A zugelassen. Ob die jeweilige Installation das verträgt ist eine andere Geschichte. Ich kann Die Leitungen zum Schuko auch auf 10A oder weniger auslegen.
Das wäre dann etwa so wie wenn ich einen Feuerwehrschlauchstutzen an meine Wasserleitung schrauben würde: Die kupplung hält grossen Druck aus, aber die WAsserleitung dahinter wohl nicht...

Ergo würde ich Zuleitung zur Garage überprüfen lassen. Eventuell muss die getauscht werden.
Das war bei mir der Fall: In der Garage war die Dose und Verkabelung für 10A ausgelegt. Deswegen musste der Installateur die ganze Leitung neu legen. Diesmal auf 16A
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon Jogi » Di 19. Feb 2013, 22:29

ZoeZen1 hat geschrieben:
13A geht laut Mennekes ICCB schon, aber lese jetzt hier, das 10A schon Probleme machen :?

Was denn jetzt. Kann ich mich drauf verlassen, das eine durchschnittliche Schuko-Hausinsterlation das aushällt, oder nicht?

13A Dauerlast gehen an der normalen Schukodose definitv nicht.
Wenn deine Zuleitung zu der Schukodose gut genug ist (mind. 1,5², 16A abgesichert, nicht allzu lang*), kannst du da einfach eine dreipolige CEE-Dose dranmachen.
13A gehen dann.

*Der Rechner spuckt für 13A eine max. Länge von 27m aus, aber das ist die absolute Obergrenze!
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon BuzzingDanZei » Di 19. Feb 2013, 23:48

Würde auch nach Prüfung der Leitung eine CEE Dose installieren und die CEE Mennekes ICCB ordern.
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon PowerTower » Mi 20. Feb 2013, 21:29

Also geht nicht, kann man so nicht sagen. Ich lade mit 14A an der Balkonsteckdose, das ist machbar. Die Dose sollte man gegen CEE tauschen, wenn möglich. Ich habs bei Schuko belassen, weil der Umbau zur CEE Einbausteckdose einige neue Löcher im Putz erfordern würde. Geht aber ohne Probleme auch so, wenn es eine qualitativ gute Schukodose ist, die eine 16A Zulassung hat.

Ob die Zuleitung das aushält ist einfach festzustellen. Man schaue im Sicherungskasten, ob ein Leitungsschutzschalter 10A, 13A oder 16A verbaut ist. Sofern der Elektriker nicht gepfuscht hat, ist der LSS kleiner oder maximal genau so groß dimensioniert wie die Leitung verkraften kann. Sprich ist ein 16A LSS verbaut darf man auch die Leitung mit 16A belasten, ohne dass die Isolierung abraucht.
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon ATLAN » Mi 20. Feb 2013, 23:39

Hallo Axelk69!

Mal zur kurzen Illustrtation, über was hier gefachsimpelt wird: :mrgreen:

CEE-Steckersystem 1-3Phasig 230-400Volt 16-32Ampere, ein paar Beispiele:

Stecker 16A 230V 1-Phasig blau
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:16A-plug.jpg

Steckdose 16A 230V 1-Phasig blau
http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... inning.png

Stecker 32A 400V 3-Phasig rot
http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... _02_07.jpg

Generell ist zu sagen, diese Steckersysteme sind mechanisch wie elektrisch wesentlich robuster ausgelegt als ein Schuko-Stecker oder Dose, und auch für den Ausseneinsatz konzipiert.

Die elegante Variante wäre (wenn finanziell sinnvoll realisierbar) vom Elektriker am Carport eine 16 oder gleich 32A 400V CEE-Steckdose installieren lassen, damit kannst prinzipiell vom Twizzy bis zum Tesla S alles in sinnvoller Zeit aufladen. Dein Notladekabel kannst zb. an eine paralell dazu installierte blaue CEE-Steckdose anschließen. Über diese Zuleitung kann man dann auch mal eine Typ2-Ladebox versorgen oder ein mobiles 11-22kW "Schnellnotladekabel" :mrgreen: mit ICCB anstecken.

Kurzfristig würde ich mal vorschlagen, die (jetzt im defekten zustand hoffentlich abgeschaltene) Gartensteckdose vom Hauselektiker auf eine blaue CEE 230V 16A Steckdose tauschen zu lassen. Wenn der Elektriker, der die Hausinstallation ursprünglich ausgeführt hat, Normgerecht gearbeitet hat, darf das kein Problem darstellen und dich nur die CEE-Steckdose und max. 30 Min Arbeitszeit kosten, eventuell noch einen 16A Leitungsschutzschalter und einen CEE-Stecker für dein Verlängerungskabel. Somit sollte dann mal nix mehr schmelzen können, und schon garnet bei 10A. 8-)

MfG Rudolf

PS: Wenn ich dazu komme, werd ich wie von dir angeregt mal versuchen ein kleines Ladetechniklexika in einem eigenen Thread auf zu machen.
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon ZoeZen1 » Do 21. Feb 2013, 23:06

Jogi hat geschrieben:
ZoeZen1 hat geschrieben:
13A geht laut Mennekes ICCB schon, aber lese jetzt hier, das 10A schon Probleme machen :?

Was denn jetzt. Kann ich mich drauf verlassen, das eine durchschnittliche Schuko-Hausinsterlation das aushällt, oder nicht?

13A Dauerlast gehen an der normalen Schukodose definitv nicht.
Wenn deine Zuleitung zu der Schukodose gut genug ist (mind. 1,5², 16A abgesichert, nicht allzu lang*), kannst du da einfach eine dreipolige CEE-Dose dranmachen.
13A gehen dann.

*Der Rechner spuckt für 13A eine max. Länge von 27m aus, aber das ist die absolute Obergrenze!



Eine Länge von 27 m von wo?

PowerTower hat geschrieben:
Also geht nicht, kann man so nicht sagen. Ich lade mit 14A an der Balkonsteckdose, das ist machbar. Die Dose sollte man gegen CEE tauschen, wenn möglich. Ich habs bei Schuko belassen, weil der Umbau zur CEE Einbausteckdose einige neue Löcher im Putz erfordern würde. Geht aber ohne Probleme auch so, wenn es eine qualitativ gute Schukodose ist, die eine 16A Zulassung hat.

Ob die Zuleitung das aushält ist einfach festzustellen. Man schaue im Sicherungskasten, ob ein Leitungsschutzschalter 10A, 13A oder 16A verbaut ist. Sofern der Elektriker nicht gepfuscht hat, ist der LSS kleiner oder maximal genau so groß dimensioniert wie die Leitung verkraften kann. Sprich ist ein 16A LSS verbaut darf man auch die Leitung mit 16A belasten, ohne dass die Isolierung abraucht.


Was is denn jetzt das LSS schon wieder?
Ich dachte, für den Schutz der Leitung ist die normale 16A Sicherung zuständig, oder is das das selbe :?

Wo kann ich ersehen, welches Kabel und welche Dose für wie viel Strom und Lastdauer ausgelegt ist?
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon Jogi » Do 21. Feb 2013, 23:37

ZoeZen1 hat geschrieben:
Eine Länge von 27 m von wo?

Vom Sicherungskasten bis zur Dose.

Was is denn jetzt das LSS schon wieder?
Ich dachte, für den Schutz der Leitung ist die normale 16A Sicherung zuständig, oder is das das selbe :?

LeitungsSchutzSchalter. Das ist ein Sicherungsautomat, eine Sicherung ohne Schmelzeinsatz. Kann man einfach wieder einschalten, wenn er mal ausgelöst hat.

Wo kann ich ersehen, welches Kabel und welche Dose für wie viel Strom und Lastdauer ausgelegt ist?

Bei den Schukodosen ist Vorsicht angesagt!
Da steht zwar überall 16A drauf, aber das ist nur für kurzfristige Lasten (z. B. Anlaufstrom vom Staubsauger).

Erst ab CEE gilt der angegebene Strom (theoretisch) auch für Dauerlasten (oft steht die zulässige Dauer in h drauf).
Grundsätzlich gilt hier: Je billiger, desto riskanter.
Willst du sichergehen, dann nimm die Dose mit der nächsthöheren Belastbarkeit, wie z. B. die hier.

Den Rechner für die Leitungsquerschnittsberechnung hatte ich ja schon mal verlinkt.
Auch hier gilt: Nicht am falschen Ende sparen. Die paar Kröten für den nächsthöheren Querschnitt machen sich vielfach bezahlt, wenn man dadurch auch nur den kleinsten Schmorschaden vermeidet.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Notladekabel Steckdose abgeschmort

Beitragvon ATLAN » So 24. Feb 2013, 11:10

Jogi hat geschrieben:
Erst ab CEE gilt der angegebene Strom (theoretisch) auch für Dauerlasten (oft steht die zulässige Dauer in h drauf).

Sorry, korrektur:
Die Angabe zb. von "6h" am Stecker/Buchse bezeichnet die Position des Erdungskontaktes im vergleich zu einem Analogen Uhrenziffernblatt, hat in dem Fall nichts mit einer "Kurzbetriebszeit" (KB) zu tun, wie man sie auf manchen älteren Elektrogeräten noch finden kann.
Wenn auf der CEE-Steckvorrichtung 16A oder 32A steht, dann wird sie das sicher auch als Dauerbelastung vertragen.

http://de.wikipedia.org/wiki/IEC_60309#Typentabelle

Die "Uhrzeiten" haben den Sinn, das man mit demselben Spritzgusswerkzeug Steckerverbinder für verschiedenste Spannungs & Frequenzbereiche herstellen kann, die aber trotzdem untereinander nicht vertauscht werden können und damit auch vom Elektrotechnischen Laien bedienbar sind.

MfG Rudolf
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